Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Thema Felsen und Höhlen, Aussichtspunkte
Region Fränkische Schweiz, Nürnberger Land
Linien 343 386 R31
Länge ca. 17 km
Dauer ca. 4,5 Std.

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Ge­samteindruck
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Landschaft
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Gastronomie
An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
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Höhenprofil

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Wahrlich gute Aussichten

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Vorwort

Vorwort

Diese wunderschöne Tour mit herrlichen Ausblicken führt uns vom Bahn­hof Simmelsdorf-Hüttenbach in die südliche Frän­kische Schweiz in den Markt Plech. Vom niedrigsten Punkt der Wan­de­rung, dem Bahn­hof in Simmelsdorf mit 378 m NN, steigen wir in mehreren Etappen hinauf bis zum höchsten Punkt beim Eibgrat mit 577 m NN. Belohnt werden die Anstiege jedoch mit traumhaften weiten Blicken ins Schnaittachtal, zur Burg Hohenstein, zum Spieser Fernsehturm und über die Berge der Hers­brucker und der Frän­kischen Schweiz. Da wir uns un­ter­wegs nur an die beiden Wegemarkierungen Blaustrich (von Simmelsdorf nach Spies) und Fränkischer Gebirgsweg (von Spies bis nach Plech) halten müssen, können wir uns ganz auf die ab­wechs­lungs­reiche Natur und die herrliche Aussicht konzentrieren.

Plecher Wand (21.12.2015, VGN © VGN GmbH)
Einstieg zum Eigbrat (09.02.2016, VGN © VGN GmbH)

Karte

Karte

Wan­der­kar­te – Simmelsdorf-Hüttenbach - St. Helena - Ittling - Spies - Eibenthal - Plech

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Simmelsdorf Hüttenbach Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Wir beginnen unsere Wan­de­rung am Endbahn­hof der R31 in Simmelsdorf-Hüttenbach, den wir bequem täglich im Stun­den­takt erreichen. Vom Bahn­hof aus laufen wir bis zur Straße, queren diese und schwenken kurz nach rechts, bevor wir ge­mein­sam mit einigen anderen Wandersymbolen dem Blaustrich nach links in die Bergstraße folgen, die ihrem Namen alle Ehre macht. Der Blaustrich bleibt bis Spies unsere Markierung. Die Kirche „Mariä Heimsuchung“ im Ortsteil Bühl ist unser erstes kleines Ziel. Bei der nächsten Querstraße biegen wir nach rechts ab.

Am Ortsausgangsschild links in den kleinen grasigen Weg und gleich wieder rechts abbiegen, bis wir oben durch das Eisentor hindurch den Kirchhof erreichen. An der katholischen Kirche vorbei, wir ver­las­sen auf der anderen Seite den Kirchhof wieder und folgen weiter aufwärts der Straße mit der Markierung Blaustrich. Aus dem Ort hinaus gelangen wir zu einem weiteren Holzkreuz auf der linken Seite. Direkt dahinter biegen wir links in den Wiesenpfad ab und steigen steil den Berg – an den Obstbäumen vorbei – hinauf. Danach erreichen wir eine kleine Bank am Teersträßchen, wo wir uns von dem langen Aufstieg erst einmal bei einem schönen Ausblick über das Simmelsdorfer Land erholen können.

Kirche am Bühl (VGN © VGN GmbH)
Das 70er Lindl (VGN © VGN GmbH)

Bis wir die Hochebene erreichen, geht es noch ein paar Meter ge­ra­de­aus auf der Straße aufwärts, wo wir ein weiteres Marterl beim „70iger-Lindl“, die anlässlich der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Krieg 1870–1871 gepflanzt wurde, erreichen. Das Teersträßchen mutiert zu einem geschotterten Feldweg, dem wir – abwechselnd mal an Feldern vorbei, dann wieder durch ein kleines Wäldchen – immer dem Hauptweg nach bis St. Helena folgen.

Bald erkennen wir rechter Hand die Häuser des Simmelsdorfer Ortsteils Judenhof. Über die Kreu­zung der Feldwege ge­ra­de­aus weiter, können wir nach der Durchquerung zweier kleiner Wäldchen schon die Kirchturmspitze der evangelischen Kirche St. Helena erkennen. Sie bildet den Mittelpunkt des gleichnamigen Ortes und war bis ins Jahr 2000 Patronatskirche der Familie Tucher. Die Kirche wurde nach der Mutter des Kaisers Konstantin der Große benannt, die wesentlich für die Verbreitung des Christentums im Römischen Reich ver­ant­wort­lich war.

Im Ort halten wir uns rechts und erreichen den kleinen Platz vor der Kirche, wo auch das Gast­haus „Zum Naifertal“ zu einer Pause einlädt.

Weiter die Straße abwärts folgend, gelangen wir auf eine Querstraße bei der Bus­hal­te­stel­le "Abzw. St. Helena“. Kurz nach rechts, biegen wir nach wenigen Metern noch vor den Häusern von Obernaifermühle links in den kleinen Weg ab. Wir erreichen die Naiferquelle, an der die Naifer, die sich kurz vor Diepoltsdorf mit dem Ittlinger Bach zur Schnaittach vereint, an einem kleinen Quellteich entspringt. Um den Quellteich herum, steigen wir links auf dem Forst­weg erneut den Berg hinauf durch den Wald.

Naifer Quelle (VGN © VGN GmbH)
Aussicht auf Ittling (VGN © VGN GmbH)

An Feldern vorbei, erreichen wir oben einen wunderbaren Rastplatz mit Blick auf den Simmelsdorfer Ortsteil Ittling und den 135 Meter hohen Funkturm auf der Hohen Reute, mit 635 Metern der höchste Berg in der Frän­kischen Schweiz.

Blick auf den Funkturm (VGN © VGN GmbH)

Am Rastplatz links, führt uns der Weg in einem Bogen bis in den über 1000 Jahre alten Ort Ittling (1011 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt). An der Hauptstraße angekommen, halten wir uns links (unser Weg­zei­chen versteckt sich hinter den Spiegeln am Laternenmast) zunächst auf dem Gehsteig rechts der Straße, dann wechseln wir auf die linke Seite. Am Autohaus vorbei, wir ver­las­sen den Ort in Rich­tung Hetzendorf. Nach den letzten Häusern geht es ca. 200 Meter ent­lang der Straße, bevor wir ohne vorhandenes We­ge­zei­chen, noch bevor die Straße, in eine Senke hinabführt, rechts auf einen Feldweg einbiegen, der uns zum Wald­rand führt. Hier laufen wir beim Waldeck leicht rechts in den Wald hinein. Nur schwach erkennen wir wieder unseren vertrauten Blaustrich. Den Berg hinab in den Spieser Grund. Wir folgen, unten bei einer Rastbank angekommen, links am Wald­rand (vorbei an einem Kalkofen) dem Wie­sen­weg. Auf dem geschotterten Feldweg nach rechts, geht es in Bögen leicht aufwärts in Rich­tung Spies.

Immer aufwärts, den Schlossberg im Blick, gelangen wir oben bei der Gabelung links in den Betzensteiner Ortsteil Spies. Eine Bank bei den ersten Häusern lädt zur Rast und zu einem Blick auf die Burgruine Hohenstein am Horizont ein.

In den Ort hinein, halten wir uns an einem kleinen Platz rechts und laufen vor bis zur Staatsstraße.

Zur „Hutzerstubn“ hält man sich am kleinen Platz im Ort vor der Hausnummer 20 links. Das Gast­haus liegt nach ca. 150 Metern auf der rechten Seite (Öffn­ungs­zeiten beachten).

An der Staatsstraße angekommen, ver­las­sen wir jetzt unser angetrautes Weg­zei­chen und laufen leicht rechts ohne We­ge­zei­chen ent­lang der Straße aus dem Ort hinaus. Nach dem Ortsende biegen wir links in den Weg hinein (Land­schafts­schutz­ge­biet) und gelangen im Wald an einen Rastplatz. Hier stößt von rechts der Frän­kische Gebirgsweg Fränkischer Gebirgsweg zu uns. Dieser ist ab jetzt bis Plech unsere Wegemarkierung. Wir folgen dem Fränkischer Gebirgsweg am Wanderpark­platz ge­ra­de­aus. Zunächst noch auf breitem Weg, wird an der nächsten Kreu­zung ge­ra­de­aus ein kleiner Waldweg daraus. Der Frän­kische Gebirgsweg ist gut ausgeschildert, es heißt trotzdem ab jetzt immer gut auf­pas­sen, denn unser Weg zweigt öfters einmal vom angestammten Weg ab. Der Pfad schlängelt sich durch den Wald, macht beim Austritt aus dem Wald einen scharfen Knick nach rechts und bleibt zunächst ein Stück am Wald­rand. Ein kurzer Blick zurück ermöglicht uns eine letzte Sicht auf die Häuser von Spies und den Schlossberg rechts daneben.

Aussicht auf Spies (VGN © VGN GmbH)

Unsere Markierung Fränkischer Gebirgsweg führt uns ein Stück am Wald­rand ent­lang, bald aber wieder in den Wald hinein – und wir erreichen schon bald die höchste Stelle unserer Wan­de­rung, den Einstieg zum Eibgrat, den wir jedoch nur ge­ra­de­aus über­que­ren. Wer den Eibgrat besteigen möchte, dem empfehlen wir den VGN-Wandertipp „Eibgrat – Geisloch – Ankatal“.

Hinter dem felsigen Durchgang immer abwärts schlängelt sich unser Pfad, bis zu einem Querweg, dort rechts und bald darauf links auf einen Pfad, bis wir die eingezäunte Pferdekoppel im Eibental erreichen. Um die Koppel herum, gelangen wir ge­ra­de­aus weiter auf einen geschotterten Feldweg. Es geht nach rechts, dann eine 90°-Kurve links, dann ebenso eine wieder nach rechts am Wald ent­lang. Jetzt heißt es aufgepasst! Bevor der Feldweg wieder eine Rechtskurve macht, biegen wir scharf nach links ab. Unserem gewohnten We­ge­zei­chen Fränkischer Gebirgsweg folgend, geht es hier steil den Berg hinauf. Wieder schlängelt sich unser Weg bergab durch den dichten Forst, bis wir schon die nahe Autobahn hören.

Ein kurzes Stück parallel zur Autobahn, queren wir diese über eine Brücke. Danach folgen wir dem Weg weiter mit dem über die nächste Staatsstraße ge­ra­de­aus auf den Tannberg zu.

Al­ter­na­ti­ve: Mit dem Rotpunkt weiter Rich­tung Plech (2,2 km). Wer sich für diesen, al­ler­dings weniger schönen, aber kürzeren Weg entscheidet, hält sich nach der Autobahnbrücke links. Der kurvenreiche Pfad windet sich anfangs an der A 9 ent­lang und führt dann auf eine freie Fläche. Der roter Punkt leitet uns hier ge­ra­de­aus unterhalb des Rohrsteins am Wald­rand ent­lang. Kurz mit dem Fränkischer Gebirgsweg „wiedervereint“, geht es geradewegs auf dem Gottvaterberg zu, davor aber mit dem Blaupunkt rechts und hinein nach Plech. Zu den beiden Gasthäusern halten wir uns an der Hauptstraße rechts, zur Hal­te­stel­le „Plech Mitte“ links.

Immer aufwärts erklimmen wir den Tannberg von hinten. Oben angekommen, wird uns der erneute Anstieg durch einen weiteren schönen Blick bei einer Rastbank versüßt.

Den Berg hinab, können wir schon vor uns unser nächstes Etappenziel, den „Großen Berg“, erkennen. Am Forst­weg kurz nach links, dann bei der Schranke wieder rechts: immer am Wald ent­lang. Nach der zweiten Schranke biegen wir rechts in den Wald hinein. Wer noch nicht genug Ausblicke hatte, kann den kurzen Abstecher zur „Schönen Aussicht Süd“ machen.

Links führen uns der Frän­kische Gebirgsweg und auch ein Hinweis auf den „Judenfriedhof“ den Berg hinauf. Oben angekommen, erwartet uns ent­lang des Grates ein kleiner Steig, der aber ohne Schwierigkeiten zu bewältigen ist. Nach wenigen Metern erreichen wir den „Judenfriedhof“, der nicht etwa auf eine ehemalige Grabstätte jüdischen Mitbewohner hinweist, sondern ein Na­tur­denk­mal darstellt. Der Name ist im Volksmund entstanden, da der Ort durch die große Anzahl von Felsblöcken an einen alten Friedhof erinnert.

Schöne Aussicht Süd (VGN © VGN GmbH)
Am Judenfriedhof (VGN © VGN GmbH)

Links den Berg hinab, halten wir uns am Ende der Treppenstufen wieder links. Wer noch Kraft in den Beinen hat, sollte sich den Abstecher nach links zur „Schönen Aussicht Nord“ auf keinen Fall entgehen lassen. Wunderschön liegt der Markt Plech mit seiner Kirche „St. Susannae“ vor uns. Weiter auf dem Weg, vorbei an der „Großer-Berg-Höhle“ und dem Kletterfelsen „Plecher Wand“, erreichen wir schon bald die ersten Häuser von Plech. An der Straße angekommen, folgen wir dieser zunächst nach rechts. Im Ort führt uns unsere Markierung ein kleines Sträßchen links den Berg hinauf, vorbei am Hintereingang vom Gast­haus „Zur Traube“, das neben dem Gasthof „Goldenes Herz“ zu einer letzten Einkehr nach der Wan­de­rung einlädt. An der Hauptstraße geht es weiter aufwärts, am Rathaus vorbei bis zu unserer Hal­te­stel­le „Plech Mitte“.

Plech Mitte
Rück­fahr­mög­lich­keiten

Vom 1. Mai bis 1. No­vem­ber verkehrt von hier aus an Sams­tagen, Sonn- und Fei­er­tagen der Bier-Brotzeit- und Burgen-Express (VGN-Linie 343), der uns zum Bahn­hof nach Neuhaus bringt. Unter der Woche fährt auch das ALT der Linie 343. Darüber hinaus haben wir von hier aus auch An­schluss mit der VGN-Linie 386 zum Bahn­hof in Pegnitz.

Weiterführender Wandertipp zum Eibgrat:

Hö­he­punkte der südöstlichen Frän­kischen Schweiz: Eibgrat – Geisloch – Ankatal
Bergwandern: Betzenstein – Eibgrat – Eichenstruth – Geishöhle – Ankatal – Rupprechtstegen

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Plech

Gast­haus „Goldenes Herz“

Hauptstraße 12
91287 Plech
Tel: 09244 398
Ruhetag: Mi. ab 14 Uhr

Gast­haus „Zur Traube“

Hauptstraße 9
91287 Plech
Tel: 09244 329
Fax: 09244 9859766
Ruhetag: Mon­tag

Spies

Gasthof "Hutzerstubn"

Spies 26
91282 Spies
Tel: 09244 582
Sa von 11:30-22 Uhr, und sonst ab 25 Per­so­nen nach Ver­ein­ba­rung

St. Helena

Gast­haus „Zum Naifertal“

Am Naifertal 5
91245 St. Helena
Tel: 09155 441
Ruhe­tage: Di und Mi

Impressionen

Kommentare

Kommentare

16. Juni 2017 10:08 Uhr, Landstreicher, Möhrendorf

Idyllische Wanderung mit gelungener Abwechslung von schattigen Waldpfaden und offenen Wegen durch Feld und Flur. Nach Ittling ist die Beschilderung teilweise etwas spärlich - hier lohnt es sich die Tourenbeschreibung parat zu haben.
An Fronleichnam 2017 hatten leider sämtliche Einkehrmöglichkeiten geschlossen, so dass der Weg von Simmelsdorf bis Spies zur Durststrecke wurde. In den freundlichen Hutzerstubn gab es aber die dringend benötigten Erfrischungen, obwohl eigentlich geschlossen war.

29. August 2016 17:31 Uhr, ElVerano, Nürnberg

Eine wahrlich schöne und sehr abwechslungsreiche Wanderung. Nicht nur die Ausblicke, auch die Felsformationen im Wald waren sehr beeindruckend. Am besten gefiel mir die Aussicht vom Tannberg.
Ich könnte mir vorstellen, das der Abschnitt der Wanderung, der nach Spies dem Fränkischen Gebirgsweg folgt, nach Regenfällen teilweise etwas schwerer zu meistern sein könnte, da die An- und Abstiege doch recht steil auf unbefestigten Wegen verlaufen

26. Juni 2016 16:13 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Von Simmelsdorf bis Spies geht es über viele 'offene' Strecken (nicht's für heiße Sommertage) - dafür schöne Aussichten.
Von Spies bis Plech hauptsächlich schattige Waldpfade/-wege.
Absolut toller Wegeverlauf des Fränkischen Gebirgsweges.
'Schöne Aussicht Nord' lohnt sich - Blick auf Plech.

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