Park+Ride 4.0 – ein­fach um­stei­gen: Testphase gestartet

An den Parkplätzen am Bahn­hof Roßtal im Land­kreis Fürth sowie Petersaurach-Nord im Land­kreis Ans­bach sind die technischen Einrich­tungen schon in Betrieb gegangen. Beide Anlagen sind Teil des Pi­lot­pro­jekts P+R 4.0, das vom VGN und dem Münchner Tarif- und Ver­kehrs­ver­bund (MVV) vorangetrieben und vom Freistaat Bayern zu 80 Prozent gefördert wird. Auch die Land­kreise und Ge­mein­den sind Projektpartner und beteiligen sich an der Finanzierung.

 

Bei einem Pressetermin an der B 14 bei Roßtal stellten im No­vem­ber der Fürther Landrat Matthias Dießl, der Roßtaler Bürgermeister Rainer Gegner sowie VGN-Ge­schäfts­füh­rer Andreas Mäder das System vor und gaben einen Ausblick auf das weitere Projekt. Im ersten Schritt wurden die beiden P+R-Anlagen mit Kamerasensoren ausgestattet, die ein- und ausfahrende Fahr­zeuge verpixelt erfassen und die Daten an ein Hintergrundsystem weiterleiten. In Echt­zeit errechnet dieses die Belegung der Anlage sowie die Anzahl freier Stellplätze. Das wird bereits jetzt auf den elek­tro­nischen Anzeigetafeln vor Ort genutzt. So kann man auf dem Anzeiger an der B 14 frühzeitig erkennen, ob auf der P+R-Anlage in Roßtal noch Plätze frei sind oder ob es ratsam ist, zu einem anderen Park­platz weiterzufahren. Das hilft auch, Parksuchverkehr und wildes Parken im Umfeld der Schienenhal­te­punkte zu vermeiden und entlastet so die Wohngebiete. Viele Autofahrer werden durch die Anzeigetafeln über­haupt auf die P+R-Plätze und die Fahrt­mög­lich­keiten mit der S-Bahn aufmerksam gemacht. Aktuell informierte auch der Ans­bacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig, ge­mein­sam mit Martin Huber, Geschäftsleiter der Ge­mein­de Petersaurach, bei einem Fototermin nahe dem S-Bahnhalt Petersaurach Nord.

Die elek­tro­nische Anzeige an der B14 weist die Anzahl der freien P&R-Plätze am Hal­te­punkt Petersaurach Nord aus (© Landratsamt Ans­bach)

Die Anzeiger nahe der S-Bahnstrecke sind zunächst der Einstieg in das Projekt. Noch im ersten Quartal 2022 erweitert der VGN seine In­for­ma­ti­onsmöglichkeiten. Dann können sich Fahr­gäste bei Fahr­plan­aus­künften unter www.vgn.de auch Ver­bin­dungen über ge­eig­nete P+R-Plätze und die Wei­ter­fahrt mit dem Zug anzeigen lassen. Mittels Erhebungsdaten und Prognosen zur täglichen Auslastung werden dann sukzessive die rund 130 P+R-Anlagen im Gebiet des VGN in die Auskunft einbezogen. In einem weiteren Schritt wird das auch über die App VGN Fahrplan & Tickets möglich sein. Für die Zukunft ist geplant, die freien Parkplätze auch in den Navigationssystemen der Pkw anzeigen zu lassen.

 

Die Pi­lot­pha­se mit den beiden Land­kreisen und Ge­mein­den bietet die Gelegenheit, die Technik vor Ort sowie das Hintergrundsystem zu testen, zu verbessern und zu erweitern. Auch der Freistaat Bayern erhofft sich wertvolle Erfahrungen aus dem Betrieb. Mit den Erkenntnissen aus dem Test im VGN sowie im MVV kann er die Möglichkeiten einer Ausweitung auf ganz Bayern prüfen. Mit Blick auf die Verkehrswende kann Park + Ride einen zunehmenden Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen sowie zur Feinstaubbelastung in den Zentren leisten. Die gezielte Verkehrslenkung hin zu den Schienenhal­te­punkten in der Region ist dazu sehr ge­eig­net. Denn gerade bei täglichen Fahrten und langen Strecken kann viel Treibhausgas eingespart werden.

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