Steckbrief

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Informationen zur Radtour

Region Steigerwald
Linien 990 R1 R2/S1 S1
Länge ca. 87 km

Bewertungen

Ge­samteindruck
(22)
(22)
Landschaft
(17)
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Gastronomie
(17)
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An­spruch / Kondition
(16)
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Weg­be­schrei­bung
(20)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
5-Flüssetour durch den Steigerwald

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GPS
Informationen zur Radtour

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Info

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Die Idee: Wir durchqueren den ge­samten Steigerwald an einem Tag von West nach Ost mit dem Rad! Damit das auch für Frei­zeitradler zu schaffen ist, suchen wir eine möglichst stei­gungsarme Strecke, die z. B. in Fluss­tä­lern bzw. auf früheren Bahnstrecken verläuft.

Ihr werdet sehen: Das funktioniert hier perfekt! Die sportliche Tagestour durch den nördlichen Steigerwald, die man aber auch auf 2 Tage verteilen kann, führt uns durch die Land­kreise Kitzingen, Schweinfurt und Bam­berg. Die Radwegebeschilderung ist durchweg sehr gut erkennbar. Die weißgrünen Schilder sind immer mit den Ortsnamen und den folgenden Zwischenzielen mit Kilometerangaben ausgestattet. Die Tour ist für alle Räder ge­eig­net, bei Rennrädern bitte die besonderen Hinweise beachten!

Im Über­blick: Durch den Steigerwald – an einem Tag

Der Steigerwald liegt im nördlichen Teil des VGN-Gebiets. Begrenzt wird das Gebiet im Norden und Westen vom Main, im Süden von der Aisch und im Osten von der Regnitz. Dazwischen erstreckt sich ein land­schaft­lich reizvolles Wander- und Radelparadies mit wertvollem Waldbestand und beschaulichen Orten, die zur Rast einladen.

Vom Start­punkt unserer Tour in Kitzingen am Main R1 folgen wir im ersten Teil dem „Mainradweg“. Ab Schwarzach ver­las­sen wir den bekannten und vielbefahrenen Fernradweg und biegen nach Osten ab. Auf relativ ebener Strecke geht es mit einem Zwischenstopp in Prichsenstadt in Rich­tung Ebrach. Die Grenze zwischen „Wein- und Bierfranken“ bleibt uns durch einen kräftigen Anstieg nicht verborgen.

Dafür geht es ab Ebrach äußerst komfortabel und stei­gungsfrei auf einer ehemaligen Bahnstrecke weiter nach Osten. In Burgebrach bzw. Frensdorf wechseln wir vom Tal der Rauhen Ebrach in das Flusstal der parallel verlaufenden Reichen Ebrach. Wir folgen dem Flusslauf bis zur Mündung in die Regnitz.

Hier haben wir unser Ziel Hirschaid erreicht, um mit der R2/S1bzw. der S1 die Heimfahrt anzutreten. Die Radwegbeschilderung ist durchweg sehr gut erkennbar (Schilder mit Ortsnamen der folgenden Zwischenziele und km-Angaben).

  • Die beschriebene Hauptva­ri­an­te A ist für alle Radtypen (inkl. Rennräder) ge­eig­net. Sie verläuft durchgängig auf Straßen bzw. Wegen mit festem Straßenbelag (meist asphaltiert).
  • Drei Teilabschnitte (als Va­ri­an­te B bezeichnet) sind ergänzend als Al­ter­na­ti­ve beschrieben (von Prichsenstadt über Handthal nach Ebrach, von Burgebrach über Frensdorf nach Röbersdorf und von Röbersdorf nach Hirschaid). Diese führen in kurzen Abschnitten über Feld- und Waldwege und sind daher für Rennräder nicht ge­eig­net.

Was für Rennradfahrer von der Stre­cken­län­ge noch eine ganz normale „Trainingstour“ ist, bildet für den Frei­zeit- und Tourenradler bereits eine He­raus­for­de­rung. Tröstlich dabei:
Größere Stei­gungen sind nur an zwei Stellen unserer Tour zu überwinden (vor Ebrach und zwischen den Fluss­tä­lern der Rauhen- und Reichen Ebrach). Das garantiert ein zügiges
Vorankommen ohne allzu große Anstrengungen. Taktischer Tipp dazu: Bei Westwind gibt es zu­sätz­lichen Schub…

Wer es lieber gemütlicher angehen lassen will, ist auch nicht schlecht beraten! Bei einer Zweitagestour bleibt mehr Zeit für die zahl­reichen Se­hens­wür­dig­keiten am Weg und die aus­gie­bige Erkundung der einladenden Orte an der Strecke.

Vielfältige Genusserfahrungen in Wein- und Bierfranken sind garantiert!

Und nun lasst uns losradeln!

Karte

Karte

Fahrradkarte "5-Flüssetour durch den Steigerwald" – Kitzingen – Schwarzach – Prichsenstadt
Fahrradkarte "5-Flüssetour durch den Steigerwald" – Prichsenstadt – Handthal bzw. Breitbach – Ebrach
Fahrradkarte "5-Flüssetour durch den Steigerwald" – Handthal bzw. Breitbach – Ebrach

Etappe 1

Etappe 1

Kitzingen – Dettelbach – Schwarzach (ca. 15km)

Mit der R1 erreichen wir den Bahn­hof Kitzingen. Diese Linie wird saisonal sehr stark von Radfahrern genutzt, so dass es an ungünstigen Zeiten (z. B. an den Sommerwo­chen­en­den oder in Ferienzeiten) in den Zügen ungemütlich eng werden kann. Gruppen sollten dies auf jeden Fall wegen der begrenzten Mit­nah­me­mög­lich­keit für Fahr­räder beachten!

Kitzingen Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Radtour

Vom Bahn­hofsplatz folgen wir geradewegs der Radwegbeschilderung und fahren über die Friedrich-Ebert-Straße in Rich­tung Stadtmitte. Die durchgängige Beschilderung leitet uns vorbei am Rosengarten und dem Falterturm durch die Falterstraße in Rich­tung Mainkai. Wir folgen, abweichend der nach links zeigenden Beschilderung, ge­ra­de­aus der Ritterstraße und gelangen stets der Nase nach schließ­lich zum Unteren Mainkai. Das Stadtzentrum und die Fußgängerzone liegen in Höhe der Alten Mainbrücke abseits unserer Fahrtroute.

Weinfranken - Vom Maintal in den westlichen Steigerwald

„Das Weinbaugebiet Franken liegt im Nordwesten der Region Franken. Mit etwa 6063 ha Anbaufläche (Stand: 2008) ist es eines der mittelgroßen An­bau­ge­biete Deutschlands. Der weitaus größte Teil der Rebflächen befindet sich im Bezirk Unterfranken, vor allem im Bereich der Täler von Main, Wern und Frän­kischer Saale. Nennenswerte Anteile am Weinbaugebiet hat auch Mit­tel­fran­ken, und zwar an den Hängen des Steigerwaldes und der Frankenhöhe, im Aischgrund sowie am Mittellauf der Tauber. Ein kleiner Teil liegt im Re­gie­rungs­be­zirk Oberfranken im Maintal nord­west­lich von Bam­berg sowie in der Stadt Bam­berg in der Lage Bam­berger Alter Graben.“ (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Weinfranken)

Am Mainufer genießen wir zuerst einmal aus­gie­big den Panoramablick und orientieren uns an­schlie­ßend an der Beschilderung des Mainradwegs nach Norden flussaufwärts in Rich­tung Volkach. Wir folgen dem breiten Uferweg stadt­aus­wärts. Rechts von uns: der Fluss – links: sanft ansteigende Weinberge; diese typischen Eindrücke von „Weinfranken“ begleiten uns auf den folgenden Kilometern. Der guten Beschilderung folgend, unterqueren wir hinter Mainstockheim die A 3 und sehen kurz darauf bereits Dettelbach vor uns liegen. Der Radweg führt weiter am westlichen bzw. später nördlichen Ufer des Mains ent­lang.

Tipp: Hier lohnt auf jeden Fall ein kurzer Abstecher nach links am Bach ent­lang in Rich­tung Orts­mit­te von Dettelbach, um Eindrücke eines typischen mainfrän­kischen Weinortes zu gewinnen!

Weiter geht es danach in Rich­tung Schwarzach. Der geschwungene Flusslauf des Mains ist auf diesem Abschnitt leider nicht mehr in Sichtweite. Der Radweg verläuft hier direkt links neben der B 22. Bevor wir Stadtschwarzach erreichen, über­que­ren wir den Main ein letztes Mal und verabschieden uns damit nach der Brücke beim Kreisverkehr vom ersten Flusstal unserer Steigerwaldtour. Deshalb hier bitte genau auf die Beschilderung achten, die uns nach links in den Ort leitet! In der Orts­mit­te (Markt­platz) gelangen wir zu einer Abzweigung mit abknickender Vorfahrt. Später werden wir hier ge­ra­de­aus nach Osten weiter in Rich­tung Düllstadt radeln.

Zunächst halten wir uns jedoch nach links, um uns nach ca. 500 m die beeindruckende Klosteranlage von Münsterschwarzach zumindest kurz anzusehen. Links der Straße, ein Stück hinter dem Gast­haus „Zum Benediktiner“, mündet die Schwarzach in den Main.

Wie geplant geht es danach zurück in die Orts­mit­te und dann nach links über die Bam­berger Straße aus dem Ort hinaus, bis wir erneut die B 22 erreichen.

Schwarzach – Prichsenstadt – Breitbach bzw. Handthal – Ebrach (ca. 25-27km)

Die Strecke bleibt eben und verläuft auch auf den nächsten Kilometern direkt als Radweg ent­lang der Bun­des­stra­ße. Es geht flott voran, denn die Strecke ist doch etwas eintönig. Die nächste Se­hens­wür­dig­keit liegt aber mit dem schönen Städtchen Prichsenstadt schon vor uns: Dafür ver­las­sen wir unseren direkten Weg und absolvieren sogar einige Zusatzkilometer, die sich lohnen!

Ab Reupelsdorf folgen wir der örtlichen Radwegbeschilderung in Rich­tung Prichsenstadt. Bereits am Ortseingang führt der Radweg rechts von der Bun­des­stra­ße weg und nach einem Linksknick durch den Ort.

Im Setzäckerweg folgen wir der Beschilderung über Laub (2,4 km) und treffen wieder auf die Ein­mün­dung zur Bun­des­stra­ße. An dieser Stelle geht es halbrechts in den Mühlenweg. Achtung! Der Weg­wei­ser ist leicht zu übersehen. Über Wirtschaftswege geht es im Mühlengrund weiter nach Laub (Hinweis für Rennradfahrer: Ein kurzes Stück des Wegs hat keine feste Fahr­bahndecke). Nach einem Links/ Rechts­schwenk kommen wir zur Staatstraße nach Prichsenstadt. Schon nach einigen Metern weist die Radwegbeschilderung wieder nach links. Land­schaft­lich schön, doch für unsere Strecke überflüssig. Die folgende Schleife führt nämlich durch die Felder letztlich wieder zur Staatsstraße zurück.

Emp­feh­lung daher: Auf direktem Weg rechts halten und der Straße weiter direkt nach Prichsenstadt folgen! Nach einer Anhöhe – wir sind jetzt schließ­lich im Steigerwald – sehen wir vor uns ein stählernes, atomium ähnliches Gebilde, das „Aushängeschild“ eines metallverarbeiten den Betriebs.

Im weiteren Verlauf gelangen wir an eine Kreu­zung, die wir ge­ra­de­aus über­que­ren, um über die Luitpoldstraße in den his­to­rischen Orts­kern von Prichsenstadt zu gelangen.

Ohne die parkenden Autos könnte man den Eindruck haben, in einer längst vergangenen Zeit angelangt zu sein. Die aufwändig restaurierten his­to­rischen Anwesen, der Brunnen in der Orts­mit­te – das ge­samte Ensemble begeistert immer wieder. Zudem gibt es eine reiche Auswahl an gas­tro­no­mischen An­ge­boten (siehe: www.prichsenstadt.de). Jetzt schon eine Pause machen? Die Ent­schei­dung fällt schwer …

Wie auch immer – unser Weg führt uns weiter nach einem Linksknick in der Schulingstraße in östlicher Rich­tung aus dem Ort hinaus bis zur Ein­mün­dung in die Kirchschönbacher Straße (St 2260). Weiter geht es nach rechts in Rich­tung Neudorf / Ebrach unter der B 286 hindurch.

Der Steigerwald zählt zu den ältesten Buchenwäldern Europas. Be­son­ders markante Waldgebiete liegen auf unserem nächsten Teil­stück in beiden beschriebenen Va­ri­an­ten vor uns.

Va­ri­an­te A über Breitbach: Begegnung mit Methusalem
(für alle Radtypen ge­eig­net - Markierung in der Karte orange)

Stets ge­ra­de­aus bleiben wir auf der Kreisstraße (KT 46) nach Kirchschönbach. An der Ein­mün­dung in die Altenschönbacher Straße biegen wir links ab (Beschilderung nach Ebrach) bis nach Altenschönbach. Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher zur früheren Burg­an­lage, die sich in der Orts­mit­te befindet. Die ehemalige Wasserburg liegt etwas versteckt und ist leider nicht mehr in der ursprünglichen Größe und Form er­hal­ten.

Auf der In­ter­net­sei­te www.altenschoenbach.de finden sich weitere In­for­ma­ti­onen zu diesem in­te­res­santen Bauwerk (siehe Geschichte / Baudenkmäler). Kurz vor dem Ortsende biegen wir nach rechts ab in Rich­tung Schönaich (KT 44 bzw. SW 49). Rechts und links von uns Obstbäume, Felder – und Natur pur …

Nach einem Wald­stück halten wir auf den kleinen Ort Schön aich zu – direkt vor uns ein mächtiger Höhenrücken, der sich in Süd-Nordrich­tung bis vor Ebrach erstreckt. Auf der östlichen Seite liegt das Quellgebiet der Reichen Ebrach, der wir im Verlauf unserer weiteren Fahrt noch folgen werden (siehe In­for­ma­ti­onen zu den Flüssen). Wir bleiben aber in der Ebene, passieren den Ort Schönaich und fahren geradewegs auf der Kreisstraße mit Radwegbeschilderung in Rich­tung Breitbach.

Hier führt ein neuer Radweg parallel zur B 22, der die Orte Breitbach und Ebrach verbindet. Bitte auf die künftige aktuelle Beschilderung achten, die bei Redaktionsschluss noch nicht vorhanden war (Stand: 12 / 2012, Fertigstellung bis Frühjahr 2013).

  • Mit Rennrädern bleibt man am besten weiter auf der Straße und gelangt in Breitbach wieder zur B 22, dort rechts in Rich­tung Ebrach. Der Radweg beginnt in der Orts­durch­fahrt von Breitbach an der Kapelle (St. Johannes der Täufer) und führt von dort nach rechts: zuerst auf bereits vorhandenen Wegen in weitem Bogen nach Osten zur B 22.
  • Mit robusteren Rädern nutzen wir eine Abkürzung, um auf diesen Weg zu treffen: Kurz vor dem Ortseingang von Breitbach fahren wir an einem rechts der Straße liegenden Wald­stück vorbei. Am Ende des Waldes (und vor einer Biogasanlage) zweigt nach rechts ein Flur weg ab, in den wir einbiegen. Am nächsten Querweg halten wir uns nach links, dann gleich wieder nach rechts. Ab hier sind wir auf der beschriebenen neuen Radwegver­bin­dung nach Ebrach, der wir weiter folgen. An der B 22 beginnt das neu asphaltierte Teil­stück des Radwegs. Bis hinauf zur Kuppe des Spitzenbergs bzw. Radsteins geht es kräftig bergauf.

Unbedingt se­hens­wert: Der Radweg durchquert im oberen Teil das Na­tur­schutz­ge­biet Spitzenberg, in dem sich der so­ge­nannte „Methusalemweg“* befindet. Hier finden sich auf engem Raum eine Anzahl alter Baumriesen, die durch markanten und teilweise bizarren Wuchs hervorstechen. Einige der beeindruckenden alten Bäume finden sich in direkter Nähe des Radwegs. Der ge­samte Pfad ist ins­ge­samt etwa 2 km lang und beginnt am Wanderpark­platz Radstein, den wir an der höchsten Stelle passieren. Rechts im Wald ist eine

In­for­ma­ti­ons­ta­fel zu diesen bemerkenswerten Naturdenkmälern zu finden. Von hier geht es auf dem Radweg abwärts direkt nach Ebrach.

Weinberge (14.07.2012, Rück © Rück)
Va­ri­an­te B über Handthal: Zu Frankens höchsten Weinbergen
(nur für Tourenräder ge­eig­net - Markierung in der Karte violett)

Auf der Straße nach Kirchschönbach ge­ra­de­aus, weist uns bereits nach einigen Metern eine Radwegbeschilderung nach links (Rich­tungsanzeiger Gerolzhofen). Bis Oberschwarzach befahren wir mit dieser Beschilderung ein Teil­stück des Main-Steigerwald-Radwegs. Dieser führt uns an Feldern und Streu­obst­wie­sen vorbei, schließ­lich durch ein Wald­stück (unbefestig te Wegstücke!) nach Neudorf.

Nach dem Ort  gelangen wir wieder zur B 22 und sind damit wieder auf der direkten Ost-West-Ver­bin­dung unserer Strecke angelangt. Vorsichtig über­que­ren wir die Bun­des­stra­ße und werden nach einem kurzen Wegestück ge­ra­de­aus auf der Kreisstraße nach rechts in Rich­tung Oberschwarzach geleitet. Damit sind wir im unterfrän­kischen Land­kreis Schweinfurt angekommen, dem nördlichsten Abschnitt unserer Tour.

An der Kreu­zung mit der Hauptstraße in Oberschwarzach zeigt uns ein Weg­wei­ser den präzisen Zwischenstand unserer bisherigen Strecke. Schnurgerade über den Burgweg ver­las­sen wir den Ort und sehen nun direkt vor uns Frankens höchste Weinberge! Insbesondere der Stollberg mit dem Gast­haus in bester Aussichtslage bringt uns in Stimmung, demnächst den VGN-Wandertipp „Zu Frankens höchstem Weinberg“ in dieser Gegend zu folgen. Mit dem Fahrrad bleiben wir aber lieber in der Ebene und gelangen vorbei an zwei Weihern und einem Wildgehege an den Ortsrand des beschaulichen Örtchens Handthal, hier dann nach links. Es ist verwunderlich, wie viele Gasthäuser es in diesem winzigen Ort gibt (siehe: www.oberschwarzach.de/Handthal.html)!

Zu Frankens höchstem Weinberg
Weinwan­de­rung: Ebrach – Handthal – Stollberg – Ruine Stollberg – Magdalenenkreuz – Ebrach

Rechts neben dem Gasthof „Der Brunnenhof“ folgen wir der Beschilderung im Links­bo­gen bergauf in Rich­tung Wald. Zuerst auf asphaltiertem Weg, danach auf breiten Forst­wegen durchqueren wir den Forst mit z. T. sehr altem und beeindruckendem Baum­be­stand. Mitten im Wald verläuft zudem die Grenze zwischen Unter- und Oberfranken – und damit zwischen „Wein- und Bierfranken“. Wir erleben diesen Stre­cken­ab­schnitt dabei durchaus auch als körperliche „Grenzerfahrung“. Im ersten Teil geht es stetig kräftig bergauf! Für den Frei­zeitradler ist es durchaus statthaft, bei Bedarf abzusteigen. Am höchsten Punkt finden wir neben einer Infotafel eine Steinsäule, die anlässlich einer Wallfahrt hier gesetzt wurde.

Leicht nach links haltend, folgen wir dem Hauptweg und der Beschilderung weiter in Rich­tung Ebrach. Abwärts macht das Radeln eindeutig mehr Spaß! Vorbei an mehreren Weihern im Handthalgrund kommen wir schließ­lich wieder zur B 22 und sehen links vor uns bereits das Ziel unserer ersten Etappe.

Nicht nur für Ei­sen­bahnfans ist gleich am Ortseingang ein kurzer Schwenk nach links hoch in die Bahn­hof­stra­ße lohnenswert. Ein ehemaliger, re­prä­sen­ta­tiver „Sta­ti­onswagen“ dient jetzt als „Speisesaal“ der Gaststätte „Alter Bahn­hof“.

Auf gleichem Weg dann zurück. Bei der Fahrt nach links ent­lang der Würzburger Straße merken wir uns den nächsten Abzweig nach links in die Wald-, danach Lagerhausstraße, denn hier ist der Beginn der ehemaligen Bahnstrecke, die uns nun als perfekt nutzbarer Radweg die Wei­ter­fahrt erleichtern wird. Wir aber lassen unser Rad mal ausruhen und besichtigen zu Fuß den in­te­res­santen Orts­kern.

Ebrach Markt­platz
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Ebrach wird dominiert durch die Gebäude und die ausgedehnten Gartenanlagen des imposanten ehemaligen Zis­ter­zi­en­ser­klos­ters in der Orts­mit­te. Dort: weitere Ein­kehr­mög­lich­keiten (siehe: www.ebrach.de) und auch die Hal­te­stel­le der Linie 990 .

Etappe 2

Etappe 2

Ebrach – Burgebrach – ca. 20km

Unser weiterer Weg führt uns vom Markt­platz ein kurzes Stück zurück zur Wald,- dann bald wieder zur Lagerhausstraße. Dieser rechts hoch folgend, gelangen wir zum Start­punkt des Radwegs auf der ehemaligen Bahnstrecke Ebrach – Frensdorf durch das Tal der Mittleren- und später der Rauhen Ebrach.

Ebrach Markt­platz
Einstieg in die Radtour

Bierfranken – die Region mit der höchsten Brau­e­rei­en­dich­te weltweit

„Bierfranken ist der Gegenbegriff zum größtenteils unterfrän­kischen Weinfranken. Er  bezeichnet vor allem die oberfrän­kischen und mittelfrän­kischen Regionen, in denen im Gegensatz zu den Regionen um Kitzingen, Würzburg oder Schweinfurt mehr Bier gebraut, als Wein angebaut wird, z. B. Bam­berg, Kulmbach, Frankenwald, Hof, Erlangen / Nürn­berg und insbesondere die Frän­kische Schweiz mit ihren über 100 Kleinbrauereien. Der Schwerpunkt liegt in Oberfranken, das mit über 200 Brauereien die höchste Brau­e­rei­en­dich­te der Welt hat. Somit hat Oberfranken doppelt so viel Brauereien wie die jeweils anderen Regionen in Bayern, mehr Brauereien als jedes andere Bundesland und jedes Land Europas.“

Beispiel gefällig? Typisch und cha­rak­te­ris­tisch für diese kleinen Betriebe ist z. B. die Brauerei Zehendner in Mönchsambach, die auf unserem Weg liegt. Neben der Brauerei (mit Bierverkauf) gibt es eine sehr schön restaurierte Braugaststätte und einen Bier­gar­ten – alles auf dem gleichen Grundstück. Wer sich dies ansehen oder dort einkehren möchte: Nach Wolfsbach kommt Mönchsambach. Der Radweg führt am Ort vorbei! Also kurz über die Brücke und in den Ort hineinfahren. Das Ziel ist nicht zu verfehlen (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Weinfranken).

In der noblen Breite einer Fahrradautobahn führt uns der nahezu höhengleiche Weg weiter in östlicher Rich­tung. Dank der eindeutigen Stre­cken­füh­rung und der guten Beschilderung erübrigt sich hier eine weitere Beschreibung. Es gilt ab sofort: Entspannt radeln und die Landschaft des Steigerwalds genießen! Einige bauliche Anlagen der Bahnstrecke sind noch er­hal­ten: Se­hens­wert z. B. die ehemaligen Bahn­hö­fe in Burgwindheim und in Burgebrach (heute: privat genutzt).

Bei Mannhof ist eine kleine Schikane eingebaut: Hier ist bis vor Burgebrach ein Teil der alten Bahn­tras­se nicht als Radweg nutzbar. Daher: In Krumbach auf Beschilderung achten! Im Ort geht es nach rechts zur B 22 und auf der anderen Stra ßenseite auf dem Radweg weiter nach Burgebrach.

Aufmerksame Radler sehen linker Hand noch Reste alter Brückenbauwerke der Bahnstrecke … Der Radweg überquert im Ort zuerst die Staatsstraße 2262 (Rich­tung Höchstadt – sie führt auch zu den Burgebracher Kellern). Weiter geht es über die Lagerhausstraße (nicht zu übersehen: ein großes BayWaLagerhaus). Links davon befindet sich der ehemalige Bahn­hof von Burgebrach, der inzwischen in privater Hand als „Radbahn­hof“ genutzt wird (siehe: http://www.bahn­hof-burgebrach.de)

Zwischen Bahn­hof und Lagerhausstraße führt die Bahnstrecke als Radweg in östlicher Rich­tung aus dem Ort hinaus.

Weiterer Tipp ab Ebrach: Drei-Franken-Stein-Radwandertour

 

Burgebrach – Hirschaid (ca. 26km)
Va­ri­an­te A: Über den Berg nach Pommersfelden (für alle Fahrradtypen ge­eig­net - Markierung in der Karte orange)

Nach unserer Besichtigung des Bahn­hofs Burgebrach (Rennradfahrer fahren am besten über die asphaltierte Lagerhausstraße!) folgen wir dem Radweg weiter bis zur nächsten Straßenein­mün­dung. Hier geht es nach rechts (Försdorfer Straße) in südlicher Rich­tung bergauf zur Ansiedlung Försdorf.

Die Wildschweine im Gehege links der Straße kümmern sich wenig um die Tagestouristen. Immer weiter geht es bergauf bis zu einem kleinen Wald­stück. Direkt am Wald­rand lädt eine Ruhebank zu einem „Rückblick“ auf Burgebrach und das Tal der Rauhen Ebrach ein. Bergab radeln wir weiter zum Weiler Hirschbrunn. An­schlie­ßend folgen wir dem Talgrund weiter nach Unterköst. Zuerst weiter auf der Kreisstraße, biegt der Radweg dann nach rechts ab und führt an einem Weiher vorbei nach Steppach. Der Hauptstraße folgend, nehmen wir an einem Kreisverkehr die erste Ausfahrt in Rich­tung Pommersfelden. Nach der Überquerung der Bahnstrecke (Rechts von uns: Bahn­hof mit Rastwaggon!) treffen wir erstmals auf den Flusslauf der Reichen Ebrach. Nach links weist die Radwegbeschilderung in den Ort Pommersfelden. Wer den Park und das Schloss Weißenstein besichtigen möchte, muss sich am Ortseingang nach rechts halten.

Zu unserem Radweg im Tal der Reichen Ebrach folgen wir der Beschilderung an der Hauptstraße nach links. Der weitere Verlauf ist eindeutig und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Schließ­lich treffen wir in Höhe von Wingersdorf auf die Strecke, wie sie bei Va­ri­an­te B beschrieben ist. Diese führt uns bis nach Röbersdorf.

Va­ri­an­te B: Bahn­tras­sen weisen den Weg… (nur für Tourenräder ge­eig­net - Markierung in der Karte violett)

Wir folgen weiter der Radwegbeschilderung auf der ehemaligen Bahnstrecke in Rich­tung Frensdorf. Hier verlaufen große Teile der Strecke offenbar nicht auf der Bahn­tras­se, sondern ab dem Ortsende von Burgebrach weiter an der B 22 ent­lang nach Unterneuses. Über Stappenbach und Hundshof (Achtung! B 22 muss zweimal überquert werden!) führt der Weg nach Frensdorf. Am Friedhof vorbei (Am Seebach), kommen wir zur Ein­mün­dung in die Bahn­hof­stra­ße. Direkt in der Kurve fahren wir in die zweite Straße nach rechts (Am Falter).

Direkt nach der Bahn­un­ter­füh­rung biegen wir nach rechts ab. Parallel zur Stre­cken­füh­rung der Bahnstrecke nach Wingersdorf fahren wir auf dem Schotterweg bergauf in südlicher Rich­tung. Vorbei an einer Ackerfläche, die als Plantage für Weihnachtsbäume genutzt wird, geht es im Rechts-Links-Schwenk weiter, bis wir erneut die Bahnstrecke kreuzen. Obwohl der optische Eindruck der Bahn­tras­se dies nicht vermuten lässt, fahren hier immer noch hin und wieder Güterzüge zur Belieferung eines Werks in Schlüsselfeld (siehe Anmerkung zur Bahnstrecke).

Schließ­lich gelangen wir bergab nach Wingersdorf und über­que­ren erneut die Bahn­tras­se. Wir über­que­ren die Staatsstraße und fahren in südlicher Rich­tung weiter. Nach der Brücke über die Reiche Ebrach stoßen wir auf den Radweg, der als betonierter Wirtschaftsweg in Ost-West-Rich­tung im Flusstal der Reichen Ebrach verläuft. Nach rechts führt er nach Pommersfelden (hier mündet die Va­ri­an­te für Rennradler wieder in unseren weiteren Weg). Kurz danach biegen wir nach links ab und folgen in östlicher Rich­tung weiter dem Flusslauf der Reichen Ebrach. Über Schlüsselau (se­hens­wert: das ehemalige Kloster) fahren wir weiter nach Röbersdorf. Ent­lang der Raiffeisenstraße gelangen wir zur Ein­mün­dung in die Staatsstraße 2260.

Die Bahnstrecke: Frensdorf – Schlüsselfeld

„Die Oberfrän­kische Steigerwaldbahn ist eine Ei­sen­bahnstrecke in den bay­e­rischen Re­gie­rungs­be­zirken Mittel-und Oberfranken. Sie zweigt im Bahn­hof Strullendorf von der Hauptbahn Bam­berg – Nürn­berg ab und ist ins­ge­samt 32 km lang. Die Strecke wird von der Deutschen Regionalei­sen­bahn (DRE) be­trie­ben und wird überwiegend von Güterzügen befahren, welche eine in Schlüsselfeld ansässige Firma mit Baustahl beliefern.“ (Quelle: www.cistercium.info)

Der Radweg an der Staatsstraße leitet uns zur Brücke über die Regnitz. Vorbei an den Sportanlagen zur linken und der „Frankenlagune“ rechter Hand fahren wir über eine zweite Brücke, die den Main-Donau-Kanal überspannt und uns in unseren Ziel­ort Hirschaid führt.

Hirschaid Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Burgebrach

Brauerei Zehendner

Mönchsambach 18
96138 Burgebrach
Tel: 09546 380
Das jährlich wiederkehrende Storchenpaar auf dem Dach weiß, wie gut und gemütlich es in der Mönchsambacher Brauerei ist. Neben dem eigenen Bier gibt es Brotzeiten und Bratwürste aus der eigenen Schlachtung. Bier­gar­ten vorhanden.

Hirschaid

Brauerei-Gasthof Kraus

Luitpoldstr. 11
96114 Hirschaid
Tel: 09543 8444-0
Geöffnet: täglich von 8–24 Uhr Ruhetag: Diens­tag

Gasthof Sauer

Hirschaid
Tel: 09543 1558
Ruhetag: Mi.

Köttmannsdorf

Gast­haus Wurm

Köttmannsdorf
Tel: 09543 84330
Ruhetag: Mo. u. Di.

Impressionen

Kommentare

Kommentare

6. August 2018 10:55 Uhr, Jeanine Rohardt

Dies war unsere schönste Fahrradtour in Franken! Wir konnten sie auf Trekkingrädern in einem Tag bewältigen (Variante B). Nur beim Steigerwald-Zentrum wurde es uns zu steil auf der Schotterpiste, sodass wir absteigen und schieben mussten (ca. 800m). Der Rest des Weges war überdurchschnittlich gut ausgebaut für die Region (Asphalt, kaum Autos). Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten und pittoreske Landschaften auf dem Weg. Die An- und Abfahrtsorte sind ideal aus Fürth mit der Bahn zu erreichen.

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