Vernetzte Mo­bi­li­tät durch P+R 4.0

Ziel ist es, bei Unfällen und Staus auf Autobahnen und Bun­des­stra­ßen sowie bei Feinstaubalarm in den Städten Autofahrer in Echt­zeit über Parkmöglichkeiten und die aktuellen Ver­bin­dungen an nahe gelegenen Schienenhal­te­punkten zu informieren. Über die eigene Fahr­plan­aus­kunft, die Aus­kunfts­sys­teme Dritter, mobile Apps sowie über Navigationsgeräte können Ausweichrouten und al­ter­na­ti­ve Ver­kehrs­mit­tel zum Beispiel mit interaktiven Karten an­ge­boten werden. Ergänzend sind In­for­ma­ti­onseinrich­tungen im Straßennetz vorgesehen. Auch im alltäglichen Pendlerverkehr können die Nutzer sich über die verfügbaren Stellplätze auf den P+R-Anlagen ent­lang ihrer Route informieren. Dadurch kann der Parksuchverkehr sowie das wilde Parken im Umfeld der Parkplätze reduziert werden.

 

Echt­zeitdaten als Voraussetzung

Voraussetzung ist die Detektion der Belegung auf den Anlagen sowie eine Schnittstelle zur Übertragung und Bereitstellung der Echt­zeitdaten für die In­for­ma­ti­onssysteme. In der Pi­lot­pha­se beteiligen sich im Korridor ent­lang der S4 Nürn­berg – Ans­bach die Ge­mein­den Petersaurach und Roßtal, die Ge­mein­de Büchenbach an der S2 Roth – Nürn­berg sowie die Land­kreise Ans­bach und Fürth am Projekt. Alle einbezogenen P+R-Anlagen er­hal­ten einen bedarfsgerechten Ausbau, um für die zu erwartende höhere Frequentierung gerüstet zu sein. Als Anreiz für eine Beteiligung der Kommunen hat der Freistaat Bayern eine Aufstockung des Fördersatzes von 50 auf bis zu 80 Prozent zugesagt.

Weitere Schritte

Mit den Erfahrungen aus der Pi­lot­pha­se ist geplant, das Projekt auf weitere Korridore am Rand des Bal­lungs­raumes auszudehnen. Zahl­reiche Ge­mein­den wollen sich daran beteiligen. Neben der Verwendung dynamischer Echt­zeitdaten sollen auch so genannte statische Daten, die regelmäßig erhoben werden, in den Aus­kunfts­sys­temen zum Einsatz kommen. Diese erlauben Belegungs-Prognosen und dienen als Rückfallebene bei Störungen. Im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft“ der Stadt Nürn­berg sollen im Umkreis von 20 Kilometern neue P+R-Anlagen gebaut bzw. be­ste­hende erweitert und mit Detektionssystemen ausgerüstet werden. Um frühzeitig die Funktionsfähigkeit des In­for­ma­ti­onssystems testen zu können, wurde mit der Stadt Nürn­berg vereinbart, dass dazu Daten der bereits detektierten Parkhäuser verwendet werden können.