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Traumhaftes Fichtelgebirge Traumhaftes Fichtelgebirge Bischofsgrün/Fleckl – Ochsenkopf (Asenturm) – Karches – Seehaus – Platte – Fichtelberg (Neubau)
d29180ef-5162-dafc-e3bd-c320cfcedae8 Traumhaftes Fichtelgebirge © VGN
Herzrhythmus
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Schienennetz Nürnberg-Fürth Schienennetz Nürnberg-Fürth Das Schienennetz im Stadtgebiet von Nürnberg und Fürth in stilisierter Darstellung.
FCF262B6-BC52-11D7-AE44-00034709FE0C Schienennetz Nürnberg-Fürth © da Mattone
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Mitnahme von Tieren Auch Hunde und kleine Tiere in geeigneten Behältern können mitfahren, zum Teil sogar kostenlos.
357d7600-7942-df29-fbd9-a56e0b0eb737 Mitnahme von Tieren © Anita Kling
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Knotenpunkte Nürnberg Informationen zu wichtigen Knotenpunkten in Nürnberg - Hauptbahnhof, Flughafen, Stadion und Messe
f85c4d28-dbd1-342a-cb12-efa970054c32 Knotenpunkte Nürnberg © Stefan
Wenn der Radweg mal wieder dicht ist
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Fahrradmitnahme Mit wenigen Einschränkungen können Fahrräder grundsätzlich in allen Verkehrsmitteln des VGN mitgenommen werden.
24C101EC-A6FE-11D7-AE44-00034709FE0C Fahrradmitnahme © Stefan
Urban Traffic
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KombiTicket: Fahren mit Eintrittskarte oder Flugschein In vielen Fällen fahren Sie kostenlos mit Ihrer Eintrittskarte oder Ihrem Flugschein.
684b7b82-4226-323f-3e46-4e11737f76b6 KombiTicket: Fahren mit Eintrittskarte oder Flugschein © Christian Radl
Fünf-Seidla-Steig: Gasthof Seitz / Elch Bräu
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Fünf-Seidla-Steig Fünf-Seidla-Steig Bierwanderung: Weißenohe – Gräfenberg – Hohenschwärz – Thuisbrunn
43bc7d86-c943-de57-2f4d-ba599961e195 Fünf-Seidla-Steig © VGN
Blaue Nacht
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KombiTicket Eintrittskarte = Fahrkarte
C7A85316-A660-11D7-AE44-00034709FE0C KombiTicket © Uwe Niklas
Schwarzachklamm
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Durch die Schwarzachklamm zum Jägersee Durch die Schwarzachklamm zum Jägersee Ochenbruck – Gsteinach – Schwarzachklamm – Brückkanal – Röthenbach b. St. Wolfgang – Jägersee – Feucht
30f89d76-647e-9e29-8e48-84e6cd28fa5b Durch die Schwarzachklamm zum Jägersee © Christian Radl
Aussichtspunkt Zankelstein
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Auf und nieder, immer wieder Auf und nieder, immer wieder Pommelsbrunn – Zankelstein – Naturfreundehaus – Ruine Lichtenstein – Hohenstädter Fels – Michelsberg – Hersbruck r. d. Pegnitz
8a8ce2ca-a909-e7eb-0388-4a7909d54e27 Auf und nieder, immer wieder © VGN
Old West Ranch Cowgirl
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Für kleine und große Cowboys und Cowgirls Für kleine und große Cowboys und Cowgirls Wandern mit Kindern: Burgbernheim-Wildbad – Wildbad – Old-West-Ranch – Naturschwimmbad – Barfußpfad – Hartershofen
7a27fefe-9b92-3902-321a-3b9001952e2f Für kleine und große Cowboys und Cowgirls © VGN
Kunst am Rothsee
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Vom Rothsee zur Fuchsmühle Vom Rothsee zur Fuchsmühle Roth Bahnhof (Stadtspaziergang Roth) / Bahnhof Allersberg (Rothsee) – Birkach (Rothsee) – Heuberg, Umweltstation – Fuchsmühle – Hofstetten – Hilpoltstein
de131b8e-e997-6c95-bf6e-e56d8a729409 Vom Rothsee zur Fuchsmühle © VGN
Alter Steinbruch - Boulderfelsen
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Auf Wallensteins Spuren Auf Wallensteins Spuren Unterasbach (Bahnhof) – Hainberg – Alte Veste – Rangaublick – Felsenkeller – Burgfarrnbach
ea9be70f-debf-4a6d-58d9-59036a51336c Auf Wallensteins Spuren © VGN
Sonnenuntergang auf dem Walberla
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Übers Walberla nach Gräfenberg Übers Walberla nach Gräfenberg Kirchehrenbach – Walberla (Ehrenbürg) – Dietzhof – Mittelehrenbach – Regensberg – Kasberg – Gräfenberg
1d693591-91f7-fd2d-dfe6-c526e7eadb02 Übers Walberla nach Gräfenberg © Anne Grundig
Aussicht von der Mühlkoppe
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Ins Schottental Ins Schottental Hartmannshof – Guntersrieth – Wüllersdorf – Schottenloch – Heldmannsberg – Mittelburg – Mühlkoppe – Pommelsbrunn
6112b5f6-7776-8cb3-90e9-a62890d70169 Ins Schottental © VGN
Röthenbachtal am Fränkischen Dünenweg
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Traumpfade am Fränkischen Dünenweg Traumpfade am Fränkischen Dünenweg Röthenbach a. d. Pegnitz – Renzenhof – Birkensee – Ungelstetten – Winkelhaid / Feucht-Moosbach
eea34512-3a11-7e5f-c1a6-b285c76c777e Traumpfade am Fränkischen Dünenweg © VGN
Ossinger Hütte
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Pendolino-Wanderung Pendolino-Wanderung Bergwandern: Neuhaus a. d. Pegnitz – Königstein – Ossinger – Pruppach – Riglashof (Zant) – Gaisheim – Albersdorf – Neukirchen (b. S.-R.) oder umgekehrt
6B8F001D-C985-4132-A1AC-5C0C091CD6DF Pendolino-Wanderung © VGN
Sittenbach Brücke
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Mountainbike-Trail: Der Hohenstein Hammer Mountainbike-Trail: Der Hohenstein Hammer Der ultimative Feierabend-Kick von Osternohe nach Rupprechtstegen. Kurze Powertour am Rande der Fränkischen Schweiz. Start und Endpunkt erreicht ihr bequem mit dem Zug.
5b463839-60a0-1609-32fa-d869851c55ab Mountainbike-Trail: Der Hohenstein Hammer © VGN
Kuss und Bahn
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Schienennetz Gesamtraum Das komplette Schienennetz im Verbundgebiet in stilisierter Darstellung.
FCF26272-BC52-11D7-AE44-00034709FE0C Schienennetz Gesamtraum © Christof Heinz
Auf dem Fränkischen Zuckerhut
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Zum Zuckerhut Zum Zuckerhut Bergwandern: Wöhr/Burggailenreuth – Burgruine Neideck/Druidenhain – (fränkischer) Zuckerhut – Wallerwarte – Schüsselstein – Pretzfelder Keller – Pretzfeld
b24b96c8-2256-2eb9-9885-7cbd619a47cb Zum Zuckerhut © VGN
Pfraundorfer See an der Kratzmühle
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Altmühltal-Panoramaweg von Beilngries nach Kinding Altmühltal-Panoramaweg von Beilngries nach Kinding Beilngries Hafen (Stadtrundgang) – Schloss Hirschberg – Freizeitzentrum Kratzmühle – Felsentor – Kinding
a0d138ec-d1f5-fdfd-a366-0b48ff35dc23 Altmühltal-Panoramaweg von Beilngries nach Kinding © VGN
Die fränkischen Drei Zinnen
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Frankens Drei Zinnen Frankens Drei Zinnen Weißenohe – Lillachquelle – Lilling – Kemmathen – Großenohe – Gräfenberg
eb2188ce-1b50-c7e6-8ee2-1988062730f3 Frankens Drei Zinnen © VGN
Klein Venedig Bamberg
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Bamberg Bamberg Sehenswürdigkeiten, Stadtplan, GPS-Rundgang
54a3e5ad-f7b9-7033-5187-2e783ffadcea Bamberg © fotoboxfl
Burgruine Neideck im Wiesenttal
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Zum Zuckerhut Zum Zuckerhut Bergwandern: Wöhr/Burggailenreuth – Burgruine Neideck/Druidenhain – (fränkischer) Zuckerhut – Wallerwarte – Schüsselstein – Pretzfelder Keller – Pretzfeld
b24b96c8-2256-2eb9-9885-7cbd619a47cb Zum Zuckerhut © VGN
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Durch die Rothenburger Landwehr

Region(en): Romantisches Franken
Entfernung: ca. 14 km
Dauer: ca. 3,5 Std.
Linie(n): Linie R82 Linie R8 Linie R81
Bewertung:
(3)
Gesamteindruck
(3)
Landschaft
(3)
Gastronomie
(3)
Anspruch / Kondition
(3)
Wegbeschreibung

Vorwort

Willkommen auf einer abwechslungsreichen Tour durch alte Kulturlandschaft und urige Dörfer des Hegereiterlandes mit einmaligen Naturerlebnissen und kulinarischen Höhenpunkten. Bierkundler, Gourmets und Modelleisenbahnfreunde kommen in Reichelshofen auf ihre Kosten, Naturfreaks auf dem Endseer Berg. Vor allem im Frühjahr während der Blütezeit, aber auch im Herbst, wenn das Laub sich färbt, ein lohnender Ausflug ins Land der Hegereiter. An heißen Sommertagen ist wegen der überwiegend sonnigen Passagen ein guter Sonnenschutz unbedingt erforderlich!

Der Hegereiter: Die Freie Reichsstadt Rothenburg o. d. Tauber hatte im Mittelalter Landbesitz, die sogenannte „Landwehr“. Der Hegereiter bewachte das Land und die Grenzen. Er zog Zoll ein und wohnte in den Landtürmen, die teilweise in den Dörfern noch zu sehen sind. Auf der Landhege – einer heute noch sichtbaren Wallanlage – ritt er sein Gebiet ab.

Karte

Karte Rothenburger Landwehr 2010

Wegbeschreibung

Hartershofen - Steinsfeld - Reichelshofen (6 km)

Unsere Tour startet am Bahnhof Hartershofen, dem ersten Halt (Achtung, Bedarfshalt: Im Fahrzeug unbedingt den roten STOP-Knopf drücken!) der  auf der Strecke Steinach – Rothenburg.

Bevor wir gen Westen ins Innere der Rothenburger Landwehr losziehen, genießen wir den Blick nach Osten, auf die Ausläufer der Frankenhöhe. Am nördlichen Ende der Bergkette thront der Endseer Berg – ein Natur-Kleinod, eine geologische Schatztruhe und unser Ziel.

Die Mittelfrankenbahn auf dem Weg nach Rothenburg

Vom Bahnhof gehen wir den kurzen Zufahrtsweg bis zur Landstraße, dort links auf den Plattenweg und geradeaus ins Dorf hinein. Mittendrin lockt auf der rechten Straßenseite der Gasthof „Zum Schwan“ der Familie Schaumann, Tel. 09861 3387. Einkehren lohnt sich – und wer gleich hier der guten Küche verfällt, hat es zurück zum Bahnhof ja nicht weit.

Wir folgen der Landstraße ca. 150 m. Beim Straßenwegweiser, der nach rechts die Richtung nach Endsee anzeigt, gehen wir nach links und bleiben zunächst auf dem Teersträßchen. Nach weiteren 100 m schwenken wir nach rechts und gehen bis zur Hauptstraße – hier noch 40 m linker Hand bis zur Stromleitung.

Danach wandern wir auf einer geschotterten Feldfuhre nach rechts, an einer stellenweise unterbrochenen Heckenreihe auf der linken Seite entlang. Nach gut einem Kilometer kommen wir zu einer Sitzbank, vor der es schräg nach rechts in ein abwärts führendes Sträßchen hinein nach Steinsfeld weitergeht. Vor uns die Marienkirche und sieben Windräder im Blickfeld. Bei der Einmündung in die Hauptstraße links halten und leicht ansteigend bis zur Kirche. Oben gleich anschließend nun wieder rechts ab in die Ortsstraße „Am Dorfplatz“.

Nach wenigen Schritten erreichen wir rechts die Marienkirche und links das traditionelle Landhotel „Schwarzes Ross“. Bevor man es sich im Biergarten gemütlich macht, bietet sich ein kurzer Rundgang um die romanische Kirche an. Eine weitere Einkehrmöglichkeit bietet das Gasthaus „Zur neuen Welt“ der Familie Weininger in der Rothenburger Straße 17.

Wer sich den Hunger lieber bis zum Brauereigasthof Landwehr-Bräu in Reichelshofen aufhebt, läuft den Dorfplatz weiter bergan gen Norden und biegt an der nächsten Gabelung nach rechts ab. Es geht wieder bergab, immer geradeaus und nach der Straße „Zum schmalen Grund“ folgt links eine Baustofflagerhalle. An ihr vorbei geht es dann auf dem geteerten Feldweg aus dem Ort hinaus schnurstracks auf den Endseer Berg zu.

Nach kurzer Zeit taucht linker Hand eine Birkenallee auf. Eine Sitzbank mit Blick auf die Frankenhöhe lädt zum Verweilen ein. Wir folgen dem geteerten Feldweg, überqueren den Fischbach, halten uns danach links und wenden uns nach dem Flurbereinigungs-Gedenkstein mit Sitzgruppe wieder nach links auf den Schotterweg, der parallel zum Fischbach verläuft.

Reichelshofen, im Hintergrund die Landwehr-Bräu

An frischen Wiesen und einem gewundenen, baumgesäumten Bächlein vorbei, bringt uns der Schotterweg Richtung Ellwingshofen. Kurz davor überqueren wir eine Staatsstraße und setzen den Weg auf dem Sträßchen nach Ellwingshofen fort. In Sichtweite der ersten Häuser biegen wir nach einem Weiher rechts ab, umrunden ihn zur Hälfte, laufen linker Hand an einem Schweinestall, einer Klärgrube und zwei Silos vorbei und folgen der geteerten Straße.

Diese führt uns, dem Bachlauf des Ruhbachs folgend, bis nach Reichelshofen. Auf dem Weg dorthin passieren wir eine eingezäunte Kläranlage, biegen gleich danach scharf nach rechts ab und am ersten Stallgebäude am Ortsrand wenden wir uns scharf nach links.

Kurz darauf stoßen wir in Reichelshofen auf die Durchgangsstraße und biegen dort nach rechts auf den Gehsteig ab. Unter dem Schattendach einer Pappelallee gelangen wir zu einer Kreuzung, an der der Brauereigasthof Landwehr-Bräu und, schräg gegenüber, das Modelleisenbahn-Museum „Gotthardbahn“ liegen.

Modelleisenbahn-Museum „Gotthardbahn“       

Öffnungszeiten:

Mittwoch und Freitag   14–18 Uhr
Samstag   10–18 Uhr
Sonntag  10–17 Uhr

 oder nach Vereinbarung unter: Tel. 09865 941898

Internet: www.gotthard-modellbahn.de

Während im Brauereigasthaus und der Brauerei Gourmets und Bierfreunde auf ihre Kosten kommen (jeden Do. und Sa. um 16 Uhr Brauereiführung mit Bierprobe – Anmeldung unter 09865 9890), lässt die „etwas andere Modellbahnschau“ viele junge und alte Herzen höher schlagen.

Zur Abrundung der kulturellen Erlebnisse bietet sich noch eine interessante Besichtigung der Konradskapelle im Ort an (Führung auf Anfrage – läuten bei Richard Dürr im Haus Nr. 2 in Reichelshofen). Allzu spät sollte man jedoch nicht zur zweiten Etappe aufbrechen, der Endseer Berg ruft und für den dortigen Erlebnispfad sollte man sich Zeit nehmen.

Reichelshofen - Endseer Berg - Steinach b. Rothenburg o. d. T. (8 km)

Wir folgen der Straße Richtung Neustadt/Aisch an den Brauereigebäuden und dem Schauhopfengarten mit Lehrtafel und Rastplatz vorbei. Nach dem Ortsschild (Endsee: 2 km) sofort links abbiegen und weiter auf dem zugewachsenen Feldweg, der ein Stück weiter an Gartenzäunen entlangführt. Hinter dem letzten Gartenzaun biegen wir nach rechts auf einen ähnlich krautigen Weg, laufen ihn ca. 70 m entlang, wenden uns dann nach links und stoßen bald darauf an einen asphaltierten Feldweg. Auf diesen biegen wir nach rechts ein und laufen so lange geradeaus, die Windsheimer Bucht im Blick, bis rechts eine lange Hecke auftaucht.

Gleich hinter der Hecke biegen wir nach rechts ab und folgen auf grasigem Untergrund der grünen Wand aus Hundsrosen, Saalweiden, Schlehen und Weißdornsträuchern. Vor uns türmt sich der Endseer Berg (471 m) auf, mit dem Ort Endsee am Fuß, linker Hand breitet sich die Windsheimer Bucht aus, dahinter die Ausläufer des Steigerwaldes. Nach gut 300 m öffnet sich in der Hecke plötzlich ein Fenster, durch das man einen Teil des Hegereiterlandes, mit Rothenburg am Horizont, sehen kann. Hinter der Hecke biegen wir nach links auf den parallel zur B 470 führenden Feldweg ab.

Nach ca. 100 m, gegenüber der Abzweigung nach Gypshütte/Hartershofen, überqueren wir vorsichtig die Bundesstraße, gehen ca. 20 m die Landstraße Richtung Hartershofen entlang und biegen nach links auf den Feldweg ab, der zum nahen Waldrand mit einer Infotafel führt. Hier beginnt der spannende Landschaftspfad am Endseer Berg, der die nächsten 2,5 km unsere Wanderung begleiten wird und für den man ausreichend Zeit einplanen sollte.

Man braucht nur dem Gelbbauchunken-Logo zu folgen. Bevor es losgeht, informieren wir uns an den Tafeln über die Naturschätze des Endseer Berges und den Lehrpfad.

Dann tauchen wir in einen Zauberwald mit haushohen Eschen, Eichen und anderen Baumriesen, an denen Efeu in die Höhe wächst. Ein hübsches Beispiel für Symbiose: Der Baum bietet dem Efeu Kletterhilfe, um ans Licht zu kommen, dafür lockt der Efeu Vögel an und sorgt mittels Vogelkot für Baumdünger. Wer hier in den Herbstmonaten unterwegs ist, kann häufig Vögel beobachten, die im Efeu sitzen und sich an den fettreichen Beeren den Winterspeck anfressen.

Nach kurzer Steigung kommen wir zur Station „Baumtelefon“. Hier kann man auf eine eindrucksvolle Weise die Schallleitfähigkeit von Holz testen. Unbedingt ausprobieren! Weiter geht es auf dem Lehrpfad auf einem Schotterweg nach rechts. Der Weg führt durch einen ursprünglichen Mittelwald mit den seltenen Baumarten: Elsbeere und Speierling. Nach einer scharfen Linkskurve öffnet sich plötzlich rechter Hand der Abgrund und wir stehen am Rande eines imposanten Gipsbruchs.

Weiß leuchten die Gipsbänke unter den mächtigen Ablagerungen aus grauen Tonschichten des mittleren Keupers (geologische Epoche vor 230 Mio. Jahren).

Gipsabbrüche am Endseer Berg

Nachdem wir uns umgesehen und die herumliegenden Gipsblöcke untersucht haben, setzen wir den Weg auf dem Lehrpfad fort. Wir laufen durch einen von Eschen dominierten Wald. Rechts des Weges kann man hin und wieder die Spuren des historischen Gipsabbaus erkennen. Aus den alten Gipsbrüchen sind Biotope geworden, in denen seltene Tiere leben, wie z. B. der Kammmolch. Auf einem Forstweg, der von gelbem Hahnenfuß-, rosa Storchschnabel- und weißem Knoblauchsraukenblüten gesäumt ist, geht es stetig bergab.

Kurz nach der Tafel „Rotbuche“ bleiben wir auf dem Weg geradeaus bergab. Etwa 100 m weiter zweigt am Beginn einer lang gezogenen Rechtskurve ein kleiner Pfad links ab, der nach wenigen Schritten am „Fjord“ – einem renaturierten, tiefen Abbaukrater mit Grundsee endet. Hier kann man sich auf einer Bank ausruhen und den Ausblick genießen. Eine eindrucksvollere Aussicht bietet sich jedoch ca. 50 m weiter unten, fast am Ende der langen Rechtskurve. Auch dort führt ein kurzer Trampelpfad nach links und endet plötzlich an einer steilen, ungesicherten Kraterwand (Vorsicht!). Der Blick auf den kleinen Canyon mit dem grünen See und der besonnten, tonigen Trockenwand ist einzigartig.

Ein kurzes Stück des Lehrpfades weiter, kommen wir in der Ebene am Fuß des Endseer Berges an. Der Wald verändert schlagartig sein Gesicht und seinen Geruch. Unter einem Blätterdach von mächtigen Hainbuchen und Eichen breitet sich ein betörend duftender, weiß blühender Bärlauchteppich aus. Im Frühjahr zaubert er den Duft eines Gemüsegartens in den Wald. Hier und da ragen seltene Türkenbund-Lilien und weiße Teufelskrallen über die Bärlauchdecke hinaus.

Im Kontrast zu diesem Naturschatz taucht rechts des Weges das Werksgelände von LAFARGE auf, einem der weltgrößten Gipskonzerne. Nun folgen wir ein Stück des Weges dem Werkszaun und anschließend den Werksgleisen. Auf der rechten Seite weicht der Wald einer urtümlichen Kulturlandschaft. Nach einer Weile zweigt nach rechts ein Weg ab, der die Gleise überquert. Wir aber halten uns links auf dem Lehrpfad und kommen bald zu einer Sitzgruppe mit Infotafel und Gipsblöcken. Nachdem wir ein kleines Waldstück durchquert haben, laufen wir ca. 300 m durch Felder und Wiesen am östlichen Fuß des Endseer Berges. Er führt in eine Bodensenke in der rechts des Weges ein kleines Feldgehölz mit Holzstoß und links davon eine Birkenreihe steht.

Hier verlassen wir den Naturlehrpfad und biegen gleich hinter dem Feldgehölz und den drei Birken nach rechts auf einen Schotterweg ab, der uns zur Bahnlinie Steinach – Rothenburg und weiter zur Unterführung unter der A 7 führt. Der Weg entlang der Bahn ist im Sommer eine Augenweide. In dem Saum rechts des Weges gedeiht eine bunt blühende Magerwiese mit Wiesensalbei, Margerite, Rotklee, Hahnenfuß und anderen Kräutern.

Direkt vor der Autobahnunterführung biegen wir nach rechts ab, überqueren die Gleise zwischen den beiden Andreaskreuzen und gehen unter der A 7 hindurch. Am Ende der Unterführung wenden wir uns nach rechts und folgen dem Hohlweg, der ein kurzes Stück parallel zur A 7 verläuft und dann am Waldrand eine Linkskurve macht.

Kurz darauf teilt sich der Weg. Wir gehen geradeaus durch offene Flur und genießen nach einer kleinen Anhöhe die schöne Aussicht. Ein kurzer Halt, ein letzter Blick zurück auf den Endseer Berg. Von hier aus muss die Großburg Endsee früher gut sichtbar gewesen sein, die bis 1408 auf dem nördlichen Gipfel stand. Dann geht es geradeaus, den Teerweg bergab.

Direkt vor uns liegt Steinach mit dem markanten Bahnhofsgebäude, dahinter die Windsheimer Bucht und ganz links am Horizont der Steigerwald mit dem Hohen Landsberg (488 m). Rechts wird das Blickfeld von den nahen Ausläufern der Frankenhöhe begrenzt, dem Fuchsberg (448 m), dem Schlossberg (485 m) und dem Breithart (500 m) mit Fernsehturm.

Wir stoßen an Gleise, überqueren sie und biegen unmittelbar dahinter nach rechts ab. Einige Meter geht es nun geradeaus, dann, vor einer Hecke, in eine Linkskurve und auf die nahe Unterführung zu. Vor der Unterführung biegen wir nach rechts ab, laufen eine kurze Strecke parallel zur B 470 und überqueren sie bald an der Abzweigung nach Steinach an der Ens.

Wir gehen nun einige Meter Richtung Steinach a. d. Ens und biegen gleich hinter dem Ortsschild nach rechts auf einen Teerweg ab. Diesem folgt man den letzten halben Kilometer bis nach Steinach Bahnhof. Der Fuß-/Radweg führt entlang der B 470 unter zwei Bahnunterführungen hindurch.

Nach der zweiten Unterführung geht es am urigen, bereits 1877 erbauten „Gasthaus zum Landturm“ vorbei nach links und dann noch ca. 100 m weiter zum Bahnhof. Bevor man mit der  Richtung Neustadt a. d. Aisch oder mit der  Richtung Ansbach die Heimreise antritt, kann man sich in dem urigen Gasthaus oder im „Landgasthof Sämann“ gegenüber dem Bahnhof stärken.

Einkehren

Hartershofen

Gasthof „Zum Schwan“
Hartershofen 39
91628 Hartershofen
Tel: 09861 3387
Fränkische u. überregionale Küche, Gästezimmer

Reichelshofen

Brauereigasthof und Hotel Landwehr-Bräu
91628 Reichelshofen
Tel: 09865 9890

Steinach bei Rothenburg o. d. T.

Gasthaus zum Landturm
Bahnhofstraße 1, Eingang a. d. Gebäuderückseite
91605 Steinach bei Rothenburg o. d. T.
Landgasthof Sämann
Bahnhofstraße 18
91605 Steinach bei Rothenburg o. d. T.
Tel: 09843 937-0

Steinsfeld

Gasthaus „Zur Neuen Welt“
Rothenburger Straße 17
91628 Steinsfeld
Tel: 09861 3224
Landhotel „Schwarzes Ross“
Am Dorfplatz 1
91628 Steinsfeld
Tel: 09861 94910
Fax: info@zehntscheune.info

Idee: Landwehr-Bräu Reichelshofen
Bilder und Ausarbeitung: P. Mlnarik u. VGN

Fotos

Gewässer

Gewässer

Spaziergang

Spaziergang

Statue

Statue

Der Hegereiter

Der Hegereiter

Die Mittelfrankenbahn auf dem Weg nach Rothenburg

Die Mittelfrankenbahn auf dem Weg nach Rothenburg

Reichelshofen, im Hintergrund die Landwehr-Bräu

Reichelshofen, im Hintergrund die Landwehr-Bräu

Gelbbauchunken-Logo

Gelbbauchunken-Logo

Efeu

Efeu

Gipsabbrüche am Endseer Berg

Gipsabbrüche am Endseer Berg

Anhöhe vor Steinach

Anhöhe vor Steinach

Geschafft...

Geschafft...

Landgasthof "Zum Schwan"

Landgasthof "Zum Schwan"

Einkehr in Steinsfeld

Einkehr in Steinsfeld

Einkehr in Reichelshofen

Einkehr in Reichelshofen

Landgasthof Sämann

Landgasthof Sämann

Saat-Esparsette

Saat-Esparsette

Gemeiner Hornklee

Gemeiner Hornklee

Margerite und Rotklee

Margerite und Rotklee

Wiesen-Salbei

Wiesen-Salbei

Kuckucks-Lichtnelke und Hahnenfuß

Kuckucks-Lichtnelke und Hahnenfuß

Bärlauch

Bärlauch

Kommentare

17. April 2014 19:50 Uhr, Hertel, München

Sehr schöne leichte Wanderung. Vor allem der Landschaftspfad hat uns beeindruckt

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