Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Thema Weinwanderung, Aussichtspunkte
Region Steigerwald
Linien 192 R81
Länge ca. 18 km
Dauer 4 - 5 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
(5)
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Landschaft
(4)
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Gastronomie
(2)
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
(6)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Über die Ergersheimer Weinberge nach Bad Windsheim

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Vorwort

Vorwort

Die ab­wechs­lungs­reiche Wan­de­rung bietet vielfältige Aspekte. Im ersten Stre­cken­ab­schnitt geht es durch ein Stück freie Flur: Felder und Wiesen, durchsetzt von kleinen Tümpeln und Feldgehölzen und durchzogen von dem Bächlein Rannach, welches einer ganzen Region seinen Namen (ursprünglich Rannachgau – heute Rangau) verliehen hat. Eine frühe Einkehr ist in Ergersheim möglich, sollte aber bei der Tourenplanung abgestimmt werden! Danach führt der Weg in die nahen Hänge einiger Ausläufer des Steigerwaldes, die zum Weinbau nutzbar gemacht wurden.

Ein herrlicher Panoramaweg – zwei Va­ri­an­ten sind möglich – eröffnet weite Blicke in die „Windsheimer Bucht“, bevor der Weg in den schattigen Wald eintaucht. Gute 500 m verläuft der stellenweise etwas verwilderte Pfad durch das Waldgebiet Gräfholz – lange Hosen sind Pflicht! Danach im Gräfgraben leitet uns der Steigerwald-Panoramaweg durch die Parklandschaften und schließ­lich durch den Kurpark zum Bahn­hof. Die Route ist nur im letzten Abschnitt markiert – also aufmerksam die Beschreibung studieren.

Durch diese un­ter­schied­lichen Landschaften begleitet uns zu den ver­schie­denen Jah­res­zeiten eine ungeheuer vielfältige Flora. Der Laie wird einiges er­fah­ren und der Kenner wird manche Raritäten neu entdecken.

Brachfläche am Weg (15.08.2011, VGN © VGN)

Karte

Karte

Karte von "Über die Ergersheimer Weinberge nach Bad Windsheim" – Illesheim – Ergersheim – Bad Windsheim (15.08.2011)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Vom Hal­te­punkt Illesheim R81 aus gehen wir rechts neben dem alten Bahn­hofs­ge­bäu­de in die Bahn­hofsstraße. Ge­ra­de­aus stoßen wir auf die Hauptstraße, ihr folgen wir in Rich­tung B 470 über die Aischbrücke aus dem Ort hinaus. Gleich danach in die nächste Straße scharf links ab, bleibt uns – an einer kleinen Betonfirma vorbei und über die B 470 – nur der Weg am Seitenstreifen des Sträßchens.

Illesheim Bahn­hof
Ihre Ver­bin­dung zum Start­punkt Illesheim

Nach dem an­schlie­ßenden ab­wärts­füh­renden Links­bo­gen wenden wir uns rechts in ein asphaltiertes Sträßchen. Hier laufen wir ein ganzes Stück an einer bunt gemischten Heckenreihe ent­lang. An der ersten Wegekreu­zung noch ge­ra­de­aus, heißt es bei der nächsten, nach dem Unterqueren der Hochspannungsleitung am Ende der Heckenreihe, links abbiegen. In weiten Bögen nun hinaus auf die Wiesen und auf zwei weiße, umzäunte Häuschen zu. Danach linker Hand, kurz auf geschottertem Untergrund, an einer Baumreihe ent­lang.

Unmittelbar danach, am Ende dieser Anpflanzung, nun rechts in einen Wie­sen­weg zu einer schmalen Buschreihe hin abzweigen. Gleich dahinter wieder nach links in unsere Rich­tung schwenkend, windet sich der grasige Weg durch die Felder, passiert geradewegs ein drittes, eingezäuntes Häuschen. Danach unterqueren wir eine Hochspannungsleitung, stoßen bald wieder auf Asphalt und auf einen von Birken flankierten Wassergraben (km 3,7).

Wassergraben vor Ergersheim (VGN © VGN)

Und stoßen auf einen Querweg. Hier „zweispurig“ nach rechts – kurzer Einblick in ein artenreiches Biotop – geht es im Links­bo­gen auf ein kleines Brücklein zu. Über die Rannach, einem gut 11 km langen, linken bzw. nord­west­lichen Zufluss der Aisch, folgen wir dem Bachlauf ent­lang nach links. Mehr und mehr rücken vor uns die Werksgebäude der Fa. MERKA Lang GmbH (weltweite Produktion und Vertrieb von Außenspiegeln für Nutzfahr­zeuge) ins Blickfeld.

Links am Hang taucht nach ca. 400 m eine Photovoltaikanlage auf – gegenüber ein erster, grasiger Weg, noch nicht unser Abzweig. Erst fast am Ende des unteren Teiles der Anlage ver­las­sen wir den Bachlauf nun auf diesem Wie­sen­weg und steuern ge­ra­de­aus auf eine Baumreihe zu, schräg links dahinter eine Siloanlage. Bei einem Graben nun links und nach wenigen Metern über eine kleine Brücke, dort erneut links in den Flur­be­rei­ni­gungs­weg einbiegen.

Im An­schluss an eine Rechtskurve ändert sich wieder die Marschrich­tung und wir erreichen ge­ra­de­aus nach einem größeren  andwirt­schaft­lichen Betrieb die nach Ergersheim führende Staatsstraße 2252. Weiter „der Nase nach“ über die Straße führt der Roßmühlweg – bei Haus Nr. 5 – abwärts zu einer Kreu­zung im Ort. Unten links (Kirchbuck) erreichen wir nach der ev.-luth. Pfarrkirche St. Ursula beim alten Schulhaus die Orts­mit­te von Ergersheim (km 6,5).

Ev. Pfarrkirche St. Ursula

Zugang über den Friedhof durch eine Holztüre.

Chor und Turm der Kirche, die noch deutlich den Charakter einer befestigten Wehrkirche behalten hat, wurden um 1400 vom Deutschherrenorden erbaut. Das Kirchenschiff kam etwas später hinzu. Noch aus dem frühen 15. Jh. stammt die Ursulabüste im Chorraum. Eben­falls aus dem 15. Jh. ist ein holzgeschnitztes Haupt, das Johannes den Täufer darstellt, über der Sakristei-Tür.

Der Dreikönigsaltar wurde um 1515 gefertigt und wird dem Meister des Martha-Altars in der Lorenzkirche Nürn­berg, Hans Jehen, zugeschrieben. Die Kanzel ist ein Frühwerk des Windsheimer Meisters Georg Brenck d. Ä. um 1603. 1947–1950 kamen zwei neue Farbfenster in die Südwand der Kirche. Sie zeigen die Verkündigung an Maria durch den Engel Gabriel und den Kampf Michaels mit dem Drachen (Quelle: www.ergersheim.de).

Für den weiteren Weg bleibt der Platz vor dem Alten Schulhaus der Aus­gangs­punkt. An dem neuen Bushäuschen (Bus 192, nur Mo.–Fr.) in der Seenheimer Straße vorbei, dann halbrechts nach unten (Kirchenbuck) und links halten (Ammerbuck). Die „Untere Gasse“ führt uns ortsauswärts bis zu einer Brücke (bei Haus Nr. 14), unter der ein Bach verschwindet.

Hier kann man sich für zwei Va­ri­an­ten auf dem Weg nach Bad Windsheim entscheiden, die sich aber in den Weinbergen wieder vereinen:

  • Va­ri­an­te A – längere Va­ri­an­te (in etwa die Route des jährlich stattfindenden Weinwandertages)
  • Va­ri­an­te B – kürzere Va­ri­an­te (nur durch den westlichen Teil der Weinberge)

Va­ri­an­te A

Dann, vor der Brücke aus halblinks in einen Weg, der links des Baches zur Ortschaft hinausführt. Wir bleiben auf dieser Seite des Baches, bis wir auf eine Straße stoßen. Dort nach rechts und über den Bach, dann linker Hand weiter. Dort, wo sich die Straße gabelt (links: Rich­tung Seenheim) halten wir uns wie bei der folgenden Abzweigung ge­ra­de­aus, nicht rechts auf die auffälligen Silos zu. Es geht aufwärts, gleich rechter Hand an einer Scheune vorbei und dann in Bögen stetig bergan.

Am Seitenstreifen des Sträßchens nun immer ge­ra­de­aus hoch zu den Weinbergen des Ergersheimer Weinbauvereins. Oben, vor einem großen, überdachten Weinfass (Ergersheimer Altenberg) dann nach rechts abbiegen. Hier beginnt unser Panoramaweg, zunächst geradewegs an den ersten Weinhütten vorbei. Nun können wir zwischen dem linken oder rechten Weg auswählen, wobei der rechte die schönere Aussicht bietet.

Bald ver­las­sen wir zwischen Wiese und einer Heckenreihe das Weinbaugebiet. Nach einem Durchlass stets in Bögen am Wald­rand bleiben und hinter einer Waldecke, eine Brachfläche, mit großen Steinquadern schräg nach oben (km 10,5).

Der geschotterte Weg wird kurz zu einem geteerten Sträßchen, von dem aus wir nach ca. 30 m schräg nach links in den Kieferwald, auf sandigem Boden, einbiegen. Das kurze Wald­stück lichtet sich zu einem losen Baum- und Strauchbestand. Bei einer Ruhebank dann scharf nach rechts. Zwischen einer Hecke rechts und einem freien Feld links des Weges geht es bergab auf ein „Heckentor“ zu. Danach nur kurz ca. 60 m links hoch, an einer Leitplanke rechter Hand ent­lang und an deren Ende rechts ab. Ein Wie­sen­weg schlängelt sich in Bögen an der Längsseite des rechter Hand tiefer liegenden Gewässers ent­lang. Im Blickfeld vor uns eine Abraumhalde. Den nächsten Querweg, der gleich auf ein Teersträßchen führt, gehen wir nach rechts. Nur wenige Schritte nach rechts und gleich in einen Weg nach links ab, der mäßig ansteigend an einem Eichenhain (Na­tur­schutz­ge­biet) und später an einer Hecke ent­langführt – danach wieder freie Sicht.

In der Waldecke voraus, schwenkt der Weg nach rechts und führt durch mächtige Eichen – im Herbst bei Laubfall ohne erkennbaren Weg – leicht bergab und etwas links haltend bis zu einer Wegekreu­zung. Hier gehen wir den Schotterweg ge­ra­de­aus weiter, der uns nach einer Linkskurve zu weiteren Weinhängen bringt – rechter Hand zwei große Steinquader (Einfädelpunkt zu B – km 12,6).


Va­ri­an­te B

Dann auf der rechten Seite des Bachlaufes weiter dem Sträßchen nach bis zu einer Gabelung, dort rechts halten. Über die an­schlie­ßende Kreu­zung weiter ge­ra­de­aus, wir ver­las­sen im Rechtsknick den Asphalt und zweigen links in einen Wie­sen­weg ab – die linke Weinberghütte weit vor uns am Hang als zu­sätz­licher Anhaltspunkt. An einem Graben ent­lang, wechseln wir bald die Seite und halten uns links an einer Heckenreihe auf grasigem Untergrund permanent nach oben bis zu einem breiten, aus dem Eichenwald kommenden Schotterweg. Jetzt rechts vor zum Abzweig vor den Weinhängen (Einfädelpunkt zu A).

Kleiner Aussichtspavillon (07.11.2011, VGN © VGN)

Kurz vor den ersten Weinlagen biegen wir den ersten Weg nach links ab (Titelbild: unten rechts). Er führt an einem Gartenzaun ent­lang steil empor. Oben nach rechts schwenken. Zwischen Wald­rand und den Weinlagen können wir wieder die herrliche, weit­rei­chende Aussicht genießen. Zwischendurch passieren wir zwei Hütten rechts am We­ges­rand und können auch auf einer der Ruhebänke Platz nehmen.

Beim ersten von unten hochkommenden Weinbergweg wandern wir weiter quer zum Hang, noch oberhalb der Weinberge. Auch beim zweiten, breiteren, am Ende der Weinlangen von unten zu uns stoßenden Weg bleiben wir ge­ra­de­aus – hier al­ler­dings kurz in den Wald hinein. Nach diesem Wald­stück kommt der dritte, diesmal grasige Weg von unter herauf. Weiter bleiben wir – zunächst an einer Sitzgruppe und einem Jägerstand vorbei – auch nach einem Links­bo­gen permanent am Waldesrand – Ausblicke nach wie vor so weit das Auge reicht.

Nach einem Rechtsbogen verläuft der eigentliche Weg nach unten, wir aber bleiben gleich am oberen, lichten Wald­rand. Über einen schmalen Pfad stoßen wir auf eine quer verlaufende Heckenreihe. Dort, wo Wald­rand und Hecke zusammentreffen, schwenken wir weiter ohne We­ge­zei­chen nach links in den Wald (km 13,7).

Hier ist es ratsam, noch einmal seine Kleidung zu über­prü­fen – vor allem in den Som­mer­mo­naten ist z. B. Authan durchaus emp­feh­lens­wert! Mit den schönen Eindrücken im Gedächtnis gehen wir die nächsten rund 500 m an und schwenken in den Wald ein – es ist, wenn wir diese Passage hinter uns haben, der kürzeste Weg nach Bad Windsheim. Nach wie vor immer noch ohne Markierung folgen wir dem ver­wach­se­nen Weg, der jetzt nur noch aus Wagenspuren besteht und zum Pfad mutiert. Dieser führt nach rund 100 m rechter Hand an einer Schonung ent­lang. Links begleiten uns über eine Lichtung Neuanpflanzungen (Verbissschutz um die neu angepflanzten Bäumchen). Danach ge­ra­de­aus weiter, erkennen wir bald einen Geländeeinschnitt und treffen 40 m danach auf einen unscheinbaren Querweg – dort rechts abwärts halten.

Steinkreuz am We­ges­rand (07.11.2011, VGN © VGN)

Geschafft – durch einen Hohlweg geht es unweit der kleinen Schlucht bergab – ein niedriges Steinkreuz am rechten We­ges­rand als Orientierungshilfe – danach verläuft der Weg nach links und eben weiter. Nach einer Weile geht es nach etwa 400 m aus dem Wald hinaus. Ab hier weist uns die von links aus Herboldsheim kommende Markierung des her­vor­ra­gend ausgeschilderten „Steigerwald-Panoramaweges“ Steigerwald Panoramaweg den Weg bis zum Kurpark und dann weiter zum Bahn­hof von Bad Windsheim (noch 4,8 km).

Es kann also praktisch nichts mehr schiefgehen. In einem schönen Tal, stets gut markiert, nach einer Kleingartenanlage rechts ab. Gleich wieder links, wir wandern in einem bewaldeten Streifen an einem größeren Weiher (Ruhebank am Ende) vorbei, immer den We­ge­zei­chen nach auf Bad Windsheim zu. Vor allem im Herbst bilden die Bäume ein farbenprächtiges Spalier bis vor den Kurpark, dort rechts einbiegen und der Beschilderung zum Bahn­hof folgen. 

Allee vor Bad Windsheim (07.11.2011, VGN © VGN)

Am Ende der langgezogenen „Allee“ im Kurpark nur noch einmal kurz hoch – noch einen Blick zurück – und schon sind wir am Bahn­hof R81. Ein­kehr­mög­lich­keit bietet die Frankenstube im Bahn­hof.

Bad Windsheim Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Bad Windsheim

Frankenstube im Bahn­hof

Bahn­hofsplatz 2
Bad Windsheim
Tel: 09841 4900

Ergersheim

Gasthof „Zum Roß“
mit Winzerstube, Fam. Hofmann

Herrengasse 9
Ergersheim
Tel: 09847 203
Fax: 09847 984857
Ruhetag: Mitt­woch

Goldenes Kreuz
Fam. Herbolzheimer

Herrengasse 4
Ergersheim
Tel: 09847 482
Ruhetag: Sonn­tag

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

13. Mai 2015 18:16 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Klasse - vor allem der zweite Teil ab den Egersheimer Weinbergen ist richtig gut. Wenig 'Betonplatten- und Teerbelag'. Hat uns von allen bisherigen Wanderungen in dieser Region am besten gefallen!

31. Mai 2014 20:00 Uhr, silvia, winkelhaid

Die Wanderung mit Gruppe heute Gemacht

war alles sehr schön Gastronomie sehr gut mit Stern

Kondition Mittel

Wegbeschreibung top mann braucht keine Wanderkarte

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