27. April 2012

Kein VGN-KombiTicket zu Rock im Park 2012

Die Be­su­cher des Festivals Rock im Park müssen sich in diesem Jahr zur Nutzung der öf­fent­lichen Ver­kehrs­mit­tel VGN-Fahr­scheine kaufen. Anders als in den vergangenen Jahren hat der Veranstalter Argo Konzerte keinen Vertrag über ein KombiTicket mit dem Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg abgeschlossen. Um möglichst vielen Be­su­chern auf ganz ein­fache Weise die Möglichkeit zu geben, bei der An- und Abreise sowie vor Ort mit Bus und Bahn zu fahren, hat sich das KombiTicket als beste und einzig praktikable Lösung bewährt. „Deshalb haben wir dem Veranstalter zu den gleichen Bedingungen wie in den Vorjahren und wie für alle unsere Partner ein An­ge­bot für ein KombiTicket gemacht“, berichtet VGN-Ge­schäfts­füh­rer Jürgen Haasler. Argo hat mit dem Hinweis auf eine Befragung der Festivalbe­su­cher und das Ergebnis, dass dieses An­ge­bot mehrheitlich nicht gewünscht würde, ein erneutes KombiTicket abgelehnt.

 Die in Folge dieser Ent­schei­dung entstandene Diskussion ist aus Sicht des VGN ein Scheingefecht. Denn in ihrer Pres­se­mit­tei­lung sowie in Interviews hat Argo darauf hingewiesen, dass die Kosten für die Ver­an­stal­tung an ganz anderer Stelle gestiegen sind. Beim ÖPNV soll nun au­gen­scheinlich eingespart werden.

 Es ist aber völlig aus­ge­schlos­sen, dass die Ver­kehrs­un­ter­neh­men, die bei Rock im Park inklusive An- und Abreise fünf Tage lang für Tausende Be­su­cher im Einsatz sind, eine kommerzielle Groß­ver­an­stal­tung durch einen Verzicht auf Fahrgeldeinnahmen subventionieren. In den letzten Jahren haben sie ihr Fahr­ten­an­gebot für die Rockfans deutlich ausgebaut. So fuhr die S-Bahn auch in den Abendstunden sowie für Fahrten in die In­nen­stadt sams­tags auch tagsüber in einem dichteren Takt. Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft verstärkte die Stra­ßen­bahn­li­ni­en 6 und 9 zum Festivalgelände sowie die Bus­linie 65. Die NightLiner waren an allen Ver­an­stal­tungs­tagen un­ter­wegs. Diese Mehrleistungen wurden in allen Jahren ohne zu­sätz­lichen Kostenausgleich gefahren. Gerade die Not­wen­digkeit dieser Zusatzfahrten belegt, dass der öf­fent­liche Per­so­nen­nah­ver­kehr von vielen Rockfans genutzt wird. Die VGN GmbH bedauert deshalb sehr, dass das attraktive und bewährte An­ge­bot eines KombiTickets für Rock im Park 2012 offenbar nicht mehr zustande kommt.