Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Thema Schlösser und Burgen
Region Bayerischer Jura (Oberpfalz), Nürnberger Land
Linien R5 S3
Länge ca. 22 km

Bewertungen

Ge­samteindruck
(5)
(5)
Landschaft
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Gastronomie
(6)
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An­spruch / Kondition
(4)
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Weg­be­schrei­bung
(7)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Der Eppeleinsweg

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Vorwort

Vorwort

Auf dem Eppeleinsweg Rotkreuz 

Wie versteht sich ein Wan­der­weg, der sich mit dem Wirken des sagenumwobenen Raubritters Eppelein von Gailingen be­schäf­tigt?

Die Geschichte des Wan­der­wegs ist eigentlich recht ein­fach: Der Weg, der bereits in den späten 1920er-Jahren vom Frän­kischen Albverein errichtet worden war, sollte die wunderschöne, aber nur Wenigen bekannte Landschaft der westlichen Ober­pfalz bekannt machen. Mehr oder weniger zufällig entstand dabei auch der Bezug zu den Spuren des Ritters Eppelein von Gailingen, der in Postbauer-Heng ergriffen, in Burgthann zum Tode verurteilt und in Neumarkt gerädert wurde. 1989 erhielt der Traditionsweg des Frän­kischen Albvereins seinen heutigen Namen.

Die Quellenlage der damaligen Zeit lässt nur selten zu, den genauen Wirkungsort des einstigen Raubritters festzustellen. Das hängt damit zusammen, dass er sich und seine Gefolgsleute mit vielerorts durch­ge­führten Raubüberfällen ernähren musste, weil ihm die geänderten politischen Rah­men­be­din­gungen die wirt­schaft­liche Existenzgrundlage auf seiner ehemaligen Veste Wald bei Gun­zen­hau­sen entzogen hatten, und ihm daher nichts anderes übrig blieb, als in die (Schwer-) Kriminalität auszuweichen.

Für die aufstrebenden Patrizier Nürn­bergs waren er und seine Leute eine dräuende Gefahr, die überall au­ßer­halb der Reichsstadt lauerte, wenngleich freilich eine, die sie selbst erzeugt hatten. Nun, im 21. Jahrhundert, müssen wir uns vor solcherlei Überfällen nicht mehr fürchten. Trotzdem be­tre­ten wir das Gebiet, in dem damals die schlimmen Ereignisse stattfanden. Viele der einstigen Handelsstraßen führten über die Höhenrücken der Frän­kischen Alb.

Man wählte die Höhenzüge, so beschwerlich das auch sein mochte, weil sich von ihnen aus besser über­blicken ließ, welche Gefahren irgendwo lauern könnten; in den Tälern war das weit weniger gut möglich. Auch unser Wan­der­weg verläuft vielerorts auf den Höhenzügen ent­lang oder quert große Wälder, wie den Sebalder und Lorenzer Reichswald. Überall hier war Ritter Eppelein von Gailingen zugange. Vor unserem geistigen Auge können wir also erahnen, wo und wie er seine Überfälle geplant haben könnte. Manche der Herrensitze, an denen wir vorüberwandern, stammen aus der Wirkungszeit des Raubritters; auch sie zeugen von der damaligen Geschichte.

Lassen Sie uns nun aufbrechen zu einer herrlich schönen und ab­wechs­lungs­reichen Landschaft in drei Land­kreisen!

IhrUnterschrift Schettler 

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Der Eppeleinsweg" – Buckenhof - Forth
Wan­der­kar­te "Der Eppeleinsweg" – Markt Eckental - Lauf a. d. Pegnitz
Wan­der­kar­te "Der Eppeleinsweg" – Lauf a. d. Pegnitz - Altdorf bei Nürn­berg
Wan­der­kar­te "Der Eppeleinsweg" – Altdorf bei Nürn­berg - Postbauer Heng
Wan­der­kar­te "Der Eppeleinsweg" – Postbauer Heng - Neumarkt i. d. OPF.

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Buckenhof - Forth (17 km - ca. 4,5 Std.)

Die erste Etappe auf dem Eppeleinsweg führt uns durch den nördlichsten Teil des Sebalder Reichswaldes von Buckenhof nahe Erlangen nach Forth. Auf den stillen Waldwegen und Pfaden kann man die lange Tradition der Waldnutzung im Steckerleswald erspüren, wenngleich das heutige Bild an vielen Stellen sehr viel ab­wechs­lungs­reicher ist. Die Tour durch die duftenden Baumhallen voller klopfender Spechte ist angenehm zu gehen und kaum hügelig, lediglich an wenigen Stellen ist gutes Schuhwerk sinnvoll.

Unsere erste Etappe auf dem Eppeleinsweg bringt uns durch die Weiten des Nürn­berger Reichswaldes und beginnt in Buckenhof bei Erlangen an der Bus­hal­te­stel­le Buckenhof - Bus­linien 208 209 285 ab Erlangen.

Buckenhof, Buckenhof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Hier beginnt der mit Rotkreuz markierte Eppeleinsweg, der uns bald in die Tennenloher Straße führt. Wer möchte, kann noch einen kurzen Blick auf den unweit an der Hauptstraße gelegenen Puckenhof werfen, eine Schlossanlage (1564/68 neu erbaut) der Nürn­berger Patrizierfamilie Haller, die aus der 1372 gegründeten Erbforsthube (Dienstgut) hervorging. Die vielen kleinen abzweigenden Sträßchen mit ihren bezeichnenden Namen deuten bereits auf die vielfältige Nutzungsgeschichte des Reichswaldes hin. Am Beginn des Schotterwegs befindet sich ein schöner Waldspielplatz, der Familien mit Kindern zum erstmaligen Ver­wei­len einlädt.

Von nun an geht es auf recht breiten Wegen an einem Waldweiher vorbei durch den nördlichsten Teil des Sebalder Reichswaldes, der zusammen mit dem südlich an­schlie­ßenden, durch die Pegnitz getrennten Lorenzer Reichswald den geschützten Bannwald und das Naherholungsgebiet für die Me­tro­pol­re­gi­on Nürn­berg bildet. Die beiden Namen leiten sich von den zwei Hauptkirchen Nürn­bergs ab!

Schon nach wenigen hundert Metern lässt sich die lange und intensive Nutzung des Waldes erahnen, denn das Bild des Steckeleswaldes als einförmige Kiefernstangen-Waldlandschaft ist ein menschengemachtes Zeugnis von über 500 Jahren Kahlschlagwirtschaft und 200 Jahren maßloser Streunutzung, das heute noch sehr gut zu sehen ist.

Doch der moderne Gedanke der Forstwirtschaft, die Monokulturen der Kiefer in einen laubreichen Misch­wald zurückzuführen, zeigt bereits hier und da seine Erfolge: So durchwandern wir kleine wegsäumende Birkenalleen und rot gefärbtes Laub der sommergrünen Buchen. Aber auch dichte Fichtenpassagen, hell­grüne Lärchen und morsche Totholzbäume bereichern das endlose Föhrenmeer.

Immer wieder finden sich Rastbänke ent­lang des Weges durch die Nürn­berger Beckenlandschaft, die trotz der Bezeichnung als des Reiches Streusandbüchse neben trockenen auch frische und staunasse Sande sowie Lehm- und Lettenböden enthält und damit ursprünglich ein idealer Stand­ort für Eichen war. Bald schon erreichen wir das ehemalige Wildschweingehege, das mittlerweile aufgelassen ist, aber immer noch deutliche Spuren der einstigen Schwarzwildaktivitäten aufweist.

Wenig später tritt man in das Wasserschutzgebiet dieser Region ein, wobei der Bannwald viele weitere essentielle und soziale Funktionen für die Bevölkerung bereitstellt. Dies lässt den Bedeutungswandel des Reichswaldes seit dem Mittelalter erahnen, wo er haupt­säch­lich der Versorgung der Menschen mit Bau- und Brennholz, Holzkohle und Viehfutter diente.

Höhenprofil

Die Geschichte des Raubritters Eppelein von Gailingen

Eppelein von Gailingen war der Legende nach einer der berühmtesten Raubritter des späten Mittelalters sowie einer der am dringlichsten gesuchten und mächtigsten Fehdeführer der ge­samten frän­kischen Region. Das his­to­rische Vorbild dieser literarischen Gestalt, die kaum noch etwas mit der wirklichen Per­son zu tun hat, wurde als Eckelein Geiling um 1320 geboren und besaß als Stammsitz die Feste Wald bei Gun­zen­hau­sen.

Er entstammte einem bedeutenden frän­kischen Rittergeschlecht im Bad Windsheimer Umland und war politisch eng mit den Grafen von Hohenlohe und dem Hochstift von Würzburg verbunden; so hatte der Ritter mehrere Lehen wie seine Burg sowie einige Besitzungen der Würzburger Bischöfe und des Klosters Ellwangen übertragen bekommen. Seine demnach zahl­reichen Dienstlehen, die er aber oft mit anderen Rittern teilen musste, waren dennoch nicht in der Lage, ihm und seiner Familie ein standesgemäßes Leben zu ermöglichen.

Durch Reibereien mit dem Burggrafen von Nürn­berg, Friedrich V. von Zollern, und in der Folge einsetzender Räubereien wurde er 1369 vom burggräflichen Landgericht geächtet, und seine Feste Wald in der Folge der bald einsetzenden Fehde, die er auf Seiten der Hohenloher gegen Friedrich führte, 1375 zerstört. Daraufhin verlor er neben seiner Burg all seine Gun­zen­hau­sener Besitzungen an den Burggrafen, der diese nun seinerseits von König Karl IV. als Lehen verliehen bekam.

Den letzten großen Schlag erlitt Eppelein, als sich 1377 seine Lehensherren von Hohenlohe mit dem Burggrafen verbündeten und ihn so als schutzlosen und vogelfreien Ritter entließen. Der Entzug seiner Existenzgrundlage veranlasste Eppelein nun, von der rechtmäßigen Fehde vermehrt zu Straßenraub und Raubzügen gegen Nürn­berger Kaufmannszüge überzugehen, was zum einen die lokale Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte und zum anderen seine end­gül­tige Schmähung durch die freie Reichsstadt Nürn­berg und ihr Patriziat bedeutete. Es waren also nicht ritterlicher Ethos, Gerechtigkeitssinn, Beutegier oder Übermut, die Eppelein zum Raubritter werden ließen, sondern seine aussichtslose finanzielle Notlage.

Mit zunehmender Zeit weiteten er und seine Mitstreiter die Raubüberfälle auch auf andere Gebiete aus und trieben vielleicht sogar bis nach Böhmen hinein ihr Unwesen. Dies endete letztlich damit, dass Eppelein, zwei Bernheimer und vier Knechte 1381 in Postbauer aufgegriffen und unter der Anklage der Reichsstädte Nürn­berg, Rothen­burg, Wei­ßen­burg und Windsheim vom Burgthanner Richter am 15. Mai 1381 in Neumarkt in der Ober­pfalz hingerichtet wurden, wobei für Eppelein von Gailingen der Tod durch das Rad - und nicht durch das Schwert - als be­son­ders unehrenhafte Strafe gewählt wurde.

Die Hinrich­tung ließ sich die Stadt Nürn­berg schließ­lich auch etliche hundert Pfund kosten. H. Geiling fasst Eppelein von Gailingens Lage abschließend sehr treffend zusammen: „Er stellte sich gegen die Verhältnisse und versuchte mit seinesgleichen für den Stand der Ritter zu retten, was zu retten war. Darüber verlor er sein Leben."

Quelle: M. Fügl: Der „Raubritter" Eppelein von Gailingen; Nürn­berger Stadtlexikon

Nach einiger Zeit ver­las­sen wir die breiten Forst­wege und wechseln auf einen grasgesäumten Weg, der immer buckeliger an moosreichen Weiten mit Blaubeer- und Heidekrautgewächsen ent­langführt. Mit sicherer Markierung gelangen wir später auf die „Hasensteinlinie", eine schnurgerade Forststraße, die ihren Ursprung in der einstigen militärischen Nutzung des Geländes hat.

Bedauerlicherweise ist eine andere Trassenführung in diesem Areal nicht möglich, weil noch immer Munitionsreste aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg vorhanden sind. Geraume Zeit danach kommen wir zu den Bunkeranlagen des früheren „ammo dumps" der US-Armee, einem ausgedienten Munitionsdepot, das zukünftig aufgefüllt werden soll und dann einen schönen Aussichtshügel bilden wird. Bald schon biegen wir auf einen wunderbaren kleinen Pfad ab, der sich später zu einem Waldweg weitet, bis wir schließ­lich die Kreisstraße erreichen.

Jenseits der Straße erwartet uns Rotkreuz wieder, und vor uns liegt eine idyl­lische Passage mit moosumrankten Bäumchen. Es geht vorbei an riesigen blauschwarzen Fichten und etlichen Nassstellen, bis wir endlich hinter einem Straßenübergang den an Eschen und Erlen reichen Bruchwald der „Langenbrucker Linie" erreichen. Mächtige Bäume wechseln sich mit Feuchtstellen und Rinnsalen ab, hie und da hat sich ein kleines Biotop in einem ehemaligen Wurzelteller gebildet. Ent­lang an blumenreichen Böschungen knicken wir hinter einem kleinen Fluss nach rechts in die Tiefen des Feuchtgebiets ein, das sich hier in seiner naturnahen Ausprägung zeigt.

So gelangen wir schon bald zum Bannwalddenk­mal in einem Eichenmischwäldchen, das den Flächenschutz des Reichswaldes seit 1979 dokumentiert: Denn zuletzt wurde der Nürn­berger Reichswald während der beiden Weltkriege deutlich übernutzt, und der Anbruch der Moderne forderte etwa ein Fünftel der Waldfläche für zahl­reiche flächenintensive Zwecke.

Auf dem Mühlsteinweg durchqueren wir nun ver­schie­dene Waldtypen, bis wir schließ­lich auf die weite Landwirtschaftsebene vor Unterschöllenbach (Rück­fahr­mög­lich­keit nach Erlangen mit den Bus 209) hinaustreten. Wir wandern zwischen Wiesen, Äckern und Streuobstgärten in den alten Orts­kern, folgen dort der Hauptstraße nach rechts und ver­las­sen das kleine Dorf an seinem Ende nach links.

Noch einmal müssen wir eine Straße queren, ehe wir neben kleinen, aufgelassenen Sandgruben und Baumkätzchen abermals durch den Steckeleswald marschieren. Zu Lebzeiten Eppeleins von Gailingen wurde der Nürn­berger Reichswald schon intensiv genutzt. Um einem Holzmangel vorzubeugen, erfand 1368 der patrizische Handelsherr aus Nürn­berg Peter d. Ä. Stromer die Na­del­waldsaat, durch die eine geregelte Forstwirtschaft möglich und der Reichswald bis zum Ende des Mittelalters in den ersten wirt­schaft­lichen und kiefernreichen Kunstforst seiner Zeit umgewandelt wurde.

In der reichsstädtischen Ära des 17. und 18. Jahrhunderts wurde der Reichswald derart heruntergewirtschaftet, dass es nach dem Übergang an das Königreich Bayern 1806 gut 80 Jahre dauerte, einen Normalzustand wiederherzustellen. Seit dem großen Insektenfraß am Ende des 19. Jahrhunderts auf einem Drittel der ge­samten Waldfläche besteht nun schon das für uns typische Bild des Steckeleswaldes.

Wenig später erreichen wir die Weiherlandschaft vor Eckental, dessen Angersiedlung wir auf der Anemonen- und Jasminstraße durchqueren (Rück­fahr­mög­lich­keit nach Erlangen mit dem Bus 209).

Nachdem wir ein Stück der stark befahrenen Hauptstraße gefolgt sind, erreichen wir rechter Hand jenseits der Straße einen alten Wirtschaftshof inmitten intensiv genutzter Gemüsefelder.

Ein letztes Mal dringen wir in den Wald ein, lassen einen Bienenstand und eine Kapelle an einem plätschernden Bach hinter uns und treten bald schon auf eine aussichtsreiche Freifläche hinaus. Weit können wir hier den Blick über das Kulturland, die entfernten Höhenzüge und die kleine Aue vor uns schweifen lassen! Mit dieser letzten Aussicht ver­las­sen wir die offene Landschaft und wandern auf der Kolpingstraße zur Hauptstraße von Forth, an der unweit der Bahn­hof R21 liegt. Schon von Weitem hört man zum Abschied die Gräfenbergbahn pfeifen.

Forth Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keit
Land und Leute im frän­kischen Spätmittelalter

Das Franken des späten 14. Jahrhunderts war ein politisches Flächenmosaik aus bisweilen sehr kleinen Rittergütern, größeren Fürstentümern wie etwa der Burggrafschaft Nürn­berg und den immer größer und mächtiger werdenden freien Reichsstädten. Seit dem Tod von Kaiser Ludwig dem Bayern 1347 verloren die einst gefragten und für die Reichssicherheit wichtigen Ritter unter dem neuen König Karl IV. von Luxemburg immer mehr an Bedeutung, da sein Interesse vor allem der Reichsstadt Nürn­berg und einigen großen Territorialherren galt.

Im Zuge seiner Politik, die eine territoriale Ausweitung seines Herrschaftsbereichs auf das neugeformte frän­kische Neuböhmen vorsah, waren die zahl­reichen kleinen Rittergüter schnell im Visier einer Übernahme durch des Kaisers Truppen. Dazu instrumentalisierte er den Nürn­berger Burggrafen und späteren Reichsfürsten Friedrich V. von Zollern, der bei Raubvergehen der Ritter die Befugnis erhielt, Burgen des frän­kischen Niederadels zu zerstören und das dazu­ge­hörige Land als Reichslehen für sich einzunehmen.

In eben dieser Zeit, in der dem Landadel seine einstige Stellung und in Folge der Verluste seiner Besitztümer somit die Existenzgrundlage entzogen wurde, war auf der anderen Seite das reichsstädtische Patriziat durch den blühenden Fernhandel zu großer Geltung und Reichtum gelangt.

Diese gegensätzlichen Verhältnisse zwischen verarmten Rittern und großgeldmächtigem Stadtadel führte zu verstärkten Raubüberfällen auf Nürn­berger Handelszüge. Daraufhin wurden die Ritter zusehends von Söldnertruppen niedergeschlagen, sowie deren Ritteranwesen aufgekauft.

Letztendlich war der Niederadel in seiner existentiellen wirt­schaft­lichen Not gezwungen, von der rechtmäßigen Fehde immer wieder zu Raubzügen überzugehen. Dies brachte schließ­lich auch Eppelein von Gailingen den Titel Raubritter ein!

Von Forth nach Lauf a. d. Peg. (13,9 km - ca. 3,5 Std.)

Unsere zweite Tour auf dem Eppeleinsweg ist zwar kürzer als die erste, dafür aber durchaus gehaltvoll; sie führt hinein in die sanften und lieblichen Hügel im Grenzgebiet zwischen den Land­kreisen Erlangen-Höchstadt und Nürn­berger Land. Auf unserer Wan­de­rung kommen wir an zahl­reichen Herrensitzen vorbei, die typisch sind für die Umgebung von Lauf. Kurz bevor wir die Stadt an der Pegnitz erreichen, durchqueren wir die Bitterbachschlucht, ein land­schaft­liches Kleinod. Die Traverse quer durch die his­to­rische Alt­stadt von Lauf beschließt unsere vergnügliche Wan­de­rung mit vielen ku­li­na­rischen Möglichkeiten. Die Tour ist bequem zu gehen, nur gelegentlich ist etwas Umsicht erforderlich.

Forth Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Grüß Gott in Forth! Die Gräfenbergbahn R21 bringt uns bequem vom Nürn­berger Nordostbahn­hof nach Forth. Gleich am Bahn­hof empfängt uns unsere vertraute Markierung Rotkreuz des Eppeleinswegs. Wir folgen ihm in südlicher Rich­tung aus dem Ort hinaus und hinauf auf die aussichtsreichen Höhen. Bald steigen wir wieder abwärts und halten auf einen kleinen Weiher zu, der sich in eine Wiesenmulde duckt.

Kurz darauf erreichen wir Eckenhaid mit seinem imposanten Schloss. Es wurde erstmals 1456 durch die Patrizierfamilie Muffel errichtet, später aber abgebrannt; erst 1711 erhielt es sein heutiges Aussehen. Seit 1836 ist es als Gast­haus in Familienbesitz und bietet uns eine erste Möglichkeit zur Einkehr. 

Unser Wan­der­weg durchquert die alte Ortslage und kommt später, vorbei am Schneiderweiher, durch eine schöne Neu­bau­sied­lung. Allmählich, aber stetig steigend, führt uns unser Weg schließ­lich hinaus auf eine Obstanlage ins verschmitzte Schwarzholz. An dessen südlichem Rand gelangen wir auf die weiten Höhen des einsam gelegenen Galgenbergs und erreichen damit den Land­kreis Nürn­berger Land. Hier kann man die Seele baumeln lassen! Zunehmend aussichtsreich bringt uns unser Feldweg schließ­lich in die Gemarkungen von Neunhof.

Die Ortschaft, die zur Stadt Lauf gehört, beherbergt gleich zwei se­hens­werte Schlösser: Das 1438 erstmals erwähnte „Kolerschloss", das im Besitz der Geuders und Pirckheimers war, erhielt nach zwei Zerstörungen erst 1749 sein heutiges Erscheinungsbild. Das größere
„Welser-Schloss" mit wertvollen Stukkaturen von Donato Polli wurde erst später, bis 1695, errichtet und war bereits während der Bau­pha­se lange Jahre Streitobjekt der beiden Familien Geuder und Welser.

In­te­res­sante Einblicke in die Geschichte der Herrensitze bietet das Kompendium „Burgen und Schlösser in Lauf und Umgebung" von Volker Alberti, Lorenz Baumann und Horst Holz. Ein Muss ist eine zünftige Einkehr im traditionsreichen Brauerei-Gasthof Wiethaler, der mit frän­kischen Schmankerln und sehr emp­feh­lens­wertem Spezialbier in einem wunderbar schattigen Bier­gar­ten lockt. Man schmeckt die Jahrhunderte, seit 1498, gepflegte und veredelte Braukunst!

Höhenprofil

Frisch gestärkt machen wir uns auf den weiteren Weg. Unsere Markierung weist uns vom Gasthof aus zunächst die Hauptstraße ent­lang in westliche Rich­tung. Kurz darauf schlüpft unser Wan­der­weg in eine Auffahrt, und schon empfängt uns eine herrlich ab­wechs­lungs­reiche Landschaft.

Der Brunngraben, dem wir folgen, hat im bald erreichten Wald eine Sandstein-Wildnis entstehen lassen, deren Abstürze von herrlichem Buchen- und Fichtenwald bestanden sind und einen düster drohenden Eindruck ausüben. Kurz vor der Felskulisse zweigen wir halblinks ab und entsteigen der Waldschlucht. Unser Pfad führt zur Ortsstraße Neunhof-Günthersbühl, die wir über­que­ren, und versetzt auf das kleine Sträßchen nach Nuschelberg stoßen. Es bringt uns recht ab­wechs­lungs­reich über den „Schwarzen Winkel" in den Weiler Nuschelberg mit seinem „Hallerschlösschen".

Der Herrensitz besteht vermutlich schon seit 1275, wechselte aber mehrfach den Eigentümer und war später, ab 1607, im Besitz der Pfinzings. Heute beherbergt das Hallerschlösschen einen gemütlichen Gasthof mit Bier­gar­ten.

Von Nuschelberg aus fällt unser Weg ins Pegnitztal ab. Wir wenden uns zunächst der Ortszufahrtsstraße zu und folgen ihr bis zu einer Kehre. Hier empfängt uns eine Forststraße, die durch wunderbaren Hang-Misch­wald führt. Vorbei an einem einsamen Häuschen im Wald
wandern wir beschwingt durch den Spitalwald. Später zweigt unser Weg nach halbrechts auf einen abschüssigen Pfad ab, der sich den Hang hinunter windet und schließ­lich die Staatsstraße erreicht. Wir über­que­ren sie vorsichtig und gelangen über einen Steg auf die Ostseite des Bitterbachs.

Kurz darauf stößt der mit Rotkreuz markierte Albquerweg zu uns. Wir bleiben indessen weiter auf unserer Markierung Rotkreuz.Vor uns liegt eine der schönsten Passagen des Eppeleinswegs, die
Bitterbachschlucht.

Die Bitterbachschlucht:

In der Bitterbachschlucht sind viele Einschnitte im Burgsandstein zu sehen. Während der Eiszeit entstand ein Tal, welches während der Kaltzeiten wenig Wasser führte. Dabei lagerten sich in seinem alten Bach­bett große Sandmengen ab und der Bach floss als kurvenreiches Rinnsal dahin. Als sich das Klima änderte und es wieder wärmer wurde, schwoll der Bitterbach an.

Dabei musste er nach Osten ausweichen, da er nicht mehr in sein altes Flussbett fand. Er konnte einige Burgsandsteine nicht mehr umfließen und musste diese durchschneiden. So ist die enge Bitterbachschlucht durch die Kraft des fließenden Wassers entstanden.

Hinweis: Bei Eisglätte im Winter ist bei einer Begehung der Bitterbachschlucht Vorsicht geboten! Man sollte die Passage über Rudolfshof mit dem Grünkreuz, (später unmarkiert) auf der Eschenauer Straße umgehen. 

Die Bitterbachschlucht (VGN © VGN GmbH)

Wild in die Sandsteinbänke eingeschnitten hat sich der Bitterbach. Unser kleiner Pfad führt unmittelbar neben dem Bach­bett durch den kleinen Canyon, der unzählige Windungen macht.

Kinder haben ihre Freude an den vielen kleinen Katarakten und flachen Seen. Wuchtige Fichten säumen die Sandsteinwände, deren Entstehungsgeschichte sich in einer eigenwilligen Ornamentik widerspiegelt. Schließ­lich steigt unser Pfad auf die Schulter des Bach­betts, durchquert nochmals eine Seitenschlucht und erreicht die Häuser von Kotzenhof.

Vorbei am Schulzentrum gelangen wir durch ein nobles Wohngebiet zum Bahn­hof Lauf (rechts d. Peg.) R3. Wer möchte, kann von hier aus mit den Re­gi­o­nal­bahnen zurück nach Nürn­berg/Fürth/-Erlangen fahren. Man würde aber einen wunderbaren Ab­schluss der Wan­de­rung auslassen! Die Alt­stadt von Lauf ist sehr se­hens­wert und bietet neben ihrem his­to­rischen Markt­platz und den verwinkelten Gässchen eine Fülle an Gaststätten, die allesamt einen Besuch lohnen.

Wegen der großen Zahl von Ein­kehr­mög­lich­keiten sei auf www.lauf.de verwiesen, wo sich die vorbildlich aktualisierte Gaststättenübersicht der Stadt finden lässt. Viele davon liegen direkt am Wan­der­weg, der vom Bahn­hof Lauf (rechts d. Peg.) aus durch das Nürn­berger Tor den his­to­rischen Markt­platz überquert, durch die Lukasgasse führt und über den Anna-Diez-Weg die Rückseite der sehr se­hens­werten Laufer Burg (vgl. Kasten) in den idyl­lischen Pegnitzauen erreicht.

Nur wenig später gelangen wir zum Bahn­hof Lauf (links d. Peg.), von wo wir zufrieden mit der  S1 zurück nach Nürn­berg fahren können.

Quellen: P. Bajus: Wan­de­rungen um Eckental, Eckental 2006; V. Alberti, L. Baumann, H. Holz: Burgen und Schlösser in Lauf und Umgebung. Unteres Pegnitztal (= Frän­kische Adelssitze Bd. 2). Simmelsdorf-Hüttenbach 1999.

Lauf a. d. Pegnitz Bahn­hof (li Pegn)
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keit

Von Lauf a. d. Peg. nach Altdorf b. Nbg. (20,5 km - ca. 5,5 Std)

Die dritte Etappe auf dem Eppeleinsweg ist, was ihre Länge und ihren Charakter anbelangt, sicherlich die an­spruchsvollste der Touren. Sie führt über den wuchtigen Moritzberg, den Hausberg Nürn­bergs, und erklimmt später noch den Belzers. Buchen bestandene Höhen wechseln sich ab mit lieblichem Offenland der Ge­mein­de Leinburg. Auch die Dünenlandschaft des östlichsten Lorenzer Walds wird geraume Zeit durchwandert. - Die Wan­de­rung in die Wallensteinstadt Altdorf enthält zwei kräftige Anstiege, aber auch bequeme Abschnitte. Gutes Schuhwerk und ein wenig Proviant sind erforderlich.

Lauf a. d. Pegnitz Bahn­hof (li Pegn)
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Wir starten unsere Tour an der S-Bahn-Sta­ti­on Lauf (links d. Peg.) S1. Auf der Stadt zugewandten Nordseite des Bahn­hofs begrüßt uns ein Weg­wei­ser, der uns die nächsten Ziele nennt: 6,2 km weiter werden wir auf dem Moritzberg eine zünftige Brotzeit einnehmen können (Bitte informieren Sie sich aber immer über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten unter Tel. 09123 9892798).

Unsere Markierung Rotkreuz folgt zunächst der Weigmannstraße; wir unterqueren die Bahnlinie und, ein wenig später, auch die A 9. Kurz darauf empfängt uns der Ge­mein­dewald Nässenau. Ständig leicht ansteigend, führt uns unser Waldweg durch die artenreiche Vegetation des Staatsforsts. Geraume Zeit später berschreiten wir eine flache Anhöhe und laufen in Rich­tung Schönberg, das mit seinem weithin sichtbaren Kirchturm grüßt.s

Wir wandern in die Orts­mit­te des sympathischen Orts, in dem der Gasthof Rotes Ross eine erste Ein­kehr­mög­lich­keit bietet. Direkt neben dem Gasthof wenden wir uns einer versteckten Passage zu, die uns verwinkelt durch die Bauernhäuser des Orts ins Freie bringt.

Höhenprofil

Vor uns liegt der mächtige Moritzberg, auf den wir nun geradewegs zuwandern. Zunächst auf einem Feldweg, später über schöne Wie­sen­wege geht es stets leicht bergan. Vorbei an einem früheren Hopfenfeld erreichen wir den Wald­rand, wo wir uns nach rechts wenden und in den Wald eintreten. Von nun an erklimmt unser Weg mit zunehmender Stei­gung den Moritzberg.

Der Wan­der­weg auf den Moritzberg, den die Dorfjugend auch „Promilleweg" nennt, ist teilweise mit Katzenaugen, also Rückstrahlern von Fahr­rädern, versehen, die ihre Erklärung in manch nächtlichen Eskapaden findet. Wir queren versetzt einen breiten Forst­weg. Auf unserem weiteren Aufstieg gelangen wir in die Steilabbrüche des Dogger Beta. Später überwinden wir eine steile, mit Fichten bestandene Schulter und kommen schließ­lich in die Quellhorizonte, die typisch sind für den unteren Malm.

Vorbei an mehreren Nassstellen wandern wir recht anstrengend weiter empor. Eine letzte Steilstufe lässt uns schließ­lich den zu Stadt Röthenbach ge­hö­renden Weiler Moritzberg mit Kirchlein und Gaststätte erreichen. Der 21 m hohe in den Jahren 1910/11 erbaute Aussichtsturm wurde 1964 auf 30 m erhöht und konnte nach um­fang­reichen Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen am 28. April 2005 wieder geöffnet werden. Die stellenweise herrliche Aussicht, vor allem in Rich­tung Nürn­berg, lohnt einen Aufstieg unbedingt! Der Turm ist sonn­tags bei schönem Wetter geöffnet. Ab 2.9.2009 ist der Schlüssel im Berggasthof er­hält­lich!

Infos auch unter www.verschoenerungsverein-moritzberg.de

Der Moritzberg ist ein traditionsreiches Wanderziel; die Wegetafel 2938 weist aus: noch 14,4 km sind es bis zu unserem Ziel! Wir wenden uns nach links und folgen (zusammen mit dem Anton-Leidinger-Weg) zunächst dem kleinen Zufahrtssträßchen, das sich immer genau auf dem Höhenrücken ent­langzieht.

Etwas später, wo das Sträßchen nach rechts in Rich­tung Unterhaidelbach abbiegt, nehmen wir den Waldweg, der uns windungsreich auf den Reuther Berg bringt. Un­ter­wegs bieten sich herrliche Aussichten auf das nördlich gelegene Pegnitztal, später auch in die Weiten des Lorenzer Reichswalds und auf die südlichen Ausläufer von Nürn­berg.

Östlich unterhalb einer Waldwiese ver­las­sen wir den mitlaufenden Anton-Leidinger-Weg und steigen mit vielen ver­schie­denen Abzweigungen, zuletzt ins Freie tretend, durch das dunkle Winterholz in die kleine Ortschaft Pötzling ab. Es bedarf keiner allzu großen Fantasie sich vorzustellen, wie hier Ritter Eppelein auf durchziehende Kaufleute lauerte!

An der Dorfwirtschaft in Pötzling biegen wir - zusammen mit dem Paul-Pfinzing-Weg, den wir bereits einmal auf dem Moritzberg versetzt gequert hatten - nach links ab. Über schöne Obstbaumbestände erreichen wir bald die Ortschaft Oberhaidelbach, in der wir neben dem Bachlauf in östlicher Rich­tung weiterwandern.

Am Ortsausgang wenden wir uns nach halbrechts, einem leicht ansteigenden Feldweg folgend. Er führt uns zum Hangwald des Belzers hinauf; mächtige Eichen begrüßen uns bald. Nach einer Linkskehre steigt der Waldweg nun steil an; weiter oben laufen wir nach rechts und erklimmen die Hangschulter. Hier ist der Aufstieg geschafft! Von nun an läuft unser Wan­der­weg durch wunderbar artenreichen Misch­wald auf dem Forst­weg fast eben ent­lang. Das legenden-umwobene „Haldenloch", das sich westlich des Wegs auf der Flanke des Bergs befindet, ist nur schwer zu finden.

Wir bleiben daher auf unserem Wan­der­weg, der sich bald neigt und in mehreren weiten Kehren auf die Felder von Weißenbrunn hinunterzieht. Zur Zeit der Obstbaumblüte zeigt sich hier eine weiße Pracht, die einen Besuch unbedingt lohnt.

An be­son­ders heißen Sommertagen bietet das kleine Freibad von Weißenbrunn Erfrischung, der Eintritt ist kos­ten­los. Unser weiterer Weg wendet sich den östlichsten Ausläufern des Lorenzer Reichswalds zu und läuft mit nur wenigen Ab- und Anstiegen gemütlich dahin. Man darf sich aber nicht täuschen lassen - es ist noch recht weit! Noch im Ort laufen wir nach halbrechts; die Sanddünen empfangen uns mit ihrer typischen Kiefervegetation.

Leicht abwärts führt uns unser herrlicher Waldpfad durch die lichte Vegetation des Schindangers. Vorbei an Brombeer- und Holundergestrüpp queren wir die Zufahrtsstraße nach Ernhofen.

Bald erreichen wir die Naturdenkmäler um den unteren Egelsee; riesige Eichen umsäumen den Waldtümpel. Beschwingt wandern wir weiter, und wenig später blicken wir in das dunkle Auge des oberen Egelsees. Eine Kehre nach rechts bringt uns an die Staatsstraße. Es folgt ein recht unangenehmes Wegstück über die Autobahnausfahrt, die wir vorsichtig über­que­ren, und unter der tobenden A 6 hindurch. Südlich der Verkehrsachse weist uns unsere Markierung wieder nach rechts; vorbei an einem unansehnlichen Park­platz kommen wir abermals in schönen Misch­wald.

Kurze Zeit später wenden wir uns zweifach nach links und entkommen so dem Kreischen der Autobahn. In leichter Stei­gung gelangen wir, dem Wald­rand folgend, auf eine flache Anhöhe und wandern vergnügt nach Röthenbach bei Altdorf mit seinen schmucken Wohnhäusern. Über den Birkenschlag und den alten Kirchenweg gelangen wir wieder in den Stadtwald von Altdorf. Im Röthenbacher Forst steigt unser Weg nochmals leicht an. Eine Brücke bringt uns über die neue Umgehungsstraße, und recht bald erreichen wir die Häuser von Altdorf. Ein mit Robinien umstandener Pfad führt uns zur Einfallstraße, der wir rechts haltend ein kurzes Stück folgen, bis uns unsere Markierungen nach links zur S-Bahn-Linie S2 bringen. Kurz darauf haben wir, zufrieden und müde, den Bahn­hof erreicht. Altdorf bietet eine Fülle ausgezeichneter Ein­kehr­mög­lich­keiten für jeden Geschmack. Eine gute Übersicht ist über die In­ter­net­sei­te der Stadt verfügbar, die auch didaktisch gut aufbereitete In­for­ma­ti­onen zur Geschichte der traditionsreichen Stadt bietet und Lust darauf macht, die wunderbare Alt­stadt einmal näher zu besichtigen.

Altdorf Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten
Das Wenzelsschloss

Das Wenzelsschloss in Lauf liegt unmittelbar südlich der Alt­stadt auf einer Insel in der Pegnitz und zählt heute zu den wertvollsten mittelalterlichen Profanbauten Deutschlands. Die Burg geht auf Kaiser Karl IV. zurück, der sie in den Jahren 1356 bis 1360 als mächtigen Wehrbau errichten ließ. In der Zeit darauf diente die Kaiserburg als Zwischensta­ti­on auf seinem Weg von der Reichsstadt Nürn­berg zu seiner böhmischen Residenz in Prag.

Durch den Bau stellte Karl IV. ein­drucks­voll zur Schau, dass man sich in Lauf bereits in neuböhmischem Gebiet befand, was die Figur des Heiligen Wenzel, des Schutzheiligen von Böhmen, über dem Südtor zeigt. Der heutige Name Wenzelsschloss nimmt Bezug auf Karls Sohn und Nachfolger Wenzel den Faulen, welcher mit einer Tochter des Nürn­berger Burggrafen Friedrich V. von Zollern zeitweise verlobt war.

Diese Ereignisse fallen in die Lebenszeit des Raubritters Eppelein von Gailingen und schaffen durch die zeitpolitischen Entwicklungen zwischen Kaiser, Burggrafen und Reichsstadt auf der einen sowie dem Rittertum auf der anderen Seite eine his­to­rische Beziehung dieser un­ter­schied­lichen Akteure zueinander. Das Äußere der stattlichen Burg­an­lage aus Buckelquadermauerwerk zeugt vom stilistischen Umbruch von einer klassischen Burg zu einem gotischen Burg-Schloss.

Eine Ein­ma­ligkeit stellt der heute noch er­hal­tene Wappensaal im Ostflügel des Schlosses dar, der über 100 in die Wände gemeißelte und ausgemalte Wappen dem Kaiser verpflichteter weltlicher und geistlicher Herren zeigt. Die Anlage fiel 1504 in den Landshuter Erbfolgekriegen an die freie Reichsstadt Nürn­berg und war in der Folgezeit bis 1806 Sitz des Nürn­berger Landpflegers. Später wurde das Wenzelsschloss vom Land- und Amtsgericht genutzt. Seit 1985 beherbergt es eine Außenstelle der Akademie der Bildenden Künste Nürn­berg.

Quelle: www.lauf.com

Von Altdorf ü. Burgthann nach Postbauer-Heng (18,2 km - ca. 5 Std.)

Auf unserer heutigen Etappe Nr. 4 auf dem Eppeleinsweg erwartet uns eine äußerst ab­wechs­lungs­reiche und vielseitige Landschaft mit einigen regional bedeutenden High­lights! Die Wan­de­rung ist vor allem ge­prägt durch das Wechselspiel von waldreichen Bergrücken und Hochebenen der Frankenalb auf der einen Seite sowie kulturell ge­prägten Landschaftseinheiten mit geschichtsträchtigen Se­hens­wür­dig­keiten als Gegenpart und kulturhis­to­rische Abrundung.

Altdorf Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Mit dem Start in Altdorf bei Nürn­berg beginnt gleichsam eine Reise auf Eppeleins Spuren, da der Raubritter sich im Jahr 1381 in genau dieser Gegend aufhielt und schließ­lich in Postbauer-Heng, dem Endpunkt unserer Tour, aufgegriffen und zuletzt in der Veste Burgthann eingekerkert wurde. Die Schauplätze der Geschichte sind auch heute noch lebendige Zeitzeugen und geben der Wan­de­rung ihren authentischen Rahmen.

Die vierte Etappe kann in zwei Abschnitten mit einer Zwischensta­ti­on in Burgthann gelaufen werden und erfordert vor allem auf der zweiten Teilstrecke bei der Bestei­gung des Dillbergs gutes Schuhwerk und etwas Ausdauer.

Wir beginnen unsere Wan­de­rung am S-Bahn­hof in Altdorf S2, wo wir unmittelbar rechter Hand der Gleise auf eine um­fang­reiche Wegetafel treffen. Diese weist uns die Rich­tung des Eppeleinswegs (Rotkreuz), der uns bis an den Ortsrand von Postbauer-Heng führen wird. Kurzerhand durchqueren wir den beschaulichen Orts­kern von Altdorf und kommen schon bald unter zwei Eschen hindurch, die miteinander im Kronenraum verwachsen sind und auf diese Weise ein Tor bilden. Man sagt, dass sich unter diesem zauberhaften Baum frisch Vermählte küssen sollen...

Wenig später öffnet sich der Blick auf die his­to­rischen Fach­werk­häuser sowie Stadtmauer und Tortürme, wobei sich ein kleiner Abstecher in die Alt­stadt mit ihren Se­hens­wür­dig­keiten lohnt.

Höhenprofil

Wir aber laufen ge­ra­de­aus an zwei Weihern vorbei weiter, ehe wir einen Bauernhof passieren und schließ­lich die Straßen ver­las­sen. Unser Weg bringt uns hinunter ins Pfaffental, dessen kleine Bachaue sich unter der Autobahnbrücke hindurch windet. Wir bleiben immer geradlinig auf dem zum Teil recht schmalen Pfad, der uns an alten Streu­obst­wie­sen, dornigen Heckenbüschen und hügeligen Wiesen vorbeiführt. Hin und wieder hat man eine recht schöne Aussicht auf das umgebende Kulturland, bevor wir letztlich in den artenreichen Schluchtwald vor Prackenfels einmünden.

An dieser Stelle befindet sich die bekannte Teufelshöhle, die al­ler­dings aufgrund von Einsturzgefahr nicht be­tre­ten werden kann. Wir wandern auf einem abenteuerlichen Waldpfad bergab zur Prethalmühle, die im Mittelalter als Postkutschensta­ti­on an der Route Nürn­berg-Altdorf-Schwabach-Ans­bach fungierte. Mit ihrer Lage im Schwarzachtal war sie zudem der Grenzpunkt zwischen dem Gebiet der freien Reichsstadt Nürn­berg und der Ober­pfalz (Neuböhmen).

Nachdem sie im Dreißigjährigen Krieg niederbrannte, baute man sie 1643 als heute noch stehendes Fachwerkgebäude wieder auf .

(Quelle: www.wikipedia.de)

Am Ende des kleinen Ortes über­schrei­ten wir eine Brücke zu unserer Linken über die Schwarzach, halten uns zunächst links und steigen später rechts abbiegend durch ab­wechs­lungs­reiche Wäldchen zur Widnau empor.

Alternativweg: Wer eine Rundtour bevorzugt, kann über Lochmannshof/Prackenfels auf dem Schwarzachtalweg (Blaukreuz) nach Grünsberg wandern. Hier befindet sich eine mittelalterliche Burg mit wertvollen Kunstschätzen, die in Führungen besichtigt werden kann.

Die Sophienquelle als größte Barockquelle nördlich der Alpen liegt in einem nahen Landschaftsgarten und kann in wenigen Mi­nu­ten auf dem Ostbay­e­rischen Ja­kobs­weg (Pilgermuschel auf blau ) erreicht werden. Wir aber setzten unseren Weg nach Altdorf wenig oberhalb der Burg fort und folgen dem Weg­wei­ser nach rechts Rich­tung Teufelskirche. Der schmale und abenteuerliche Pfad führt durch die wildromantische Teufelsschlucht und fasziniert be­son­ders im Winter durch die zahl­reichen bizarren, gefrorenen Wasserfälle.

Bei der Rhätsandsteinschlucht handelt es sich um ein europaweit bedeutendes Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet mit selten gewordenen Baum- und Pflanzenarten sowie Tieren wie der Gelbbauchunke, dem Feuersalamander oder dem Eisvogel an und in den naturnahen Wasserläufen. Am Ende der Schlucht sprudeln dem Wanderer mehrere Wasserfälle in dem Na­tur­denk­mal Teufelskirche entgegen, und wir nehmen den Treppensteig in den höher gelegenen Wald. Dort folgen wir dem Altdorfer Rundwan­der­weg (weiße vier gepunktet auf grün) über die kleine Brücke aus dem Dunkel des Waldes zurück nach Altdorf.

Über dem Schwarzachtal ragen mächtige Kalkfelsen mit kleinen Höhlen als geschützte Naturdenkmäler an den Flanken des Heinzelbergs empor, dessen agrarische, kalkreiche Hochfläche wir nach einem wackeren Anstieg erreichen. Vor uns liegt der alte Orts­kern von Westhaid, den wir nach rechts durchqueren.

Am Ende des land­wirt­schaft­lich ge­prägten Dorfes folgen wir dem Asphaltsträßchen, das uns bald eine wildromantische Rhätsandsteinschlucht zur Linken zeigt. Am Ortsrand von Burgthann gelangen wir auf die Gibitzenhofstraße, von der aus man bereits eine gute Sicht auf die über dem Ort gelegene Veste hat. Nachdem wir eine Mühle passiert und den Schwarzen­bach ge­ra­de­aus überquert haben, besteht die Möglichkeit, auf dem großen Naturspielplatz Brotzeit zu machen oder in einem der Landgasthäuser im Orts­kern an der Schwarzachstraße einzukehren.

Hinter dem Gast­haus Grünes Tal steigen wir auf einem recht steilen Fußweg zur Burg von Burgthann empor und kommen auf halber Strecke an einem Na­tur­denk­mal mächtiger alter Eichen vorbei. Bald schon können wir eine wunderbare Aussicht auf das Schwarzachtal und den Ort im Grund genießen.

Die Burgthann selbst wurde um 1160 erbaut und beherbergte einen Rittersaal in der Hauptburg sowie eine Burgkapelle in­ner­halb der Anlage und war gegen Angriffe durch Wehrgänge auf den Mauern, einen Burggraben mit Zugbrücke sowie einen massiven Burgturm gewappnet. Ab 1287 war die ge­samte Anlage für ein Jahr im Besitz von Herzog Ludwig von Baiern, bis sie schließ­lich 1288 an die Burggrafen von Nürn­berg überging.

Schließ­lich gehörte die Burg seit 1347 der Gräfin Kunigunde von Orlamünde, wechselte in den folgenden Jahrhunderten mehrfach den Besitzer und ist heute seit 1988 im Ge­mein­debesitz Burgthann. Nach zahl­reichen Sanierungsarbeiten ist die Burg nun Stand­ort des Heimat- und Kanalmuseums sowie Schauplatz für das Eppelein-Festspiel, das seit 2005 im dreijährigen Turnus stattfindet.

Den his­to­rischen Hintergrund bildet die eintägige Einkerkerung des Raubritters Eppelein von Gailingen 1381 im Burgturm von Burgthann vor seiner Hinrich­tung in Neumarkt .

(Quelle: www.burgthann.de; www.eppelein-festspiel.de)

Auf der Burgstraße, die von der Burgthann wegführt, bringt uns Rotkreuz bis zum Rathausplatz, von wo es nach halblinks auf der Bergstraße in den höher gelegenen Ortsteil hinaufgeht. (Wer von Burgthann aus mit dem Zug nach Nürn­berg oder Neumarkt zurückfahren möchte, kann vom Alten Kanal aus mit der Markierung schwarze 1 auf gelb und schwarze zwei gepunktet auf gelb zum Bahn­hof Burgthann wandern.) Nachdem wir nach halblinks auf den Kanalweg eingezweigt sind, ver­las­sen wir den Ort und wandern nach links in den nahen Stadtwald. So gelangen wir zum alten Ludwig-Donau-Main-Kanal, auf dessen nördlicher Seite wir bis zu einem Gast­haus am Beginn von Schwarzen­bach lustwandeln.

Der 173 km lange Kanal wurde unter Ludwig I. von Bayern ab 1836 bis 1845 mit bis zu 9000 Arbeitern als Wasserstraße zwischen Bam­berg (Main) und Kelheim (Donau) gebaut. Somit konnte eine räumliche Integration der neuen frän­kischen Gebiete mit den bay­e­rischen Stammregionen vorangetrieben werden. Zum Transport von Handelsgut wurden von Pferden getreidelte, bis 120 Tonnen schwere Lastkähne benutzt, wobei eine Fahrt über die komplette Kanalroute aufgrund der hinderlichen Schleusen fünf oder sechs Tage dauerte.

Nachdem allmählich seit 1865, spätestens aber seit 1900, die Bedeutung des Kanals aufgrund der immer wichtiger werdenden Bahn auf ein nur noch regionales Interesse zusammenschrumpfte, wurde der Warenschiffsverkehr 1950 gänzlich eingestellt, und das Ge­samtbauwerk als technische Pionierleistung - be­son­ders hinsichtlich der Querung der Frankenalb - letztlich unter Denk­malschutz gestellt. Vorbei an Sauergräsern, alten Obstbäumen und ver­schie­denen Laubgehölzen stößt man schon zu Beginn der Kanalstrecke auf den Distellochdamm und einen steilen Abhang mit weit ausladenden, mächtigen Solitärfichten. Am Beginn von Schwarzen­bach schließ­lich über­que­ren wir die Holzbrücke und erreichen bald darauf das am anderen Ufer gelegene Peunting.

Im alten Ortsteil mit seinen lichten Streu­obst­wie­sen und Feuchte liebenden Ufergehölzen am nahen See werden vor allem Kinder ihren Spaß an den schnatternden Gänsen und blökenden Schafen mit ihren Jungen haben. Hinter dem Nutztiergehege biegen wir nun aber nach rechts auf die offene Landwirtschaftsebene mit einer weiten Aussicht auf das Umland ab. Wir folgen bald dem Fahr­weg linker Hand hinauf in den Wald, in dem das leuchtende Grün der dicht stehenden Fichten einen faszinierenden und verwunschenen Abschnitt der Etappe einläutet.

Auf wurzeligen Pfaden gewinnen wir bei unserem Aufstieg über den Brentenberg zum Rande des Dillbergs immer mehr an Höhe und durchschreiten dabei merklich eine Schichtgrenze von staunassen Tonen zu lockeren Sanden. Je höher wir kommen, desto mehr verändert sich auch die Vegetation: Denn mit einem Mal wird der Fichten-Föhren-Wald mit Eintritt auf die Hochebene von zum Teil stattlichen Buchen abgelöst. Wir kommen dabei auf bisweilen breiter gewordenen Forst­wegen an Wald­lich­tungen, Schlehenbüschen und Hecken gesäumten Wiesen vorbei, ehe wir endlich am südwestlichen Abhang des Dillbergs auf einem schmalen Pfad zügig nach Buch hinabwandern. Un­ter­wegs, auf der Dillberg-Hochfläche, stoßen wir auf den neu errichteten Poesieweg, der die aussichtsreichen Höhen mit besinnlichen wie amüsanten Aphorismen garniert.

Von hier hat man eine grandiose Aussicht auf die südlichen Ebenen und die typische Kulturlandschaft rund um den Zeugenberg, die uns als Heimat so vertraut ist. In der Ortschaft, die wir nun durchqueren, passieren wir eine hübsche kleine Kapelle am nahen Gasthof mit schöner Hochterrasse und treffen auf den Themenrundweg zum Ezelsdorfer Goldkegel. Dieser prähis­to­rische Kultgegenstand aus der späten Bronzezeit (1500-1000 B.C.) wurde 1953 in der Flur nahe Buch im Waldboden gefunden und ist heute ein bedeutendes Aus­stel­lungsstück im Germanischen Nationalmuseum in Nürn­berg. Der Goldkegel stammt wohl von Urnenfeldleuten und weist vermutlich auf einen Sonnenkult der damaligen Zeit hin.

(Quelle: www.burgthann.de)

Am Ende von Buch gelangen wir hinter einer Sitzbank unter Schatten spendenden Bäumen und einem ländlichen Kruzifix inmitten der offenen Kulturlandschaft in den nahen Fichtenforst des Gitzberges. Sobald wir aber wenig später wieder aus dem Dickicht herausgetreten sind, können wir vor uns die Silhouette von Postbauer-Heng erspähen. Es sind nur noch einige Schritte nach links am Wald­rand ent­lang und dann nach rechts bis zum Sportplatz (mit Gast­haus), bis wir auf den Rundwegen weiße eins gepunktet auf rot und weiße zwei gepunktet auf rot durch eine kleine Un­ter­füh­rung zu unserer Linken gehen. Auf diesem Weg erreichen wir nach wenigen Augenblicken den Bahn­hof von Postbauer-Heng.

Der Markt selbst besteht in seiner Form aus den zwei Orten Postbauer und Heng seit der Gebietsreform 1971. Die älteste Kirche in Heng, die Jakobuskirche, geht auf das Jahr 1037 zurück, wo hingegen in Postbauer das Deutsch­ordens­schloss, das heutige Haus der Kultur, und die gleichnamige Kirche an die Zeit des Deutschordens (Pflegamt von 1208 bis 1805) erinnern. Eine weitere Se­hens­wür­dig­keit ist die Sankt Johannes-Kirche (1724) in Postbauer, während man im Na­tur­er­leb­nisbad schöne Stunden verbringen kann. Es besteht abschließend natürlich die Möglichkeit, in einem der vielen Gasthäuser einzukehren.

Be­son­ders sei diesbezüglich noch auf folgende his­to­rische Begebenheit verwiesen: Eppelein von Gailingen wurde bei einem Zechgelage mit seinen Kumpanen in Postbauer 1381 im Gast­haus „Zum Schwarzen Kreuz" an die Stadt Nürn­berg verraten und von einer entsandten Söldnertruppe festgenommen. Auch heute noch kann man diesen geschichtsträchtigen Ort aufsuchen und zu Speis und Trank einkehren.

(Quelle: www.wikipedia.de; www.postbauer-heng.de)

Postbauer-Heng Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten
Burg Grünsberg

Burg Grünsberg im Nürn­berger Land nahe Altdorf ist ein ehemaliger Patriziersitz am Rande des Territoriums der freien Reichsstadt Nürn­berg und gehört seit 1999 zu einer Kulturgut-, Denk­mal- und Naturstiftung. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf 1231, als ein Ministerialer Rindesmule de Grundisberc als Zeuge auftrat.

Diese Namensbezeichnung weist auf die Lage der Burg auf einem Felssporn im Grund des Schwarzachtals hin. Im Verlauf des Mittelalters saßen ver­schie­dene Ritter- und Ministerialengeschlechter auf der Burg wie bei­spiels­wei­se der bekannte Seyfried Schweppermann 1504 fiel Grünsburg wie ein Großteil des heutigen Nürn­berger Landes an die Reichsstadt Nürn­berg, wobei die Burg bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Nach einer weiteren Zerstörung wurde 1561 der heutige Palasbau in­ner­halb des alten, trapezförmigen Wehrmauerrings errichtet. Seit dieser Zeit wechselten ver­schie­dene Nürn­berger Patrizierfamilien als Besitzer, so zuletzt die Paumgartner und Stromer. In den 1720er-Jahren ließ der letzte des Geschlechts der Paumgartner, Johann Paul III., Grünsberg zu Ehren seiner jungen zweiten Ehefrau Sophie in­ner­halb der his­to­rischen, burgartigen Gestalt aus­bau­en und das Innere des Palas zu einem re­prä­sen­ta­tiven Schloss im Régencestil zwischen Barock und Rokoko ausgestalten.

Aus dieser Zeit stammen auch die kostbaren Stuckdecken von Donato Polli sowie die nahe im Wald in­ner­halb eines Landschaftsgartens gelegene, frei zugängliche Sophienquelle als größte barocke Quellfassung nördlich der Alpen.

Die heutige Samm­lung umfasst ein erstaunlich reiches Inventar an bedeutenden Kunst- und Alltagsge­gen­stän­den aus sieben Jahrhunderten, das in engstem Zusammenhang zur Geschichte der Reichsstadt Nürn­berg und ihres Patriziats steht. Seit den 1990er-Jahren führte die Patrizierfamilie Stromer um­fang­reiche Restaurierungsarbeiten durch und machte die Burg mit ihren Kunstschätzen in Führungen der Öf­fent­lichkeit zugänglich.

 

Führungen finden jeden 1. Sonn­tag des Monats um 12, 14, 16 Uhr sowie bei Interesse auf Voran­mel­dung statt: Tel. 09131 36092 (Fr. Stromer-Baumbauer)

Quelle: www.stromerstiftung.de

His­to­rische Orte um Eppelein von Gailingen

In der heutigen Zeit scheint es vielleicht am spannendsten, die Orte und Gegenden ausfindig zu machen, in denen sich Eppelein seinerzeit aufhielt oder herumtrieb, um so die oft schwierig zu verstehenden Verhältnisse des ausgehenden Mittelalters anhand konkreter, heute noch er­hal­tener Anschauungsobjekte mit Leben zu füllen.

Da die Sagengestalt des Eppelein von Gailingen aber zum Teil untrennbar mit der his­to­risch realen Per­son des Raubritters verwoben und die allgemeine geschichtliche Datengrundlage sehr unzureichend ist, kann oft nicht mehr genau zwischen Wahrheit und Fiktion getrennt werden: Eppelein von Gailingen ist wohl in Illesheim bei Bad Windsheim geboren („Gailingus de Illinsheim") und besaß neben dem hohenlohischen Lehen der Feste Wald bei Gun­zen­hau­sen der Sage nach eine weitere Burg Dramaus bei Draynmeusel, dem heutigen Trainmeusel bei Muggendorf.

Des Weiteren war er auch Lehensträger der Würzburger Bischöfe und des Klosters Ellwangen wie auch zahl­reicher heute un­be­kannter hohenlohischer Besitzungen. Bereits einmal soll er der Legende nach in Forch­heim gefangen genommen und in Nürn­berg zum Tod am Galgen verurteilt und eingekerkert worden sein, ehe er mit seinem legendären Sprung über die Burg noch einmal davonkam. Letztendlich wurde Eppelein aber im Gast­haus „Zum Schwarzen Kreuz" in Postbauer end­gül­tig aufgegriffen und schließ­lich nach der Anklage durch einen Burgthanner Richter und der Einkerkerung in der Veste Burgthann in Neumarkt in der Ober­pfalz hingerichtet.

Der Hinrich­tungsort an den ein Denk­mal (siehe unten rechts) erinnert, kann noch heute auf dem Galgenhügel in Neumarkt besucht werden. Eppelein von Gailingens Raubüberfälle nahmen in ihrem räumlichen Ausmaß bis zu seiner Ergreifung 1381 stetig zu und weiteten sich von Gun­zen­hau­sen auf das Territorium zwischen Nürn­berg, Rothen­burg, Wei­ßen­burg und Windsheim bis womöglich nach Böhmen im heutigen Tschechien (Tachov) hin aus. Gesichert ist jedoch, dass er noch im Jahr seiner Hinrich­tung einen Überfall auf Nürn­berger Kaufleute bei oder in Wachenroth bei Schlüsselfeld ausführte.

Quelle: M. Fügl: Der „Raubritter" Eppelein von Gailingen; www.wikipedia.de

Von Postbauer-Heng nach Neumarkt (20,2 km - ca. 5,5 Std.)

Die letzte Etappe auf dem Eppeleinsweg durchquert die Gegend, durch die der gefangene Ritter zu seiner Hinrich­tung verbracht worden sein dürfte. Typisch für die Landschaft sind die weiten Ebenen, die von wuchtigen Zeugenbergen durchsetzt sind. Unser Eppeleinsweg wählt einen recht bequemen Verlauf, der sich dreimal unmerklich über die europäische Haupt­was­ser­schei­de bewegt, nur am Staufer Berg etwas Mühe macht und ganzjährig bequem begehbar ist. Passagen am Alten Kanal führen uns schließ­lich in die Pfalzgrafenstadt Neumarkt, die mit ihrer ausgezeichneten Gastronomie vor his­to­rischer Silhouette zum Ver­wei­len einlädt.

Postbauer-Heng Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Höhenprofil

Wir beginnen unsere Wan­de­rung am Bahn­hof von Postbauer-Heng S3 und wenden uns zunächst mit den Markierungen weiße eins gepunktet auf rot und weiße zwei gepunktet auf rot in Rich­tung Sportplatz, wo wir auf den Eppeleinsweg treffen und mit Rotkreuz nach links abbiegen. Unser Weg führt uns unter der Bahnlinie hindurch. Bald kommen wir zur Gaststätte „Zum Schwarzen Kreuz", in der der Ritter Eppelein von Gailingen bei einem Zechgelage mit seinen Männern aufgegriffen wurde.

Wir folgen der belebten B 8 durch Postbauer; am Ortsausgang nehmen wir den Fußweg in westlicher Rich­tung bis zur Zufahrtsstraße zur Industriellenvilla Kago. Frisches Grün begleitet unseren weiteren Weg, der sich im Siegenbach-Tal hinzieht.

Der Siegenbach gibt der Hinteren Schwarzach ihren Lauf, die in Greding in die Altmühl mündet und nicht verwechselt werden darf mit der frän­kischen Schwarzach, die in Pilsach entspringt und bei Rednitzhembach in die Rednitz mündet! Später erreichen wir die Ortschaft Kemnath, biegen aber sogleich wieder nach links ab und bleiben im Offenland. Schließ­lich gelangen wir zum Finkenweg, auf dem wir in die Ortslage Heng hineinwandern. Versteckte, winkelige kleine Sträßchen bringen uns weiter zur his­to­risch wertvollen Kirche Sankt Jacobus.

Nach einer Erfrischung oder einer Brotzeit erwarten uns die Weiten der Ober­pfalz. Wir ver­las­sen Postbauer-Heng auf der Neuwiesenstraße in östlicher Rich­tung und wandern leicht ansteigend auf die Bahnlinie zu, die bald ihren Scheitelpunkt - und damit die europäische Wasserscheide - erreicht.

Ziemlich genau auf der Wasserscheide stößt die mit Rotstrich auf gelb markierte Zeugenbergrunde auf unseren Weg und begleitet uns ein Stück weit. Bald verlässt uns die Zeugenbergrunde wieder, und wir wenden uns einem Flurweg zu, der sich durch die Greens des Pöllinger Golfplatzes zieht. Er ist Bestandteil des Neumarkter Golf-Dorados, das Liebhabern dieses exklusiven Ballsports ausdrücklich empfohlen werden kann. Geraume Zeit später erreichen wir das zur Stadt Neumarkt ge­hö­rende Pölling, das nur selten in der Wanderliteratur genannt wird.

Im Orts­kern befindet sich ein gut­bür­ger­liches Gast­haus. Wir wenden uns al­ler­dings nach rechts auf den Bahn­hof zu (S-Bahn S3). Wer möchte, kann die Wan­de­rung hier ab- oder un­ter­bre­chen.

Tafel 4011 informiert uns: noch 9,9 km sind es bis nach Neumarkt. Wir unterqueren die Bahnlinie und wandern mit unserer vertrauten Markierung Rotkreuz(sowie dem Rangau-Pfalz-Weg Rotpunkt) nach Rittershof mit seinem kleinen Kirchlein. Die Wallfahrtskapelle Dreimal Heilige Mutter lohnt einen Besuch.

An der Kapelle biegen wir scharf nach links ab und wenden uns den weitläufigen Wiesen des Stockfelds zu. Von der sanften Anhöhe über Rittershof reichen die Blicke weit auf den Albtrauf und die umliegenden Zeugenberge. Vorbei an einem Weiher, der sich aus­schließ­lich aus inneren Quellen speist, gelangen wir erneut zur europäischen Wasserscheide, diesmal vom rheinwärts zum donauwärts gewandten Flusssystem.

Etwas später stößt die Zeugenbergrunde Rotstrich auf gelb abermals auf unseren Weg; mit ihr zusammen machen wir uns an den Aufstieg des Staufer Bergs, der einzigen kleinen He­raus­for­de­rung unserer Tour. Unsere Wan­de­rung führt wunderschön zunächst am Wald­rand ent­lang, später in den Hangwald eintauchend bergan. Irgendwann verjüngt sich unser Weg zu einem Pfad, der sich kurz, aber recht steil den Westsporn des kleinen Zeugenbergs hinaufzieht. Wir haben eine wunderbare Aussicht auf die westlich sich vor uns ausbreitenden Ebenen mit ihren vielen kleinen Hügeln.

Der Staufer Berg ist von einem deutlich erkennbaren Burgstall umgeben; über die Geschichte derer von Steufflein al­ler­dings ist nur sehr wenig und vor allem wenig Gutes überliefert. Wo unser Weg am Osthang wieder ins Freie tritt, verlässt uns die Zeugenbergrunde nach rechts; wir steigen mit herrlicher Aussicht hinunter in die Ortslage Stauf (werk­tags Busan­schluss). Vorbei an einem neuen Ge­wer­be­ge­biet, das die hohe Wirtschaftskraft Neumarkts eindrücklich verdeutlicht, kommen wir über mehrere Verkehrsbrücken zum Alten Kanal, der von nun an unser Begleiter sein wird.

Das faszinierende Wasserbauwerk, das heute einen idyl­lischen Eindruck ausübt, war nur kurze Zeit wirt­schaft­lich sinnvoll. Durch den Bau der Ei­sen­bahnen verwandelte es sich rasch in eine Investitionsruine. Inzwischen ist die ingenieurtechnische Meisterleistung zum Streckendenk­mal erklärt worden und bildet einen Kristallisationspunkt der Naherholung. Wir bleiben auf dem Pfad auf dem östlichen Wall des Kanals; neugierig blicken wir in die Industrieanlagen der Pfleidererwerke, die hier in um­welt­freund­licher Weise Holzwerkstoffe herstellen.

Geraume Zeit später biegen wir rechts ab; unser Weg führt durch ein ge­werb­liches Mischgelände des „Galgenbühls", der vermutlichen Hinrich­tungsstätte des Eppelein von Gailingen. Nichts deutet heute mehr auf die grausige Geschichte der Stätte hin. Bald erreichen wir den Neumarkter Bahn­hof, von wo uns die Re­gi­o­nal­bahn R5 oder die  S3 wieder zurück in die Metropolen Mit­tel­fran­kens bringt.

Neumarkt Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Man sollte freilich Neumarkt nicht ver­las­sen, ohne die ausgezeichnete Küche der gut aufgestellten Gastronomie ausprobiert zu haben; der Eppeleinsweg führt daher auch noch weiter und erreicht den Eingang des oberen Markt­platzes.

Wunderbar rasten lässt es sich hier - vom Cappuccino bis zu deftigen oberpfälzischen Bieren und Gerichten bieten die Gastronomen dem hungrigen Wanderer alles, was das Herz begehrt. Kulturbeflissenen bietet die Pfalzgrafenstadt ein reich­hal­tiges Programm (alle Infos zu Gastronomie und Kultur unter www.neumarkt.de).

Neumarkt i.d.OPf.

Stadt­wer­ke Neumarkt

Ingolstädter Str. 18
92318 Neumarkt i.d.OPf.
Tel: 09181 239-0
Die Legende um Eppelein von Gailingen

In unserer heutigen Zeit ist es schwer, eine um­fang­reiche und lückenlose Samm­lung von his­to­rischen Daten und belegbaren Fakten über die reale Per­son des Eppelein von Gailingen und sein Leben zu recherchieren. Aus diesem Grund entstanden schon früh Sagen und Legenden um den geschichtsträchtigen frän­kischen Raubritter, in denen er spätestens in der Romantik zum Nürn­berger Lokalhelden voller Witz und Kühnheit avancierte.

In zahl­reichen Dichtungen, Erzählungen und Biographien wurde der Sagenstoff um den Rittersmann bereits seit dem ausgehenden Mittelalter (spätes 14. und 15. Jahrhundert) verarbeitet und bei­spiels­wei­se um 1530 in einem frän­kischen Lied besungen. Dass es sich dabei nicht immer um Heldentaten des wirklichen Eckelein Geiling handelte, sondern bekannte Anekdoten auf ihn übertragen wurden, sei den unterhaltsamen Geschichten zum Trotz dahingestellt.

So sagt man auch, er habe den Nürn­bergern einmal verkleidet ein goldenes Vogelhaus mitten aus der Stadt gestohlen oder aber ein andermal eine reiche Patrizierbraut an ihrer Hochzeit überfallen und geküsst. In dem bekanntesten Gedicht von Ernst Weber (19. Jh.) wird die berühmt-berüchtigte Geschichte Eppeleins erzählt, gemäß der er kurz vor seiner ersten geplanten Hinrich­tung durch einen tollkühnen Sprung mit dem Pferd über die Mauer und den Graben der Nürn­berger Burg entwischt sein soll.

Davon zeugen noch die Hufeindrücke in der Burgmauer am Fünfeckturm. Eben diese Legende brachte die Leute aus nah und fern dazu, den Nürn­bergern mit folgendem Spruch etwas spöttisch nachzusagen: „Die Nürn­berger hängen keinen, sie hätten ihn denn zuvor".

Quellen: M. Fügl: Der „Raubritter" Eppelein von Gailingen; www.nuernberg.bayern-online.de

Eppelein-Denk­mal

Einweihung am 16. Mai 2009 am Neumarkter Galgenhügel mit der Laienschauspielgruppe Burgthann, Armin Eppelein, Franz Pröbster-Kunzel (Künstler), Werner Thumann (Tourismusreferat Stadt Neumarkt)

Vita des Künstlers Franz Pröbster-Kunzel
  • 1950 geboren in Forch­heim/OPf.
  • Hauptschule in Forch­heim
  • Land­wirt­schaft­liche Berufsschule in Berching
  • Berufsfachschule in Neumarkt
  • Seit 1975 arbeitet er als freischaffender Künstler (Autodidakt)
  • Installationen, Malerei, Zeichnung, Performance
  • Arbeit an einem Ge­samtkunstwerk im „Garten des Hl. Irrsinns" und dem „Haus der Schreine"
  • Aus gesundheitlichen Gründen wurde er gezwungen die Landwirtschaft aufzugeben. Seinen Bauernhof bewirtschaftet er seit 1996 nicht mehr.

Neumarkt i. d. OPf.

Herzlich willkommen im „Wanderzirkus"

Neumarkt ist Schnittpunkt der drei zertifizierten Qualitätswan­der­wege, was bundesweit ein Novum darstellt. Neumarkt bietet dem Wanderer in und um die „Pfalzgrafenstadt Neumarkt" markierte und beschilderte Wan­der­wege von über 500 Kilometern Weglänge mit Wanderleitsystem an!

Kultur wird in Neumarkt groß geschrieben

Postbauer-Heng

Der Markt Postbauer-Heng liegt im Nordwesten des Land­kreises Neumarkt i. d. OPf. am Fuße des Dillbergs in unmittelbarer Nachbarschaft zu Mit­tel­fran­ken. Schon 1200 v. Chr. soll dieses Gebiet bereits besiedelt gewesen sein. Bedeutung bekam Postbauer durch die Deutschordensherren aus Nürn­berg, die im Ort ein so genanntes Pflegamt einrichteten. Das renovierte Deutsch­ordens­schloss - heute kulturelles Zentrum - zeugt von deren Geschichte. Circa 7.600 Einwohner in der Ge­mein­de, die im Jahr 2005 zum Markt erhoben wurde.

Die gute Lage vor den Toren Nürn­bergs und der Stadt Neumarkt, die Nähe zum Frän­kischen Seenland und die schöne Landschaft laden zur attraktiven Frei­zeitgestaltung ein. Das Radwegenetz bietet ausreichend Möglichkeiten, für Touren zwischen der Pfalzgrafenstadt Neumarkt, dem alten Ludwig-Donau-Main-Kanal bis hin zum Rothsee. Ein gut beschildertes Wan­der­wegenetz ist ideal für ab­wechs­lungs­reiche Touren.

Für Rast und Übernachtung bieten Gasthäuser alles, was das Herz begehrt. Besuchen Sie auch das frisch sanierte Familien- und Na­tur­er­leb­nisbad im Herzen des Marktes - der Eintritt ist kos­ten­los.

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Altdorf

Gasthof „Rotes Roß"

Oberer Markt 5
Altdorf
Tel: 09187/5272
Ruhetag: Mo

Hotel „Alte Nagelschmiede"

Altdorf
Tel: 09187 95270
Ruhetag: Sonn­tag

Landgasthof Hirschmann

Eismannsberger Dorfstraße 3
90518 Altdorf
Tel: 09187 5971
Geöffnet: Mi. ( auf Anfrage wird für Wandergruppen geöffnet)
Ruhetag: Mitt­woch
Bier­gar­ten im Hinterhof

Zur Sonne

Oberer Markt 6
Altdorf
Tel: 09187/2037
Ruhetag: Do, Fr

Burgthann

Gasthof „Goldener Hirsch"

Burgthann
Tel: 09183 93210
Ruhetag: Mon­tag

Gasthof „Grünes Tal“

Untere Eichenstraße 7
Burgthann
Tel: 09183 8276

Landgasthof „Blaue Traube“

Schwarzachstr. 7.
Burgthann
Tel: 09183 7555

Panorama-Gasthof „Burgschänke"

Burgthann
Tel: 09183 3730
Ruhetag: Mi.

Eckenhaid

Gasthof Schloss Eckenhaid

Eckenhaid
Tel: 09126 1875
Ruhe­tage: Diens­tag und Mitt­woch

Forth

Gast­haus Fink

Forth
Tel: 09126 282464
Ruhetag: Mon­tag

Gast­haus Hofmann

Forth
Tel: 09126 1744
Ruhetag: Diens­tag

Lauf

Brauerei-Gasthof Wiethaler

Lauf
Tel: 09126 5460
Ruhetag: Mon­tag

Gasthof Rotes Ross

Lauf
Tel: 09123 4673
Ruhetag: Mon­tag

Lauf-Nuschelberg

Gasthof Hallerschlösschen

Hauptstr. 1
91207 Lauf-Nuschelberg
Tel: 09123 3396
Fax: 09123 965887
Ruhe­tage: Di und Mi; Geöffnet Mo., Do. und Fr. von 10-15 Uhr und 17-22 Uhr, Sa. von 10-18 Uhr, Sonn-/Fei­er­tag 10-22 Uhr sowie nach Ver­ein­ba­rung. Bitte vorher über aktuelle Öffn­ungs­zeiten informieren!

Neumarkt i. d. OPf.

Gasthof Fleischmann

Neumarkt i. d. OPf.
Tel: 09181 31541
Ruhetag: Mitt­woch

Oberhaidelbach

Gaststätte Georg Schmidt

Oberhaidelbach
Tel: 09120 9121
Ruhe­tage: Mo. u. Di. (an der Hauptstraße etwas oberhalb unseres Wegs)

Postbauer-Heng

Gabriel's Gaststätte

Postbauer-Heng
Tel: 09188 541
kein Ruhetag

Gast­haus Schrödl

Simonstr. 14
Postbauer-Heng
Tel: 09180 833
Mi. von 14.30–22 Uhr, Fr. von 18–22 Uhr, So. von 10–22 Uhr,

Gast­haus „Goldene Krone“

Buch 38
92353 Postbauer-Heng
Tel: 09188 871
Do.–Di. von 10–1 Uhr, Ruhetag: Mitt­woch

Gast­haus „Schwarzes Kreuz“

Hauptstraße 8
Postbauer-Heng
Tel: 09188 2597
Di.–So. von 11–14 Uhr und 17–23 Uhr, Ruhetag: Mon­tag,

Gast­haus-Hotel-Metzgerei Stiegler

Neumarkter Str. 29
92353 Postbauer-Heng
Tel: 09188 95030

Pizzeria Castello

Postbauer-Heng
Tel: 09188 903184
kein Ruhetag

Pötzling

Gaststätte Schreimel

Pötzling
Tel: 09120 9819
kein Ruhetag

Röthenbach

Berggasthof Moritzberg

90552 Röthenbach
Tel: 09120 - 83 93

Weißenbrunn

Gasthof Schwarzer Adler

Ernhofer Straße 3
Weißenbrunn
Tel: 09187 959873
Mo.– Sa. von 10.30 – 1 Uhr, Sonn- und Fei­er­tag ab 10 Uhr. Ruhetag: Don­ners­tag

Pizzeria Olympia

Badstraße 8
Weißenbrunn
Tel: 09187 5913
Ruhetag: Diens­tag

Zum Lindenhof

Ernhofer Straße 1
Weißenbrunn
Tel: 09187 90186
Ruhetag: Mitt­woch

Wegemarkierungen

Von Buckenhof bis Postbauer-Heng:

Frän­kischer Albverein e.V.
Markt Postbauer-Heng und Stadt Neumarkt i. d. OPf.
Rothen­burger Str. 9, 90443 Nürn­berg
Texte: Andreas Schettler, Janina Wirth Bilder/ Inhalt: Andreas Schettler, Andreas Schmidt,
Janina Wirth, VGN, Stadt Neumarkt
Gestaltung: WerbeAtelier Kolvenbach-Post, Nürn­berg
Druck: Wiedemann & Edinger Druck GmbH, Schwaig
Auflage: 10000 Stück
Stand: 7/2009

Von Postbauer-Heng bis Neumarkt i. d. OPf.:

Frän­kischer Albverein (FAV) bemüht sich ständig, die Markierungen in gutem und deutlichem Zustand zu er­hal­ten.

Sollten Sie dennoch Mängel an der Markierung feststellen, so informieren Sie uns bitte, Tel. 0911 429582 bzw. info@fraenkischer-albverein.de.

Wir bemühen uns, die Mängel so rasch wie möglich zu beheben!

Impressum

Herausgeber: Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg GmbH,

In Zu­sam­men­arbeit mit:

Neumarkt i.d.OPf.

Stadtver­wal­tung Neumarkt i.d.OPf.

Rathausplatz 1
92318 Neumarkt i.d.OPf.
Tel: 09181 255-0
Fax: 09181 255-195

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

25. Mai 2015 09:35 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Die Etappe zwischen Postbauer-Heng und Altdorf war für uns der schönste Abschnitt des Eppeleinsweges.
In Westhaid zeigt am Ortsende das Wegzeichen nach links auf einen Feldweg zu. Es geht hier aber geradeaus der Straße folgend weiter - wie auch im Text beschrieben.
Kondition verlangen die Aufstiege zum Moritzberg und dem Belzers.

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