16. März 2022

VGN vergibt eTarif-Umsetzung an DB Vertrieb

Startschuss für Pi­lot­pro­jekt zu neuem Tarif- und Vertriebssystem im dritten Quartal 2022

Der Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg hat die Umsetzung des Systems für einen ver­bund­weiten elek­tro­nischen Tarif, den VGN eTarif, an DB Vertrieb vergeben. Das Un­ter­neh­men entwickelt ge­mein­sam mit der Ver­bund­ge­sell­schaft die erforderlichen Hintergrundsysteme zur Fahrterfassung und Abrechnung, sowie eine Smart­phone-App, die Fahr­gäste für die Anwendung des neuen VGN eTarifs be­nö­ti­gen. DB Vertrieb ist Pionier auf dem Gebiet so­ge­nannter Check-in/Check-out-Systeme und greift auf Erfahrung aus den früheren, ähnlichen Projekten ticket2go sowie Touch&Travel zurück. Sie stellt das nun an­ge­botene System unter anderem bereits im Ver­kehrs­ver­bund Rhein-Neckar (VRN) mit der App Tickin zur Ver­fü­gung. Des Weiteren hat der Verbund PB Consult mit der Projektkoordination, die Agentur ercas mit den Kommunikationsmaßnahmen, WVI mit Kundenbefragung, Evaluation und Monitoring und das Fraunhofer Institut für Verkehrs- und In­fra­struk­tursysteme mit der digitalen Abbildung des eTarifs durch ein Tarifmodul nach PKM-Stan­dard beauftragt.

Grundlegend neues Tarif- und Vertriebssystem
Mit dem Pi­lot­pro­jekt zum neuen VGN eTarif testet der Verbund ein grundlegend neues und für Fahr­gäste deutlich bequemeres sowie trans­pa­renteres Tarif- und Vertriebssystem. Der Fahr­preis setzt sich dabei zusammen aus der Länge der gefahrenen Strecke sowie einem Tagesgrundpreis. Die Strecke wird berechnet aus der Luftlinie der einzelnen Teilstrecken zwischen Start, Umstiegshal­te­stel­len und Ziel. Attraktive Rabattstufen machen die Fahrt günstiger, wenn be­stimmte Umsätze bezogen auf einen 31-Tages-Zeitraum erreicht werden. Preis­stufen oder Ta­rif­zo­nen gibt es im VGN eTarif nicht.

Ein­fach einchecken statt Ti­cket­kauf
Mit Bus und Bahn zu fahren wird außerdem ein­facher: Kundinnen und Kunden brauchen mit dem neuen VGN eTarif vor Fahrt­an­tritt kein Ticket mehr zu lösen. Damit brauchen sie auch keine Kenntnisse zu Fahr­scheinen und können völlig frei und flexibel im Ver­bund­ge­biet un­ter­wegs sein. Es ist lediglich erforderlich, sich bei Beginn der Fahrt in einer Smart­phone-App mit einem Fin­ger­tippen einzuchecken. Die Anwendung erkennt die Beendigung der Fahrt au­to­ma­tisch und checkt die Fahr­gäste aus. Während der Fahrt registriert das System die gefahrene Strecke und ermittelt an­schlie­ßend den Fahr­preis. Nutzerinnen und Nutzer sehen den Preis nach Ende der Fahrt in der App, können sich aber auch schon vorher über eine Preisauskunft in der App informieren.

Flexibles An­ge­bot für regelmäßige Gelegenheitsfahrer
„Der neue VGN eTarif kommt vor allem regelmäßigen Gelegenheitsfahrern zugute, die maximal flexibel und bequem un­ter­wegs sein möchten. Der VGN bietet daher ein passgenaues An­ge­bot für Berufspendelnde, die mit Home-Office-Anteil oder in Teilzeit zwei bis drei Arbeitstage pro Woche ins Büro fahren“, erklärt Anja Steidl, Ge­schäfts­füh­rerin VGN. „Aber auch Selten- und Vielfahrende können vom VGN eTarif profitieren und wir erfüllen den Wunsch unserer Fahr­gäste nach zunehmender Digitalisierung unseres An­ge­bots. Wir freuen uns darüber, kompetente Unterstützung bei der Entwicklung an Bord zu haben.“

Das Pi­lot­pro­jekt startet im 3. Quartal mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Ziel ist es, möglichst viele un­ter­schied­liche Erkenntnisse zu System und Tarif in der praktischen Anwendung zu sammeln. Auf dieser Basis soll dann bis 2024 über die weitere Vorgehensweise und eine mögliche Überführung in den Regeltarif entschieden werden. Der gewohnte VGN-Tarif bleibt bis auf Weiteres parallel be­ste­hen. Kundinnen und Kunden können sich vor jeder Fahrt entscheiden, welchen Tarif sie nutzen wollen.

Teil des VGN-Innovationspakets
Der neue VGN eTarif ist Teil des Innovationspakets, das der Freistaat Bayern und die Auf­ga­ben­träger im VGN über fünf Jahre zu gleichen Teilen finanzieren. Zu den weiteren Projekten in Arbeit zählen etwa das Schülerportal, ein Bestpreis-Abrechnungssystem sowie eine Mo­bi­li­tätsplattform, die ver­schie­dene Ver­kehrs­mit­tel verbindet. Ziel der Innovationsprojekte ist es, den Zugang zu Tickets und damit zum ÖPNV allgemein zu erleichtern und so mehr Menschen für Bus und Bahn zu begeistern.

In­for­ma­ti­on zu den unterstützenden Un­ter­neh­men:
https://www.db-vertrieb.com/
https://www.pbconsult.de/
https://www.ercasdieagentur.de/de/home.html
https://www.wvigmbh.de/home.html
https://www.ivi.fraunhofer.de/

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