Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Thema Felsen und Höhlen, Aussichtspunkte, Hüttentour, Mehrtagestour
Region Fichtelgebirge
Linien 329 369 R32
Länge ca. 16 km
Dauer 5 - 6 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
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Landschaft
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Gastronomie
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Hüttentouren im Fich­tel­ge­bir­ge: Etappe 1

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Vorwort

Vorwort

Die erste Etappe unserer Hüttentouren führt Sie über den ma­le­rischen Fichtelsee hin zu Fels­for­ma­ti­onen wie der Platte oder Prinzenfels. Am Ende des Tages erreichen Sie das Kösseinehaus (Übernachtungsmöglichkeit). Weiter geht es am Tag drauf mit Etappe 2.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te Etappe 1 und 2 "Hüttentouren im Fich­tel­ge­bir­ge" – Fichtelberg/Ochsenkopf – Fichtelsee – Platte – Silberhaus – Prinzenfels – Girgelhöhle – Hohe Matze – Kösseine (17.08.2009)
Höhenprofil Etappe 1 "Hüttentouren im Fich­tel­ge­bir­ge" (VGN © VGN GmbH)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Frühaufsteher nutzen bereits die ersten Fahrt­mög­lich­keiten und steigen bei der Hal­te­stel­le in Fleckl Schwebebahn Süd aus. Nur kurz über die Straße und dann hoch zur Liftsta­ti­on der Seilschwebebahn Süd und schon geht es 1833 m nach oben zum Gipfel am Ochsenkopf, mit 1024 m der zweithöchste Berg Nordbayerns. Die Zeit für einen kleinen Rund­gang, z. B. zum Ochsenkopfwahrzeichen oder auf den Asenturm, sollte man sich nehmen, bevor wir zu unserer Tour im Fich­tel­ge­bir­ge aufbrechen.

Vom Ochsenkopf bis Fichtelberg sind es zu­sätz­lich noch ca. 4,5 km.

Fleckl Schwebebahn Süd
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Dem We­ge­zei­chen des Frän­kischen Gebirgsweges Fränkischer Gebirgsweg folgen wir vom Gipfelrestaurant, links aus gesehen, nach unten. Weißmainquelle und ein Abstecher hinauf zum Weißmainfelsen sind die ersten der noch zahl­reich folgenden „Hingucker“ auf unserem Weg. Am Osthang des Berges weiter nach unten, rechts dann die mit Granitsteinen eingefasste Fichtelnaabquelle. Bei der folgenden Querstraße und einem Baum mit Rastbank geht es ge­ra­de­aus abwärts. Am Ortsanfang von Neubau heißt es auf­pas­sen: Unser Fränkischer Gebirgsweg Frän­kischer Gebirgsweg-Zeichen, das uns bis zum Fichtelsee begleitet, weist zwar nach links. Wir aber gehen hier ge­ra­de­aus bis zu einer Wiese, da nun links auf den Trampelpfad. Am Ende links aufwärts und nach rechts weiter. Nur kurz auf Asphalt und wieder in den Wald rechts bergab, über den Park­platz und die Straße hinweg. Durch die Bäume schimmert schon der 10,5 ha große See, dessen tiefste Stelle immerhin 16 m beträgt. Nur noch wenige Meter und das Ufer ist erreicht. Egal wie Sie den vorderen, alten Teil des Sees umwandern, Aus­gangs­punkt für die weitere Route ist immer die Wan­der­ta­fel hinter dem Waldhotel am Fichtelsee, wo man getrost noch eine kleine Stärkung zu sich nehmen könnte.

Wer sich erst später auf den Weg machen oder sich den Abstieg vom Ochsenkopf ersparen will, steigt erst bei der Bus­hal­te­stel­le Fichtelberg-Neubau 369 aus. Von dort auf dem schmalen Gehsteig zurück geht es in der Fichtelbergstraße zunächst ge­ra­de­aus, dann im Rechtsbogen nach oben, dort nach einer Be­darfs­hal­te­stel­le rechts in Rich­tung Kristalltherme einschwenken (Mühlberg). Nach dem letzten Grundstück weist uns ein braunes Hin­weis­schild nach links den Weg zum Fichtelsee (500 m). Ein schöner Waldweg mündet fast am See, den wir dann auf zwei Brücken, hier nur kurz auf dem Frän­kischen Gebirgsweg Fränkischer Gebirgsweg, über­que­ren.

Hinter dem Waldhotel orientieren wir uns an den zahl­reichen Weg­wei­sern: Platte (3 km) und Silberhaus (4 km). Unsere Rich­tung ist ge­ra­de­aus auf dem Sträßchen, das wir aber gleich im ersten Rechtsbogen wieder ver­las­sen. Das Q auf gelb des Quellenweges, ergänzt durch die schwarze 1, sind die Markierungen auf dem breiten Weg. Durch den Wald geht es weiter ohne abzuzweigen bis zu einem Wanderpark­platz mit Wan­der­ta­fel. Dahinter nach links ist der nun blau diagonal das aktuelle Wanderzeichen bis hinauf auf die 885 m hohe Platte.

Herbstlicher Plattengipfel (10.09.2011, VGN © VGN GmbH)

Die Platte, ein 41 ha großes Na­tur­schutz­ge­biet, gehört zum Schneebergmassiv und weist als Be­son­der­heit ein großes Blockmeer aus eckigen, kantigen Granitplatten – das größte im Fich­tel­ge­bir­ge – auf. Als Blockmeer (Felsenmeere) werden um­fang­reiche Felsenlandschaften bezeichnet, deren Entstehung auf Verwitterung und durch flächenhafte Abtragung von größeren Gesteinsschichten durch Wasser und Wind zurückzuführen sind. Unter ständig gefrorenem Unterboden wurde während der letzten Kaltzeit an Hängen das Lockermaterial zwischen den Blöcken ausgespült. Zwei Infotafeln um den Gipfel geben noch mehr Auskunft.

Nach einem Wurzelpfad queren wir zunächst einen Bachlauf, dann vorsichtig die Fichtelgebirgsstraße. Danach beginnt der Anstieg immer mit dem blau diagonal, zunächst auf der breiten Schotterstraße nach oben. Wenn diese nach ca. 100 m eine Linkskurve macht, geradewegs weiter in den Waldpfad. Ein schöner Steig führt uns aufwärts. Noch vor dem Gipfel verzweigen sich die Wege – der Pfad zu Blockhalde und Gipfelmast am Plattengipfel führt nach links. Oben angekommen (Rastbank), eröffnet sich rechter Hand, die Steintreppen hoch, vom „Heimatblick“ aus die Sicht hinüber über das Röslautal zum Doppelgipfel der Kösseine – unserem ersten Etappenziel!

Nach einer kurzen Pause heißt es „weiter geht’s“ und auf dem gleichen Weg wieder bis zum Abzweig zurück.Ab sofort bleibt das weißes H auf rot des Höhenweges über Silberhaus (1,8 km) bis zur Kösseine (9 km) unsere Markierung, die bis zur Girgelhöhle durch das Symbol Fränkischer Gebirgsweg des (Frän­kischen Gebirgswegs) ergänzt wird. Anfangs zwischen Blaubeersträuchern windet sich der für die Fichtelgebirgsregion typische Pfad nach unten – Schritt für Schritt verändern sich auch Vegetation und Be­schaf­fen­heit der Wege. An das Alte Silberhaus (bis 1868), bald unscheinbar auf der linken Seite bei einem Querweg, erinnert nur noch ein von alten Baumstämmen (Totenholz) umgebener Gedenkstein. Der stets bestens ausgeschilderte Weg führt stellenweise auch auf Holzstegen stetig abwärts und trifft zum zweiten Mal auf die Fichtelgebirgsstraße – genau gegenüber das Gasthof Silberhaus, auf das wir zusteuern.

Ge­ra­de­aus, nach einer Einkehr natürlich rechts, am Gasthof vorbei führt ein schmaler Durchlass zwischen den Sträuchern den Hang hinauf, danach auf den breiten Querweg links. Nach einer mit Granitblöcken durchsetzten Lichtung taucht der Weg wieder in den Wald ein, wo immer wieder mit Schwämmen durchzogenes Totholz, Lebensraum für Tiere und Pflanzen, zu bewundern ist. „Nächster Halt: Prinzenfelsen 200 m“ – so lautet die Bezeichnung für die Granit-Felstürme im Hohen Fich­tel­ge­bir­ge. Auf den höchsten Felsenturm führen Treppen zum Aussichtsplateau in 751 m Höhe. Warmensteinach direkt unterhalb – dahinter der Clausenlift – liegen unter uns, links am Horizont der Kegel des Rauhen Kulms bei Kemnath.

Zurück zum Hauptweg kann man auch rechter Hand dem blauen Symbol des Steinzeitweges durch eine Felsspalte rechts um das Felsmassiv herum folgen. Unten dann nach rechts bis zum Abzweig Girgelhöhle. Hier verzweigen sich die beiden We­ge­zei­chen – also aufgepasst: Nicht auf den breiten Schotterwegen, sondern ge­ra­de­aus auf den Waldweg (weißes H auf rot Kösseine: 6 km) weiter, sind wir nach ca. 100 m eigentlich schon an der Girgelhöhle vorbei, einer Felsenhöhle mit kleinem Labyrinth. Ein älterer Holzweg­wei­ser zeigt uns aber dann doch noch einen bequemen Weg zum Einstieg. Auf dem zwar etwas ver­wach­se­nen Pfad kommt man so aber von oben in den ehemaligen Unterschlupf des „Schmiedmatzengirgel“ aus Nagel, der sich hier um 1800 versteckt hielt. Auf diesem Weg muss man sich nicht durch den engeren Einsteig von der anderen Seite durchzwängen. Auf gleichem Weg zurück, natürlich erneut rechts halten, wird der Weg Rich­tung Hohe Matze, am „Totenkopf“ vorbei, vorübergehend grasiger und führt über eine schon gewohnt mit Granitblöcken durchsetzte Lichtung (rechts: Abzweig nach Nagel). Bald kreuzt ein Querweg und danach steigt ein Pfad zunächst zu einem Rastplatz an – mit schöner Aussicht hinüber zur Kösseine. Der Aufstieg zum 813 m hohen, al­ler­dings bewaldeten Gipfel ist wegen der fehlenden Aussicht nicht lohnenswert.

Also – kurze Verschnaufpause und dann abwärts. Die 4,5 km zum noch weit in der Ferne liegenden Etappenziel erscheinen endlos – lassen sich aber nun ein ganzes Stück abwärts, nach wie vor mit dem weißes H auf rot ge­kenn­zeich­net, gut angehen. Nach einer Passage in einer kleinen Rinne folgt ein eher nüchtern wirkender geschotterter Abschnitt. Danach eine langgezogene Forststraße, die nach einem Wanderpark­platz bei Haus Nummer 4 im Weiler Wurmloh endet.

Vor zur Wunsiedler Straße (Wurmlohpass 652 ü. d. M., Wasserscheide) nun ge­ra­de­aus Rich­tung Hohenbrand und auf dem Sträßchen bald im Links­bo­gen weiter. Beim an­schlie­ßenden Quersträßchen rechts, dann gleich links, bietet sich hier, direkt an der Europäischen Wasserscheide (Nordsee – Schwarzes Meer), die letzte Möglichkeit zu einer kleinen Rast. Die zurückgelegte und noch zu bewältigende Route im Blickfeld. Zum Endspurt geht es nur kurz auf noch asphaltiertem Untergrund an einem Großbauernhof vorüber, dann amWanderpark­platz Hohenbrand in den Wald hinein. Auf einem breiten Forst­weg gewinnen wir Stück für Stück an Metern – halten uns weiter an unser weißes H auf rot, das dann links weiter nach oben vom Hauptweg abzweigt. Hinter einem lichteren Waldgebiet heißt es noch mal alle Kräfte zu mobilisieren, ggf. „am Brünnerl“ (Abzweigpunkt ammor gigen Tag) noch einmal „Wasser fassen“. Bei einem Querweg schräg rechts versetzt noch die letzten Meter, teilweise auf gefassten Steinstufen, hoch bis zum Kösseinehaus – und schon ist das erste Etappenziel erreicht.

Die Kösseine (939 m) (VGN © VGN GmbH)

Die Kösseine ist ein vielbesuchtes Bergmassiv im Naturraum Hohes Fich­tel­ge­bir­ge und ist durch die Er­wei­te­rung des Ver­bund­ge­bietes in den Land­kreis Bayreuth auch für VGN-Wanderer nun erreichbar. Die höchste Erhebung des aus Granit be­ste­henden Bergstockes ist der Gipfel der Großen Kösseine (939 m). Alle In­for­ma­ti­onen „Rund um die Kösseine im Fich­tel­ge­bir­ge“ sind im gleichnamigen Buch – ISBN 978-3-926621-97-9 – zusammengefasst.

Hütten

Hütten

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Asenturm-Tagesgaststätte Ochsenkopf

Eichenweg 33
95686 Fichtelberg (Ochsenkopfgipfel)
Tel: 09276 252
Ruhetag: Mon­tag (außer bei Skibetrieb)

Gasthof und Pension Silberhaus
Inh. Familie Hüttel

95709 Tröstau
Tel: 09236 1535
Fax: 09236 969935

Kösseinehaus
(939 m ü NN.)

95632 Wunsiedel
Tel: 09232 2061
Di.-So. vo 9 Uhr bis Hüttenruhe

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

22. Juni 2014 17:44 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Wie alle Wanderungen im Fichtelgebirge einfach toll!!!

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