Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Region Fränkisches Weinland
Linien R1
Länge ca. 17 km
Dauer ca. 4,5 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
(6)
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Landschaft
(4)
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Gastronomie
(3)
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An­spruch / Kondition
(5)
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Weg­be­schrei­bung
(4)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Über die Ruine Speckfeld nach Iphofen

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Vorwort

Vorwort

Die ab­wechs­lungs­reiche Wan­de­rung über die Höhen des unterfrän­kischen Weinbaugebietes am Naturpark Steigerwald belohnt nicht nur Weinliebhaber mit weit­rei­chenden, herrlichen Ausblicken ins mittelfrän­kische Weinland.

Durch die Weinberge nach Markt Einersheim (VGN © VGN GmbH)
Auf dem Weg zur Ruine Speckfeld (VGN © VGN GmbH)

Unser aktuelles Video zum Tipp finden Sie in der Mediathek von Franken Fernsehen!

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Über die Ruine Speckfeld nach Iphofen" – (Gremsdorf –) Buch – Krausenbechhofen – Poppenwind – Biengarten – Mohrhof – Hesselberg – Poppenwind – Buch (– Neuhaus) – Buch (– Gremsdorf)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Nach dem Ausstieg aus dem Regional-Express schwenken wir am Bahn­hofsvorplatz nach rechts ent­lang der Parkplätze und fädeln ge­ra­de­aus auf dem Museumsweg (Mönchsondheim/Iphofen) und dem Radweg nach Markt Einersheim (2,9 km) in die durch die Bahn­un­ter­füh­rung führende Straße ein. Danach leicht ansteigend durch eine S-Kurve und gleich in die Alte Reichstraße nach links abbiegen.

Iphofen Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Nur ein kurzes Stück bleiben wir auf dem Asphaltsträßchen und nutzen gleich den ersten, al­ler­dings unmarkierten Weg nach rechts auf einem geteerten Sträßchen, das uns nach ca. 400 m mit einem Rechtsbogen wieder verlässt. Wir gehen ge­ra­de­aus auf geschottertem Untergrund weiter an der folgenden Heckenreihe ent­lang, an deren Ende linker Hand ein Jägerstand steht. Der Weg wird grasiger und steigt bis zur Anhöhe (Ruhebank) an (km 2).

Dort erwartet uns ein herrlicher Ausblick: u. a. zurück, hinüber zum Schwanberg, dem Iphofen zu Füßen liegt. Rechts daneben der markante Schlossberg mit der Ruine Speckberg, den es heute noch zu erklimmen gilt. Auf der anderen Seite fallen der Bullenheimer (rechts) und der Iffigheimer Berg ins Auge. Mit den bekannten We­ge­zei­chen geht es zwischen den Weinlagen wieder abwärts in den Talgrund, dort linker Hand weiter, am Trafohäuschen vorbei bis zur Vogtsmühle. Hier gabeln sich die Wege: Auf dem linken, Rich­tung Markt Einersheim (2,4 km), setzen wir unsere Wan­de­rung auf nun geschottertem Untergrund im Mühlengrund neben dem von Weiden und Kopfweiden flankierten Moorseebach fort. Wir passieren die Steinmühle rechter Hand, über­que­ren nach rund 500 m einen Bachlauf, um gleich danach bei den Wan­der­ta­feln des Land­kreises Kitzingen links abzubiegen. Hier treffen wir erstmals auf den Steigerwald-Panoramaweg, der uns auf unserem Weg nach Iphofen immer mal wieder begleiten wird (km 4,3).

Hinter dem Terrassenbad unterqueren wir die Bahn­tras­se Würzburg – Nürn­berg und bleiben auf dem Teersträßchen bis zu der links nach Markt Einersheim hineinführenden Straße. Dort nutzen wir den Fuß- und Radweg neben der Mönchsondheimer Straße in den Ort hinein.

Bei der Straßengabelung (Gedenkstein des ehemaligen Kuhtores) einige Meter nach links in die Frankenbergstraße, beim blauen Haus (Am See Nr. 4) durch das schmale Gässchen und über die Treppen dann hoch zur Kirchenburg. Ein Besuch der ev. St.-Matthäus-Kirche mit Resten der alten Kirchenburg­an­lage ist durchaus emp­feh­lens­wert! Durch den Schwibbogen des Rathauses, 1567–69 errichtet und im Jahr 2000 saniert, kommen wir zum Markt­platz. Ein weiterer Blickfang ist das Schloss (erbaut 1685) mit dreistöckigem Sandsteinbau im gotischen Stil von 1859, rund 200 m links vor uns.

Von/nach Markt Einersheim (Rathaus) verkehrt vom 1.5.–1.11. an Sa./So. und Fei­er­tagen auch der Kirchenburg-Express (Bus 9057) von/nach Iphofen aus. Auf dieser Frei­zeit­li­ni­e des Land­kreises Kitzingen werden VGN-Fahr­aus­weise an­er­kannt!  Mehr In­for­ma­ti­onen dazu unter 0931 35 289 oder www.vvm-info.de

Zeit für eine Rast – vier Ein­kehr­mög­lich­keiten laden Sie in dem bereits um 600 v. Chr. als „Heim des Einher“ gegründeten Ort gerne ein.

Am neu geschaffenen Marktbrunnen vorbei, passieren wir das orange-weiße Nürn­berger Tor (Orientierungspunkt nach der Einkehr). Achtung, gleich danach heißt es nach ca. 30 m links in den schmalen Durchlass abbiegen – das We­ge­zei­chen des Steigerwald-Panoramaweges Steigerwald Panoramaweg als Bestätigung. Zwischen den Zäunen nähert sich der Pfad der Bun­des­stra­ße (B 8), die wir vorsichtig über­que­ren.

Gleich danach links und unterhalb der markanten Anhöhe mit dem „Wengertshäusla“ nach ca. 100 m rechts in den Schotterweg nach oben auf die Weinhänge zu – die örtliche Markierung E3 auf gelb kE1 auf gelbrzfristig als Begleiter. Nach einem Rechtsbogen gemächlich zwischen Weinreben und Obstbäumen aufwärts, eröffnet sich bald der Blick Rich­tung Weinparadies, aber auch bereits zur Fassade des Turms der vor uns im Hang liegenden Ruine Speckfeld (km 6,3).

Beim nächsten Querweg folgen wir den gelben We­ge­zei­chen nach links und halten uns nach den Weinlagen rechts, nun wieder auf dem neuen Steigerwald-Panoramaweg Steigerwald Panoramaweg (www.steigerwald-panoramaweg.de).

Schöne Ausblicke beiderseits des Schotterwegs lassen keine Langeweile aufkommen. Wieder kreuzt ein Querweg. Hier wandern wir unmarkiert auf dem Grasweg ge­ra­de­aus weiter an einem Jägerstand rechter Hand bei einer Baumreihe vorbei und auf einen gut 300 m entfernten Baum zu.

Danach ver­las­sen wir den Wie­sen­weg (linker Hand eine Ruhebank mit einzelnem Baum). Ge­ra­de­aus geht es nun auf dem von rechts kommenden Sträßchen mit den Markierungen E1 auf gelb/ E2 auf gelb bis zur nächsten Gabelung. Hier ver­las­sen uns die Wanderzeichen nach links (Land­schafts­schutz­ge­biet).

Gleich der erste Weg nach rechts, unterhalb ent­lang des Weinberges, bringt uns zu dem Weiler Neubauhof. Dort queren wir ein Fahrsträßchen ge­ra­de­aus. Die Markierung E1 auf gelb, rechts neben einem alten Baum, führt uns in einen Schotterweg an einem alten Jagdhaus (Geweih an der Frontseite) vorbei und auf ein Trafohäuschen zu.

Zwischen den Feldern nun weiter bis zum Waldeck. Dort zweigt der ab sofort neu ge­kenn­zeich­nete Weg – Iphofen: 5,9 km ü. i5 auf gelb – nach links Rich­tung Schlossberg (432 m) in den Wald ab (km 9,6). Lang gezogen steigen wir im dichten Baum­be­stand an einer frei stehenden Villa vorbei nach oben, bis wir hinter einem Rechtsbogen vor den Überresten der Ruine Speckfeld stehen (km 10,5).

Die Ruine Speckfeld

Die Höhenburg Speckfeld war einst eine wehrhafte Anlage, wovon noch die Wälle der Vorburgen und die Gräben zeugen. Die Anlage entstand an der wichtigen Reichsstraße Nürn­berg – Würzburg – Frankfurt.

Auffälligster Rest der ehemaligen Burg­an­lage ist die ca. 15 Meter hohe Mauer mit drei Fensteröffnungen und einem Torbogen. Es ist eine Seitenwand des ehemaligen Torturms, der zugleich auch Bergfried war und „Frankenland“ genannt wird.

Zur Geschichte

  • um 1200 Bau der Burg durch die Grafen von Speckfeld
  • 1226 urkundliche Erwähnung
  • 1412 die Burg gelangt durch Elisabeth von Hohenlohe an die Schenken von Limburg
  • 1525 Zerstörung im Bauernkrieg
  • 1618/48 Plünderung im Dreißigjährigen Krieg durch die Schweden
  • 1693 die Burg wird ver­las­sen, die Schenken beziehen ihr neues Schloss in Einersheim
  • 1713 Besitz der Grafen von Rechteren-Limpurg-Speckfeld, beginnender Verfall der Anlage
  • 1991 Sicherung der Ruine – seitdem ist wegen Einsturzgefahr keine Besichtigung mehr erlaubt

Wesentlich beeindruckender als die Überreste der alten Anlage ist der Ausblick rund 50 m weiter, vom Rand einer Waldwiese hinüber zum Bullenheimer Berg bis hinein in die Windsheimer Bucht – Sitzmöglichkeiten inklusive! Ein anfangs grasiger Pfad taucht in den Wald ein (hier E1 auf gelbE5 auf gelb) und führt relativ steil in zwei Bögen abwärts zu einer Wan­der­ta­fel.

Nach Iphofen 5,3 km: Mit i5 auf gelb ausgeschildert, dies war und bleibt unser We­ge­zei­chen, dem wir uns halbrechts anvertrauen. Der Weg windet sich durch den Laubwald, der sich bei einer Wiese noch mal linker Hand öffnet, aber gleich wieder in den Speckfelder Wald eintaucht. Bei der an­schlie­ßenden, schönen Passage auf dem Grasweg am Wald­rand ent­lang, genießen wir Schritt für Schritt die anmutige Landschaft.

Den Hinweis „Markt Einersheim: 2,5 km“ ignorieren wir und wandern entgegen dieser Rich­tungsangabe ab sofort wieder auf dem Steigerwald-Panoramaweg  , ergänzt durch das Iphöfer We­ge­zei­chen i5 auf gelb, nach rechts wieder in den Wald hinein. Beide We­ge­zei­chen begleiten uns bis Iphofen. Nach einem kurzen Anstieg schlängelt sich der Weg durch den Buchenwald bis zu einer größeren Gabelung (Iphofen: 3,5 km, nach links).

Nach wie vor bleibt der mittlerweile zweispurige Schotterweg im Wald, führt an der markanten Beckahanseiche vorbei und zweigt ca. 50 m danach unvermittelt vom Hauptweg rechts ab (Iphofen: immer noch 3,5 km). Der Pfad steigt minimal an, neigt sich aber bald wieder auf eine große Kreu­zung im Wald zu. Ge­ra­de­aus – Iphofen: 3 km, – ist unsere Route, die nach etlichen Links- und Rechtsbögen, stets auf dem breiten Forst­weg bleibend, den Wald nach einer hochgezogenen rot-weißen Schranke endlich wieder verlässt. Iphofen und die dortigen Weinberge liegen vor uns – eine Rastbank verleitet zum Ausruhen (km 13,7).

Ge­ra­de­aus weiter durch die Weinberge laufen wir ohne abzuzweigen abwärts auf die unten vorbeiführende Straße zu, den dominanten Schwanberg vor Augen. Gute 100 m davor, gleich nach dem Queren des Wehrbaches, dann links ab und gut markiert an Bach und Heckenreihe ent­lang, letztlich über eine kleine Holzbrücke bis zum Ortsrand von Iphofen. Ge­ra­de­aus über die Birkinger Straße, zwischen Minigolf-Platz und Stadtsee nun bis vor das Sportgelände, dort links ab. Gleich danach wieder nach rechts, stoßen wir auf den Stadtgraben.

Über die kleine steinerne Brücke nur wenige Meter nach links, dann sofort rechter Hand in den Graben und durch den Durchlass hinein in das mittelalterliche Städtchen. Über die Breite Gasse erreichen wir den Markt­platz und haben die Qual der Wahl: Ob ku­li­na­risch, kulturell oder geschichtlich – Iphofen hat zum Ab­schluss der Wan­de­rung für jedermann was zu bieten.

Der Weg zum Bahn­hof führt vorbei am neu gestalteten Knauf-Museum über die Maxstraße, den Julius-Echter-Platz, am Zehentkeller vorbei und aus der Alt­stadt hinaus in die Bahn­hof­stra­ße, dann ge­ra­de­aus hoch zum Bahn­hof Iphofen R1

Iphofen Bahn­hof
Rück­fahr­mög­lich­keiten

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Markt Einersheim

Gasthof und Weinbau Rotes Roß
Familie Firnbach

Von-Rechteren-Limpurgstr. 20
Markt Einersheim
Tel: 09326 282
Fax: 09326 8839
Ku­li­na­rische Wein­pro­ben, Dorf- und Weinbergsführungen auf Anfrage.

Weinbau Thomas Käufer

Frankenbergstr. 9
Markt Einersheim
Tel: 09326 979032

Weinbau und Häckerstube Hegwein

Frankenbergstr. 11
Markt Einersheim
Tel: 09326 597
Fax: 09326 597
Häckerstube geöffnet: 29. April – 29. Mai und 12. Au­gust – 19. Sep­tem­ber: Fr. und Sa. ab 17 Uhr, So. und Fei­er­tag ab 15 Uhr

Weingut Gamm

Mönchsondheimer Straße 4
Markt Einersheim
Tel: 09326 487
Fax: 09326 8706
Probierstube, Wein- und Kellerproben, geführte Wein­bergs­wan­de­rungen

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

12. Oktober 2015 20:38 Uhr, Thorsten, Nürnberg

Sehr schöne abwechslunsreiche Wanderung. Kann ich jedem nur Empfehlen. Beschreibung ist hervorragend.

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