Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Radtour

Region Romantisches Franken
Linien R6 R7 R8 S4
Länge ca. 66 km

Bewertungen

Ge­samteindruck
(13)
(13)
Landschaft
(9)
(9)
Gastronomie
(9)
(9)
An­spruch / Kondition
(13)
(13)
Weg­be­schrei­bung
(8)
(8)

Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Im Tal der Frän­kischen Rezat

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GPS
Informationen zur Radtour

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Vorwort

Vorwort

Eine neue Stre­cken­füh­rung, die auf Teil­stücken des Fernradwegs Burgenstraße aufbaut. So ergibt sich ein durchgängiger Radweg, der bis zur Mündung in Georgensgmünd immer ent­lang der Frän­kischen Rezat verläuft. Sehr schöne Spiel- und Rastplätze liegen am Weg und ein Lehrpfad im mittleren Teil der Tour zum Thema „Wasser und Natur“ bietet in­te­res­sante Zusatzin­for­ma­ti­onen zur Flusslandschaft.

Zur „Quelle“ werden wir bei unserer Tour aber nicht gelangen, denn sie liegt wenige Kilometer weiter westlich an der Bahnstrecke nach Würzburg. Wir haben aber noch einiges vor uns und starten daher direkt von hier zu unserer Tour in südöstlicher Rich­tung ent­lang der Frän­kischen Rezat bis zur Mündung in Georgensgmünd.

Besondere Merkmale / Charakteristik: Genussradeln ohne große konditionelle An­for­de­rungen. Sehr gut gepflegte Radwege bzw. verkehrsarme Nebenstraßen. Familientauglich! Wegen der wassergebundenen Wegstücke: nicht ge­eig­net für Rennräder. Nutzung asphaltierter Straßen ist alternativ möglich!

Genug der Vorrede! Lasst uns losradeln … 

Etappe 1: Oberdachstetten – Ans­bach (22 km)

Etappe 2: Ans­bach – Georgensgmünd (44 km)

 

Frän­kische Rezat – die Fakten:

„Die ‚Frän­kische Rezat‘ entspringt auf der Frankenhöhe rund 1,5 km südöstlich der Bergkuppe des Petersbergs (504 m ü. NN) und etwa 2,3 km (je Luftlinie) nord­west­lich von Oberdachstetten auf 452 m Höhe. Direkt durch ihr Quellgebiet und später auch ent­lang des Flusses verläuft ein Abschnitt der Ei­sen­bahnstrecke von Würzburg nach Treucht­lingen.

Die „Frän­kische Rezat“ fließt südostwärts unter anderem durch Oberdachstetten, Lehrberg, Ans­bach, Sachsen bei Ans­bach, Lichtenau, Windsbach und Spalt. In Georgensgmünd vereinigt sie sich auf 342 m Höhe mit der Schwäbischen Rezat zur Rednitz, so dass die ‚Frän­kische Rezat‘ ins­ge­samt 110 m Hö­hen­un­ter­schied überwindet.“

Quelle: Wikipedia

Wasserschutzgebiet (17.08.2011, VGN © VGN GmbH)

Karten

Karten

Fahrradkarte 1 "Im Tal der Frän­kischen Rezat – von der Quelle bis zur Mündung" – Oberdachstetten – Ans­bach (27.06.2011)
Fahrradkarte 2 "Im Tal der Frän­kischen Rezat – von der Quelle bis zur Mündung" – Oberdachstetten – Ans­bach – Lichtenau – Windsbach – Spalt – Georgensgmünd (27.06.2011)
Fahrradkarte 3 "Im Tal der Frän­kischen Rezat – von der Quelle bis zur Mündung" – Lichtenau – Windsbach – Spalt – Georgensgmünd (27.06.2011)

Etappe 1

Etappe 1

Von der Quelle bei Oberdachstetten bis nach Ans­bach

Vom Bahn­hof fahren wir geradewegs die Bahn­hof­stra­ße in Rich­tung Orts­mit­te bis zur Ein­mün­dung Würzburger Str. / Hauptstraße. Hier geht es nach links über Kopfsteinpflaster durch den alten Orts­kern bis zur Brauerei Haag (mit Brauereigasthof). Ein sehr schönes und gepflegtes Anwesen! Hätten wir nicht noch unsere Tour vor uns, wäre dies eine ausgezeichnete erste Rastmöglichkeit! So radeln wir denn ohne Stärkung weiter nach rechts und folgen ein kurzes Stück der Rothen­burger Straße. An der nächsten Abzweigung leitet uns eine Radwegbeschilderung nach links. Bis Lehrberg können wir nun diesen Weg­wei­sern folgen: Sie weisen jeweils nach „Ans­bach“ und zeigen im Untertitel den folgenden Ort.

Weiter ent­lang der Ans­bacher Straße, wir passieren einen Kreisverkehr und gelangen nach leichtem Anstieg am Ortsende auf einen Wirtschaftsweg. Diesem folgen wir zuerst ent­lang der B 13, dann biegen wir nach links ab in Rich­tung Mockenau. Dieser Straße weiter folgend, erreichen wir Mitteldachstetten. Wir über­que­ren die Bahnlinie, halten uns danach rechts und folgen der Straße nach „Berglein“ (Kreisverkehr) und „Dörflein“, die sofort zu den Lieblingsortsnamen an der Strecke erklärt werden. Die Namen passen auch wirklich sehr gut zur beschaulichen Landschaft, die wir durchqueren. Wären in Sichtweite nicht permanent die Gleise und Bahnanlagen der R8 störend im Blick, könnte man sich in vergangene Zeiten zurückversetzt fühlen. Durch die Gleise bleibt uns auch die Frän­kische Rezat verborgen, die klein und bescheiden auf der anderen Seite der Bahnstrecke ihrem Lauf folgt.

So geht es auf der wenig befahrenen Straße immer weiter bis nach Rosenbach. Wir unterqueren die Staatsstraße und erreichen Kellern. Aufgepasst! Direkt nach dem Ortsschild geht es nach rechts auf einem Flurweg nach kurzem Schwung wieder in die Nähe der Bahn­glei­se, denen wir weiter in Rich­tung Ans­bach folgen.

Oberdachstetten Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Tour
Beschauliche Landschaft (19.11.2011, VGN © VGN GmbH)

Der Weg verläuft nun ein ganzes Stück oberhalb der Bahn strecke und wir haben dadurch einen schönen Blick über das Flusstal der Rezat. In weitem Schwung folgen wir dem Wirtschaftsweg und kommen bei der Seemühle schließ­lich zu einer Verkehrsstraße (Ballstadter Straße), der wir nach rechts in Rich­tung Lehrberg folgen. Nach Überquerung der Oberen Hindenburgstraße und kurzem RechtsLinks­schwenk weist die Beschilderung zur Rezatstraße (hier auch Markierung Burgenstraße).

Aus dem Bächlein ist inzwischen ein richtiger Fluss geworden! Wir folgen dem Lauf der Rezat in Rich­tung Orts­mit­te – in diesem Abschnitt offensichtlich ein Entenparadies. Während die Enten sich rechts von uns gelassen am und im Fluss tummeln, fällt uns auf der linken Seite ein sehr in­di­vi­du­ell gestaltetes Anwesen auf. Lehrberg scheint ein ge­eig­neter Ort für Individualisten und Sammler zu sein! Am Ende der Rezatstraße geht es nach rechts über eine Brücke ein kurzes Stück durch eine Allee. An deren Ende weist der Weg uns nach links nach Ans­bach und wir folgen nun auch der Radwegmarkierung „Burgenstraße“, die uns auf dem nächsten Abschnitt über Ans­bach hinaus bis nach Lichtenau leitet.

Die Rezat bleibt ein gutes Stück links von unserem Weg, dafür gelangen wir nun wieder zur Bahnstrecke nach Ans­bach, der wir als Orientierung folgen. Über Schmalenbach erreichen wir bei der Wasserzeller Mühle wieder den Flusslauf. Eine kurze Inspektion an der Brücke mit Begutachtung der zwi­schen­zeit­lichen Entwicklung des Flusses – dann geht es weiter nach Wasserzell.

Mühlen an der Frän­kischen Rezat

Auf unserer Tour fahren wir immer wieder an teils jahrhundertealten Mühlen vorbei. Einige davon sind – versehen mit moderner Mühlentechnik – auch heute noch in Betrieb. Viele weitere Mühlen sind zudem an den Zuflüssen der Frän­kischen Rezat zu finden. Im folgenden Abschnitt der „mittleren Rezat“ von Ans­bach bis Windsbach wurde im Zuge der ländlichen Entwicklung ein „Mühlenradweg“ ausgeschildert, der bei Interesse eine eigene Radtour wert ist. Weitere In­for­ma­ti­onen dazu (auch mit In­for­ma­ti­onen zu den einzelnen Mühlenanwesen) sind in einer Veröf­fent­lichung der Direktion für ländliche Entwicklung, Ans­bach, zu finden.

www.ale-mit­tel­fran­ken.bayern.de/publikationen

Mühle an der Frän­kischen Rezat (19.11.2011, VGN © VGN GmbH)

Die Straße gehört so gut wie den Radlern! Herrlich, so ungestört durch das Flusstal fahren zu können. Bei einem Rechtsknick leitet uns die Wegweisung nach links über die Rezat und auf der anderen Seite des Flusses weiter nach Ans­bach, das wir bereits vor uns sehen. Wir unterqueren den Hohenzollernring (B 14) und den Kaiserdamm.

Achtung! Die Radwegbeschilderung weist nach links und führt aufwärts zur Residenzstraße. Rechts von uns liegt in einiger Entfernung das „Brückencenter“ als Orientierungspunkt. Wir radeln hier aber in einer Schleife zuerst nach links zurück bis zum Kaiserdamm. Diesen über­que­ren wir und fahren dann nach links über die Rezat bis zur Ein­mün­dung zum Rezatpark­platz. Über die Zufahrt und dann ent­lang des Flusses fahren wir in Rich­tung In­nen­stadt. Über den Fuß- und Radweg kommen wir am Ende des großen Park­platzes zur „Riviera“ und damit zum Eingang in die Ans­bacher Fußgängerzone.

Jetzt wird es eng, denn hier mündet auch die stark frequentierte Fußgängerbrücke, die über Rezat und Residenzstraße zum Ein­kaufs­zen­trum auf der andren Stra­ßen­sei­te führt. Wir schlängeln uns in gebührender Vorsicht durch dieses Nadelöhr. Der Durchgang bei der „Riviera“ und die an­schlie­ßende Pfarrstraße sind sehr eng! Das Rad­fah­ren ist in der Ans­bacher Fußgängerzone zwar gestattet, doch empfiehlt es sich, zu belebten Geschäftszeiten hier abzusteigen. Auch die Radwegbeschilderung ist nicht immer eindeutig. Über den Martin-Luther-Platz und weiter durch die Fußgängerzone erreichen wir den Durchgang zur Markgräflichen Residenz an der „Promenade“.

Wir über­que­ren den Platz (zentrale Bus­hal­te­stel­le) und fahren auf der anderen Seite in die Bischof-Meiser- Straße in Rich­tung Bahn­hof. Auf der linken Seite sehen wir den Eingang zum Hofgarten. Ein kurzer Schwenk zur Besichtigung dieser wunderschönen Parkanlage sollte auf jeden Fall im Zeitplan enthalten sein! Je nach Jah­res­zeit entfaltet die sehr gepflegte Anlage ihre besonderen Reize. Die Bischof-Meiser-Straße mündet direkt am Bahn­hofsplatz. Hier haben wir unser erstes Etappenziel erreicht (VGN-An­schlussmöglichkeit zur S4 und R7).

Für unsere Wei­ter­fahrt halten wir uns vor dem Bahn­hof nach links und folgen mit unserer Beschilderung „Burgenstraße“ der Bahn­hof­stra­ße stadt­aus­wärts … (Wei­ter­fahrt siehe Etappe 2!).

Hofgarten (24.05.2010, VGN © VGN GmbH)

Etappe 2

Etappe 2

Von Ans­bach bis zur Mündung in Georgensgmünd

Wem die Ge­samt­stre­cke zu lang ist, hat in Ans­bach einen her­vor­ra­genden Start- und Zielpunkt, um die Strecke in zwei Etappen „aufzuteilen“ (VGN-An­schluss: S4R7).

Ans­bach – Lichtenau – Windsbach

Vom Bahn­hof Ans­bach aus starten wir unsere Radtour nach Georgensgmünd am Bahn­hofsvorplatz. Hier halten wir uns nach rechts und fahren auf der Bahn­hof­stra­ße (Markierung: Burgenstraße) nach Osten in stadt­aus­wär­tiger Rich­tung. Die parallel verlaufende Bahnstrecke in Rich­tung Nürn­berg gibt uns eine grobe Orientierung. Vorbei an einem großen Möbelhaus fahren wir nach einem Rechts-Links­schwenk auf der Straße „An der Kläranlage“ weiter nach Osten.

Wir folgen dabei direkt dem Flusslauf der „Frän­kischen Rezat“. Die „Steinbacher Mühle“, an der wir vorbeifahren, ist mit ihrer modernen Mühlentechnik (Getreidemühle) auch zu besichtigen (siehe auch In­for­ma­ti­onen zum „Mühlenradweg“). Die vorhandenen Markierungen leiten uns zu­ver­läs­sig weiter in Rich­tung Lichtenau. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher zu den Wehranlagen, die nicht direkt am ge­kenn­zeich­neten Radweg liegen!

Lichtenau

„Die Festung Lichtenau geht auf eine mittelalterliche Wasserburg zurück. 1406 kaufte Nürn­berg den Ort und die Burg Lichtenau von Friedrich II. von Heideck. Durch die Lage Lichtenaus als taktischer Vorposten der Reichsstadt Nürn­berg in­ner­halb des Territoriums der Markgrafen von Brandenburg-Ans­bach kam es in der Geschichte häufig zu Spannungen und zu Zerstörungen während kriegerischer Aus­ei­nan­dersetzungen. 1806 fiel Lichtenau, wie Nürn­berg und ganz Franken, an das Königreich Bayern, woraufhin die Festung als Gefängnis genutzt wurde.

Die Festung Lichtenau ist ein Glanzstück der Renaissancebaukunst, auch wenn sie militärisch gesehen zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung nicht mehr den aktuellen Entwicklungen des Festungsbaus entsprach und durch ihre Lage im Tal nicht gut gegen Belagerungsartillerie zu verteidigen war.

Nach grundlegender Sanierung wird die Feste heute vom Freistaat Bayern als Außenstelle des Staatsarchivs Nürn­berg genutzt. Der Innenhof und die Wallplattformen sind tagsüber zur Besichtigung zugänglich. Einmal jährlich im Juli organisiert der Heimatverein das Burgfest. Bei diesem Fest, das auch Jugendliche aus der weiteren Region anzieht, ist an zwei Tagen die Burg für die Bürger zugänglich.“

Quelle: Wikipedia

Die Festung Lichtenau (20.04.2010, VGN © VGN GmbH)

Weiter geht es danach mit unserer Markierung Burgenstraße nach Osten. Diese weist am Ende der „Wattenbacher Straße“ nach Süden und führt weiter in Rich­tung Wolframs-Eschenbach. Wir halten uns ge­ra­de­aus und fahren weiter in die „Untere Industriestraße“, die uns durch ein Industriegebiet wieder in den Rezatgrund führt. Mehrere Markierungen begleiten uns auf dem Weg in Rich­tung Windsbach (Grüner Karpfen. „Alternativweg“). So radeln wir immer weiter im Tal der Rezat – ein eindeutiger Weg, der auch ohne Markierungen kaum zu verfehlen wäre. In diesem Bereich treffen wir immer wieder auf in­te­res­sante In­for­ma­ti­ons­ta­feln.

Lehrpfad: Wasser und Natur an der Frän­kischen Rezat

Wasser und Natur ist das Thema der In­for­ma­ti­ons­ta­feln an 13 Stand­orten ent­lang der Frän­kischen Rezat von Ans­bach bis Windsbach. Sie zeigen beispielhafte Maßnahmen des Hochwasserschutzes und der naturnahen Ge wässergestaltung. Entstanden ist dieser Lehrpfad im Rahmen der Flur- und Dorfer­neu­e­rung der „mittleren Rezat“.

Vorbei an Immeldorf – nördlich unseres Rad wegs am anderen Flussufer gelegen – radeln wir zur Hammerschmiede: Hier folgen wir der Markierung nach links und biegen kurz darauf wieder in einen Wirtschaftsweg nach rechts ab. Über Kirschendorf (wieder ein Rechts-Links­schwenk) gelangen wir nach Bechhofen. Nach rechts aus dem Ort hinaus geht es über den Neuseser Weg weiter nach Windsbach.

Windsbach

„Windsbach hat eine reiche Geschichte. Der Ort am Kreuz gangspunkt der ehemaligen Heer, Land- und Zollstraße Nürn­berg – Ulm – Straßburg fand bereits 1138 erstmalige urkundliche Erwähnung.

Heute sorgt der ‚Windsbacher Knabenchor‘, mit Aufnahmen, Tourneen und Auftritten in der ganzen Welt, für die Bekanntheit der Markgrafenstadt. Schon von weitem entdeckt der Be­su­cher die Silhouette der Stadt mit dem his­to­rischen Stadtturm und der ev. Stadtkirche St. Margareta. Die barocke Kreuzkirche wurde 1730 erbaut. Über die alte Markgrafenbrücke (erbaut 1791), durch das Stadttor zum neu gestalteten Markt­platz ist es ein kurzer Weg. Das his­to­rische Rathaus (erbaut 1749) mit den beiden eisernen Prangern und die stattlichen Fach­werk­häuser vermitteln noch heute die Atmosphäre einer wohlhabenden und stolzen Markgrafenstadt. Wer den Aufstieg zum his­to­rischen Stadtturm, Wahrzeichen der Stadt, nicht scheut, dem bietet sich ein prachtvoller Ausblick über die Alt­stadt und das breite Rezattal.

Zur Gottesruhkapelle mit ihren mittelalterlichen Fresken ist es ein kurzer Spa­zier­gang.“

Quelle: www.windsbach.de

Ev. Stadtkirche St. Margareta (17.08.2011, VGN © VGN GmbH)

In Windsbach besteht die Möglichkeit, mit der VGN-Ver­bin­dung R71 (An­schluss nach Wicklesgreuth zur S4R7) die Tour abzukürzen.

Windsbach – Wassermungenau – Spalt

Hier stoßen wir wieder auf die Markierung „Burgenstraße“, der wir nun bis nach Wassermungenau weiter folgen können. Wir folgen dem idyl­lischen Flusslauf und genießen die weiten Ausblicke über die Flussauenlandschaft. In Wassermungenau trifft der Radweg auf die B 466. Während die Markierung „Burgenstraße“ weiter auf der anderen Stra­ßen­sei­te in Rich­tung Abenberg führt, fahren wir hier nach rechts ein Stück an dieser viel befahrenen Straße durch den Ort. Nach einer Rechtskurve geht es vor einer Brücke nach links in die Straße „Am Altbach“. Die im folgenden Wasserschutzgebiet am Weg liegenden Kunstobjekte können den Durst der Radler zwar nicht stillen, geben aber die Gelegenheit, über unser wichtigstes Lebensmittel nachzudenken. An Zusatzin­for­ma­ti­onen fehlt es eben­falls nicht … An einer Wegegabelung finden wir links an einem Baum eine Orientierungstafel, die über die weiteren Wegeva­ri­an­ten informiert. Wir fahren nach rechts ( Blaustrich ) in Rich­tung Pflugsmühle weiter.

Mögliche Va­ri­an­te: Ge­ra­de­aus geht es nach Beerbach und von hier weiter auf der wenig befahrenen Kreisstraße über Untersteinbach direkt nach Georgensgmünd. Wir folgen aber dem Weg mit der Blaustrich-Markierung ( Blaustrich ) zur Pflugsmühle und sind hier wieder direkt an der „Frän­kischen Rezat“.

Die Pflugsmühle

An einer ehemaligen Reichsstraße und nahe einer Furt über die Rezat blickt die Pflugsmühle auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Der Mühlenbetrieb wurde inzwischen eingestellt. Dennoch finden Be­su­cher hier neben Rast und Einkehr noch weitere Attraktionen (Bäckerei, Gaststätte mit schönem Bier­gar­ten, Ver­an­stal­tungsscheune). Direkt in der Nachbarschaft gibt es einen Golfplatz, eine Minigolfanlage und Reitmöglichkeiten. Einzelheiten und weitere In­for­ma­ti­onen über den Mühlenbetrieb sind im Internet zu finden: www.pflugsmuehle.de.

Die Pflugsmühle (29.09.2011, VGN © VGN GmbH)

Zur Wei­ter­fahrt nach Spalt orientieren wir uns weiter am Blaustrich. Rechts von uns Pferdekoppeln und Minigolfplatz, links von uns der Golfplatz, fahren wir am Ende des Grundstücks nach rechts in Rich­tung Wald. Auf breiten Forst­wegen geht es weiter zur Stiegelmühle. Die Rezat liegt dabei immer rechts unseres Wegs (nicht immer in Sichtweite). Folgen Sie immer dem Weg parallel zum Fluss (eher rechts halten – an einer Stelle ist der Blaustrich auch nach links aufwärts markiert!). Bei der Stiegelmühle (Gasthof Blumenthal – auf der anderen Flussseite) führt ein Brücklein über den Fluss (mit Markierung weiter nach Wernfels). Wir folgen jedoch unserem Weg weiter.

Nun kommt eine kleine Geschicklichkeitsprüfung, die leider mangels anderer Fahrt­mög­lich­keiten auf dieser Flussseite unvermeidlich ist: Der Weg führt ab hier bis nach Höfstetten einige hundert Meter über Privatgrund. Durchgang und Durchfahrt sind dankenswerter Weise „auf eigene Gefahr“ gestattet (Stand zum Zeitpunkt des Drucks). Ungeübte sollten hier be­son­ders aufmerksam sein, um diese Passage unversehrt zu bewältigen: Der breite Forst­weg geht in einen schmalen Wiesenpfad über, der uns an einem Feld ent­lang zum Park­platz des Gartenbaubetriebs „Brigittas Garten-Design“ in Höfstetten führt. Bitte auch hier be­son­ders vorsichtig fahren, denn der Weg (immer noch Blaustrich) verläuft direkt durch das Grundstück des Gewerbebetriebs!

Hinweis: Falls eine Befahrung dieses privaten Wegstücks nicht mehr möglich oder gewünscht ist, bleibt als Al­ter­na­ti­ve zwischen Stiegelmühle und Spalt nur die Staatsstraße auf der anderen Seite der Rezat. Da sie zeitweise recht stark befahren ist, wird dies aber nicht empfohlen. In­for­ma­ti­onen zum aktuellen Stand: Tou­rist­in­for­ma­ti­on Stadt Spalt, Tel. 09175 7965-0.

Unser weiterer Weg nach Spalt: Am Ende des Privatwegs radeln wir weiter, zuerst durch den Wald und nach der Biegung des Flusses auf einem asphaltierter Weg an Hopfenfeldern ent­lang nach Spalt. Am Ortseingang mündet dieser Weg in die Straße „Am Wasserrad“. Wir fahren weiter in Rich­tung Orts­mit­te und gelangen zur Güsseldorfer Straße (RH 6). Hier sind wir im Zentrum der frän­kischen „Hopfenmetropole“.

Spalt (VGN © VGN GmbH)
Spalt

Vor einer Wei­ter­fahrt lohnt sich allemal eine Besichtigung der Stadt Spalt! In der his­to­rischen Alt­stadt finden wir se­hens­werte hochgiebelige Hopfenhäuser, Tore und Türme, eine zum Teil gut er­hal­tene Stadtmauer und stattliche Fach­werk­häuser. Weitere In­for­ma­ti­onen zum Hopfenanbau und zu den Se­hens­wür­dig­keiten sind in einem weiteren VGN-Frei­zeittipp zu finden. Um­fang­reiche touristische Hinweise gibt es zudem im In­ter­net­auf­tritt der Stadt Spalt und in der VGN-Broschüre „Städtetour Spalt“:

Spalt – Georgensgmünd

Die vor uns liegende Rezat über­que­ren wir auf dem Steg für Fußgänger und Radfahrer. Aufgepasst! Auf der anderen Seite des Flusses vor dem Mühlengebäude gleich wieder nach links und mit der örtlichen Radwegmarkierung weiter stadt­aus­wärts zur Obertshäuser Straße. An der Ein­mün­dung in die Bahn­hof­stra­ße geht es nach links und kurz darauf (EDEKA-Markt) gleich wieder nach rechts zum Bahn­hof. Hier – in der „Industriestraße“ – beginnt das letzte Teil­stück unserer Tour: Die ehemalige Bahnstrecke „Spalter Bockl“, die zu einem sehr bequemen Radweg umgebaut wurde.

Der Bahn­hof von Spalt wurde umfassend renoviert (jetzt Kulturzentrum) und einige Reste des alten Gleisbetts sind als nostalgische Elemente noch er­hal­ten geblieben. Auf dem asphaltierten Weg geht es komfortabel und ohne große Hö­hen­un­ter­schiede weiter mit eindeutiger Markierung in Rich­tung Osten bis nach Georgensgmünd. Die In­for­ma­ti­ons­ta­feln des Georgensgmünder Planetenwegs begleiten unseren Weg.

Planetenweg Georgensgmünd
www.georgensgmuend.de

Das erfolgreiche Ende unseres Wegs ist eindeutig: An einem Portal, ähnlich eines Zieleinlaufs, endet unser Radweg an der Bahn­hof­stra­ße. Hier halten wir uns nach links und beenden unsere Radtour am Bahn­hof (Rück­fahrt mit R6 ). Tipp: Falls noch Zeit zu einer Ortsbesichtigung bleibt, findet sich der Zusammenfluss mit der „Schwäbischen Rezat“ und damit der Ursprung der Rednitz etwas weiter nördlich am Ortseingang (Spiel- und Frei­zeitflächen als Rastmöglichkeit!). In Georgensgmünd gibt es außerdem noch ein Wasserrad an der frän­kischen Rezat zu bestaunen. Hier wurde bereits 1732 eine Papiermühle errichtet.

Georgensgmünd Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten
Spalter Bockl (05.10.1985, VGN © VGN GmbH)
Spalter Bockl

Der „Glaskasten“ (PtL 2/2 -Baureihe 98.3) – über 50 Jahre lang gebräuchliche Lokomotive auf der Strecke Spalt – Georgensgmünd. „Der erste Zug erreichte Spalt am 18. Sep­tem­ber 1872, der Betrieb der im Volksmund als Spalter Bockl bezeichneten Nebenbahn wurde zum 16. Ok­to­ber aufgenommen. (...)

Am 28. Sep­tem­ber 1969 wurde der Per­so­nen­ver­kehr auf der 6,9 Kilometer langen Strecke von der Deutschen Bundesbahn stillgelegt, obwohl die Strecke 1963 noch komplett saniert wurde. Der Güterverkehr wurde noch bis zum 28. Mai 1995 weitergeführt. Gelegentlich wurde die Strecke auch von Sonderzügen befahren, vor allem zu der von der DB be­trie­benen Bauschuttdeponie, in der unter anderem ausgebauter Schotter und Abraum von abgebauten Bahn­steigen abgelagert wurden.

Mittlerweile ist die Bahnstrecke zu einem Fuß- und Radweg umgebaut worden. Der Bahn­hof der Stadt Spalt wurde restauriert und ist heute als Kulturbahn­hof Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt. Besichtigt werden kann der ‚Spalter Bockl‘ im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt (Oberfranken).“

Quelle: Wikipedia

Weitere In­for­ma­ti­onen und his­to­rische Bilder gibt es im Internet unter: www.spalter-bockl.info 

Einkehren

Einkehren

1. Etappe

Es gibt zahl­reiche Ein­kehr­mög­lich­keiten auf der ersten Etappe von Oberdachstetten bis Ans­bach. Weitere In­for­ma­ti­onen zu Öffn­ungs­zeiten und Be­son­der­heiten sind im Internet zu finden:

Oberdachstetten

mehrere Gaststätten unter www.oberdachstetten.de > Unsere Betriebe

Lehrberg und zugehörige Ortsteile

Ans­bach

Um­fang­reiches gas­tro­no­misches An­ge­bot unter www.ans­bach.de

Unterrosenbach

Gast­haus Ei­sen­bahn

Rosenbach 17
02708 Unterrosenbach
Tel: 09829 229
Ruhetag: Mon­tag

2. Etappe

Auch auf unserer zweiten Etappe gibt es zahl­reiche Ein­kehr­mög­lich­keiten, die hier nicht alle benannt werden können. Weitere In­for­ma­ti­onen mit Öffn­ungs­zeiten dazu im Internet:

Lichtenau (und Ortsteile)
Windsbach (und Ortsteile)
Wassermungenau / Pflugsmühle
Spalt (und Ortsteile)
Georgensgmünd

Tipps

Tipps

Va­ri­an­te: Burgenstraße

Als Al­ter­na­ti­ve zum beschriebenen Radweg ent­lang der „Frän­kischen Rezat“ bietet auch der Fernradweg „Burgenstraße“ einen in­te­res­santen Streckenverlauf. Er führt von Lichtenau über Wolframs-Eschenbach nach Windsbach und von hier über Wassermungenau weiter nach Abenberg und zum VGNAn­schlusspunkt nach Roth. Im Gegensatz zum Rezatweg ist der Abschnitt von Lichtenau bis nach Windsbach etwas anspuchsvoller mit einigen Stei­gungen.

Eine detaillierte Streckenbeschreibung ist im Internet zu finden: Info Radweg Burgenstraße bei www.bayerninfo.de

Idee, Ausarbeitung und Bilder: VGN (12 / 2011)
Gestaltung:

WerbeAtelier Kolvenbach-Post
Me­tro­pol­re­gi­on 24 e. V.
Hans-Fallada-Str. 124, 90471 Nürn­berg, Tel. 0911 8128267
E-Mail: info@me­tro­pol­re­gi­on24.de, Internet: www.me­tro­pol­re­gi­on24.de

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

31. Mai 2018 09:33 Uhr, Amica, Nürnberg

Eine tolle Tour auf weitestgehend asphaltierten Wegen, die sich im Sommer auch prima am Nachmittag fahren lässt.
Entgegen meiner Befürchtungen haben die Zuganschlüsse auch mit mehreren Fahrrädern prima geklappt.
Den Tipp mit dem Abstechern Schlossgarten in Ansbach und Wehranlage, aber auch das Örtchen Lichtenau, haben wir gerne genutzt und uns an den Schönheiten erfreut.

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