Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Städtetour

Region Naturpark Altmühltal
Linien R6
Dauer ca. 1 Tag
Ellingen in Bayern

Prospekt-Download

Vorwort

Vorwort

Gönnen Sie sich Aus- und Einblicke in eine Stadt mit 1100-jähriger Geschichte und besonderem barocken Flair.

Das reizvolle Städtchen Ellingen, die Perle des frän­kischen Barock, an der Schwäbischen Rezat, am Fuß des Frän­kischen Jura, liegt im Schnittpunkt von Naturpark Altmühltal und Frän­kischem Seenland direkt an der Re­gi­o­nal­bahnstrecke R6 Nürn­berg – Treucht­lingen. Das Gesicht der Stadt Ellingen bzw. deren Schlosslandschaft ist ge­prägt vom Deutschen Orden, da die Stadt mehr als 500 Jahre Sitz des Landkomturs der reichen und mächtigen Ballei Franken war. Zu den re­prä­sen­ta­tivsten Bauwerken aus der Zeit des Deutschen Ordens zählt das Ellinger Schloss. Jedem Gast ist die Besichtigung des darin neu gestalteten Deutschordensmuseums sowie des Kulturzentrums Ostpreussen zu empfehlen. 

Weitere besondere Se­hens­wür­dig­keiten:

Stadtpfarrkirche St. Georg mit Mariahilfkapelle, Spitalkirche, das Rathaus, das Pleinfelder Tor, Teil der ehemaligen Stadtbefestigung, und das teilweise restaurierte Römerkastell „Sablonetum“ auf der Anhöhe östlich von Ellingen (1 km). Die städtebauliche Ein­ma­ligkeit mit einem in sich geschlossenen barocken Straßenbild wird in einem Barockrundweg vorgestellt. Weiter schließt sich ein Kapellenrundweg (Gehdauer bis zu 5 Std.) und ein Limesrundweg (Gehdauer ca. 2,5 Std.) an.

Ellingen Bahn­hof
Mit dem VGN nach Ellingen

Ellingen

Tourist-Info Ellingen

Wei­ßen­burger Straße 2
91792 Ellingen
Tel: 09141 976543
Fax: 09141 976575
R-Bahn R6
Nürn­berg - Schwabach - Roth - Pleinfeld - Wei­ßen­burg (Bay) - Treucht­lingen

Se­hens­wür­dig­keiten

Se­hens­wür­dig­keiten

Ellinger Schloss-Ensemble mit Park 

Markante und se­hens­werte Sta­ti­onen des Ellinger Barockrundweges

Wir empfehlen, den blau markierten Barockrundweg am Schlosstor zu beginnen.

Schloss Ellingen mit Schlosskirche

Prachtvolles Zeugnis hochbarocker Baukunst mit Schauseite nach Süden, Kernbau der Residenz Ellingen; Er­neu­e­rung des Ostflügels 1708–1711 nach Plänen von Wilhelm Heinrich Beringer, Neubau des Hauptgebäudes 1717–1721 und des Ostflügels 1720/21 nach Plänen von Franz Keller, Umbau der Schlosskirche 1717/18 und Neubau des Turms (1749–1751) nach Plänen von Matthias Binder (1748) durch Franz Joseph Roth, Umgestaltung des Ostflügels und Bau einer Altane 1774–1781 nach Plänen von Pierre Michel d'Ixnard.

Rathaus

Nach Plänen von Franz Joseph Roth 1744–1747 durch den Deutschen Orden erbaut, bis 1761 auch Obergerichtsver­wal­tung mit Gefängniszellen und Pranger, seit 1853 städtisch, 1794 und 1861 im Innern umgebaut, im 2. Weltkrieg teilzerstört und dann wieder aufgebaut, beherrschendes Bauwerk im Herzen der Ellinger Alt­stadt.

Das Rathaus (28.01.2003, VGN © VGN GmbH)
Pleinfelder Tor

Auf dem höchsten Punkt der Alt­stadt gelegenes, markantes Wahrzeichen Ellingens, dreitürmige, wappengeschmückte Anlage mit rustizierten Toröffnungen, vollendet 1660. Daneben westlich an der Stadtmauer das ehemalige jüdische Schächthaus.

Pfarrkirche St. Georg

1729–1731 an Stelle eines zu klein gewordenen Vorgängerbaus nach Plänen von Franz Joseph Roth erbaut, durch Luftangriff am 23.2.1945 stark beschädigt, 1953 wieder eingeweiht, kreuzförmige Anlage mit Ostturmfassade als Schaufront, städtebauliche Dominante der südlichen Alt­stadt.

Mariahilfkapelle

Als Gruftkapelle des Landkomturs von Hornstein 1731 nach Plänen von Franz Joseph Roth in der Achse der Pfarrkirche liegend errichtet, an der Fassade Pilaster mit Totenkopfkapitellen, ovaler Hauptraum mit Laterne.

Ellinger Schloss-Ensemble mit Park

Die Residenz Ellingen dokumentiert einen heute fast vergessenen Bereich der bay­e­rischen Geschichte. Mehr als 500 Jahre war Ellingen die Residenz des Landkomturs der Ballei Franken des Deutschen Ordens. Diese Ballei war die größte und reichste unter den ins­ge­samt 13 Ordensprovinzen im Heiligen Römischen Reich. Unter dem Landkomtur Carl Heinrich von Hornstein kam es ab 1717 in Ellingen zu einem großzügigen Neubau. In diesem Zusammenhang entstand vermutlich um 1720 nach Plänen des Deutschordensbaumeister Franz Keller der Schlossgarten.

Auf einer Wappenkalenderansicht von 1726 ist erstmals der barocke Garten dargestellt. Ab dieser Zeit wurde der Garten land­schaft­lich umgestaltet. Dabei wurde aus einem typischen Barockgarten ein Park nach englischem Muster. Einzelne Bäume wurden in den Rasen gepflanzt, dabei wurde auf eine in­te­res­sante Samm­lung Wert gelegt. Deshalb können im Ellinger Schlosspark besondere Bäume, die inzwischen alt geworden sind, sowie auch Nachpflanzungen betrachtet werden.

1939 wurde das Schloss mit seinem Garten vom Bay­e­rischen Staat erworben und der Bay­e­rischen Ver­wal­tung der Staat­lichen Schlösser, Gärten und Seen zur denk­malpflegerischen Betreuung zugewiesen. Der Ellinger Schlosspark, durch den ein botanischer Weg­wei­ser die Be­su­cher führt, wechselt zu jeder Jah­res­zeit seine Farbe und ist daher immer einen Besuch wert. Dem blauen Scilla-Meer im Frühjahr folgt som­mer­lich-saftiges Grün, herbstliches Laub und ein winterlicher Schneeteppich.

Weitere Se­hens­wür­dig­keiten

Limeskastell "Sablonestum"

Das Kastell von ungefähr 88 x 80 Metern Ausdehnung, vermutlich entstanden um 120 n. Chr. und zerstört in den Alemannen-Kriegen nach 229 n. Chr., war in seinem letzten Bauzustand mit einer Mauer bewehrt.

Türme standen in den abgerundeten Ecken und beiderseits der Tore an der Nord- und Südfront. Ein Spitzgraben von durch­schnitt­lich 5 bis 6 Meter Breite und 2 Meter Tiefe umgab die Mauer. Als Wehrgang diente eine aufgeschüttete Erdrampe, die gleichzeitig die nicht sonderlich massive Wehrmauer abstützte. Östlich des Südtores mit seinen vorspringenden Türmen war die Mauer stärker gebaut und der Wehrgang auf Pfosten gesetzt. Vor der Südfront fällt der verhältnismäßig breite Zwischenraum, die so genannte „Berme“, zwischen Mauer und Graben auf. Rechtwinklig angelegte Straßen mit Schotterbelag umfassten und unterteilten die Innenfläche des Lagers.

Die vom Nord- zum Südtor führende Straße ist durch ein zentrales Bauwerk unterbrochen. Hierbei handelt es sich um die schlichte Kommandantur (principia) des Kastells. Ein großer Teil der östlichen Lagerhälfte wurde von einem großen Gebäude in Fachwerkbauweise eingenommen, in dem die Mannschaften untergebracht waren.

Das Römerkastell Sablonetum erreicht man, wenn man vom Rathaus kommend die Hauptstraße Rich­tung Höttingen (zunächst Hausner Gasse, später Höttinger Straße) der neuen Aus­schil­de­rung des Limeswegs nach oben folgt. Das Kastell befindet sich linker Hand an der Orts­ver­bin­dungs­stra­ße Ellingen Höttingen (Weg­wei­ser folgen), ca. 1 km vom Orts­kern Ellingens entfernt.

Das Deutsch­ordens­schloss

Von 1216 bis 1789 war Ellingen Residenz des Landkomturs der Ballei Franken des Deutschen Ordens. Der heutigen Schlossanlage, die von 1708 bis etwa 1760 erbaut wurde, gingen mehrere mittelalterliche und ein Vorgängerbau der Renaissance voraus. Der riesige Hauptbau entstand 1717 bis 1721 unter dem Architekten Franz Keller während der Zeit des Landkomturs Carl Heinrich Freiherr von Hornstein. Von der Innenausstattung sind Deckengemälde, Wandvertäfelungen, Fußböden, Türen und vor allem die Stuckaturen von Franz Joseph Roth aus dieser Zeit er­hal­ten.

Im Jahre 1815 übertrug König Max I. Joseph von Bayern das Schloss ein­schließ­lich Herrschaftsgebiet mit 19 Dörfern und 16 Weilern als „Thron- und Mannlehen“ an den bay­e­rischen Feldmarschall Carl Philipp Fürst von Wrede (1767 bis 1838). Feldmarschall Fürst von Wrede ließ Prunkräume des Schlosses mit kostbaren Seiden- und Papiertapeten, Möbeln, Glas und Bronzen aus Paris neu ausstatten. Diese Räume ge­hö­ren mit den Stuckaturen und Möbeln Michel d’ Ixnards zu den bedeutendsten Raumkunstwerken des Klassizismus in Bayern. Das Schloss ist ganzjährig zu besichtigen.

Ellingen

Das Deutschordenschloss

Schloss-Straße 9
91792 Ellingen
Tel: 09141 974790
Fax: 09141 974797
Kulturzentrum Ostpreußen im Deutsch­ordens­schloss Ellingen

Das Kulturzentrum Ostpreußen im Westflügel des Deutsch­ordens­schlosses bewahrt und pflegt das ostpreußische Kulturerbe. Wertvolle Aus­stel­lungsstücke begleiten die Be­su­cher auf ihrer Reise durch das Land zwischen Weichsel und Memel. In­for­ma­ti­onsreiche Erläuterungen vermittelt dabei ein modernes Audioführungssystem. Im musealen „Schaufenster“ zur Landeskunde und Kulturgeschichte Ostpreußens sind aus­ge­wählte Themen anschaulich dargestellt, besondere Beachtung verdient das Bernsteinkabinett. Es werden jährlich mehrere Sonder- und auch Kabinettaus­stel­lungen durch­ge­führt.

Kulturzentrum Ostpreussen

Tel: 09141 8644-0
April–Sep­tem­ber: Di.–So. von 10–12 Uhr und 13–17 Uhr Ok­to­ber–März: Di.–So. von 10–12 Uhr und 14–16 Uhr
Das Fürstliche Brauhaus Ellingen

Erstmals urkundlich 1690 erwähnt und seit 1815 im Eigentum der Fürsten von Wrede, wird heute in der 7. Generation von Carl Christian Fürst von Wrede, dem direkten Nachfahren des bay­e­rischen Feldmarschalls, geführt. Ein Blick in unsere „Offene Brauerei“ ist für Sie je­der­zeit möglich. Gerne organisieren wir für Sie nach recht­zei­tiger Voran­mel­dung:

Fürstliches Brauhaus (28.01.2003, VGN © VGN GmbH)
Brauereiführungen

Jeden Frei­tag (werk­tags) um 11 Uhr vom 19. März (Josephi) bis 11. No­vem­ber (Martini) bzw. für Gruppen auch nach Ver­ein­ba­rung.

Bierkenner-Seminare mit Bierverkostung

Sehen, riechen und schmecken Sie, wie und wo Bier in handwerklicher Qualität entsteht. Ein besonderes Erlebnis bietet das alljährlich stattfindende Brauereifest.

Ellingen

Fürstliches Brauhaus

Schlossstr. 19
Ellingen
Tel: 09141 978-60
Fax: 09141 978-58

Einkehren

Einkehren

Ellingen

Barock-Hotel „Römischer Kaiser“

Wei­ßen­burger Str. 17
Ellingen
Tel: 0160 5493294
mit sehr charmanten Zimmern für Individualreisende, mit Festsaal für Bankette, Hochzeiten, Konzerte u.s.w.

Gaststätte „Stern“

Ringstraße 1
Ellingen
Tel: 09141 9131686
mit Bier­gar­ten „ordentliche Portionen zu Superpreisen“

„Osteria Castello“

Schloss-Str. 2
Ellingen
Tel: 09141 997755
beste italienische Küche in ein­ma­ligem Ambiente

„Schlossbräustübl“

Schloss-Str. 6
Ellingen
Tel: 09141 70340
direkt am Schloss, Festsaal, herrlicher Bier­gar­ten unter uralten Kastanien

„Sommerkeller Ellingen“

Sommerkeller 1
Ellingen
Tel: 09141 874262
ein­ma­lige, naturnahe Lage mit Pavillon und idyl­lischem Bier­gar­ten exzellente Küche

Tipps

Tipps

Ellingen

Som­mer­ro­del­bahn Pleinfeld GmbH
Som­mer­ro­del­bahn & Erlebnispark

Schloss-Str. 19
91792 Ellingen
Tel: 09144 6300
Fax: 09141 978-58
Gruppen wird empfohlen, sich vorher anzumelden. Öffn­ungs­zeiten: März bis Ok­to­ber (witterungsabhängig), Mon­tag bis Frei­tag von 13–18 Uhr, am Wo­chen­en­de und in der Ferienzeit von 10–18 Uhr (Am Anfang und am Ende der Saison ist die Bahn ge­ge­be­nen­falls nur an den Wo­chen­en­den geöffnet.) Das Wildschaugehege ist ganzjährig geöffnet.

Spielzeugmuseum Ellingen

Pleinfelder Straße 31
91792 Ellingen
Tel: 09141 70545
Öffn­ungs­zeiten:
Faschingsdiens­tag, Os­ter­mon­tag, Pfingst­mon­tag, Brauereifest, Volksfest, Alt­stadtfest, Herbstmarkt, jeden Adventsonn­tag und zweiter Weihnachtsfei­er­tag
jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr
und nach Ver­ein­ba­rung
Der Eintritt ist frei !

Ver­an­stal­tung

Ellinger Trakehner-Tage

Einer der Hö­he­punkte im Ellinger Fest-Kalender sind die jedes Jahr am 4. Wo­chen­en­de im Juli stattfindenden Trakehner-Tage vor der einzigartigen Kulisse des Ellinger Schlosses. Neben speziellen Pferde- bzw. sportlichen Ver­an­stal­tungen stehen auch Theater- und Opernabende auf dem Programm (Tel. 09141 97860).

Die Initiatorin dieser Tage ist I. D. Katharina Fürstin von Wrede.

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern