Neues Stadtbuskonzept für Amberg
Neues Stadtbuskonzept für Amberg bewährt sich – Weitere Verbesserungen für Stadt und Umland in den nächsten Jahren
Seit Jahresbeginn 2026 verkehren die Stadtbuslinien in Amberg nach einem neuen Konzept und mit einem neuen Betreiber. Gut zwei Monate danach ziehen alle Beteiligten eine positive Zwischenbilanz. Das Konzept ist eine der Maßnahmen zur Verbesserung des ÖPNV die mit dem Nahverkehrsplan des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) im September 2022 beschlossen wurden. Mit der Bearbeitung des Nahverkehrsplans hatte der ZNAS die Verbundgesellschaft (VGN GmbH) beauftragt. Der VGN begleitet auch die Planungen der weiteren Verbesserungen des ÖPNV in Stadt und Landkreis.
Zum Start des neuen Stadtbuskonzepts erfolgte bereits eine Optimierung der Fahrpläne der einzelnen Linien. So wurden die An- und Abfahrtszeiten der Busse am Bahnhof zeitlich verschoben, wodurch sich bessere Anschlüsse von und zur Bahn ergaben und die Wartezeiten für die Fahrgäste verringert werden konnten. Ein weiteres definiertes Ziel des Nahverkehrsplans ist die bessere Verzahnung von Stadt- und Regionalbusverkehr. Dazu werden zunächst Stadtbuslinien in umliegende Orte der Nachbargemeinden verlängert. Durch die Überlagerung mit den Fahrten der Regionalbusse ergibt sich eine Verbesserung des Fahrtenangebots in den bedienten Orten. Bislang verkehrten schon die Stadtbuslinien 409 nach Kümmersbruck sowie die Linie 407 in das Gemeindegebiet Poppenricht. Mit der Umsetzung des Neukonzepts wurde auch die Linie 411 mit stündlichen Fahrten in die Gemeinde Ammerthal verlängert, wodurch sich eine direkte Anbindung an Amberg ergibt. Ebenfalls im Stundentakt bindet nun die Linie 403 auch Köfering an Amberg an.
In gleicher Weise sollen künftig auch Regionalbuslinien das Fahrtenangebot im Stadtgebiet Amberg verbessern. Ab 1. September 2026 fährt die Buslinie 480 von Schmidmühlen über Haselmühl das Amberger Industriegebiet Süd an und erschließt so auch den Siemensstandort mit rund 4.000 Beschäftigten. Darüber hinaus übernehmen dann die neuen Regionalbuslinien 490 und 490E von Hirschau kommend die halbstündliche Bedienung des Amberger Ortsteils Ammersricht. Ab 2027 werden weitere Stadtbuslinien in die umliegenden Orte verlängert. Die Linie 408 wird dann über Krumbach und Paulsdorf bis nach Etsdorf verkehren. Die Linie 412 fährt dann über die Amberger Ortsteile Schäflohe und Karmensölden bis in die Gemeinde Poppenricht. 2028 bildet die Verlängerung der Stadtbuslinie 414 bis Freudenberg den Schlusspunkt der Umsetzung. Der Zeitplan der einzelnen Schritte ergibt sich aus der Laufzeit der einzelnen Konzessionen der Buslinien.
Stadt und Landkreis treiben klimaschonenden ÖPNV voran
Mit der Beauftragung des neuen Betreibers Reisebüro Reichert GmbH erfolgte eine weitgehende Elektrifizierung der Busflotte im Stadtverkehr Amberg. Neun moderne und neu angeschaffte E-Busse sind auf den Linien des Stadtverkehrs im Einsatz, die weiterhin nur im Stadtgebiet unterwegs sind. Auf den Linien, welche die Stadt Amberg künftig mit der Region verbinden werden, verkehren wegen der längeren Fahrtstrecken und der geringeren Reichweite weiterhin Dieselbusse. Diese werden mit dem synthetischen Dieselkraftstoff HVO 100 betrieben, der aus erneuerbaren Rohstoffen wie Altfetten, Abfällen und Pflanzenölen hergestellt wird und somit Treibhausgasemissionen deutlich reduziert. Bereits seit 1. Januar 2024 sind im Stadtverkehrs Sulzbach-Rosenberg sieben moderne E-Busse unterwegs. Der ZNAS nimmt mit dieser Ausrichtung auf klimaschonende Antriebe eine Vorreiterrolle in den ländlichen Regionen im VGN-Gebiet ein.