| Region(en): | Steigerwald |
|---|---|
| Entfernung: | ca. 5 km |
| Dauer: | ca. 1,5 Std. |
| Linie(n): |
Gutenstetten
Bereits vor 2.500 Jahren siedelten Kelten auf dem heutigen Dorfgebiet. Das erste Mal in den Urkunden taucht Gutenstetten im Jahre 772 auf, als Graf Ezzilo sein „Tutenstetin“ an das Kloster Fulda abgab. Ende des 13. Jh. bemächtigten sich die Nürnberger Burggrafen des Ortes. Mitte des 16. Jh. brannten es die markgräflichen Truppen nieder, weil die hiesigen Bauern das Kloster in Münchsteinach plünderten.
Touristische Höhepunkte in Gutenstetten sind die Johanneskirche mit dem kostbaren Flügelaltar aus dem 16. Jh., das Museum für Archäologie und Frühgeschichte mit keltischen Funden oder ein Bieraktionstag in der Brauerei Windsheimer (Information unter Tel. 09161 2293).
Öffnungszeiten Johanneskirche:
tägl. von 9–17 Uhr; Museum: April–Okt., So. u. Feiertage von 14–18 Uhr; Nov.–März, erster So. im Monat von 14–18 Uhr oder nach Vereinbarung (Tel. 09161 88850)
Steinach
Die Steinach entspringt in mehreren Armen einem Quellhorizont des Blasensandsteins oberhalb Kornhöfstadt und fließt von einer schmalen Aue begleitet nach ca. 15 km Tallänge bei Gutenstetten in die Aisch. Die tatsächliche Lauflänge ist mindestens doppelt so lang, da das Flüsslein stellenweise stark mäandriert.
Die Steinach ist ein Teil des Talauenprojektes, in dem sich die „Lokale Aktionsgruppe Südlicher Steigerwald“, zusammen mit dem Freistaat Bayern und dem Bezirk Mittelfranken für die Schaffung naturnaher Auen, für Hochwasserrückhaltung und für Tourismus einsetzt.
Streuobstwiesen und Hutungen
Streuobstwiesen sind lockere Obstbestände, in deren wiesenartigem Unterwuchs das Obst zerstreut liegen bleibt. Hutungen sind i. d. R. magere Weiden. Meist ist es Gemeindeland, auf dem früher das Dorfvieh von einem Dorfhirten gehütet wurde.
Die Steilhänge entlang der Flüsse und Bäche des Steigerwaldes dienten von jeher dem Obstanbau und der Weidehaltung. Dabei entstanden ökologisch hochwertige Lebensräume, die eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Heute sind sie unrentabel und damit akut gefährdet. Bürger, Gemeinden und der Landschaftspflegeverband Mittelfranken engagieren sich hier in der Region für deren Erhalt. Mit einem schmackhaften Lammbraten in einem der lokalen Gasthäuser können auch Sie dazu beitragen.
Münchsteinach
Das romantisch an der Steigerwaldstraße gelegene Münchsteinach wird das erste Mal 912 erwähnt, als es König Konrad dem Bischof Trachtholf zum Geschenk macht. 1102 wandelt Freiherr Adalbero de Steinaha sein Schloss mitsamt den Besitzungen in ein Benedik-tinerkloster um. 400 Jahre lang prägt die Abtei die Geschichte Münchsteinachs, bis ihre Bedeutung im Zuge von Bauernkriegen und Reformation erlischt. Neben der einzigartigen mittelalterlichen Klosteranlage hat Münchsteinach noch eine Reihe sehenswerter, altfränkischer Fachwerkhäuser, die traditionelle Familienbrauerei Loscher und eine schmackhafte, bodenständige Küche zu bieten.
Münster
Das imposante, historische Gebäudeensemble auf dem Kirchberg besteht aus der dreischiffigen Basilika des Münsters St. Nicolas (1139–1180), dem anliegenden Konventgebäude des Benedik-tinerklosters (15. Jh.), dem vom Abt Christoph 1519–20 erbauten Abtsschlösschen sowie zwei Torhäusern und Scheunen aus dem 18. Jh. Besonders sehenswert ist das Interieur des Münsters mit ursprünglicher Bemalung und kunstvoll gestalteten Säulenkapitellen im romanischen Stil. Kirchenführungen nach Vereinbarung (Tel. 09166 210).
Neuebersbach
Der Ort wurde 1711 durch die bayreuthische Regierung als Siedlung für protestantische Flüchtlinge gegründet. Früher stand hier das zum Kloster Münchsteinach gehörige Altebersbach, das im Zuge des Dreißigjährigen Krieges verwüstet worden ist. Dass es sich um einen kompletten Neuaufbau handelt, zeigt auch die planmäßige Anlage des Dorfes an der zum Pirkachshof führenden Straße.
Weiher-Wander-Weg
Der 73 km lange Rundwanderweg führt durch die herrliche Aischgründer Weiherlandschaft mit ihren geschichtsträchtigen Orten und traditionellen Brauereien und Gasthöfen. Der in beiden Richtungen ausgeschilderte Weg kann etappenweise von den
-Bahnhöfen Neustadt/Aisch und Emskirchen oder von den Bushaltestellen der Linie
aus genossen werden.
Reinhardshofen
In der Nähe von Reinhardshofen hat man 1851 einen Brucherzhort aus dem 9. Jh. vor Chr. (Urnenfelderzeit) gefunden. Erste urkundliche Erwähnung stammt aus 1265, als der Nürnberger Burggraf Friedrich III. dem Bischof von Eichstätt das Patronats-recht über seine „Capella in Reinhardshouen“ verspricht, sich es jedoch später anders überlegt. Die ortsprägende Kirche St. Kilian wird bereits Mitte des 15. Jh. genannt. Der heutige Zustand währt seit der letzten Renovierung im Jahre 1715.
Pahres
Wie die Nachbarorte, kann auch Pahres mit Siedlungsspuren aus der Frühlatènezeit (480–300 v. Chr.) aufwarten. Die Ortschaft Pahres wurde um 800 nach Christus von Slawen gegründet, im Gegensatz zu den Nachbargemeinden Gutenstetten und Reinhardshofen, die fränkische Gründungen sind. Ein besonderes Erlebnis in Pahres ist die Besichtigung der seit 1663 bestehenden traditionellen Brauerei Hofmann (Tel. 09163 9987-0).