Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Region Fichtelgebirge
Linien 329 330 367 369
Länge ca. 15 km
Dauer ca. 4 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
(4)
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Landschaft
(4)
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Gastronomie
(4)
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An­spruch / Kondition
(7)
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Weg­be­schrei­bung
(5)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Durch Bischofsgrüner Forst und Ölschnitztal nach Bad Berneck

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Informationen zur Wanderung

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Vorwort

Vorwort

Durch die Er­wei­te­rung des Ver­bund­ge­bietes im letzten Jahr ergeben sich natürlich immer mehr neue Ausflugsmöglichkeiten. Die dadurch entstehenden längeren Fahr­zeiten kann man aber ab­wechs­lungs­reicher gestalten, wenn man z. B. bei dieser Tour vor oder nach der Wan­de­rung einen Zwischenstopp in Bayreuth einlegt und so die Fahrt nicht „an einem Stück“ zurücklegt. Durch dichte Fichtenwälder gewinnen Sie im Mittelteil der Wan­de­rung Ein- und Aussichten in die Landschaft des westlichen Fich­tel­ge­bir­ges, fernab der Hauptwanderrouten. Der Weg nach Bad Berneck führt durch das schattige Ölschnitztal und den romantischen Kurpark.

Blick auf die Dächer von Bad Berneck (VGN © VGN GmbH)
Ruine Hohenberneck (VGN © VGN GmbH)
Übernachten im Fich­tel­ge­bir­ge:

VGN-TagesTickets gelten wenn sie am Sams­tag gekauft werden auch am Sonn­tag. Bei einer Übernachtung von Sa. auf So. braucht man also nur ein Ticket kaufen.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Bischofsgrüner Forst - Ölschnitztal" – Bischofsgrün - Schweinsbach - Entenmühle - Bad Berneck
Höhenprofil "Bischofsgrüner Forst - Ölschnitztal" (VGN © VGN GmbH)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Bei der Bus­hal­te­stel­le Bischofsgrün Rathaus 329 369 starten wir unsere Wan­de­rung in Rich­tung Kirche.

Bischofsgrün Rathaus
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Nach 200 m, etwa 50 m vor dem Gotteshaus, gehen wir nach rechts durch die Birnstengeler Straße abwärts bis zum Haus Nr. 48. Dort geht es mit dem We­ge­zei­chen des „Jean-Paul-Weges*“ nach links über den Pandurenweg aus dem Ort hinaus. Geradewegs durch einen Schlepplift hindurch, verläuft der schöne, halb Wiesen-, halb Schotterweg im Rechtsbogen auf den mit Lärchen gesäumten Wald­rand zu. Oberhalb spitzt die Kirchturmspitze hervor, unten begleitet uns ein Stück der Weiße Main. Hinter einem frei stehenden Gehöft treffen wir auf eine der Sta­ti­onen (hier 78, Schneeberg) des Jean-Paul-Weges, die uns auf unserer Wan­de­rung hinaus aus dem Zentralstock des Fich­tel­ge­bir­ges immer wieder begleiten werden.

* Jean Paul, geb. 21. März 1763 in Wunsiedel; † 14. No­vem­ber 1825 in Bayreuth. Mehr zu Jean-Paul unter: www.jeanpaul-oberfranken.de, www.jean-paul-aktuell.de oder www.jean-paul-bad-berneck.de

Halbrechts noch immer talwärts (Wetzstein: 2,5 km), wandern wir an weiteren Häusern vorbei und nähern uns Schritt für Schritt dem Weißen Main, den wir aber erst beim zweiten Steg über­que­ren. Ein paar Stufen nach oben zur Bun­des­stra­ße (B 2), gilt es gleich, sich voll auf den Straßenverkehr und die Laufrich­tung zu konzentrieren. Schräg nach links über die stark befahrene Straße auf den freien Platz zu – dort dann rechts nach oben ist die Rich­tung, die wir, gut markiert in Rich­tung Schweinsbach, einschlagen.

An einem Gartenzaun empor, erreicht ein Wiesenpfad den Wald, in dem es bald in einem Hohlweg – der Jean-Paul-Markierung nach stetig weiter aufwärtsgeht. Allmählich verstummen die Motorengeräusche und nur das Zwitschern der Vögel durchbricht die Stille. Der ursprüngliche Waldweg wird nach mehreren angebrachten Hin­weis­schildern hinter einem Rechts-/Links­bo­gen flacher und grasiger und erreicht die Ver­bin­dungs­stra­ße Bischofsgrün – Gefrees. Dort vorsichtig hinüber und gleich halblinks schnurgerade in den Wald hinein (Schweinsbach: 1, 7 km). Gut ge­kenn­zeich­net weisen die auffallenden We­ge­zei­chen des Jean-Paul-Weges bei zwei Gabelungen nach rechts, bevor es dann nach einem Links­bo­gen etwas steiler, dann über einen breiten Privatweg allmählich – immer noch abwärts – aus dem Wald hinausgeht. Das 609 m auf einer Waldwiese hoch gelegene Schweinsbach liegt vor uns.

Bis Metzlersreuth laufen wir angenehm abwärts, zunächst an den Wiesen ent­lang. Bald geht es durch ein Wald­stück, dann durch die Felder weiter auf dem Sträßchen, das uns in Bögen auf der Hauptstraße durch den Ort bis zum Gast­haus Jahreis, erbaut 1892, führt.

Fast genau gegenüber des alten Gasthofes ver­las­sen wir den Ort (Rich­tung Entenmühle: 1,6 km) rechts den Hang hinauf. Der fein geschotterte Weg erreicht ein kleines Hochplateau und führt nach einem frei stehenden Baum (Sta­ti­on 82 – Sommerfreuden) durch eine Senke, danach vor einer Baumreihe links in einer S-Kurve weiter durch die Felder.

Mit einem Blick zurück über die linke Schulter verabschieden wir uns vom Ochsenkopf und laufen auf stellenweise steinigem Untergrund auf den Wald zu. Ein Links­schwenk bringt uns in den dichten Wald und stößt bald auf den mit einem weißes W auf rot ge­kenn­zeich­neten Westweg des Fichtelgebirgsvereins, der uns auch über den nächsten Querweg bis zur Entenmühle begleitet.

Nach der Mühle queren wir zum ersten Mal die Ölschnitz, ein 18,5 km langer, rechter Nebenfluss des Weißen Mains, steigen kurz das Sträßlein hoch und zweigen dann links in den Talgrund ab. Im Ölschnitztal kann man nicht fehlgehen, mal im Wiesengrund, mal etwas nach oben versetzt, begleitet uns stets das Plätschern des Flusses. Nach der Sta­ti­on 84 – Garten des Lebens – treffen wir auf die nach Stein führende Straße, vor uns auf der Anhöhe die Burgkapelle. Nur kurz auf asphaltiertem Grund weiter, zweigt der Jean-Paul-Weg rechts ab und steigt ein letztes Mal an.

Am Scheitelpunkt ca. 150 m nach links, bietet sich ein besserer Blick zur Kapelle, die ab Pfingsten bis zum Erntedankfest jeden Sonn­tag von 15–17 Uhr besichtigt werden kann.

Burgkapelle Stein Heute (VGN © VGN GmbH)

Burgkapelle Stein

Die Burg­an­lage, die wohl um 1000 entstanden ist und 1028 bzw. 1040 erstmals als freies Eigen der Walpoten urkundliche Erwähnung fand, ist somit die nach­weislich älteste Felsenburg im Fich­tel­ge­bir­ge. Die Burg ist auf einer felsigen Erhebung im Tal erbaut. Mitte des 14. Jahrhunderts tragen die Herren von Hirschberg eine wieder aufgerichtete Burg dem Bischof von Bam­berg als Lehen auf.

Rüdiger von Sparneck erwirbt 1363 die Burg und die heute noch er­hal­tene Kapelle wird 1377 als Stiftung der Sparnecker geweiht. Die Familie von Sparneck saß nach­weislich in der Zeit von 1343 bis 1485 (vermutlich auch länger) auf der Burg Stein. Das Wappen der Sparnecker befindet sich auf dem Abendmahlskelch. Im 15. Jahrhundert über­neh­men die Markgrafen den Besitz und errichten dort ein Amt. Anfang des 18. Jahrhunderts beginnt der end­gül­tige Verfall der Anlage.

Heute sind Spuren der Burg­an­lage durch etliche Mauerreste verhältnismäßig gut erkennbar. Der massive mehrstöckige Bau des Bergfrieds wurde in eine Kapelle umgewandelt, die so­ge­nannte Burgkapelle, und blieb so er­hal­ten. Sie gehört zur evangelisch-lutherischen Kirchenge­mein­de Bad Berneck. Zu besonderen Anlässen finden dort Gottesdienste statt.

Internet: www.burgkapelle-stein.gefrees.de 

Weiter ge­ra­de­aus, noch relativ hoch über dem Flusslauf, passieren wir den gefassten Hans-Wagner-Brunnen und halten uns nach einem kleinen Zulauf beim nächsten Querweg links Rich­tung Bad Berneck: 2,5 km. Oberhalb einer kleinen Weiherkette wandern wir bei der an­schlie­ßenden Gabelung nach rechts, danach geht es nach einem größeren Rechts- und Links­bo­gen Meter für Meter immer auf dem Fluss zugewandten Wegen talwärts (Sta­ti­on 87) bis zur Ölschnitzbrücke. Links über die Brücke ver­las­sen wir den Jean-Paul-Weg nach rechts und gehen am linken Ufer Rich­tung Bad Berneck (1,7 km) auf dem Immermannweg. Nach dem Ludwigsbrunnen unterhalb des Weges: ein Ziegengehege, Kin­der­spiel­platz und ein Minigolfplatz mit Kiosk.

Die ersten beiden Brücken lassen wir aus und bleiben nach wie vor oben bis zum Jean-Paul-Platz mit seiner Alten Kolonnade (1897) – gegenüber die Ruine Hohenberneck (1478 bis ca. 1600), im Tal der Kurpark, dahinter im Hang die Neue Kolonnade, in der im Sommer von Mai – Ok­to­ber sonn­tags noch regelmäßig Konzerte abgehalten werden. Dort, wo es rechter Hand an einem Geländer nach unten geht – mittlerweile wieder auf dem Jean-Paul-Weg – lohnt ein Abstecher: Ca. 60 m nach links an der Mauer ent­lang, bis sich ein Blick auf die Dächer der Stadt eröffnet.

Bad Berneck i. Ficht. Bus­bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Serpentinenartig abwärts bis zum Flussbett, lohnt auch hier ein Abstecher nach rechts zum idyl­lischen Kurpark. Wieder zurück, queren wir den Fluss erst bei der zweiten Brücke und kommen so ins Zentrum des Luftkurortes mit seinem romantischen Markt­platz, schmucken Fach­werk­häusern und zahl­reichen Ein­kehr­mög­lich­keiten, die sich ent­lang der Rother- und Bahn­hof­stra­ße fortsetzen. Von oben herab grüßt und verabschiedet uns gleichzeitig der Schlossturm (Freilichtbühne im Sommer) auf dem Weg zu einer der Bus­hal­te­stel­len im Ort.

Tourist-In­for­ma­ti­on
Bad Berneck

Bahn­hof­stra­ße 77
95460 Bad Berneck
Tel: 09273 574374

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Gasthof Goldener Hirsch
Familie Teufel

Hofer Str. 12
95460 Bad Berneck
Tel: 09273 - 7689
Fax: 09273 - 8059
Ruhetag: Mitt­woch

Gasthof, Pension, Bier­gar­ten „Entenmühle“
Familie Timm

Entenmühle Nr. 6
95482 Gefrees
Tel: 09254 260
Fax: 09254 7634
Bitte aktuellen Ruhetag erfragen.

Gasthof Grüner Baum
Familie Jahreis

Metzlersreuth
Tel: 09254 8158
Vesper nur nach tel. Absprache

Waldgasthof Schweinsbach
Bier­gar­ten, Kin­der­spiel­platz, Familie Bauer

Schweinsbach
Tel: 09254 246
Fax: 09254 246
Ruhetag: Frei­tag

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

15. September 2014 18:57 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Eine weitere schöne Wanderung durch das Fichtelgebirge. Besonders die Abschnitte an der Ölschnitz entlang sind wandernswert.
Wenn man die Straße nach Stein erreicht hat, geht's links die Straße abwärts. Unten im Tal zeigt ein Wegweiser mit dem Jean Paul Weg-Wegzeichen geradeaus, also Richtung des Gehöfts.

15. September 2014 18:53 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Hier aber nicht weiter geradeaus laufen, sondern
gleich den rechts abzweigenden, ansteigenden Weg nach dem Wegweiser nehmen. Dieser Weg ist der Richtige, auch wenn er mit keinem Wegzeichen markiert ist. Erst oben sind wieder Wegzweichen angebracht.

16. Juli 2013 08:57 Uhr

Super Tour! Zunächst durch große Fichtenwälder, dann über einsame Waldlichtung und kleines Dorf ins abgelegene und romantische Ölschnitztal. Jede Menge Einkehrmöglichkeiten auf der Tour und v.a. am Schluss in Bad Berneck. Toll: Gastrogutschein! Absolut Empfehlenswert.

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