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Zum Reifenberger Keller

Entfernung: ca. 20 km, Dauer: ca. 5,5 Std.

Vorwort

Die Wanderung führt anfangs "im Flachland" durch die oberfränkischen Orte Eggolsheim und Kauernhofen. Danach beginnt der Anstieg hinauf  zum Schützenberg (517 m) und zur Rettener Kanzel - einen herrlichen Aussichtpunkt mit Aus-blicken ins Wiesenttal. Durch nahezu unberührte Natur erreichen wir nach einem Abstecher zur Vexierkapelle (Ausblick zum Walberla) einen der schönsten Bierkeller im Verbundgebiet, den Reifenberger Keller. Abwärts ins Wiesenttal kann man von Pretzfeld oder Ebermannstadt mit der R22 im Stundentakt die Heimfahrt antreten.

Karte

Wanderkarte "Zum Reifenberger Keller"
JPG, 66kB

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Eggolsheim S1 starten wir unsere Tagestour, passieren den Bahnübergang und biegen gleich danach rechts in den geschotterten Weg entlang der Bahnlinie ein. Ca. 500 m nach der Straßenüberführung geht es linker Hand (Rednitztal-Radweg) weiter hoch zur Kreisstraße. Dort rechts und über die A 73 führt die Straße nach Eggolsheim hinein. Nach dem Wegweiser „Buttenheim 5 km” überqueren wir den Eggerbach, gehen durch die Spittalstraße und biegen nach links in den Schwedengraben ein. Gleich sind wir am Hirtentor, biegen rechts ab und zweigen in die Forchheimer Straße nach links ab. Vor dem Sportgelände der SV/DJK Eggolsheim führt ein asphaltiertes Sträßchen dann ins offene Feld hinaus.

In Eggolsheim mit Pfarrkirche St. Martin im Hintergrund

Links geht es bei dem folgenden asphaltierten Querweg weiter, der nach einem großen Rechtsbogen auf einen Weg mit dem Wegezeichen roter Querstrich trifft (vom Bahnhof bis hierher ca. 3,5 km). Auch hier biegen wir wieder links ab und kommen zu einer Kapelle, erbaut 1732, am Ortseingang von Kauernhofen. Rechter Hand weist unsere Markierung roter Querstrich in den Ort hinein, den wir immer geradeaus leicht bergauf passieren.

Bei der Binsgasse biegen wir weiter mit roter Querstrich rechts ab und verlassen Kauernhofen nach einem Linksbogen aufwärts. Bei der folgenden Wegeteilung halten wir uns links auf dem nun geschotterten Waldweg. Der Weg mündet in einen steilen Pfad, immer noch mit der gleichen Markierung roter Querstrich gekennzeichnet.

Ein schmaler Kreuzweg führt nach der ersten in Sandstein gehauenen Leidensstation über 27 Treppenstufen weiter stetig steil aufwärts. Oben bei einer Bergkapelle (erbaut 1955) und der siebten Station angelangt, können wir uns nach diesem schweißtreibenden Anstieg, dem einzigen bei dieser Tour, auf mehreren Bänken ausruhen.

Hinter der letzten Station des Kreuzweges folgen wir der Markierung roter Querstrich nach rechts, bis wir nach ca. 150 m, rechter Hand an einem Baum, die Markierung Rotstrich finden (auf den nachfolgenden 1,3 km ist diese Markierung sehr verblasst und schlecht sichtbar). Unser Wegezeichen Rotstrich führt uns über die nächsten beiden Gabelungen immer leicht links haltend weiter am Bergrücken entlang.

Der Weg teilt sich erneut und es geht wieder links weiter auf den Höhen des Schützenberges (517 m) entlang. Nach einem alten, aufgelassenen Steinbruch auf der linken Wegseite erreichen wir die 506 m hohe Retterner Kanzel. Ein herrlicher Aussichtspunkt mit Blicken ins obere Wiesenttal, nach rechts zum Schloss Jägersburg und natürlich vor uns Kirchehrenbach und das Walberla.

Etliche Pfade führen zu den unterschiedlichsten Aussichtsplattformen. Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie die vielfältigen Ausblicke. Im Zickzack-Kurs geht der Rotstrich-Weg zwischen den Felstürmen abwärts und stößt unten auf einen mit grüner Senkrechtstrich gekennzeichneten Pfad, dem wir nach links folgen. Nach einem Steinbruch am Ende der Kanzeln taucht der Pfad in den Wald ein (Wasserschutzgebiet) und wir kommen zu einem breiten Forstweg. Rechts ab geht es weiter, bis wir auf einen weiteren breiten Forstweg stoßen, der vom Tal heraufkommt (Schranke, rechts am Weg).

Wir setzen unsere Tour mit grüner Senkrechtstrich als Wegezeichen linker Hand bergauf fort. Dieses Wegezeichen finden wir nach ca. 100 m an einem Wasserschutzebiets-Schild. Bis zur nächsten Markierung marschieren wir gute 15 Minuten weiter. Je nach Jahreszeit begleitet uns eine üppige Vegetation rechts und links des lang gezogenen Weges. Ein alter Holzwassertrog, von einer Quelle gespeisst, lädt zu einer kurzen Pause ein. In den nächsten Weg, der bergabwärts herunterkommt, fädeln wir ein und wandern bis zu einer geteerten Kreuzung zum Eingang des Reifenberger Kellers, der mit einer roten Fahne gekennzeichnet ist. Bevor Sie Ihre „verdiente Maß“ trinken, sollten Sie auf jeden Fall den Weg geradeaus hoch zur Vexierkapelle noch wahrnehmen.

Wieder erwarten Sie wunderschöne, imposante Weitblicke so weit das Auge reicht. Im Mittelpunkt natürlich wieder das Walberla, rechts davon Wiesenthau und Gosberg, links Pretzfeld und dahinter das Massiv der Rötelfelsen. Auf dem Berg stand früher eine Burg der Edelfrauen von Reifenberg. Die Burgkapelle, mit angrenzendem Friedhof, wurde 1460 erstmals urkundlich erwähnt und ist dem heiligen St. Nikolaus geweiht. 

Blick aufs Walberla

Nun aber wieder zurück und hinunter in den Reifenberger Keller (Infos unter: 091 94 1408 ). Der Besuch nach ca. 100 m steilem Abstieg wird mit einem weiteren herrlichen Panoramablick, einer deftigen Brotzeit oder einer kühlen Maß aus dem Steinkrug belohnt. Selbstbedienung ist angesagt – aber der Weg zum Ausschank ist nicht weit. Wer (zu viel ...) rastet, der rostet – also weiter geht’s und am Ende des Kellers im Linksbogen abwärts in den Ort Reifenberg. Bereits bei der ersten Straßengabelung, nach dem Haus der Feuerwehr, gehen wir geradeaus (Hausnummern: 70 – 96) mit roter Querstrich und Rotkreuz weiter am Hang entlang aus dem Ort hinaus.

Wir aber halten uns an roter Querstrich und wandern quer zum Hang weiter. Bei der nächsten Abzweigung weisen die Markierungen an den Kirschbäumen nach links hoch zum Wald. Dieser Höhenweg bietet erneut schöne Ausblicke auf die gegenüberliegende Seite des Wiesenttals.

Nach einer Nussbaumallee führt ein Pfad in den Wald hinein. Hinter einem kleinen, verrohrten Graben dann rechts abwärts und erneut bis zum Waldrand. Hier links abbiegen und mit roter Querstrich durch Obstgärten auf Rüssenbach zu. Der nach rechts mit Rotkreuz markierte Leo-Jobst-Weg führt abwärts ins Wiesenttal und zum Bahnhof Pretzfeld (ca. 2 km).

Vorbei am Angushof kommen wir bergab zu einer Straße (Lindenweg), in die wir links nach Rüssenbach einschwenken. Wir überqueren den Fischbach und setzen unseren Weg nach rechts in der Straße im „Tiefen Graben“ fort.

Bis zum Ortseingang von Ebermannstadt bleiben wir auf dem Fuß-/Radweg, zum Schluss nur ein kurzes Stück an der B 470 entlang. Nach der Diesbrunnenstraße überqueren wir ohne Markierung die Bundesstraße und auf einer Holzbrücke geradewegs die Wiesent. Zunächst geradeaus biegt der geschotterte Weg links ab. Im Wiesenttal bleiben –  auf diesem Weg Richtung Ebermannstadt, den Kirchturm als Anhaltspunkt. Nach der zweiten Wiesentbrücke rechts abbiegen und vorbei an einer Neubausiedlung kommen wir zur Brücke in der Bahnhofstraße. Das letzte Wegstück zum Bahnhof führt rechts über die Brücke und dann nach einer S-Kurve direkt zum Bahnhof. Im Ort, aber auch unmittelbar beim Bahnhof (Gaststätte „Zum Bahnhof”/„Gasthaus Sußmann”, Tel. 0 91 94/72 23 46) gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

Bilder und Ausarbeitung: VGN

Wegemarkierungen: Wanderwege-Markierungsnetz unterhalten vom Fränkischen-Alb-Verein e. V. Nürnberg Heynestr. 41 90443 Nürnberg Tel. (09 11) 42 95 82 Fax (09 11) 42 95 92 Internet: www.fraenkischer-albverein.de

Fränkische-Schweiz-Verein Oberes Tor 1 91320 Ebermannsstadt Tel. 0 91 94/14 33 Fax 0 91 94/79 57 58 Internet: www.fraenkische-schweiz-verein-ev.de

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