Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Thema Felsen und Höhlen, Aussichtspunkte, Winterwanderung
Region Fränkische Schweiz
Linien R22
Länge ca. 15 km
Dauer ca. 3 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
(3)
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Landschaft
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Gastronomie
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
(12)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Schnee am Walberla

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GPS
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Vorwort

Vorwort

Das Walberla, so der volkstümliche Name des 512 m hohen, von der Hochfläche der Frän­kischen Alb abgetrennten Zeugenberges, ist das Ziel unserer heutigen vor- oder nachwinterlichen Wan­de­rung. Am besten schnürt man die Wanderstiefel nach dem ersten Schneefall oder wenn die Winterzeit langsam zu Ende geht, denn bei allzu hohen Schneeverhältnissen ist der Auf- und Abstieg dann doch beschwerlich. Nach dem Umstieg in Forch­heim, lohnt es sich fast nicht mehr Platz zu nehmen, denn nur vier Mi­nu­ten beträgt die Fahr­zeit bis Pinzberg. Zu­sätz­lich aufgepasst, denn für den Be­darfs­halt muss die an manchen Fensterholmen angebrachte Hal­te­wunsch­tas­te gedrückt werden!

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Schnee am Walberla" – Pinzberg - Elsenberg - Dobenreuth - Schlaifhausen - Rodenstein/Walberla - Kirchehrenbach
Höhenprofil (VGN © VGN GmbH)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Das We­ge­zei­chen des Wan­der­weges „Kulturerlebnis Frän­kische Schweiz“ empfängt uns am Metallpfosten der Radwe­ge­zei­chen nahe dem Hal­te­punkt in Pinzberg.

We­ge­zei­chen (VGN © VGN GmbH)
Pinzberg Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Im leichten Rechtsbogen bleiben wir links neben der Straße bis zu einem Übergang, dort über­que­ren wir vorsichtig die Straße. Nach der Stromleitung wandern wir am Häuschen der Was­ser­ver­sor­gung Pinzberg auf dem geteerten Fußweg aufwärts. Nach dem Linksknick am Waldeck weiter hinauf ge­ra­de­aus vor zur Hauptstraße, links der alte Wegbrunnen. Im 336 m hoch gelegenen Ort lohnt ein Abstecher zu der im Rokokostil 1776 erbauten Pfarrkirche St. Nikolaus. Dazu wenige Meter nach rechts, über die Straße und links über die wenigen Treppen durch das Eingangsportal hoch zur Kirche.

Die Kirche befindet sich mitten in einer Kirchenburg­an­lage, zu der ferner der Turm, das Pfarrhaus mit dem Garten, das alte Schulhaus und ein Brunnen zählen. Der Heilige Nikolaus, Patron der Pfarrge­mein­de, steht im Mittelpunkt des Hochaltars. Die Deckengemälde zeigen meist Szenen aus dem Leben des Hl. Nikolaus.

Nach einem Besuch des Gotteshauses und/oder einer Umrundung der Anlage im Uhr­zei­ger­sinn bleiben wir wieder auf der Hauptstraße. Ge­ra­de­aus erneut an der Bus­hal­te­stel­le, dem alten Wegbrunnen und dem Fachwerkgebäude der Alten Schmiede (1685) ent­lang – am Horizont spitzt erstmals das Walberla hervor – weiter bis zu einer Straßengabelung. Hier rechts, den Fahrradzeichen folgend (Gosberg 2 km) in die Eichenwaldstraße, geht es aus dem erstmals 1062 urkundlich als „Binezberc“ erwähnten Ort hinaus.

Alter Wegbrunnen und Fach­werk­haus (VGN © VGN GmbH)

An einem Metallpfosten nach ca. 200 m erkennen wir den grüner Senkrechtstrich als We­ge­zei­chen, der uns bis Schlaifhausen begleiten wird. Auf einem Schotterweg geht es nun abwärts durch ein Wald­stück bis zu einer Straße, hier rechts, bald über den Herresbach und hinein nach Elsenberg. In dem Weiler hinauf an der Freiwilligen Feuerwehr vorbei bis zur Bus­hal­te­stel­le führt unser Weg dann links Rich­tung Dobenreuth. Hinter dem über 100 Jahre alten St. Josefskirchlein (Einweihung am 24.09.1911) schlendern wir auf dem ehemaligen Kreuzweg ent­lang und erkennen bald unser Ziel, die Ehrenbürg mit Rodenstein und Walberla liegt in voller Größe vor uns.

Blick Rich­tung Walberla (VGN © VGN GmbH)

Im An­schluss an eine kleine, schlichte Kapelle und einem mächtigen Strommast heißt es aufgepasst. Gleich danach zweigt unser grüner Senkrechtstrich - Weg links in einem Wiesenpfad nach unten ab! Über ein kleines Brücklein geht es über den Trubbach. Unmittelbar vor dem Sportplatz dann rechts und hinter dem Ballfangnetz wieder rechts nun am Sportheim vorbei. Auf einem Schottersträßchen jetzt am Graben ent­lang und vor zur Hauptstraße. Schräg rechts gegenüber die 1881 eingeweihte Filialkirche zur Hl. Familie – ein Blick ins Innere lohnt sich!

Filialkirche Heilige Familie Dobenreuth: Zu den besonderen Se­hens­wür­dig­keiten zählt der neugotische Hochaltar mit dem Bild der Heiligen Familie. Dieser Altar stand ursprünglich im Bam­berger Aufsessianum. Ebenso se­hens­wert ist das Weihnachtsbild rechts vom Hochaltar. Die beiden Seitenaltäre, ein Kreuzweg, zahl­reiche Figuren und die modernen Fenster komplettieren das Erscheinungsbild dieser Kirche.

Nach links leitet uns weiter der an einem niedrigen Elektrokasten neben dem Gartenzaun angebrachte grüner Senkrechtstrich. Zunächst laufen wir auf dem Gehsteig vorbei an einem schmucken Fach­werk­haus mit Taubenschlägen und der Bus­hal­te­stel­le der Linie 223. Im An­schluss an den Abzweig „Am Weingarten“ geht es dann rechts den Fahrradsymbolen nach in die Straße „Wachberg“ Rich­tung Flugplatz. Wir bleiben im Rechtsknick auf dem Sträßchen und schlendern hinter dem Ortsausgang an den Photovoltaikanlagen ent­lang. An der folgenden Gabelung nach links weiter dem grüner Senkrechtstrich vertrauend vorbei am Fluggelände des Flugsportclubs Forch­heim und den zahl­reich abgestellten Wohnwagen, sehen wir erneut das volle Panorama vor uns.

Blick zum Walberla (VGN © VGN GmbH)

Der Schotterweg führt abwärts, geteert geht es Schritt für Schritt wieder nach oben, am Wegedreieck dann rechts und vor zur Ver­bin­dungs­stra­ße Wiesenthau – Dietzhof (FO 14). Dort schräg nach rechts und nach der Bus­hal­te­stel­le links hinein in das Ortssträßchen „ohne Namen“ (Zone 30). Weiter hinauf dann bis zur Querstraße, in der sich drei Gasthöfe befinden. (Gast­haus Schüpferling, Kroder und Ehrenbürg)

Nach rechts ist unsere Rich­tung vorbei an einer weiteren Filialkirche, der „Mutter von der immerwährenden Hilfe“ (Leitende Pfarrei im Seelsorgebereich Ehrenbürg ist die Pfarrei St. Nikolaus in Pinzberg).

Der Anstieg hinauf zum Rodenstein beginnt nach dem Ortsende am oft zugeparkten Wanderpark­platz rechts neben den Wander- und Infotafeln. Hier treffen wir wieder auf den Kulturerlebnisweg dem wir zusammen mit dem Rotstrich Rotstrich und dem FAV-Jubiläumsweg nach oben zunächst zum Gipfelkreuz auf den Rodenstein folgen.

Rund ums Walberla (VGN © VGN GmbH)
FAV Jubiliäumsweg (FAV © FAV)

Ein Stück im Hohlweg, dann nach dem Hochbehälter der Ehrenbürg über eine Wiese ist der Weg vorgezeichnet. Es geht, wie sollte es anders sein, ohne Abzweig stetig nach oben. Im letzten Stück führt der Weg durch die niedrigen Felsen, zwischen den Holzbegrenzungen und letztlich hinüber zum Gipfelkreuz am Rodenstein, Teil der Ehrenbürg, seit 1987 Na­tur­schutz­ge­biet. Je nach Witterung kann hier „der Wind ganz schön wehen“, aber egal - die weit reichenden Ausblicke kann man bei guter Sicht bei jedem Wetter genießen.

Gipfelkreuz am Rodenstein (VGN © VGN GmbH)
Winterwan­der­weg (VGN © VGN GmbH)

Der markante Tafelberg „Ehrenbürg“ besteht aus dem 532 m hohen Rodenstein und dem 512 m hohen Walberla, das von der im 17. Jahrhundert gebauten Walburgis-Kapelle gekrönt wird. Von zahl­reichen Aussichtspunkten hat man einen traumhaften Blick ins Regnitz-, Ehrenbach- und Wiesenttal. Neben den Orten „rund ums Walberla“ liegt Ihnen die große Kreisstadt Forch­heim zu Füßen. Im Hintergrund können Sie den Dom von Bam­berg, aber auch die Neubauten von Erlangen erkennen.

Plateau am Walberla (VGN © VGN GmbH)

Nachdem wir uns zunächst hier satt gesehen haben, erfolgt der Abstieg in die Senke zwischen den beiden Gipfeln. In­di­vi­du­ell kann jeder seinen Rund­gang auf der Hochfläche wählen und neben den Ausblicken auch die Fels­for­ma­ti­onen der Zwillingsfelsen, der Steinernen Frau oder der Wiesenthauer Nadel bewundern.

Aus­gangs­punkt für den sicheren Weg nach unten ist auf jeden Fall der Platz neben der Walburgis-Kapelle mit der Figur der Hl. Walburga. Dahinter führt ein breiter Weg nach unten, immer noch mit dem Rotstrich ausgeschildert. Nur einmal heißt es kurz auf­pas­sen. Nach einem großen Holzkreuz (Aussichtspunkt mit zwei Bänken) ver­las­sen wir ca. 200 m nach der an­schlie­ßenden Rechtskehre den Hauptweg, halten uns ge­ra­de­aus und gleich
danach bei einer Bank links.

Walburgiskapelle (VGN © VGN GmbH)
Bank auf dem Walberla (VGN © VGN GmbH)

Der Rest ist Formsache. Unser Weg mündet in die von unten hoch kommende Straße zur Ehrenbürg. Ihr folgen wir ge­ra­de­aus bis zur Kreu­zung bei der Sankt Bartholomäus Kirche an der Hauptstraße im Orts­mit­telpunkt. Schräg nach links erreichen wir über die Bahn­hof­stra­ße nach rund 300 m den Bahn­hof in Kirchehrenbach R22 oder lassen zuvor den Tag in einem der Gasthäuser gemütlich ausklingen.

Kirchehrenbach Bahn­hof
Rück­fahr­mög­lich­keiten
Sonnenuntergang (Anne Grundig / VGN Fotowett­be­werb © Anne Grundig / VGN GmbH Fotowett­be­werb)

Das Walberla (Ehrenbürg 532 m) – auch im Sommer ein Erlebnis !
Der Name wurde 1768 zum ersten Mal in Erlangen urkundlich in Zusammenhang mit den dortigen Stu­den­ten („aufs Walberla gehen“) erwähnt. Der Name Walberla leitet sich aber eher von der heiligen Walburga ab. Auf dem Berg befindet sich auch eine im 17. Jahrhundert gebaute, der Walburga geweihte Walburgis-Kapelle, die namensgebend für den Berg ist. Für die Ehrenbürg lässt sich durch Funde die Nutzung als Kultplatz der Kelten sowie als ein germanisches Heiligtum und an­schlie­ßend auch als eine christlich geweihte Stätte nach­wei­sen. Für die Herkunft des Namens Ehrenbürg liegen ver­schie­dene Deutungsversuche z.B. vom Lateinischen „arca“ (= Schutz) und der Endsilbe „bürg“ (= Burg oder Schutzanlage) vor. Damit ergibt sich die Bedeutung des Wortes Ehrenbürg als schützender Raum oder die Burg, die Zuflucht gewährt.

Einkehren

Einkehren

Kirchehrenbach

Gast­haus-Brennerei Sponsel „Zum Schwarzen Adler“
Fam. Fritz Sponsel

Hauptstr. 45
91356 Kirchehrenbach
Tel: 09191 94448
Fax: 09191 616768
Öffn­ungs­zeiten: Mo.–So. von 10–24 Uhr; durchgehend warme Küche bis 22 Uhr; eigene Brennerei; Ruhetag: Diens­tag; Nov. bis Mrz.: Di und Mi Ruhetag

Landgasthof „Zur Sonne“

Hauptstr. 25
91356 Kirchehrenbach
Tel: 09191 979902
Fax: 09191 979903
Öffn­ungs­zeiten: Mi–So von 11–23 Uhr; Ruhe­tage: Mo und Di

Restaurant-Café „Zum Walberla“
Fam. Josef Trautner

Straße zur Ehrenbürg 21
91356 Kirchehrenbach
Tel: 09191 94765
Fax: 09191 796895
Öffn­ungs­zeiten: Mo.–So. von 10–23 Uhr; durchgehend warme und kalte Küche von 10.30–22 Uhr; Sonnenterrasse; Ruhetag: Don­ners­tag

Pinzberg

Landgasthof Schrüfer

Hauptstr. 27
91361 Pinzberg
Tel: 09191 70970
Fax: 09191 709727
Mo ab 17 Uhr, Mi-So 10-14 Uhr und 17-21 Uhr, Di Ruhetag

Terrassencafé

Hauptstr. 27 a
91361 Pinzberg
Tel: 09191 729760
Di-Sa von 13-18 Uhr, So von 11-18 Uhr, Ruhetag: Mon­tag

Wiesenthau

Ehrenbürg

Schlaifhausen 68
91369 Wiesenthau
Tel: 09199 696930
Fax: 09199 6969369
Mo-Fr warme Küche von 11.30-14.00 Uhr und 17.30-21.00 Uhr, Brotzeit sowie Kaffee & Kuchen von 14.00-17.30 Uhr, Sams­tag, Sonn­tag & Fei­er­tag
durchgehend warme Küche, Ruhetag: Di

Gast­haus Kroder

Schlaifhausen 43
91369 Wiesenthau
Tel: 09199 416
Mi-So ab 11.30, durchgehend warme Küche, So bis 19.30. Ruhe­tage: Mo und Di

Gasthof Schüpferling

Schlaifhausen 30
91369 Wiesenthau
Tel: 09199 421
Fax: 09199 426
Warme Speisen von 11.30-14.30 Uhr und 17.00-21.30, Brotzeiten, Kaffee und Kuchen durchgehend. Ruhe­tage: Mo und Mi (außer fei­er­tags)

Impressionen

Kommentare

Kommentare

10. Januar 2016 17:27 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Bei blauem Himmel und Sonnenschein ging es für uns hoch zum Walberla, wo sogar noch vereinzelte Schneereste zu sehen waren. Der Jubiläumsweg 2014 brachte uns dann zurück nach Kersbach.

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