Steckbrief

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Informationen zur Städtetour

Region Romantisches Franken
Linien 109 R8
Dauer ca. 1 Tag

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Uffenheim

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Vorwort

Vorwort

Uffenheim – Markgrafenstadt

Die Markgrafenstadt Uffenheim wird bereits im Jahr 1103 urkundlich genannt und 1349 zur Stadt erhoben. Davon zeugen die noch gut er­hal­tenen Tortürme und die Stadtmauer. Uffenheim ist Wirtschafts-, Ver­wal­tungs- und Kulturzentrum des land­wirt­schaft­lich
bedeutenden Gollachgaues. Frei­zeiteinrich­tungen wie beheizbares Erlebnisfreibad und Campingplatz, Hallenbad, Sportzentrum und markierte Wander- und Radwege sowie ein se­hens­wertes Heimatmuseum ermöglichen einen ab­wechs­lungs­reichen Aufenthalt. Wir bieten eine leis­tungs­fä­hige Gastronomie mit frän­kischer Küche sowie 170 Gästebetten. Stadtführungen nach Ver­ein­ba­rung. Wir laden Sie herzlichst ein!

Uffenheim Bahn­hof
Mit dem VGN nach Uffenheim

Fremdenverkehrsamt Uffenheim

Markt­platz 16
97215 Uffenheim
Tel: 09842 207-21
Fax: 09842 207-32

Stadt­plan

Stadt­plan

Stadt­plan Uffenheim

Se­hens­wür­dig­keiten

Se­hens­wür­dig­keiten

Unser Rund­gang beginnt am Schlossplatz und führt uns links an der alten Oberamtskanzlei vorbei durch ein Tor in der Stadtmauer in den Amtsgartenweg. Von hier gehen wir im Uhr­zei­ger­sinn weiter und be­tre­ten nach der Neuen Gasse durch das Würzburger Tor erneut die Alt­stadt. Der Weg führt nun bergab in den weitgehend neu sanierten In­nen­stadtbereich am Rathaus vorbei bis zur Spitalkirche, bevor wir die Alt­stadt am Ans­bacher Tor wieder ver­las­sen. Vor dem Zollhaus biegen wir nach rechts ab, laufen ein Stück am Metzgersbach ent­lang, schwenken erneut nach rechts und passieren den Folterturm. Der Weg führt uns wieder zum Amtsgartenweg und hier schließ­lich zur Südseite des Heimatmuseums. Durch den anfangs erwähnten Mauerdurchbruch erreichen wir wieder den Schlossplatz.

  1. Schlossplatz mit Schloss
    Die ehemalige Wasserburg war neben einer abgegangenen, im Uttenhofer Gehölz gelegenen größeren Burg­an­lage wohl bereits Sitz der Herren von Uffenheim, sicher aber später der Edlen von Hohenlohe, die sie 1378 an den Burggrafen Friedrich V. von Nürn­berg (Zollern) verkauften. Angeblich 1462 abgebrannt, soll die Anlage in den folgenden Jahren wieder erbaut worden sein. Er­hal­ten ist aus dieser Zeit nur der Torturm. Weitere Bau­maß­nah­men lassen sich für die erste Hälfte des 17. Jh. erschließen. Der Ausbau des um­fang­reichen Nordteils erfolgte von 1737–52 unter Leitung des markgräfl ichen Bauamtes Ans­bach (Retti, Steingruber) durch Maurermeister Zipold (Uffenheim). Heute dient das Gebäude als Finanzamt.
  2. Oberamtskanzlei
    Sie wurde 1702 als Ver­wal­tungsgebäude der Markgrafen von Ans­bach erbaut und beherbergt heute den neuen Teil des Heimatmuseums.
  3. Schnellerturm
    Der basteiartig übereck vorgesetzte, verputzte Rundturm an der Südwestecke des Mauerrings mit Kegeldach und Garten dürfte wie die ganze Stadtbefestigung um das Jahr 1340 herum entstanden sein.
  4. Amtsgartenweg
    Bei der ersten Stadter­wei­te­rung um 1730 angelegt, wird er bis heute gern als Spazierweg an­ge­nom­men und bietet einen schönen Blick auf die Stadtmauer und his­to­rischen Gebäude.
  5. Schulzenturm
    An der Südwestflanke liegt gegenüber dem Schloss ein zierlicher, runder Mauerturm mit leicht vorkragendem Obergeschoss und achtseitigem Pyramiden dach mit Knauf und Windfahne. Er wurde 1909 grundlegend renoviert.
  6. Heinrichsturm
    Er befindet sich an der Nordwestecke der hier noch gut er­hal­tenen Stadtmauer und enthält tiefe Verliese und eine Bastei wie der Schnellerturm. Bis vor wenigen Jahren war er noch bewohnt. Durch einen Mauerdurchbruch schließt sich der Heisenstein an, eine romantische Gasse mit kleinen Häusern direkt an der Mauer. Der  Durchbruch erfolgte 1739.
  7. Neue Gasse
    Hier erfolgte die erste und einzige Stadter­wei­te­rung in der Markgrafenzeit. Carl Friedrich Wilhelm erließ 1737 eine sog. „Baugade“. Bauwillige bekamen das Grundstück und Bauholz umsonst sowie Steuervergünstigungen, aber auch Auflagen, wie z. B. ein einheitliches Aussehen, zweistöckige Bauweise und Brandschutzmaßnahmen.
  8. Würzburger Tor
    Der im Kern aus dem 14. Jh. stammende Torturm mit der 1583 vorgesetzten Barbakane erhielt 1696 ein neues, massives Obergeschoss, das von dem Maurer
    Georg Grießbach ausgeführt wurde, und ein Dach von dem Zimmermeister Heinrich Gebelein und dem Schieferdecker Joh. Georg Kopp. Gleichzeitig dürfte das  Wohngeschoss auf die Barbakane aufgesetzt worden sein. Über der Tordurchfahrt ist ein gerahmter Stein mit Zollernwappen und der Jahreszahl 1583 zu sehen.
  9. Scherenhof
    1571 im Spätmittelalter erbaut, ist er ein bedeutendes Beispiel städtischen Fachwerkbaus in Mit­tel­fran­ken.
  10. Gasthof „Alte Post“
    In der ersten Hälfte des 18. Jh. (um 1740) entstand eine ehemalige Posthalterei. Als bedeutender Gasthof bekannt, sollen hier mehrfach hohe Per­sön­lichkeiten  logiert haben, so auch König Ludwig I. von Bayern.
  11. Markgrafenbrunnen
    1749 zusammen mit der Treppenanlage vor der Pfarrkirche durch Johann David Steingruber (markgräfl iches Bauamt Ans­bach) entworfen, wurde er von den  Steinmetzen Starcky (Nürn­berg), den Schmiedemeistern Christoff L. Scheuerlein und Johann L. Bunz (Uffenheim) sowie dem Staffi ermaler Bischoff (Uffenheim) ausgeführt. Die kunstfertig geschmiedete Gittertüre trägt die Initialen des Markgrafen CWF (Carl Friedrich Wilhelm) und die im Kreis angeordnete Devise des englischen Hosenbandordens: HONY SOIT QUI MAL Y PENSE („Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt.“).
  12. Ev.-luth. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

    Erstmals wurde 1291 ein Pfarrer zu Uffenheim erwähnt. Die Pfarrkirche wurde 1724 wegen Baufälligkeit bis auf den Turm abgebrochen und von 1726–31 nach den Plänen des markgräfl ichen Baumeisters Karl Friedrich von Zocha im sog. Markgrafenstil errichtet. Nach einem Brand im Jahre 1890 entschloss man sich zu einem voll­stän­digen Neubau nach Plänen von Steindorff (Nürn­berg). Im April 1945 durch schweren Beschuss voll­stän­dig zerstört, entstand der jetzige Bau unter der Leitung der Architekten Siemsen und Wicht als moderne Kirche. 1953 war Weihe, 1988 fand eine Renovierung mit Umgestaltung des Innenraumes statt.

  13. Rathaus
    Das nach Plänen des Ans­bacher Baubüros unter Retti und Steingruber um die Mitte des 18. Jh. errichtete Rathaus wurde 1945 voll­stän­dig zerstört, wobei auch sämt­liche Archivbestände vernichtet wurden. Es wurde jedoch in seiner alten Gestalt wie deraufgebaut und diente in den 50er-Jahren als Schule, bevor die Stadtver­wal­tung erneut Einzug hielt. 1974 wurde es zudem Sitz der  Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft Uffenheim.
  14. Bürgerturm
    Der an der Nordost-Ecke gelegene, hohe, schlanke und unverputzte Rundturm aus Brockenquadern ist mit Scharten fenstern und einem Kegeldach über Karniestraufe versehen. Er diente als tiefes Verlies und ist nicht mehr begehbar.
  15. Markt­platz
    Da der freie Platz zwischen dem Rathaus und dem „Goldnen Hirsch“ bebaut wurde, ist er heute wesentlich kleiner als früher. Beachtenswert sind ver­schie­dene Stilrich tun gen und kleinere bauliche Be­son­der­heiten, wie z. B. Außenverkaufstische. In den letzten Jahren investierten Stadt und Staat Mil­li­onen in die Sanierung des Untergrundes und eine his­to­rische und dennoch der Moderne angepasste Gestaltung der Oberfläche.
  16. Dekanatsgasse Nr. 1
    Das schön renovierte Haus, das heute eine Zahnarztpraxis beherbergt, stammt im Kern aus dem 14. Jh. und dürfte damit das älteste Haus Uffenheims sein.
  17. Ev.-luth. Spitalkirche

    1360 stiftete Gerlach von Hohenlohe das Spital mit einer „capella“, wobei 1402 eine zweite und 1504 eine dritte Meß-Pfründe hinzu kamen. Mit der Reformation wurde der Spitalpfarrer als Pfarrdiakon beibehalten. 1691 wurden zwei baufällige Türmlein an der Spitalkirche eingelegt und durch ein neues ersetzt. An der Giebelfront entstanden zwei Häuser. 1710 / 11 wurde die Kirche eingreifend umgestaltet: Entfernung des Chorbogens, Einbau neuer und größerer Fenster, umlaufende Emporen; 1722 kam eine Innen- und Außen-Instandsetzung hinzu. Die Giebelseite wurde 1881 nach Abbruch der barocken Häuser mit einer Turmfassade versehen. 1934 erfolgte eine letzte große Renovierung. Mehr als se­hens­wert sind der Altar (18. Jh.), die Kanzel (1610, Georg Brenck aus Windsheim), der Taufstein (1588), die Orgel (1720) und ver­schie­dene Grabdenkmäler (u. a. Ludwig von Hohenlohe, 1339–57).

  18. Friedrich-Ebert-Straße
    1945 stark zerstört, zählt sie heute mit dem Markt­platz und der Ans­bacher Straße zu einer belebten und beliebten Hauptgeschäftsstraße.
  19. Judengasse
    Das frühere jüdische Getto, das Tore besaß, war eng an die zum Teil sichtbare Stadtmauer angebaut und entstand weitgehend im 18. Jh.
  20. Ans­bacher Tor
    Es stammt im Kern aus dem 14. Jahrhundert, wurde 1746/ 47 mit einem Barbakanen-Obergeschoss versehen und erhielt gleichzeitig ein neues Dach.
  21. Zollhaus
    1719 erbaut, wurde hier bis 1923 noch Pfl asterzoll erhoben. Am Türsturz bezeichnet JOHANNES.LUDOVICUS. FLEISCHMANN / 1719 den 31. May.
  22. Folterturm

    Der an der Südostecke liegende runde, wuchtige Turm wurde ab dem 19. Jh. zu Wohnzwecken verwendet, abgesehen von modernen Fenstereinbauten jedoch nicht so weitgehend verändert wie der Schnellerturm. Er besitzt ein Kegeldach über Karniestraufe.

  23. Stadtgraben
    In der Grabenzone wurden 1481 Fisch­wei­her eingerichtet. Die Nordseite wurde um 1700 verbaut (Neue Gasse), im 18. Jh. die Ostseite. Zwischen Bürgerturm und Stadthalle ist eine Parkanlage eingefügt, die Süd- und Südwestseite wird von teilweise bebauten Gärten eingenommen.
  24. Schranne
    Das 1735 erbaute große Schrannengebäude diente zur Lagerung von Getreide, später viele Jahre der Feuerwehr als Domizil (bis 1994). Im Dachgeschoss mit  seinen außergewöhnlich gestalteten Gauben ist die land­wirt­schaft­liche Abteilung des Heimatmuseums untergebracht.

Tipps

Tipps

Gollachgau-Museum

Das Gollachgau-Museum zeigt wertvolle archäologische, volkskundliche, handwerkliche, stadtgeschichtliche Exponate – eine sehr reich­hal­tige Schau.

Öffn­ungs­zeiten: Vom 1. Mai bis zum letzten Sonn­tag im Ok­to­ber an allen Sonn­tagen von 13.30 bis 16 Uhr. Für Gruppen nach An­mel­dung: ganzjährig, auch abends.

An­mel­dung: Herr Gebert, Tel. 09842 952858


Lust auf Uffenheim?

Der Arbeitskreis „Stadt­füh­rer“ bietet für Uffenheimer und Urlauber Stadtführungen an.

  • Jeden 1. Sonn­tag im Monat von April bis Ok­to­ber. An­mel­dung nicht erforderlich!
  • Treffpunkt: Schlossplatz
  • Beginn: 14 Uhr
  • Preis: 2,– € pro Per­son; Kinder frei

Nach Ver­ein­ba­rung: Führungen zu jeder anderen Zeit. Mindestpreis pro Gruppe: 10,– €

  • An­mel­dung:
    Georg Braun
    Markgrafenstr. 7,
    Tel. 09842 7232
    oder Rathaus (Fremdenverkehrsamt), Zi. 201,
    Tel. 09842 207-21

Erlebnisbad Uffenheim

Beheizbar, 50-Meter-Rutsche, Schwalldusche, Wasserpilz, Whirl-Liege und Luftblubber, 1- und 3-Meter-Sprungturm, separates Kinderplanschbecken in der großflächigen Liegewiese, Beach-Volleyballplatz und Tischtennis.

Öffn­ungs­zeiten: Mo.–So. von 10–20 Uhr, Info-Telefon: 09842 985881


Regelmäßig wiederkehrende Feste in Uffenheim
  • 1. Mai: Walpurgifest
  • zweites Juli-Wo­chen­en­de: Italienisches Weinfest
  • erstes Sep­tem­ber-Wo­chen­en­de: Kirch­weih
  • 3. Ok­to­ber: Handwerkermarkt
  • 2. Advent: Weih­nachts­markt

 

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern