Studie zum 9-Euro-Ticket: Erste Erkenntnisse für Juni 2022

Die Deutschen und das 9-Euro-Ticket

Eine vom Verband Deutscher Ver­kehrs­un­ter­neh­men (VDV) deutsch­land­weit durch­ge­führte re­prä­sen­ta­tive Studie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass knapp die Hälfte der Deutschen ab 14 Jahren im Juni das 9-Euro-Ticket genutzt hat. Dazu zählen auch alle Besitzerinnen und Besitzer von Zeit­kar­ten für den ÖPNV, deren Ticket als 9-Euro-Ticket gilt.

Rund die Hälfte der 9-Euro-Tickets wurde dabei online gekauft. Hauptgründe für den Kauf waren neben dem Preis vor allem die Flexibilität bei der Nutzung und der Umweltschutz.

Etwa drei Viertel der Deutschen halten das 9-Euro-Ticket ins­ge­samt für ein sehr attraktives An­ge­bot. Das 9-Euro-Ticket besticht laut den Befragten neben dem Preis durch seine Ein­fachheit. Be­son­ders gut kommt die flexible Möglichkeit an, auch längere Strecken, spontan und ohne großes Nachdenken, fahren zu können.

17 Prozent geben al­ler­dings auch an, dass sie den ÖPNV seit Einführung des 9-Euro-Tickets auf Grund zu voller Busse und Bahnen deutlich seltener nutzen.

Das 9-Euro-Ticket im VGN-Gebiet

Der VGN hat in Zu­sam­men­arbeit mit der VAG bei der PB Consult eine Befragung von Online-Käufern des 9-Euro-Tickets in Auftrag gegeben. Ein erster Zwischenbericht für den Monat Juni liegt jetzt vor. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist darauf zu achten, dass hier nicht die Ge­samtbevölkerung re­prä­sen­ta­tiv befragt wurde, sondern
9-Euro-Ticket-Onlinekäufer  aus dem VGN-Gebiet.

Die wichtigsten Ergebnisse im Über­blick: 

  • Ins­ge­samt 20 Prozent der Befragten 9-Euro-Ticket-Käufer haben im Mai, also vor Start des 9-Euro-Ticket-Zeitraums, noch keinen ÖPNV genutzt. Diese kamen im Juni als neue Fahr­gäste hinzu.
  • Die Intensität der ÖPNV-Nutzung im VGN-Gebiet legt im Vergleich zu Mai eben­falls deutlich zu. Der Anteil an Vielfahrern steigt bei S-Bahn und Re­gi­o­nal­bahn von 12 auf 27 Prozent, beim Bus von 14 auf 30 Prozent und bei U-Bahn sowie Stra­ßen­bahn von 21 auf 41 Prozent.
  • Der Anteil der PKW-Vielfahrer sinkt bei den 9-Euro-Ticket-Käufern dagegen von 59 auf 46 Prozent. Vielfahrer sind diejenigen, die das Ver­kehrs­mit­tel min­des­tens zweimal wöchentlich nutzen.
  • Genutzt wird das 9-Euro-Ticket vor allem für alltägliche Fahrten, wie etwa Er­le­di­gungen, Arztbesuche oder Shop­ping. Im VGN-Gebiet ist dies sogar noch stärker der Fall als im Bundesdurchschnitt. Auch für die Wege zur Arbeit, Aus­bil­dungs­stätte oder Schule wird das Ticket im VGN-Gebiet deutlich stärker genutzt als deutsch­land­weit.
  • Auch die Zufriedenheit mit dem ÖPNV im VGN-Gebiet wurde untersucht. Ins­ge­samt geben 7 von 10 Per­so­nen an, dass sie mit dem ÖPNV zufrieden oder sehr zufrieden sind. 80 Prozent der Befragten sind zudem mit dem Erwerb der Fahr­kar­ten zufrieden oder sehr zufrieden.
  • Der Wunsch nach Tarifverbesserungen be­zie­hungs­wei­se günstigeren Preisen wird mit Abstand am häufigsten bei den Verbesserungsvorschlägen genannt (84 Prozent). Diese Forderung ist nachvollziehbar, wenn auch nicht vom VGN selbst umsetzbar. Denn für die Finanzierung des ÖPNV er­hal­ten die Ver­kehrs­un­ter­neh­men Gelder aus der Politik, die momentan nur etwa 55 Prozent der Kosten decken. Die anderen etwa 45 Prozent müssen die Un­ter­neh­men aus dem Verkauf der Fahr­kar­ten erwirtschaften.
  • Darauf folgen der Wunsch nach einer Taktverdichtung (47 Prozent) und dem Ausbau des Streckennetzes (45 Prozent).

Weitere In­for­ma­ti­onen zur Finanzierung des ÖPNV und zu den Fahr­preisen finden Sie unter vgn.de/tarifbeschluss.

Alle In­for­ma­ti­onen rund um das 9-Euro-Ticket im VGN finden Sie unter vgn.de/9-euro-ticket.

Marktforschung zum 9-Euro-Ticket
Erste Erkenntnisse für Juni 2022 (© VGN GmbH/VDV)

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