Eine Fahrkarte für alle Verkehrsmittel und ein riesengroßes Verbundgebiet. Dafür steht – kurz gesagt – der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).
Erfahren Sie hier mehr über die einzelnen Institutionen und die Organisationsstruktur.
Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) ist flächenmäßig der zweitgrößte Verkehrsverbund Deutschlands. In seinem Gebiet von 14.000 km² – das ist ein Fünftel der Fläche des Freistaats Bayern – gilt ein einheitlicher Tarif. Alle Linien und Verkehrsmittel können mit einem einzigen Fahrschein genutzt werden.
Im VGN haben sich 8 kreisfreie Städte und 15 Landkreise in Mittel-, Unter- und Oberfranken, der Oberpfalz sowie Schwaben zusammengeschlossen.
Mehr als 100 Verkehrsunternehmen betreiben über 660 Linien mit Regionalbahn, S-Bahn, Tram, Bus oder als Bedarfsverkehr mit Taxi (AST, LBT, ALT).
Alle wichtigen Entscheidungen im VGN werden gemeinsam und einstimmig von den Gremien der Gebietskörperschaften (kreisfreie Städte und Landkreise) und der Gesellschafter (Verkehrsunternehmen) getroffen. In deren Auftrag erfüllt die Verbundgesellschaft – VGN GmbH – eine Fülle von Aufgaben.
Mit einem Doppelschlag startete am 26. und 27. September 1987 der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. Zuerst mit der Eröffnung der ersten S-Bahnstrecke S1 von Nürnberg nach Lauf, einen Tag später begann das, was heute selbstverständlich ist: Verbundfahren mit einem einheitlichen Tarif, einer Fahrkarte für alle Verkehrsmittel und einem Fahrplanbuch.
Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg steht für die Mobilität von 2,6 Millionen Bürgerinnen und Bürgern in der Metropolregion Nürnberg. Sein Gebiet umfasst mit 14.000 Quadratkilometern knapp 20% der Fläche des Freistaats Bayern.
Rund 650 Linien erschließen ganz Mittelfranken sowie mit unterschiedlichen Anteilen die im VGN vertretenen Landkreise und Städte in den Regierungsbezirken Oberfranken,
Unterfranken, Oberpfalz und Schwaben.
Mehr als 200 Millionen Fahrgäste zählt der VGN jedes Jahr. Die Einwohner des Verbundgebiets können mit nur einer Fahrkarte alle Verkehrsmittel benutzen und finden alle Fahrplaninformationen in nur einem Medium (Buch, Internet usw.).

Zu Beginn deckte das Verbundgebiet mit fünf kreisfreien Städten sowie vier ganz und sechs teilweise integrierten Landkreisen eine Fläche von 4.593 km2 ab. Im damaligen Verbundraum lebten 1,4 Mio Menschen, wovon etwa die Hälfte auf die Städteachse Nürnberg–Fürth–Erlangen–Schwabach entfiel. Insgesamt zwölf Verkehrsunternehmen (darunter fünf Gesellschafter) stellten mit 127 Linien das Verkehrsangebot.
Grundvertrags-Ausschuss und ZVGN
Die Basis des gesamten Vertragswerks im VGN ist der Grundvertrag. Er definiert die Ziele und Aufgaben des Verkehrsverbundes und regelt die Zusammenarbeit der Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr. Damit liegt die politische Verantwortung für den allgemeinen ÖPNV in den Händen der kreisfreien Städte und Landkreise. Das entsprechende Verbundgremium ist der Grundvertragsausschuss (GA). Zu Tarifänderungen sowie dem Erfolgsplan und der Erfolgsrechnung für den Verbundverkehr ist seine Zustimmung erforderlich.
Als operatives Organ der Aufgabenträger koordiniert der Zweckverband Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (ZVGN) die Zusammenarbeit der Städte und Landkreise und beteiligt sich an der Finanzierung der verbundbedingten Aufwendungen. Bei der Verkehrsplanung kommt dem ZVGN die Aufgabenträgerschaft für den übergreifenden regionalen Busverkehr zu. Gemäß Artikel 18 des Bayerischen ÖPNV-Gesetzes (BayÖPNVG) wirkt er an der SPNV-Planung mit.
Hier finden Sie eine Liste aller Gesellschafter des VGN.
Gesellschafterversammlung
Die Zuständigkeit für die unternehmerischen und betrieblichen Belange verbleibt nach dem Grundvertrag bei den Verkehrsunternehmen. Ihr oberstes Entscheidungsorgan ist die Gesellschafterversammlung (GV) der Verbundgesellschaft (VGN GmbH). Vertragliche Basis ist der Gesellschaftsvertrag. Gesellschafter sind die DB Regio AG und das Regionalbusunternehmen Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF), seitens der kommunalen Verkehrsunternehmen die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg, infra fürth verkehr gmbh, Erlanger Stadtwerke Stadtverkehr GmbH (ESTW), Bayreuther Verkehrs- und Bäder-GmbH, Stadtverkehr Schwabach GmbH und die Gesellschaft kommunaler Verkehrsunternehmen (GkV). Die Interessen assoziierter Verkehrsunternehmen vertritt die Gesellschaft Privater Verkehrsunternehmen (GPV).
Die Links zu unseren Gesellschaftern finden Sie hier.
Die Verbundgesellschaft mit ihren rund 40 Mitarbeitern nimmt im Auftrag ihrer Gesellschafter sowie des GA und des ZVGN Aufgaben des ÖPNV wahr. Dazu gehören vor allem die Fortentwicklung des Gemeinschaftstarifs, die Einnahmenaufteilung, Marketingmaßnahmen für den Verbundverkehr, die Durchführung von Verkehrserhebungen, die Erstellung von Bedienungskonzepten, die Koordination des Liniennetzes sowie die Erstellung des Verbundfahrplans.
Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH
Rothenburger Straße 9, 90443 Nürnberg
Geschäftsführer:
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Andreas Mäder
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