Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Radtour

Region Nürnberger Land
Linien R4 R41 S1
Länge ca. 65 km

Bewertungen

Ge­samteindruck
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Landschaft
(4)
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Gastronomie
An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Viel Vils, Birken und bergiges Land

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GPS
Informationen zur Radtour

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Vorwort

Vorwort

Steigen Sie ein zu einer Radtour im Osten des VGN-Raums!

Wir radeln durch den Land­kreis Amberg-Sulzbach, also die ganze Zeit in der Ober­pfalz. Erst auf den letzten paar Metern unserer Tour über­que­ren wir dann die Grenze nach Mit­tel­fran­ken – eine Grenze, die his­to­risch ist, wie wir später in diesem Radwanderführer er­fah­ren.

In der ersten Hälfte schlängeln wir uns an der Vils ent­lang nach Amberg, kommen dort zur Einkehr und können uns für die zweite Hälfte stärken. Da erwartet uns nämlich ein echt birgländisches Auf und Ab, das nach Ammerthal und Illschwang etwas beschwerlich wird, wenn es auf mancher Autostraße steil nach oben geht. Aber kein Problem, wenn man sich gleich aufs Schieben einstellt. Abgesehen davon sind wir viel auf Radwegen und kaum befahrenen Nebenstraßen un­ter­wegs.

Ins­ge­samt ist die Strecke 65 km lang. Sollte mal das Wetter nicht mitspielen oder ein anderer Grund zum Abbrechen raten, kann man auch in Amberg in den Zug steigen und heimfahren.

Karten

Karten

Über­sichts­kar­te
Fahrradkarte "Viel Vils, Birken und bergiges Land" – Freihung – Vilseck
Fahrradkarte "Viel Vils, Birken und bergiges Land" – Vilseck – Hahnbach
Fahrradkarte "Viel Vils, Birken und bergiges Land" – Hahnbach – Amberg – Ammerthal
Fahrradkarte "Viel Vils, Birken und bergiges Land" – Ammerthal – Illschwang – Hartmannshof

Route

Route

Abseits des Mainstream den Fluss ent­lang, auf einsamen Straßen durchs Biotop und dann das Bergland – eine ganz neue Facette der Fahrradfrei­zeit.

Wir fahren ab Bahn­hof Freihung zunächst mal durch das Feuchtbiotopgebiet der Vilsecker Mulde. Hinter Frauenbrunn geht es hinauf zu einem wunderschönen Rundblick über die Vilsecker Umgebung. Ab Vilseck schlängeln wir uns mit dem Vilstalradweg rechts und links vom Fluss bis Amberg. Von hier aus wenden wir uns westlich ins Ammertal, das vor allem dort, wo es früher als Truppenübungsgelände genutzt wurde, noch sehr naturbelassen wirkt. Nach dem Ort Ammerthal beginnt das bergige Birgland und ent­spre­chend steil geht es vor und nach Hermannsberg und hinter Illschwang bergan. Danach können wir die Tour allmählich ausrollen lassen.

Markiert ist von Freihung bis Amberg mit dem Vilstalradweg Vi , zeitweise auch mit Radweg grüne zwei und von Amberg bis Illschwang mit grüne acht . Ab Illschwang führt eigentlich die Tour de Birgland TdB , die aber im Gelände nicht als solche ge­kenn­zeich­net ist. Doch unsere Route ist von hier bis Hartmannshof nicht zu verfehlen.

Nach Freihung ab Nürn­berg mit R4 und R41, ab Hartmannshof zurück nach Nürn­berg mit S1 oder R4.

Freihung Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Radtour
Freihungsand (01.08.2012, up3 © up3)

In Freihung raus aus dem Bahn­hof und links. Kurz darauf mündet der Weg in die Straße nach Freihung. Wer keinen Abstecher dorthin machen will, dreht hier mit Spitzkehre rechts auf den Radweg neben der Straße, der nachts komfortabel beleuchtet ist.

Am Hacklweiher rechts auf die Straße. Die nun neben der Bahn her. Am Edelputzwerk vorbei. Freihungsand. Wir passieren das imposante Sandwerk und biegen an seinem Ende links in den Wald auf einen Schotterweg, dem wir lange folgen.

An einer Trafosta­ti­on ein be­son­ders gelungenes Arrangement von hell blinkenden Birken. Sie prägen die Feuchtbiotop-Landschaft der Vilsecker Mulde. (Kasten, Infotafel) Wald und Wiesen wechseln sich ab. Wir radeln auf dem Schotter dahin, schier endlos. Dann treffen wir doch wieder auf Asphalt. Links über die Vils nach Triebweg.

Wir nehmen dort den Weg rechts nach Gressenwöhr. Im Bogen durch den Ort mit dem markanten alten Baum. Nicht nach Bürgerwald abbiegen, sondern erst mit dem nächsten Abzweig rechts. Auf Schotter nach Frauenbrunn und dort links aufwärts.

Oben genussvoller Ausblick auf die Vilsecker Umgebung. Mit den Aussichten bergab. Unten leicht versetzt über die Staatsstraße, vorbei am Marterl unter den beiden Linden und weiter auf dem Radweg nach Vilseck (km 11).

In den Ort hinein und der Vorfahrtstraße nach. Am Ortsanfang rechts liegt die Burg. Am Markt­platz treffen wir auf etliche sehr ansehnliche Häuser, das Rathaus und den Turm. Der reguläre Vilstalradweg würde uns nun ge­ra­de­aus durch das Tor auf die Straße nach Schlicht schicken. Wir aber wählen den neuen, direkt neben der Vils angelegten Fuß-/Radweg.

Also lenken wir in Vilseck nach dem Turm gleich rechts in die Bahn­hof­stra­ße. Vor dem Feuerwehrhaus Am Ziegelanger links. Nach der kleinen Brücke mit Metallgeländer gleich rechts, an den Autostellplätzen vorbei auf den Fuß-/Radweg an der Vils. Wir kommen bei der Kapelle in Schlicht raus. Da links und gleich rechts auf die Vilstalstraße mit der Anzeige nach Süß.

Die folgende Vilsbrücke lassen wir rechts liegen und orientieren uns jetzt am Hinweis Sulzbach-Rosenberg. Der Radweg läuft links neben der Straße. Rechts unten fließt irgendwo die Vils. Sachter Anstieg.

Plötzlich hört der Radweg auf, wir landen auf der Straße. Über die Vils. Einige Zeit dahin. Aber aufgepasst: Vor dem blauen Bus­hal­te­stel­lenwar­te­häus­chen links über die Brücke nach Gumpenhof und gleich rechts via Heroldsmühle. Betonstreifen liegen unter unseren Rädern auf dem Weg ent­lang der Vils.

In Heroldsmühle nach der blauen Kapelle links. Am Bushalt bleiben wir dem Vilstalradweg ge­ra­de­aus treu. Am letzten Haus ist die Lage etwas unübersichtlich, es geht am Bauernhof vorbei kurz und steil aufwärts. Hinweis Irlbach.

Unversehens beginnt ein gepflasterter Weg. Auch wer mit starkem Schwung in die Kurve gegangen ist, wird am Steil­stück gern absteigen.

Langsam schieben wir uns in langen Schlingen nach oben und lassen die faszinierend akkurat gestapelten Holzscheite unter uns. Fast alpenländisch, die Szene mit den friedlich weidenden Rindern.

Von oben ein fantastischer Rundblick. Warum die Sitzbank den Blick ausgerechnet auf den Kartoffelacker und die ferne Lehmgrube lenkt?

Ab nach Irlbach. An der Vorfahrtsstraße rechts, bei der nächsten noch mal rechts – Hinweis Schönlind. Aber nach der Brücke knickt unser Weg links ab. Wir hangeln uns lange am Wald­rand aufwärts.

Oben dann mit Panoramablick wieder abwärts. Ge­ra­de­aus. Unten tauchen die gepflegten Weiher auf. An der Querstraße links. Süß. Nach dem Ortsschild gleich rechts.

Es geht nun flach in weitem Bogen nach Hahnbach, das bald linker Hand näher rückt. Vorbei an der Schrebergarten-am-See-Idylle. Hahnbach (km 24). Am Kreisel links und über die Brücke.

Wer sich Kirche, Tore und das Radlerdenk­mal ansehen will, fährt ge­ra­de­aus zur Orts­mit­te.

Unsere Tour aber führt umittelbar nach der Brücke rechts in die 30er-Zone. Sofort wieder rechts in die Straße Röthelwiesen und an­schlie­ßend beim kleinen Schaltkasten noch mal rechts in die Austraße.

Wieder beschaulich, wenn auch etwas holprig dahin. Rechts von uns blitzt die Vils immer mal wieder zwischen Sträuchern, Büschen und Bäumen hindurch auf. Durch Kümmersbuch. Da nach der langen Eiche rechts. Wieder eine Vilsquerung. Wegweisung Sulzbach-Rosenberg. Ma­le­rischer Rastplatz an der Vils.

Kurz darauf zweigt unser Vilstalradweg nach links ab. Ein Talgrund schöner als der andere. Nicht links über die Vils, sondern ge­ra­de­aus. Die Gedanken dürfen mit der Strömung träge davontreiben. Hier sind nur die Vils und wir.

Laubhof. Wir brauchen nur ge­ra­de­aus. Nun auf breiterer Straße. Bei dem Stromleitungswirrwarr rechts. Über den Rosenbach.

Altmannshof. Am Vorfahrtachtenschild links, an der Kapelle an­schlie­ßend rechts. Dann rund ums Geflügel rechts und zur Bahn­un­ter­füh­rung. Da durch, über die Straße und hoch zum Radweg nach links.

Vor uns am Horizont der schlanke Turm mit runder Kuppel: die Amberger Wall­fahrts­kir­che Mariahilf. Traßlberg. Am Kreisel ge­ra­de­aus. Witzlhof. Ge­ra­de­aus. An der Vorfahrtstraße links auf den Radweg. Ent­lang der Sulzbacher Straße geradewegs nach Amberg hinein (km 38). Es zieht sich hin. Vorbei an der ehemaligen Luitpoldhütte.

An der ersten Ampel ge­ra­de­aus. An der zweiten – wir nähern uns der Amberger In­nen­stadt – über den Pfalzgrafenring links Rich­tung Bahn­hof.

An der geteilten Bürgerkugel die Ent­schei­dung: Links zum Bahn­hof und zum Zug oder rechts in die City? Ob Heimfahrt oder Radtour: In beiden Fällen sollte man zunächst einmal Amberg in Ruhe ansehen.

Unsere Tour durch Amberg führt von der geteilten Bürgerkugel aus rechts durch die Fußgängerzone über Bahn­hof- und Rathausstraße, Markt­platz und Georgenstraße zum Malteserplatz.

Da links und oben an der Ampel rechts auf den Radweg neben der B 85. Am langgestreckten Gebäude der Fachhoch­schu­le vorüber stadt­aus­wärts. Wenn die große Kreu­zung an der Infanteriestraße kommt, links in die Hockermühlstraße.

Gleich an der nächsten Ampel rechts in die Fuggerstraße. Links auf den Radweg in der Gerberstraße und rechts den Ammerthaler Weg. Die grüne acht  empfängt uns. Beim gezackten Kreuz links und nach der Straßenun­ter­füh­rung in freies Gelände.

Weiter draußen lag mal ein Truppenübungsgelände. Das hat viel von der ursprünglichen Natur bewahrt. Wir halten uns Rich­tung Ammerthal.

Kemnathermühl (01.08.2012, up3 © up3)

Kemnathermühl. Zwischen Eiche und Kapelle durch. Später in Finkenmühle dann links.

Aber Achtung am Weiherzanter Weg: hier rechts und am Backofen vorbei aufwärts. Mit etwas
Glück gibts gerade frisches würziges Bauernbrot. Oben dann links auf den Radweg. Weiter Rich­tung Ammerthal.

Ein Stopp muss sein in Ammerthal (km 45). Beim Zebrastreifen ge­ra­de­aus führt der Radweg weiter, doch rechts lockt der schöne Ort.

Zurück also zum Zebrastreifen und der Straße nach Illschwang. Dann rechts weg Rich­tung Hermannsberg.

Wir raten, gleich jeden Ehrgeiz beiseite zu schieben, denn vor und nach diesem Berg-Ort müssen wir ungemein steil aufwärts.

Sobald die Höhe nach Hermannsberg erklommen ist, erst mal durchatmen und die Aussicht von Herzen genießen.

Doch Augen auf: Bevor die Straße rechts hinunter führt nach Pürschläg, heißt es nämlich links abzweigen. Das soll die kaum mehr als briefmarkengroße  grüne acht an einem Strommast signalisieren. Ein grasiger Asphaltweg, der dann in einen asphaltigen Grasweg übergeht, nimmt uns auf.

Aus dem Wald und geradewegs über die kleine Kreu­zung. Abwärts. Wenn wir auf Asphalt treffen, rechts. An der Vorfahrtstraße vor Kühnhof links.

Schöpfendorf. Und weiter nach Illschwang (km 52). Da verlässt uns die grüne acht . Neu ist nun die Tour de Birgland – leider nicht als solche markiert. Doch wir werden unseren Weg schon finden.

Jedenfalls steuern wir rechts nach Illschwang hinein und, nach dem Sightseeing mit Kirche und allem Drumherum, hindurch.

Tja, und dann kommt noch mal ein gewaltiger Anstieg. Am besten gleich absitzen. Wir schieben uns langsam in Zielrich­tung Sunzendorf. Oben über die Staatsstraße nach Einsricht.

Aber nun gehts mit einer kleinen Aus­nah­me fast nur noch abwärts – ehrlich! – bis nach Hartmannshof. Nach Einsricht folgen Ammersricht und Sunzendorf. Ma­le­risches bergiges Birgland. Wir wissen jetzt, warum es so heißt.

Ge­ra­de­aus durch das Haintal, nach Högen und weiter durch das Högenbachtal. Am Ortsanfang von Haunritz lässt sich am kleinen Bassin ein erquickendes Fußbad nehmen.

Haunritzer Tal (02.08.2012, up3 © up3)

Weiter nach Heilbronnthal. Danach ein Radweg. Fallmühle.

Schließ­lich Weigendorf. Vor dem Feuerwehrhaus links, am alten Barock-Grenzstein vorbei über die Brücke und vor zur Bun­des­stra­ße. Hier erst links, dann rechts auf den Radweg. Und letztendlich an der Ampel rechts zum Bahn­hof. Hartmannshof. Am Ziel (km 65).

Hartmannshof Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Altmannshof

Gaststätte Kopf

Haus-Nr. 66
Altmannshof
Tel: 09621 62417

Ammerthal

DJK-Sportheim

Pürschläger Weg 1
Ammerthal
Tel: 09628 91155

Freihung

Café/Gaststätte Müller

Dr.-Hans-Raß-Str. 11
Freihung
Tel: 09646 250

Speisewirtschaft Alte Post

Amberger Str. 1
Freihung
Tel: 09646 234

Hahnbach

Die Topfgucker im Rouherer

Dorfstr. 16
Hahnbach
Tel: 09664 255

Gaststätte Goldener Löwe

Dorfstr. 28
Hahnbach
Tel: 09664 953881

Gastwirtschaft Paulers

Rathgasse 1
Hahnbach
Tel: 09664 580

Gastwirtschaft Zum Hanserl

Hauptstr. 69
Hahnbach
Tel: 09664 252

Pizzeria Antonio

Hauptstr. 2
Hahnbach
Tel: 09664 9548785

Pizzeria Sicilia

Hauptsstr. 12
Hahnbach
Tel: 09664 953880

Hartmannshof

Einkehr am Bahn­hof

Hartmannshof

Högen

Landgasthof Zum Dorfwirt

Dorfstr. 20a
Högen
Tel: 09663 2842

Landhotel „Sternwirt"
Familie Haas

Schloßplatz 2-4
Högen
Tel: 09663 425
Ruhetag: Mon­tag, sowie Diens­tag ab 17 Uhr Mitt­woch u. Don­ners­tag: Wellfleisch und Kesselwürste

Illschwang

Gasthof Neuberger

Am Dorfplatz 3
Illschwang
Tel: 09666 951138

Landhotel Weißes Roß

Am Kirchberg 1
Illschwang
Tel: 09666 1334

Irlbach

Gastwirtschaft Herdegen

Haus-Nr. 9
Irlbach
Tel: 09664 305

Kümmersbuch

Gastwirtschaft und Bier­gar­ten Beim Peter´n

Kümmersbuch
Tel: 09664 250

Schlicht

Gasthof Ströll

Bayreuther Str. 1
Schlicht
Tel: 09662 6485

Gastwirtschaft Zum Roten Hahn

Markt­platz 35
Schlicht
Tel: 09662 8124

Gastwirtschaft Zum Weißen Rößl

Markt­platz 36
Schlicht
Tel: 09662 7667

Sunzendorf

Gast­haus Goldener Stern

Haus-Nr. 2
Sunzendorf
Tel: 09666 276

Traßlberg

Landgast­haus Kastaniengarten

Traßlberg
Tel: 09621 24537

Vilseck

Gasthof Hammer

Vorstadt 1
Vilseck
Tel: 09662 41210

Gasthof Specht

Schlichter Str. 2
Vilseck
Tel: 09662 228

Gasthof Zum Hirschen

Markt­platz 4
Vilseck
Tel: 09662 7090

Griech. Restaurant Kreta

Markt­platz 15
Vilseck
Tel: 09662 420880

Ristorante Pizzeria Cruz

Bahn­hofstr. 20
Vilseck
Tel: 09662 6017

Weigendorf/ Haunritz

Gast­haus „Zum Alten Fritz"
Fam. Mayer

Hauptstraße 39-41
91249 Weigendorf/ Haunritz
Tel: 09154 4700
Ruhetag: Diens­tag
Mitt­woch: Schlachtschüssel
Don­ners­tag: frische Weißwürste

Tipps

Tipps

Amberg

http://www.amberg.de

Amberg landete einen Wirtschafts-Coup im späten Mittelalter: Die Stadt initiierte eins der ersten Kartelle der europäischen Wirt­schafts­ge­schich­te. 1387 schloss sie zusammen mit Sulzbach und den Nürn­berger Hammerherren die „Große Hammereinung“. Das Monopol auf Erzgewinnung im Amberger Raum und die Verarbeitung nur durch Einungsmitglieder war besiegelt und zugleich die Existenz der be­ste­henden Hämmer gesichert. Die Kontrolle über die Produktion lag aus­schließ­lich in den Händen der Ver­trags­part­ner, die Konkurrenz war für Jahr­zehnte ausgeschaltet.

Einen Blick wert
  • Facettenreiches his­to­risches Stadtbild zwischen Mittelalter und Rokoko mit Wahrzeichen: die Stadtbrille bilden zwei im Wasser der Vils gespiegelte Mauerbögen
  • Basilika St. Martin, die größte Hallenkirche der Ober­pfalz
  • Wall­fahrts­kir­che Maria Hilf, Fresken: C. D. Asam, Stuck: G. B. Carlone
  • Neues Schloss, Zeughaus, Alte Veste und Regierungskanzlei
  • Eh‘häusl, eins der kleinsten Hotels der Welt
  • Stadtmuseum Amberg, Zeughausstr. 18, geöffnet Di – Fr 11 – 16 Uhr, Sa, So 11 – 17 Uhr, http://www.stadtmuseum-amberg.de
  • Skulpturenweg, 3,5 km mit 26 Kunstwerken auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau, Start und Ziel bei der Stadtbrille
Amberg
Mit Plättenfahrten und Stadtrundgängen

Ammerthal

http://www.ammerthal.de

Der mittelalterlichen Burg Ammerthal war kein langes Gedeihen vergönnt. Kaum gebaut, wurde sie 1003 wieder zerstört. Denn Burgherr Graf Heinrich von Schweinfurt hatte sich im Jahr zuvor für die Wahl des bay­e­rischen Herzogs Heinrich zum deutschen König stark gemacht und sich als Lohn die Nachfolge in dessen Herzogtum ausbedungen. Doch nach der Wahl ging er
leer aus. Also verbündete er sich mit Polenherzog Boleslaw Chrobry gegen den wortbrüchigen neuen König. Scharmützel folgten. Einer der gräflichen Gefolgsleute raubte dem herrschaftlichen Zug bei Happurg Gepäck und Silbergeschirr und brachte es nach Ammerthal. Prompt belagerten drei Heerhaufen des Königs die Burg und erzwangen die Kapitulation. Burg Ammerthal wurde zerstört.

Einen Blick wert
  • Burgruine Spitz, Reste des Bergfrieds und des äußeren Mauerkranzes
  • Ehem. Pfarrhof mit Walmdach, drei Geschosse, im Kern Spätmittelalter
  • Ehem. Hofmarksschloss, 16./17. Jh., hoher Satteldachbau
  • Kath. Kirche Unserer Lieben Frau, Langhaus und Sakristei romanisch, Chor Ende 15. Jh., Westturm 16. Jh. mit Kirchhofmauer
  • Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus, romanischer Bau, spätgotisches Gewölbe, im Friedhof Schmiedeeisenkreuze 18. – 20. Jh.

Freihung

http://www.markt-freihung.de

Nachhaltigkeit war nicht gefragt, als man hier Anfang 16. Jh. Weißblei, eine Form von Bleierz, fand. Schnell kam es zu einem Abbau-Boom und der Verleihung von Bergfreiheiten – fürstlichen Privilegien zur Holznutzung, Freizügigkeit und Steuerbefreiung. Aus ganz Süddeutschland angelockte Bergbaufachleute stömten herbei, denn der Ort verhieß Freiung.

Als die oberflächennahen Lagerstätten ausgebeutet waren, begann der Kampf gegen das Grundwasser. Einer der damals angelegten Drainagestollen speist heute noch als Stollenbrunnen einen Bach zur Vils.

Der 30-jährige Krieg brachte den Niedergang des Bleibergbaus, der Mitte 19. Jh. noch einmal auflebte, al­ler­dings mit einem Brand endete. Nach allerlei Bergbau-Ver­su­chen im 2. Weltkrieg ließ man die Stollen voll Wasser laufen. Heute ist das Gelände Bergbau-Sperrgebiet und wegen des Bleigehalts ohne Pflanzenbewuchs.

Bergbau ist aber weiterhin ein wichtiges Gewerbe in der Ge­mein­de: Anfang 20. Jh. schürfte man nach Kaolin, jetzt werden hier Quarzsand und Pegmatit im großen Stil gewonnen.

Einen Blick wert
  • Katholische Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit von 1764/65 mit reicher Ausstattung

Hahnbach

http://www.hahnbach.de

Bis in die 40er-Jahre war das Pflaster der Hauptstraße in so miserablem Zustand, dass sich der Verkehr nur langsam durchquälen konnte. Für Radfahrer eine einzige Zumutung. Schon um Reifen und Felgen zu schonen, aber auch, um den Hahnbachern ihre Abscheu zu zeigen, stiegen die Auswärtigen ab und trugen ihre Vehikel demonstrativ einige hundert Meter über die defekte Straße.

Daran erinnert ein ent­spre­chendes Denk­mal mit dem Bescheid: „Diesen Spott beantworteten die Ortsbewohner meistens mit „schlagkräftigen“ Argumenten. Weil dies weitum bekannt war, schien es nicht ratsam, alleine sein Fahrrad durch Hahnbach zu tragen.“

Heute ist Hahnbach ein nicht mehr ganz so gefährliches Pflaster. Die Straßen sind asphaltiert, die Einwohner ausnehmend nett.

Einen Blick wert
  • Mittelalterliches Amberger Tor mit Storchennest
  • Radlträger-Denk­mal am Oberen Tor
  • Pfarrkirche St. Jakob von 1434 mit Taufstein von 1556 und Rokoko-Stuck
  • Zillenfahrten: Per Boot durch Flusslandschaften wie im Spreewald oder am Amazonas, Mai – Ok­to­ber, Infos: Stadt Hahnbach, Frau Schuster, Tel. 09664 9134-1

Illschwang

http://www.illschwang.de

Klein und fein: Illschwang ist ein mehrfach prämiertes Dorf. 1990 gewann es den Bundespreis „Europa Nostra“ für seine mustergültige und nachhaltige Dorfer­neu­e­rung, 1992 den Europäischen Dorfer­neu­e­rungspreis.

Auf unserer Tour erkennen wir schon von Weitem die Kirche, die auf einem Hügel errichtet und von einer Mauer umgeben ist. Der Ort mit seinen kurvigen Straßen erweist sich dann als Gegenteil eines Straßendorfs. Als „eins der kleinsten Hopfenan­bau­ge­biete der Welt“ präsentiert Illschwang seinen letzten, liebevoll er­hal­tenen Hopfenstadl als kleines Museum.

Einen Blick wert
  • Simultanpfarrkirche St. Vitus/St. Veit, 12. Jh., die von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt wird
  • Hopfengarten mit Stangenhopfen, Illschwanger Bio-Hopfenbier
  • Hopfenstadl mit Hopfenmuseum, geöffnet: Mai – Okt. So 14 – 16 Uhr und nach Ver­ein­ba­rung
  • Pesttor als Hintertür zum Kirchenfriedhof His­to­risches Schusterhaus
Illschwang (02.08.2012, up3 © up3)

Vilseck

http://www.vilseck.de

Lola Montez, die skandalumwitterte Geliebte des bay­e­rischen Königs Ludwig I, soll im Revolutionsjahr 1848 in Vilseck vorbeigekommen sein und ihre Affäre mit dem Türmersohn Elias Peißner, den sie als Stu­den­tencorpsführer von München her kannte, bestärkt haben. Ein Kleid, das sie auf ihrer Flucht mit Elias zurückgelassen haben soll, ist im Türmermuseum zu besichtigen.

Einen Blick wert
  • Vogelturm, 1486, Wahrzeichen der Stadt, mit Erstem Deutschen Türmermuseum, geöffnet Fr, Sa, So, Fei­er­tage 14 – 17 Uhr
  • Vilstor, 1375 als Haupttor erbaut
  • Wünnenberghaus von1598 mit Fassadenstuck aus der Renaissance
  • Schlössl, ehem. Burghut mit Treppenturm und achteckigem Obergeschoss
  • Burg Dagestein, 12. Jh., mit Bergfried, geöffnet im Sommer an Sonn- u. Fei­er­tagen 14 – 17 Uhr
  • Stadtpfarrkirche St. Ägidius, romanischer Kern, gotischer Chor 15. Jh.
  • Höhenschwimmbad Vilseck, geöffnet Mo – So 9 – 20 Uhr
Vilseck
Se­hens­wür­dig­keiten, Stadt­plan, Wandertipps

Vilsecker Mulde

http://www.amberg-sulzbach.bund-na­tur­schutz.de

Zwischen Freihung und Hahnbach fahren wir auf unserem Radweg durch die Vilsecker Mulde. Die erstreckt sich nach Auskunft der GeoTour-Tafel zwischen dem Hahnbacher Sattel im Süden und der Freihunger Störung mit dem an­schlie­ßenden Kaltenbrunner Sattel im Nordosten.

Wir er­fah­ren, dass es sich um ein artesisches Becken handelt. Was bedeutet, dass hier der Druck im Grundwasser so hoch ist, dass es ohne Pumpe nach oben steigt und sogar als Fontäne losspritzen kann, wenn man an einer be­son­ders oberflächennahen spannungsgeladenen Stelle bohrt.

Die geologische Erklärung: Über den Gesteinen des weißen Jura liegen vor allem Sand- und Tonsteine und bilden mehrere Stockwerke mit Grundwasser.

In unserer Mulde ist das oberflächennahe Grundwasser, das zahl­reiche Feuchtbiotope speist, durch eine stauende Schicht vom tieferen Grundwasser abgesperrt. Dieser unter artesischem Druck stehende tiefere Grundwasserbereich dient als riesiges Wasserreservoir. Aus einer Tiefe von etwa 120 m beziehen die Stadt Vilseck und der Markt Freihung jährlich 1,5 Mio. cbm Trinkwasser für rund 20.000 Bürger.

Beste Bedingungen auch für eine ausgedehnte Teichwirtschaft, wie es sie im Mittelalter noch gab. Heute existiert in der Mulde ein Feuchtbiotop, in dem selbst Arten heimisch sind, die vielerorts längst ausgestorben sind.

Der Bund Na­tur­schutz kümmert sich ge­mein­sam mit den Landwirten vor Ort um eine schonende Bewirtschaftung. So wird bei­spiels­wei­se nicht gedüngt und möglichst wenig und spät gemäht. Damit haben das Ampfer-Grünwidderchen, die Große Goldschrecke und der Wachtelkönig eine gute Le­bens­qua­li­tät und beste Zukunftschancen.

Zwischen Freihung und Vilseck liegen viele Feuchtwiesen. Im Frühling sind Sumpf-Blutauge, Brennender Hahnenfuß, Kleiner Klappertopf und Knöllchensteinbrech ein Augenschmaus. Auffallend die vielen weißen Stämme der Birken, die sich mit Erlen und Faulbäumen abwechseln und mischen.

Einen der schönsten Ausblicke der ganzen Radtour haben wir, sobald nach Frauenbrunn die Höhe erklommen ist: Vilseck und das weite Land liegen ausgebreitet vor uns.

Birgland und Högenbachtal

http://www.amberg-sulzbacher-land.de

Von Bergland leitet sich das Birgland ab und diesen Namen hat auch die Ge­mein­de über­nom­men, zu der sich Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg und Schwend und an die vierzig meist kleinere Ortschaften zusammengefunden haben.

Mit etwa 28 Einwohnern pro km2 ist die Gegend ausgesprochen dünn besiedelt und bietet für Radfahrer die einsamsten und am schönsten asphaltierten Straßen. Wäre da nicht das typische Auf und Ab eines bergigen Landes, in dem der auf Ge­mein­de­ge­biet liegende Poppberg mit 652 m als höchste Erhebung das ge­samte Juragebirges überragt, ginge es fast schon zu geruhsam dahin.

Am Ausgang des Birglandes erreichen wir das Högenbachtal. Der Bach entspringt in Högen und wird hier aus mehreren Quellen gespeist, die ihm teilweise in kleinen Rinnsalen zulaufen.

Früher floss Wasser das ganze Jahr über auch vom Beselberg am Talende östlich von Högen hierher. Das bleibt jetzt aus. Nur wenn im Frühjahr der Schnee schmilzt, sucht sich das Wasser wieder sein altes Bett und kommt dann in großen Mengen den Berg herunter.

Vor Hartmannshof bildet der Högenbach einen Teil der Trennlinie zwischen den Re­gie­rungs­be­zirken Mit­tel­fran­ken und Ober­pfalz, bevor er nach Pommelsbrunn in die Pegnitz mündet.

Dass diese Grenze his­to­risch ist, erzählt der kunstvolle barocke Grenzstein, den wir am Rand von Weigendorf an der Högenbachbrücke passieren.

Wenn auch 1750 an etwas anderer Stelle gesetzt, markierte er zwischen dem Pflegamt Hers­bruck und dem Landrichteramt Sulzbach des Herzogtums Pfalz-Neuburg einen wichtigen Punkt.

Ausgrabungen, Hunas und Hartmannshof

http://www.pommelsbrunn.de

Der älteste Backenzahn Bayerns ist 100.000 Jahre alt und stammt aus der Höhle bei Hunas, einen Steinwurf von Hartmannshof entfernt. Hier, hoch über dem Högenbachtal, finden die Archäologen reichlich Material, um in der menschlichen, tierischen und floralen Vorgeschichte zu forschen.

20 m dicke Ablagerungsschichten dokumentieren 150.000 Jahre Klimageschichte mit kalten und warmen Perioden sowie die Existenz einer Fülle von großen und kleinen Tieren.

Wisent und Wildschwein, Wildpferd und Wolf haben Spuren hinterlassen, Nashorn, Höhlenlöwe und -bär ebenso wie Rentier, Reh und Elch. Natürlich waren auch unzählige kleine Lebewesen da, die an Land, im Wasser und in der Luft lebten. 30 Arten von Vögeln konnten nachgewiesen werden, aber auch Schnecken, Fische und Amphibien.

Nicht immer waren die vorgefundenen Tiere freiwillig hier, viele erreichten die Höhle nicht einmal lebend. Was von ihnen nach so langer Zeit noch übrig ist, lässt sich bei­spiels­wei­se im Gewölle von Raubvögeln nach­wei­sen. Manche Tiere legten sich nur zum Sterben hinein, andere verbrachten hier ihr ganzes Dasein.

Dass auch Menschen da waren, lassen Reste von Feuerstellen, bearbeiteten Werkzeugen und Geräten erkennen. Die meisten sind aus heimischem Stein gefertigt, aber auch aus Geweihen, wie die Rentiergeweih-Hacke belegt.

Der Hartmannshofer Urzeitbahn­hof zeigt Exponate, wie sie aus der Höhle und ihrem weiteren Umfeld zusammengetragen wurden und viele Epochen menschlicher Siedlung widerspiegeln.

Gezeigt wird die Anpassung der Jäger und Sammler an die Klimaschwankungen der Umwelt und in der Folge auch der Übergang vom Jäger zum Bauern mit seinen technischen und gesellschaftlichen Konsequenzen.

Dargestellt ist menschliche Geschichte vom Ende der Eiszeit bis zur Eisenzeit, aber auch der Backenzahn des Neandertalers fehlt nicht.

Einen Blick wert
  • Urzeitbahn­hof am Bahn­hof Hartmannshof, geöffnet Di – Sa 13.30 – 16.30 Uhr, So u. Fei­er­tage 10 – 12 Uhr und 13.30 – 16.30 Uhr, Tel. 09154 9153758
Hartmannshof (05.09.2012, up3 © up3)

Herausgeber: VGN (2/2013)
Redaktion: Untheim Presse, PR, Publikationen, Nürn­berg
Fotos: Untheim, VGN
In­for­ma­ti­onsquellen: Städte und Ge­mein­den, Wikipedia

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10. März 2019 17:06 Uhr

Sehr gut gemacht, informativ in jede Richtung! VG F.v.T

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