Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Thema Wiesen und Wälder, Winterwanderung
Region Bayerischer Jura (Oberpfalz)
Linien R9 S3
Länge ca. 17 km
Dauer ca. 4 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
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Landschaft
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Gastronomie
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Am Rande der Ober­pfalz

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Vorwort

Vorwort

Auf anfangs überwiegend unmarkierten Schleichwegen, die eigentlich nur Ein­hei­mische kennen, ver­las­sen wir die am Fuße des Dillbergs liegende Ge­mein­de Postbauer-Heng. Vorbei an zahl­reichen Weiherketten, bieten sich dann in Seligenporten – fast genau bei der Hälfte der Strecke – Einkehr- und Besichtigungsmöglichkeiten an. Danach kann man ab der kleinen Kapelle St. Wolfgang wählen, ob man direkt durch das Tal der Kleinen Roth oder über Allersberg die Rück­fahrt mit der R9 vom Bahn­hof Allersberg (Rothsee) antreten will.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te – Wan­der­kar­te: Postbauer-Heng - Seligenporten - Allersberg (Altenfelden) (15.02.2017)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Postbauer-Heng Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung
Altenfelden Allersberg (Rothsee)
Rück­fahr­mög­lich­keiten

Aus Rich­tung Nürn­berg auf Gleis 1 ankommend (aus Neumarkt erst durch die Un­ter­füh­rung), geht es in Fahrt­rich­tung des Zuges nur ein kurzes Stück weiter in der Bahn­hof­stra­ße. Dann gleich rechts in die lang gezogene Kemnather Straße abbiegen. An deren Ende nur kurz links und nach wenigen Metern rechts. Der Fuß- und Radweg verläuft zwischen den beiden Fußballfeldern bis zum Wald­rand. Nun links und hoch zur Straße, geradewegs weiter an der neuen Dreifachturnhalle vorbei.

Hinter einem kleinen Bogen halten wir uns bei der an­schlie­ßenden Straßenein­mün­dung (Am Schauerholz) wieder rechts und steuern ein weiteres Mal auf den nahen Wald­rand zu (Blaues Fuß-und-Radweg-Schild). Nach links geht es zunächst auf einem breiten Weg angenehm am Wald­rand ent­lang, dann – der Hauptweg führt nach rechts – auf einem schmalen Pfad weiter aufwärts bis an den Ortsrand von Kemnath. Oben etwas nach links versetzt, ver­las­sen wir noch im Habichtweg (Sackgasse) schnurgerade am Ortsrand ent­lang end­gül­tig den Ge­mein­debereich von Postbauer-Heng. Der anfangs geschotterte, dann mehr und mehr begrünte Weg mündet in einem wieder geteerten Radweg, dort rechts an einem Bächlein ent­lang und im Rechtsknick dann vor und über die Orts­ver­bin­dungs­stra­ße.

Auf der anderen Stra­ßen­sei­te links, schwenken wir nach den ersten Aushüben der Erddeponie am Verkehrszeichen (u. a. Anlieger frei) nach rechts. Am Wald­rand wechselt (endlich) der Bodenbelag – ein schöner, breiter Waldweg nimmt uns auf und führt in den Wald hinein. Nach der (vor allem rechts) schon überwucherten Bauschottdeponie treffen wir von links kommend auf unser erstes We­ge­zei­chen: die lokale weiße fünf gepunktet auf rot der Wanderregion Dillberg-Postbauer-Heng.

Ihm folgen wir weiter durch das Wald­stück und schlendern vorbei am MC-Eighty-Eight-Vereinsheim hinein in den Pyrbaumer Ortsteil Dennenlohe. Vor zur Hauptstraße im Rechts­schwenk an der Bus­hal­te­stel­le vor, hinein in die Einbuchtung und zurück auf die Hauptstraße. Hier bleibt ent­lang der großen, aneinandergereihten Weiher nur der Weg übers Bankett der linken Stra­ßen­sei­te bis vor zur Abzweigung nach Dürnhof. Kurzzeitig unterstützt durch die örtliche •4• geht es nach links auf dem Sträßchen am Reitstall ent­lang. Danach leiten uns die Markierungen erneut nach links und nach zwei Garagen aus dem Weiler hinaus. Auf dem ersten Querweg stoßen weitere We­ge­zei­chen zu uns, mit denen wir allesamt nach links Rich­tung Seligenporten (2,9 km) abbiegen. Gut ausgeschildert wandern wir durch das Waldabteil, dann am Rand des Waldes ent­lang. Bei einem freien Einschnitt, mit kleinem Schilfgürtel, eröffnet sich der Blick rechts hinein in den Lachwiesengraben.

Kloster Seligenporten
Das der Heiligen Jungfrau Maria geweihte Kloster wurde 1242 durch Gottfried den Älteren von Sulzbürg und seiner Frau Adelheid von Hohenfels als Nonnenkloster gegründet. 1247 wurde das damals „Felix Porta“ („glückliche/selige Pforte“) genannte Kloster dem Zisterzienserorden inkorporiert. Im Jahre 1299 erhielt das Kloster von König Albrecht die niedere Gerichtsbarkeit zugeteilt. 1500 umfasste der Klosterbesitz 350 Anwesen mit 650 Untertanen in über 20 Orten als Abgabenpflichtige. Heute ist die ehemalige Klosterkirche Pfarrkirche der Pfarrei Seligenporten. Am ehemaligen Klostergast­haus ist eine Inschrifttafel von 1493 angebracht. Der Torturm am Klosterhof aus Quadersteinen mit Fachwerkobergeschoss und Pyramidendach stammt aus dem 15./16. Jahrhundert. Das Kloster ist eine Zweifl ügelanlage als unvollendeter Teil der Kreuzgang-Anlage mit gotischem Kreuzgang. Während der Osttrakt aus dem Mittelalter stammt, sind das Obergeschoss und der Nordtrakt aus dem 17./18. Jh. In der Klosterkirche befindet sich im Nonnenchor das älteste Chorgestühl Deutschlands aus dem 13. Jahrhundert. Des Weiteren findet man hier Totenschilder und Grabdenkmäler zum Teil aus Wolfsteiner Zeit. Quelle: wikipedia

Ausführliche In­for­ma­ti­onen zur Kirchenausstattung und Ortsgeschichte sind im reichlich bebilderten Kirchenführerheftchen (3,50 ) übersichtlich dargestellt.

Danach queren wir den Auslauf, halten uns ein Stück am Wald­rand ent­lang und erreichen danach einen Abzweig. Nach links ist unser Weg, ab sofort ohne die vertraut gewordene weiße fünf gepunktet auf rotRotring und Blaustrich sind angesagt, auch beim nächsten Querweg. Danach führt ein Brücklein über die Hintere Schwarzach und an­schlie­ßend heißt es rechts abzweigen. Eine schöne Passage ent­lang des Mahlweihers schließt sich an, bevor es auf dem Fußund Radweg mit dem Rotring ge­kenn­zeich­net immer der Hauptstraße ent­lang bis zum Eingang in die ehemalige Klosteranlage weitergeht. Durch den Torturm am Klosterhof mit Fachwerkobergeschoss und Pyramidendach aus dem 15./16. Jahrhundert erreichen wir die ehemalige Klosteranlage. Hier bieten sich fast nebeneinander zwei Ein­kehr­mög­lich­keiten. Nach oder vor einer Rast in einem der beiden Gasthöfe ist ein Besuch der Klosteranlage eigentlich Pflicht.

Von der Kirche ausgehend, ver­las­sen wir die Anlage an der Friedhofsmauer ent­lang, dann durch den kleinen Torbogen und wieder vor zur Hauptstraße, dort rechts ab. Nur kurz noch mit dem Rotring, über­nimmt bis vor Allersberg der Rotpunkt die Führungsarbeit weiter ent­lang der Hauptstraße bis zur Kreu­zung mit der Kesslerstraße.

Rechts in dieser Straße, gleich das erste Gebäude: der alte Seligenportener Bahn­hof, davor Infotafeln über die alte Bahn­tras­se. Sie verband bis zum Jahre 1973 Burgthann mit Allersberg. Am 2.6.73 fuhr hier der letzte Zug!

Weitere Daten dazu in Kurzform:
1902: Eröffnung der Strecke
1960: Einstellung des Güterverkehrs
1962: Nochmalige Modernisierung
1966: Dieselloks ersetzen Dampfloks
1973: Die Brücke über die B 8 wird baufällig – es kommt zur Stilllegung.

Schon vor der Kreu­zung wechseln wir die Stra­ßen­sei­te, vertrauen weiter dem Rotpunkt und nutzen den geteerten Fuß- und Radweg, der genau auf der alten Bahn­tras­se angelegt wurde. Nach rund 500 m heißt es: Aufgepasst und vorsichtig die Straße queren! Genau gegenüber setzen wir – unseren Rotpunkt in Sichtweite – die Wan­de­rung in den Wald hinein fort. Nach einer Rechts-Linkskurve – gleich am Anfang – bleiben wir gute 1,3 km auf dem breiten Forst­weg, bevor es in einer großen Rechtskurve links ab geht. Ein angenehmer Waldweg führt leicht abwärts, unten dann rechts oberhalb der sichtbaren Straße. Ge­ra­de­aus über die an­schlie­ßende Wegekreu­zung, die weiße vier auf blau begleitet uns kurz zu­sätz­lich auf der nächsten Passage, zweigen wir nach rund 700 m noch einmal links ab. Auf dem Sträßchen dann nur kurz rechts, nach ca. 60 m am Waldeck wieder links und in den Wald hinein. Ein Pfad schlängelt sich leicht aufwärts, u. a. auf dem Pyrbaumer Kirchenweg (lila We­ge­zei­chen) bis zur katholischen Wall­fahrts­kir­che St. Wolfgang.

Kleine Historie der Wall­fahrts­kir­che mit Kreuzweg
1472 erste Kapelle erbaut von Georg von Wolfstein, zerstört im 16. Jahrhundert; 1726 Neubau durch Jacob und Sybilla Gilardi*; 1995 Neugestaltung des Kreuzweges, 2000 Generalsanierung bis 2002
* Die Firma Jacob Gilardi war eine der ältesten Firmen für Leonische Waren in Deutschland. Sie war von 1689 bis 2006 in Allersberg ansässig. Bis heute existiert am Markt­platz ein markantes Palais der Barockzeit

Von hier aus bieten sich zwei Va­ri­an­ten für den Weg zum Bahn­hof Allersberg (Rothsee) an:

Va­ri­an­te A: Direkt nach Altenfelden zum Bahn­hof, ca. 3,2 km

Von dem Kirchlein ausgehend, zweigt hier unmittelbar nach dem befestigten Vorplatz (Kruzifi x) ein Waldpfad nach rechts ab. Links an einem Baumstamm ist noch eine wohl ältere Markierung Rotpfeil rechts gefüllt erkennbar. Gleich hinter einem Durchlass durch eine niedrige Heckenreihe verzweigen sich die ab­wärts­füh­renden Pfade (Mountainbike-Kurs). Egal welchen man einschlägt, sie erreichen alle den unten schon sichtbaren Querweg, dort dann nach links. Ein ganzes Stück geht es rechter Hand bis zu einem breiten Querweg am Drahtzaun einer Schonung ent­lang. Hier rechts, wir befinden uns nun auf dem Allersberger Na­tur­er­leb­nispfad „An der Kleinen Roth“. Diese Aus­schil­de­rung begleitet uns bis vor Allersberg. Nach den Sta­ti­onen 4 (Energie) und 5 (Talaue) durchqueren wir nach zwei leichten Bögen auf einem kleinen Damm das Tal der Kleinen Roth, rechts flankiert von sechs Weihern. Nach rund 100 m im Wald dann links ab. Es folgt Sta­ti­on 6 (Specht im Walde), bei der man an der Infotafel durch Drehen einer Kurbel und auf Knopfdruck ver­schie­dene Vogelstimmen anhören kann. Allmählich geht es aus dem Wald hinaus und nach einem Links­bo­gen (Rastplatz/Sta­ti­on 7) auf zwei frei stehende Bäume zu.

Hier ver­las­sen wir den Na­tur­er­leb­nispfad, folgen dem blauen Hin­weis­schild nach rechts und steuern auf die nach Allersberg hineinführende Straße zu. Vorsichtig geradewegs darüber, dann leicht ansteigend an den Häusern ent­lang, genießen wir oben die Aussicht, schlendern wieder abwärts und queren wiederum eine Straße. Nun auf dem Fuß-/ und Radweg rechts: Es ist nicht mehr weit, hinein nach Altenfelden. Nach der Kirche kann man im Gast­haus die Tour ausklingen lassen – zum Bahn­steig sind noch ca. 300 m.

Va­ri­an­te B: Hinein nach Allersberg – ca. 4,5 km zum Bahn­hof

Dann folgen wir, durchgängig bis zum Bahn­hof ausgeschildert, dem Rotpunkt. Auf Verbundpflastersteinen schnurgerade abwärts an den Sta­ti­onen des Kreuzweges vorbei, und unten geht es dann rechts hinein nach Allersberg. Nach der lang gezogenen Eppendorfer Straße rechts in die Neuburger Straße und weiter durch die Vorstadt. Hinter der Musikkneipe „Grüner Baum“ dann rechts. Wir erreichen nach einer Linkskurve in der Heckelstraße rechter Hand den Markt­platz mit zahl­reichen, ver­schie­densten Ein­kehr­mög­lich­keiten.

Mehr zu Allersberg:
Markt Allersberg (Verkehrsamt)
Kirchstraße 1, 90584 Allersberg
Tel. 09176 509-60 o. 509-0, Fax 09176 509-61
E-Mail: verkehrsamt@allersberg.de
Internet: www.allersberg.de

Durch den Torturm ver­las­sen wir den his­to­rischen Orts­kern, passieren den Spitalweiher und queren ge­ra­de­aus die große Kreu­zung Rich­tung Autobahn. Kurz danach heißt es: dem Rotpunkt folgend rechts ab in die Schulstraße und aufwärts hinaus „ins freie Gelände“. Über ein kleines Hochplateau mit schönen Ausblicken erreichen wir einen mit Verbundsteinen zweispurig ausgelegten Querweg. Rechts ab und durch eine Senke geht es kurvig hinein nach Altenfelden – im Ort links zum Bahn­steig R9–, rechts zum Gast­haus.

Einkehren

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Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Allersberg

Gast­haus Altenfelden

Altenfelden 9
90584 Allersberg
Tel: 09176 1637 oder 0152 31765178
Ruhe­tage: Mon­tag und Diens­tag

Seligenporten

Gasthof Kloster Seligenporten

Klosterhof 9
90602 Seligenporten
Tel: 09180 889
Fax: 09180 1429
mit Bier­gar­ten im Klosterinnenhof und offenem Kamin in der Gaststube, Öffn­ungs­zeiten: Mi.–Fr. ab 16 Uhr, warme Küche von 17–21.30 Uhr, Sa., So. u. Fei­er­tage ab 8 Uhr, warme Küche von 11–14 Uhr und von 17–21.30 Uhr, Ruhe­tage: Mon­tag und
Diens­tag

Restaurant IL Pensiero - Gast­haus zum Karpfen

Klosterhof 18
90602 Seligenporten
Tel: 09180 9397133
Ruhetag: Mon­tag

Impressionen

Kommentare

Kommentare

22. September 2018 21:07 Uhr

Am Ortsrand von Kemnath entsteht ein neues Baugebiet. Eventuell schon bei der Straße "Am Schauerholz" geradeaus und durch die Straße "Am Weizenfeld" bis zum Kreisverkehr. Dort links auf den erwähnten Radweg am Bach.

16. Oktober 2017 19:42 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Die Strecke zwischen Dennenlohe und dem Abzweig Dürnhof kann man jetzt statt übers Bankett gefahrloser über den neuen Rad-/Fußweg neben der Straße bewältigen.

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