Ans­bach: Heimat der Hohenzollernfürsten

Steckbrief

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Region Romantisches Franken
Linien R7 S4
Dauer ca. 1 Tag

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Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Ans­bach

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Wie keine andere Stadt in Franken schwelgt Ans­bach im Rokoko, in barocken Fassaden und versteckten Innenhöfen im Renaissance-Stil. Die 27 Prunkräume der Residenz, die Orangerie im Hofgarten und die mächtigen Kirchen St. Gumbertus und St. Johannis zeugen von der glanzvollen Vergangenheit der ehemaligen Residenzstadt, die die Heimat zahl­reicher Hohenzollernfürsten war.

Die his­to­rischen Bauten bilden die perfekte Szenerie für die Konzerte der In­ter­na­ti­o­nalen Bachwoche. Eine land­schaft­lich reizvolle Umgebung, ein ab­wechs­lungs­reiches Frei­zeit- und Kulturan­ge­bot machen Mit­tel­fran­kens Regierungshauptstadt zu einem attraktiven Ausflugsziel an der romantischen Burgenstraße.

Ans­bach Bahn­hof
Mit dem VGN nach Ans­bach

Amt für Kultur und Touristik

Johann-Sebastian-Bach-Platz 1
91522 Ans­bach

Stadt­plan

Stadt­plan

Stadt­plan

Se­hens­wür­dig­keiten

Se­hens­wür­dig­keiten

A. Anscavallo, Pferdeplastik

Von Jürgen Goertz: Darstellung der Reitertradition Ans­bachs und Motiv des Fortschritts. Daneben der Brunnen „Ansbacchantin“: Darstellung einer Amazone, die beim Wein die schönen Momente des Lebens genießt. Die Radelemente symbolisieren den pulsierenden Verkehr. Das Ensemble wird von den beiden Buswar­te­häus­chen aus der Werkstatt desselben Bildhauers abgerundet.

B. Markgräfliche Residenz

27 Prunkräume erzählen aus dem Leben der ehemaligen Markgrafen. Zu den Hauptattraktionen der Residenz zählen der doppelgeschossige Festsaal, das  Spiegelkabinett sowie der Fliesensaal mit rund 2800 Fliesen aus der ehemaligen Ans­bacher Fayencemanufaktur. Öffn­ungs­zeiten und Ein­tritts­preise: www.ans­bach.de.

C. Beringershof

Ein­drucks­voller Innenhof der ehem. Stiftsküsterei mit zwei cha­rak­te­ris­tischen Treppentürmen (16. Jh.).

D. St. Gumbertus, ev.-luth. Pfarrkirche

Klosterkirche (748), Hof- und Stiftskirche (11.–18. Jh.), gotische Anbauten (15. Jh.), barocke Saalkirche, imposanter Orgelprospekt mit der größten Barockorgel Frankens von Johann Christoph Wiegleb (1736 / 38, 2004–2007 rekonstruiert), Georgskapelle (15. Jh.). Tür links hinter dem Altar: Blick in die Schwanenritterkapelle. Unter der Kapelle: die romanische Krypta (um 1040) und die Markgrafengruft mit 26 Sarkophagen des 17. und 18. Jahrhunderts.

E. Stadthaus

Stadthaus von Sixt Kornburger 1532 erbaut, früher: Landhaus und Sitz des kaiserlichen Landgerichts, heute: Sitz des Oberbürgermeisters und des Stadtrats. Auf der anderen Seite des Stadthauses: der Markgraf-Georg-Brunnen.

F. Rathaus

Rathaus mit einer Wappenreihe über dem Torbogen (1623). Die Wappen zeigen die Etappen der Ans­bacher Geschichte. Das dominante Palais gegenüber entstand durch Hofbaumeister Garbriel de Gabrieli.

G. St. Johannis, ev.-luth. Pfarrkirche

Dreischiffi ge Staffelhalle (15. Jh.), Flötner-Altar. An der Außenwand am Martin-Luther-Platz erinnert das „Güllbrünnlein“ mit einem Motiv aus dem Gedicht „Pflaumenregen“ an den Dichter Friedrich Wilhelm Güll (1812–1879), dessen Geburtshaus sich gegenüber befindet.

H. Markgrafen-Museum

Hinter der Kirche ein Teil­stück der ehemaligen Stadtmauer, am Kaspar-Hauser-Platz das Markgrafen-Museum mit um­fang­reichen Samm­lungen zur Markgrafenzeit, einer spannenden Kaspar-Hauser-Abteilung u. v. m. Öffn­ungs­zeiten und Ein­tritts­preise: www.ans­bach.de.

I. Herberge zur Heimat

Baubestand: Mittelalter und Barock, „Europa-Nostra-Medaille“ für her­vor­ra­gende Sanierung.

J. Kaspar-Hauser-Denk­mal (1981)

Das Denk­mal zeigt Kaspar Hauser in zweierlei Gestalt: Wie er 1828 in Nürn­berg auftauchte und als jungen Edelmann, der 1833 in Ans­bach ermordet wurde. Das Gebäude dahinter ist das ehemalige Logenhaus (1700, Gabriel de Gabrieli) und Gründungsstätte der Freimaurerloge „Alexander zu den drei Sternen“ (1758).

K. Synagoge

Rosenbadstraße (1744–1746, Leopoldo Retty), eine der bedeutendsten barocken Synagogen Süddeutschlands, Besichtigungen im Rahmen von Stadtführungen möglich sowie von Mai bis Sep­tem­ber an jedem 2. und 4. Sonn­tag.

L. Herrieder Tor

Unterbau (15. Jh.), barocke Toranlage um 1750 von Johann David Steingruber. Glockenspiel um 11 und 17 Uhr „Auf, Ans­bach-Dragoner! Auf, Ans­bach-Bayreuth!“ (Hohenfriedberger Marsch).

M. St. Ludwig (1834–1840), kath. Pfarrkirche, Klassizismus

Die Kirche wurde von dem Nürn­berger Architekten Leonhard Schmidtner geplant, der sich an Musterplänen Leo von Klenzes orientierte.

N. Karlsplatz

Der Karlsplatz wurde als „Neue Auslage“ Ende des 17. Jh. zur Ansiedlung von französischen Glaubensflüchtlingen geplant. Ausgeführt wurden die Pläne aber erst im 18. Jh. – das Ensemble ist in seiner Geschlossenheit bis heute er­hal­ten. Gegenüber der Kirche sind die Stadt­bü­che­rei, das Archiv und das Kulturzentrum angesiedelt. Die klassizistische Karlshalle (von J. D. Steingruber als katholisches Bethaus erbaut) dient heute als Konzert- und Tagungsstätte.

O. Kaspar-Hauser-Gedenkstein

Der Gedenkstein steht an der Stelle des Attentats (14.12.1833). Inschrift: „Hicoccultus occulto occisus est“ – „Hier wurde ein Geheimnisvoller geheimnisvollerweise getötet.“ Stand­ort: Auf Höhe des Springbrunnens vor der Orangerie mit Blickrich­tung auf das Gebäude dem Weg rechter Hand ca. 50 m folgen.

P. Orangerie (1726–1728)

Erbaut von Carl Friedrich von Zocha nach französischen Vorbildern: die Südseite nach dem Grand Trianon in Versailles, die Nordseite nach den Kolonnaden des Louvre – heute: Konzert- und Tagungsräume.

Q. Leonhart-Fuchs-Garten

Heilkräuter aus dem „Kreuterbuch“ von Leonhart Fuchs, dem „Vater der Botanik“. Er war im 16. Jh. in Ans­bach als Leibarzt des Markgrafen tätig und ist der Namensgeber der „Fuchsie“.

Tipps

Tipps

Stadtführungen in Gruppen

Ans­bach zum Ken­nen­ler­nen

Schlendern Sie mit unseren Stadt­füh­rern durch die his­to­rische In­nen­stadt und erkundigen Sie zusammen die Se­hens­wür­dig­keiten! Werfen Sie einen Blick in die beiden Kirchen sowie die Synagoge und er­fah­ren Sie mehr über die bewegte Geschichte der Stadt. Dauer: 90 Mi­nu­ten

Auf den Spuren der Hohenzollern

Vor mehr als 800 Jahren, 1192, kam der Zollerngraf Friedrich III. durch Heirat in den Besitz des Burggrafentums Nürn­berg. Die Burggrafen erwarben im Jahr 1331 die Rechte an Stadt und Stift Onolzbach – heute Ans­bach. 13 Markgrafen be­stimmten das Schicksal der Stadt, bis 1791 der letzte Markgraf, Alexander, abdankte. Sehen Sie das Wirken der teilweise sehr kunstsinnigen Markgrafen bei dieser Stadtführung. Dauer: 90 Mi­nu­ten

Führung durch das Markgrafen-Museum

Lassen Sie sich entführen in längst vergangene Zeiten und durchlaufen Sie von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert die Vergangenheit von Stadt und Fürstentum Ans­bach. In den modern gestalteten Abteilungen des Markgrafenmuseums können Sie in kurzer Zeit einen umfassenden Einblick in die reiche Vergangenheit Ans­bachs gewinnen. Dauer: 45 Mi­nu­ten

Auf den Spuren Kaspar Hausers

Das Geheimnis um Kaspar Hauser können auch wir nicht lösen, aber bei diesem Stadtrund­gang können Sie nachvollziehen, wie er seine Jahre in Ans­bach verbracht hat. Sie besuchen die Kas par-Hauser-Samm­lung, die Stelle des Attentats und sein Grab.
Dauer: 120 Mi­nu­ten

Kirchenführung Sankt Gumbertus

Kunst- und Geschichtsbegeisterte finden hier wahre Klein odien: die Fürstengruft mit über 20 Zinnsarkophagen, die Schwanenritterkapelle mit dem „Kelterbild“ aus der Dürerschule und dem ein­drucks­vollen spätgotischen spätgotischen Altar und das Kirchenschiff mit dem dominierenden Wiegleb-Orgelprospekt. Dauer: 30 Mi­nu­ten

Auf den Spuren der Reformation

Neben Nürn­berg war Ans­bach eines der Zentren der Reformation in Franken. Markgraf Georg der Fromme führte 1528 im Fürstentum Ans­bach die Reformation ein und vertrat auch auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 den neuen Glauben gegenüber dem Kaiser. Der barocke Predigtsaal von St. Gumbertus gilt als Paradebeispiel einer protestantischen Kirche – und noch heute legen alle angehenden bay­e­rischen Pfarrer ihr Ab­schluss-Examen in Ans­bach ab. Bei dieser Führung sehen Sie neben den beiden Kirchen auch die Synagoge und die als katholischer Betsaal erbaute Karlshalle. Dauer: 120 Mi­nu­ten

Synagogen-Führung

Von Hofbaumeister Leopoldo Retty 1744–1746 erbaut, hat die Ans­bacher Synagoge, als eine der Wenigen in Deutschland, die dunklen Jahre der Geschichte von 1933–1945 fast unbeschädigt überstanden. Unsere Stadt­füh­rer informieren Sie nicht nur über die Geschichte des Bauwerks, sondern vermitteln Ihnen auch kleine Einblicke in das jüdische Leben und Brauchtum. Dauer: 30 Mi­nu­ten

Hoffaktoren, Handelsleute und Hausierer – Rund­gang durch das jüdische Ans­bach

Die Stadt Ans­bach besitzt mit der im Original er­hal­tenen barocken Synagoge ein ein­ma­liges Kleinod der jüdischen Geschichte. Aber auch an zahl­reichen anderen Stellen in der his­to­rischen Alt­stadt und der so­ge­nannten „Neuen Auslage“ lassen sich noch Spuren des reichen jüdischen Lebens ablesen. Die Führung beinhaltet den Besuch der Synagoge, des Info-Zentrums im ehemaligen Dienerhaus und der beiden Ritualbäder. Dauer: 90 Mi­nu­ten

Hofgarten Ans­bach – ein barockes Juwel

Begegnen Sie der fast 500-jährigen Gartentradition im Hofgarten der Ans­bacher Markgrafen. Lassen Sie sich begeistern vom Kräutergarten, benannt nach Leonhart Fuchs, der bunten Vielfalt von Frühjahrs- und Sommerblumen des Parterres und der über 150 Kübelpfl anzen vor der schlossähnlichen Orangerie. Genießen Sie den Duft der Zitronen-, Pomeranzen- und Lorbeerbäume. Spazieren Sie in der einzigartigen Linden-Doppel-Allee zu der Stelle, an der vermutlich Kaspar Hauser 1833 Opfer eines Attentats wurde … – und blicken Sie hinter die Kulissen der heutigen Gartenpflege.Dauer: 60 Mi­nu­ten

Mit dem Nacht­wäch­ter un­ter­wegs

Er­fah­ren Sie mehr über das Leben der Bürger im 19. Jahrhundert. Allerlei Wis­sens­wertes über Pflasterzoll, Bier­kel­ler, Brandwache und vieles mehr wird Ihnen der Nacht­wäch­ter bei seinem Rund­gang erzählen. Dauer: 60 Mi­nu­ten

Un­ter­wegs mit Stadtsekretär Hettinger

Eine Kostümführung, die Sie ins 19. Jahrhundert entführt. Bei einem Rund­gang durch die Alt­stadt erzählt Ihnen der Stadt­füh­rer mehr über berühmte Per­sön­lichkeiten aus dieser Zeit und Sie er­fah­ren allerlei Anekdoten und Geschichten aus deren Leben. Dauer: 60 Mi­nu­ten

Ans­bacher Bratwurstfrühling

Bratwurstführung (Jim Albright © TI Ans­bach)

Eine ku­li­na­rische Stadtführung, bei der Sie bei einem „Katzbrot“ mehr über die Herstellung der Ans­bacher Spe­zi­a­li­tät er­fah­ren und an­schlie­ßend bei der Einkehr in einem aus­ge­wählten Restaurant bei gebratenen oder sauren Bratwürsten allerlei Wis­sens­wertes über die Ans­bacher Bratwurst und Gast­haustraditionen er­fah­ren. Dauer: ca. 115 Mi­nu­ten (Führung, Katzbrot, Essen, ein Getränk inklusive)

Hörspielrund­gang mit dem Audio-Guide

Es erwarten Sie amüsante Dialoge mit dem Stu­den­ten Georg und Anekdoten der Markgräfin Christiane Charlotte von Brandenburg-Ans­bach. Bei dieser Führung gibt es ins­ge­samt 19 Sta­ti­onen, die in beliebiger  Rei­hen­fol­ge wählbar und in eigenem Tempo zu entdecken sind.

Die Technik ist ein­fach zu bedienen und wird Ihnen von den Mit­ar­bei­tern der Tourist-In­for­ma­ti­on ausführlich erklärt. Der Audio-Guide wird in den Sprachen „deutsch“ und „englisch“ an­ge­boten.

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern