Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Thema Mehrtagestour
Region Fränkische Schweiz
Linien R3 R21 222 229 389
Länge ca. 46,4 km

Bewertungen

Ge­samteindruck
(4)
(4)
Landschaft
(3)
(3)
Gastronomie
(3)
(3)
An­spruch / Kondition
(4)
(4)
Weg­be­schrei­bung
(6)
(6)

Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Unser kleiner Jakobusweg

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Info

Info

Santiago de Compostela ist weit, doch der Wege dorthin sind viele. Auch in Franken. Wir haben uns einen Abzweig ausgesucht, der direkt vor der Haus­tür liegt. Unser kleiner Jakobusweg führt durch das Herz der Frän­kischen Schweiz.

Wer es nicht weiß: Jakobus war einer der 12 Apostel. Als er mit seinem Bruder Johannes am See Genezareth fischen war, kam Jesus und nahm sie in den Kreis der Jünger auf. Nach der Auferstehung verkündete Jakobus das Evangelium. Bis zu seiner Enthauptung im Jahr 44. Dargestellt wird der Heilige meist mit Stab, Beutel und Muschel. Die stilisierte Jakobusmuschel ist auch unser Weg­zei­chen, das europaweit verwendet wird. 1987 deklarierte der Europarat die Wege der Jakobuspilger zur ersten europäischen Kulturstraße. Elf Strahlen symbolisieren alle Rich­tungen, aus denen die Pilger kommen, um zum zwölften Punkt zusammenzulaufen, Santiago de Compostela, dem Sternenfeld. Die Ähnlichkeit mit der Europaflagge ist nicht zufällig, auch hier prangen zwölf goldene Sterne auf blauem Grund. Die Kultur der Jakobuswege stärkt den europäischen Gedanken.

Ein großer Jakobusweg durch Franken verläuft von Hof über Bayreuth, Pegnitz, Betzenstein und Gräfenberg nach Nürn­berg. Wir nehmen den Seitenast, der von Pegnitz über Pottenstein, Gößweinstein, Obertrubach und Hiltpoltstein nach Gräfenberg führt. Das ist unser kleiner Jakobusweg, auf dem wir Kirchen und Kapellen, Kreuze und Kreuzwege antreffen. Hö­he­punkt ist zweifellos Gößweinstein.

Die Strecke zwischen Pegnitz und Gräfenberg kann man auch in zwei oder drei Etappen zu­rück­le­gen, als einzelne Tagestouren oder als mehrtägige Wan­de­rung mit Übernachten. Wer zwei Tage laufen will, wählt Gößweinstein als Zwischensta­ti­on, bei drei Tagen empfehlen sich Pottenstein und Obertrubach. Bei der Planung möglichst beachten: Immerhin rund 1.200 m rauf und 1.200 m runter sind zu bewältigen. Infos unter www.jakobus-oberfranken.de

Un­ter­wegs folgen wir parallel zu anderen Markierungen der Jakobusmuschel Strahlenmuschel rechts. Die fungiert nicht nur als Wegerkennungszeichen, sondern gibt auch die Rich­tung vor. Es geht da lang, wo die Muschelspitze hinweist, links, ge­ra­de­aus oder rechts. Start- und Zielpunkte sind mit VGN-Ver­kehrs­mit­teln erreichbar. Doch bitte beachten: Das Busan­ge­bot ist nur vom 1. Mai bis 1. No­vem­ber an den Wo­chen­en­den mit Frei­zeit­li­ni­en verstärkt. Deshalb bitte vorab die Fahrpläne besorgen. Ihren per­sön­lichen Jakobusweg gehen Sie selbst. Und wir bringen Sie hin und holen Sie ab. Also steigen Sie ein!

Karten

Karten

Wan­der­kar­te 1 "Unser kleiner Jakobusweg" – Pegnitz – Pottenstein – Gößweinstein – Obertrubach – Gräfenberg
Wan­der­kar­te 2 "Unser kleiner Jakobusweg" – Pegnitz – Pottenstein – Gößweinstein – Obertrubach – Gräfenberg
Wan­der­kar­te 3 "Unser kleiner Jakobusweg" – Pegnitz – Pottenstein – Gößweinstein – Obertrubach – Gräfenberg
Wan­der­kar­te 4 "Unser kleiner Jakobusweg" – Pegnitz – Pottenstein – Gößweinstein – Obertrubach – Gräfenberg

Etappen

Etappen

Etappe 1 (15 km)

Pegnitz – Schlossberg – Voithhöhle – Hollenberg/Schlossruine – Pirkenreuther Kapelle – Elbersberg mit Kapelle und Jakobuskirche – Pottenstein

Kapellen, Panoramen, Ruinen und Fels – unser Jakobusweg beginnt mit Superlativen. Zunächst zur Jakobuskapelle der Bartholomäuskirche und weiter um den Pegnitzer Schlossberg. Durch ein ma­le­risches Felslabyrinth nach Hollenberg. Nach der ehemaligen Pirkenreuther Kapelle hinauf zur Elbersberger Kapelle und Elbersberg. Schließ­lich herrlichstes Panorama bis Pottenstein.

Markierung: Neben  Strahlenmuschel rechts  haben wir von Pegnitz bis nach Hollenberg Rotkreuz, abgelöst von roter Punkt bis Elbersberg. Ab da über­nimmt blauer Senkrechtstrich die Führung.

Nach Pegnitz mit R3. Rück­fahr­mög­lich­keiten ab Pottenstein mit Bus 389 nach Ebermannstadt R22 oder Pegnitz R3.In Pegnitz aus dem Zug, am Bahn­hofs­ge­bäu­de vorbei und rechts. Da kommt schon die erste und nach 200 m noch mal eine Tafel mit allen Markierungen durch Pegnitz. Strahlenmuschel rechts und Rotkreuz weisen uns rechterhand durch den Fußgängertunnel unter der Bahn. Danach immer ge­ra­de­aus bis zum Markt­platz. Linkerhand die Kirche, unsere erste Sta­ti­on: Jakobuskapelle der ev. St. Bartholomäuskirche

Weiter Rich­tung Schlossberg. Dazu die Bun­des­stra­ße über­que­ren und die schmalen Stufen hoch. Am Kriegerdenk­mal vorbei, durch den leeren Bier­gar­ten und links hinauf. Wenn das Wetter mitspielt, sollte man einen Abstecher nach rechts zum Aussichtsturm nicht ver­säu­men. Danach zurück zum Aus­gangs­punkt.

Von der ehemaligen Anlage am Schlossberg sind nur noch Ruinen zu sehen, der Aussichtsturm steht anstelle der alten Türme.


Auf schmalem Pfad aufwärts. An der folgenden Lichtung links halten, kurz bergan und gleich wieder in den Wald. Ein wirklich schöner Wanderpfad. Nach dem ein­drucks­vollen Felsmassiv die Voithhöhle.

Schließ­lich Licht am Ende des Waldtunnels. Hoch zur Autostraße, rechts die Autobahn unterqueren und gleich links. Weiter hinauf, aber vor der Höhe rechts in den Wald. Traumhafte Fels­for­ma­ti­onen. Der hier verlaufende Frän­kische Gebirgsweg macht seinem Namen alle Ehre. Wir folgen Muschel und Kreuz.Rechts taucht kurz Hollenberg auf. Wir bleiben im Wald. Aber Vorsicht: Sobald der Weg in eine Wiese übergeht, nach rechts.Durch die Wiese und gegenüber in den Wald. Es geht an der Zwergenhöhle vorbei steil bergan.Wieder Felsen ohne Ende. Wenn der Weg dann abflacht, laufen wir auf dem Grabenrand der ehemaligen Burg Hollenberg. Ein Abstecher zum Gipfel mit den Resten der Ruine ist bei der herrlichen Aussicht ein­fach Pflicht.


Im 14. Jh. ließ Kaiser Karl IV die Burg bauen. Bis Mitte 15. Jh. ist sie ständiger Zankapfel zwischen dem Böhmischen König, den Pfalzgrafen und Bayernherzögen. Im Bauernkrieg zerstört.

An­schlie­ßend kurzer Abstieg nach Hollenberg. Hier gleich ganz links halten und durch das Felsentor mit roter Punkt abwärts in den Wald.

Unten, wenn Rotkreuz an der Bank nach rechts abzweigt, links am gusseisernen Kreuz vorbei. Etwas aufwärts, abwechselnd auf Straße und Waldpfad rechter Hand. Beim zweiten Schwenk in den Wald kommen wir zur ehemaligen Pirkenreuther Kapelle.

Früher pilgerten viele zur Wallfahrtskapelle, die zum ehemaligen Ort Pirkenreuth gehörte. Heute sind nur noch Mauerreste zu sehen: rechteckiger Chor mit einspringendem Chorbogen und rechteckiges Haus von fast 10 m Länge; Holzkreuz mit geschnitztem Christuskörper anstelle des einstigen Choraltars, Felsblock mit eisernem Kruzifix.

Dann rechts auf den Schotterweg. Kreuzwegsta­ti­onen kommen uns entgegen und begleiten uns ein Stück. Wenn der Asphalt beginnt, ist die erste Sta­ti­on erreicht. Hier ver­las­sen wir den befahrbaren Weg und wenden uns rechts abwärts und schließ­lich links hinauf. Bitte auf die Markierung achten, es wird verwinkelt. Oben nach dem Wald zwei weitere Wald­stücke, dann auf den breiten Schotter. An der folgenden Kreu­zung ge­ra­de­aus. Fantastische Fernsicht über die ganze südliche Frän­kische Schweiz. Dann die Elbersberger Kapelle.

Abbildung des Hl. Jakobus.

Links hinunter nach Elbersberg. Durch den Ort bis zur Kirche.

In der kath. Jakobuskirche steht der Hl. Jakobus mit all seinen Attributen auf dem Hochaltar. Auf dem rechten Seitenaltar ist die Hl. Ottilie dargestellt.

Aus der Kirche und rechts weiter auf der Jakobusstraße mit Muschelmarkierung und nun blauer Senkrechtstrich. Rechts in die Straße Am Neuen See. Auf Asphalt abwärts und den Gegenhang hinauf. Un­ter­wegs nicht nach links abschweifen! Wir sind auf einem alten Wallfahrerweg, der früher von Pottenstein nach Elbersberg genutzt wurde. Oben auf dem Höhenweg links. Der F.-J.-Kaiserweg erlaubt einen wahren Kaiserblick in alle Himmelsrich­tungen.Wir erreichen die Hofmannskapelle.

Die von Josef Hofmann erbaute Kapelle ist Maria geweiht. Davor steht eine Bank – mehr als willkommen, um zu ver­wei­len.

Über den naturbelassenen Anger hinunter und durch die wunderschöne Allee mit Kastanienbäumen zur Burg.Pottenstein. Wer das Asphalt - Treten vermeiden möchte, kann einStück weit den unmarkierten Wie­sen­weg rechts nehmen. Der mündet dann wieder in die Straße zur Burg, die seit mehr als tausend Jahren über dem Felsenstädtchen thront.

Hier soll die Hl. Elisabeth im Jahr 1228 Zuflucht gefunden haben – das Elisabethzimmer ist noch zu besichtigen.

Nach einem Burgrund­gang auf dem alten steilen Weg in den Ort hinab. Unten links die Hauptstraße ent­lang, vorbei an den Fach­werk­häusern auf die Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus zu.

An der Außenwand der Kirche finden wir den Hl. Jakobus als schlafenden Jünger am Ölberg. Als einer der zwölf Apostel ist er außerdem auf dem Chorgestühl links im Altarraum dargestellt. Schön auch die als Annaselbdritt bekannte Hl. Anna.


Etappe 2 ( 5,5 km)

Pfarrkirche Pottenstein - Wallfahrtsweg über Kreuzberg mit Kapelle, Hühnerloh, Bösenbirkig nach Gößweinstein

Ein richtiger Wallfahrerweg mit ganz vielen Aufs und Abs zum Herzen der Tour. Gößweinstein läd dann ein zur Rast für Leib und Seele.

Markierung: Weiterhin Strahlenmuschel rechts und blauer Senkrechtstrich. Nach Pottenstein mit Bus 389entweder ab PegnitzR3 oder Ebermannstadt R22. Rückreis ab Gößweinstein eben­falls mit Linie 389 in umgekehrter Rich­tungen zu den Bahn­hö­fen.

Von der Pottensteiner Pfarrkirche in Rich­tung Rathaus und da rechts. An der Brücke finden wir alle Markierungen, auch unsere: Strahlenmuschel rechts und mit Ziel Gößweinstein. Also über die Bun­des­stra­ße und begleitet von den steinernen Kreuzwegsta­ti­onen aufwärts zur Kreuzbergkapelle. Dieser Weg ist zugleich der Wallfahrtsweg nach Gößweinstein und als solcher auch des Öfteren beschildert. Rechterhand die evangelische Kirche. Am Kreuzberg angekommen lohnt ein Rückblick auf Pottenstein und die Burg.

Pottenstein (04.06.2005, VGN © VGN)

Links geht es weiter, doch Obdacht; Nach etwa 50 m knickt unser  Weg recht unscheinbar nach rechts ab. Also nicht ge­ra­de­aus hinunter locken lassen. Ein schmaler Pfad und schließ­lich freies Feld. An der Kreu­zung auf Schotter ge­ra­de­aus. Im Wald gleich links. Weiter auf dem wurzelbewachsenen, steinigen Steig. Wieder abwärts. Zwei Kreu­zungen über­que­ren und bei dem folgenden Wegedreieck halbrechts halten. Nun lange und steil bergan. Auf der Höhe schließ­lich eben dahin.

Wenn wir aus dem Wald kommen, ge­ra­de­aus. Hühnerloh.Bei der Infotafel links.Das Ab und Auf hört nicht auf. Oben Bösenbirkig.Rechts halten und nach der Kapelle links. Es taucht die alte Beschilderung Wallfahrtsweg auf. Allenthalben gelbe Jakobusbänke zum Rasten und Schauen.Der Schotterweg steigt nochmals an. Und dann sehen wir sie oben erstmals: die Türme von Basilika und Burg. Gößweinstein.Hinein, an der Tankstelle über die Straße und auf die Basilika zu. Da mit Links­schwenk die Treppen hinauf zum Eingangsportal.

Wir stehen mitten im barocken Wallfahrerzentrum. Das Wappen von Papst Benedikt XVI über dem Hauptportal weist sie als „Basilica minor“ aus – ein Ehrentitel, der nur wichtigen Kirchen vorbehalten ist. Im Inneren der imposante Hochaltar mit dem Gnadenbild der Hl. Dreifaltigkeit, reich­hal­tiger Deckenstuck, Orgelempore und Kanzel

Basilika in Goessweinstein (26.09.2011, up3 © Verwendung aus­schließ­lich für private Zwecke. Jede weitere Verwendung, insbesondere Reproduktion und Wei­ter­ga­be an Dritte, ist nicht gestattet.)

Etappe 3 (12,1 km)

Gößweinstein Basilika – Stadelhofen – Allersdorf – Hansalinde – Soranger – Obertrubach/Pfarrkirche
 

Liebevoll eingebunden in die Fels-Wald-Wiesen-und-Acker-Landschaft sind Kreuze, Marterln und Bänke. Viel Wald und entspannend lange Talwege hinunter nach Obertrubach.

Markierung: Von der Basilika an begleitet uns neben Strahlenmuschel rechts auch Gelbring bis Allersdorf. Da über­nimmt dann Gelbstrich. VGN-Anfahrt wie nach Pottenstein, Rück­fahrt ab Obertrubach:Bus­linien 222(Mo - Sa) und 229(Sa, So, Fei­er­tag 1.5. - 1.11.) nach Pretzfeld R22 oder Forch­heim R2/S1.

Start­punkt in Gößweinstein ist die Basilika. Zunächst laufen wir am Kirchenschiff vorbei auf das dahinter liegende Gelände mit der Klosterkirche. Linkerhand durch den Torbogen und ge­ra­de­aus.Erst aufwärts und mit Strahlenmuschel rechts und Gelbring abwärts, am Schulzentrum vorbei. Am Ortsende sehen wir die gelbe Jakobusbank halblinks gegenüber. Wir über­que­ren die nach Stadelhofen führende Straße und folgen dem Hinweis zum Felsentor. Am Wald­rand ent­lang und zum Felsentor, das wirklich imposant ist. Da durch. Es geht etwas hinunter und hinauf. Wir durchwandern eine mächtige Fels- und Laubwaldlandschaft.Bei der Schotterstraße rechts, bei Bank und Infotafel ge­ra­de­aus.Dann links auf Asphalt. An der folgenden Gabelung ge­ra­de­aus auf Schotter. Und auf­pas­sen: Nach etwa 200 m, verdeckt von dem überragenden Felsen, nach links und etwas bergan. Aus dem Wald und bei der gelben Jakobusbank links abwärts. Gegenüber wieder massives Felsgetürm.

Durch Wiesen und Felder. Nach den Maschinenhallen kurz rechts auf die Autostraße Rich­tung Stadelhofen. Nach der Jakobusbank mit Kreuz nach links auf das Pflaster. Aufwärts, an der Christbaumpflanzung vorbei. Kurz darauf rechts in den Forst. Danach die saftigsten Wiesen: eine Augenweide. Am Wald­rand ent­lang und später links auf die Teerstraße. Tja, und hier scheiden sich die Geister: Welchen Weg nehmen wir nach Allersdorf? Wer sich gut orientieren kann, mag sich den Markierungen nach rechts in die Wiesenlandschaft anvertrauen. Al­ler­dings verlieren sich Muschel und Kreis irgendwann, um in Allersdorf unversehens wieder aufzutauchen. Im Neubaugebiet verlässt uns der gelbe Kreis nach rechts, während die Muschel links zur Trafosta­ti­on führt.

Deshalb empfehlen wir, sicherheitshalber gleich auf der Asphaltstraße zu bleiben. Mit unserer neuen Begleitmarkierung Gelbstrich sind wir in Kürze an besagter Trafosta­ti­on. Von da an bringen uns Muschel und Strich ge­mein­sam weiter.

Rechts die kleine Kapelle am Weiher

Am ehemaligen Milchhaus steuern wir dann links in Rich­tung Kleingesee und sehen da auch den Wanderhinweis auf Soranger, unserem nächsten Ziel. 22

Also die Asphaltstraße ab- und aufwärts. Oben rechts die Hansalinde. Über die Querstraße, die rechts nach Kleingesee führt, und weiter auf den Feldweg. Zunächst leicht in die Senke, dann grasbewachsen ansteigend.

Bei einer Bank mit Rückenlehne über­que­ren wir den Schotterweg und halten uns ge­ra­de­aus. Es geht aufwärts auf den Wald zu und auch hier noch einige Zeit sachte bergan. Der Weg mündet in ein Schottersträßchen. Noch etwas hinauf, dann hinunter. Hier bitte auf­pas­sen: Unser Weg zweigt ganau da, wo man be­son­ders entspannt vor sich hin laufen könnte, plötzlich nach rechts ab. Die folgende Kreu­zung über­que­ren und lang schnurgerade bergab. Unten links auf Asphalt und am Ortsrand von Soranger auf die Autostraße nach rechts. Etwas abwärts und da, wo die Straße rechts in den Wald abbiegt, wenden wir uns nach links und gehen am Wald­randnent­lang, etwa 200 m runter. Hier rechts in den Wald.
Am Ende den Pfad durch die Wiesen. Zum ge­gen­über­lie­genden Wald­rand. Teerstraße über­que­ren und an der Tafel mit den vielen Weg­wei­sern rechts. Über die nächste Kreu­zung und gleich nach etwa 100m rechts. Angenehmer Waldweg. Jetzt wieder abwärts. Auf die Markierung achten! Schließ­lich im Talgrund kurz rechts auf Schotter und bei der Bank dann links. Wir nehmen Kurs auf Obertrubach. Ma­le­rische Fels- und Waldlandschaft. Genusswandern! An der nächsten Ein­mün­dung rechts und nach etwa 200 m an der Gabelung links. Unterhalb der baufälligen Scheune rechts auf den breiten Schotterweg. Mit ihm hinab bis zum Park­platz an der Straße nach Obertrubach. Da links neben der Straße her. Noch mal imposante Fels­for­ma­ti­onen und schließ­lich im Ort ein Anblick den wir uns hart erarbeitet haben: die Kirche.

St. Laurenzius birgt wertvolle sakrale Schätze


Etappe 4 (13,8 km)

Obertrubach Pfarrkirche – Schlöttermühle – Hiltpoltstein – Gräfenberg
 

Die Trubach geizt nicht mit schön geformten Felspartien. Nach Hilpoltstein gehts steil bergauf, dann in Zacken an etlichen Waldrändern ent­lang. Geruhsamer Ausklang zwischen Kirschen und Hopfen.

Markierung: Zunächst auch wieder Strahlenmuschel rechts plus Gelbstrich, in Hiltpoltstein abgelöst von Strahlenmuschel rechts und Blaustrich . VGN-Anfahrt nach Obertrubach: Bus­linien 222 (Mo - Sa) und 229 (Sa, So, Fei­er­tag vom 1.5 -1.11) von Pretzfeld R22 oder Forch­heim R2/S1. Rück­fahrt Gräfenberg mit R21.

In Obertrubach von der Pfarrkirche mit Strahlenmuschel rechts und Gelbstrich aus geradewegs auf die Trubachtalstraße. Kurz vor Ortsende die Trubachsquelle. Zwischen den letzten beiden Häusern führt unser Weg rechts zum Brücklein über den taufrischen Bach. Ein felsiger Steig nimmt uns auf, um am modernen Spielplatz zu enden.Dort nicht irritieren lassen: Unser Weg verläuft unten neben der Straße. Hoch oben über uns der Blechsteinfelsen.

Am Blechstein verlief im 16. Jh. die Grenze zwischen den Pflegeämtern Hiltpolt-, Potten- und Betzenstein. Heute ist dieser ebenso wir andere Felsen im Trubachtal ein Dorado für Kletterer.


Wir können nur bewundernd vorbei. Danach auf einem weiteren Steig aufwärts. Ein­drucks­volle Felslandschaft. Wenn unser Pfad bei der ehemaligen Schlöttermühle wir die Brücke über die Trubach.

Unsere Markierungen leiten uns links zum Wald­rand hoch. Hier rechts halten. An der folgenden Lichtung links aufsteigen. Es folgt ein Hohlweg. Laubwald. An der Schonung vorbei. Erst etwas ebener, doch wir müssen weiter rauf. Auf dem Kamm laufen wir einige Zeit so dahin, dann abwärts. Die Markierungen zeigen uns, dass wir richtig sind. Unten am Strommast links und rechts unter der Stromleitung durch. Zunächst ansteigen, später wirds bequemer. Aber Achtung: Wenn das Gelände leicht abfällt, links hoch. In­te­res­sante Felsgebilde, die wir halb umrunden. Nochmals kurzes Auf und Ab. Buschiger Pfad, später breiter. Vorbei an putzigen Fels­for­ma­ti­onen. Eine Weide. Links ein Bild von einer Landschaft. Gegenüber in den Wald.

Unter eindruckvollen Felslabyrinthen dahin. Wieder Buschwerk, wieder Anstieg und dann endlos abwärts. Auch hier bitte die Markierungen nicht aus den Augen verlieren. An einer laubbedeckten Kreu­zung rechts. Nach einigen steilen Abwärtskurven auf­pas­sen: Spitzkehre nach links.

Noch ein letztes Mal die Zähne zusammenbeißen und bergan. Schließ­lich hinab ins Freie. Über die Asphaltstraße und Rich­tung Wald. Doch keine Bange, den nächsten Gipfel müssen wir nicht erobern. Unser Weg führt im Rechtsbogen drum herum und hinab. Wir kommen zu den gepflegten Gärten der Obstbaumversuchssta­ti­on. Am Ende der Plantagen links und rechts weiter abwärts. Dann rechts auf die Häuser von Hilpoltstein zu. Wir erreichen die Hauptstraße.

Burg Hiltpoltstein (VGN © VGN)

Unser liebgewonnener Gelbstrich verabschiedet sich nach links. Wir spazieren rechts am Tor vorbei und hin zu Schloss und Kirche.

Ev. Matthäuskirche mit Passionsaltar und Taufbecken in Muschelform

An­schlie­ßend wieder zur Hauptstraße. Hier empfängt uns neben der Muschel des großen Ja­kobs­weges auch die neue Be­glei­tung Blaustrich. Wir folgen links der Straße Rich­tung Schnaittach, orientieren uns aber nach etwa 150 m „Am Stock“ ge­ra­de­aus. Bei der Schlossäckerstraße am Ortsende links der Stromleitung ent­lang. Aufwärts – rückwärts lohnt ein Blick auf Schloss und Kirche. Kaum sind wir oben, gehts leicht nach unten und gleich rechts am Wald­rand ent­lang. Mit Links­bo­gen auf eine Baumgruppe zu. Vorbei und rechts weiter. Schließ­lich links hinunter. Leider fehlt unten die Markierung, lediglich ein Rotpunkt ist vage erkennbar. Wir über­que­ren die Kreu­zung, gehen leicht aufwärts und siehe da: Plötzlich taucht unsere Markierung wieder auf. Sie weist rechts in den Wald. Schmaler Pfad. Bei der großen Wiese am Wald­rand ent­lang abwärts. Unten zwingt uns eine Schotterspitzkehre nach rechts. Ge­ra­de­aus durch waldgesäumte Wiesen und Felder.

Beim Jägerstand am nächsten Wald­rand links hinauf. Links oben taucht Wölfersdorf auf. Merkwürdige Markierung. Mit der Teerstraße nach rechts liegen wir richtig. Kurz abwärts, dann gleich nach links abbiegen. Am Wald­rand bergan. Aber bitte auf­pas­sen, oben lotsen uns die Zeichen rechts ein letztes Mal auf unserer Tour in den Wald. Am Ende der Finsternis eine Pferdekoppel. Da ent­lang. In der Ferne das Kasberger Windrad.

Wir über­que­ren eine Schotterstraße und laufen auf grasbewachsenem Weg. Rundumblick auf der Hochfläche. Kirschgärten und Hopfenfelder. Bei einer Buschreihe links halten. Richtig gut zum gemütlichen Auslaufen. Schließ­lich rechts abwärts. Vor dem Geräteschuppen links, an der Gabelung rechts. Vorbei an der mächtigen Linde. Die Bun­des­stra­ße über­que­ren und aufwärts. Am Sportgelände und dem ehemaligen Steinbruch vorbei. Ge­ra­de­aus.Es zieht sich noch mal hin.

Aber dann links zum Kriegerdenk­mal hoch über Gräfenberg. Und von jetzt nur noch bergab: Erst die zahllosen Stufen, unten 10 m rechts und gleich links in die Friedhofsgasse, die hinab bis vor den Bahn­hof führt. Aber natürlich bleiben wir vor der Heimfahrt noch eine Weile in Gräfenberg.

Ev. Dreieinigkeitskirche aus dem 13. Jh.

Nach der Kirche besuchen wir eins der vielen Wirtshäuser. Eine Belohnung haben wir uns jetzt reichlich verdient. Wir sind am Ziel.

Tipp

Tipp

Ge­mein­den

Pegnitz

Schon vor 3.000 Jahren siedelten Menschen in der Umgebung. Anfang 12. Jh. ist das Dorf Begenze erstmals urkundlich erwähnt.1355 kam die Erhebung zur Stadt durch Kaiser Karl IV. Zwei Jahre danach veräußern die Landgrafen Ulrich und Johannes von Leuchtenberg Pegnitz mitsamt Veste, Leuten, Gütern usw. an denselben Kaiser, der zugleich auch König von Böhmen war. 25 Jahre später verpfändete man die Stadt an an die Nürn­berger Burggrafen. Damit gehörte sie den Zollern, um mit ihnen später preußisch zu werden. Erst 1810 war Pegnitz nach rund viereinhalb Jahrhunderten wieder bay­e­risch. 1843 kam dann der An­schluss an die Ei­sen­bahnstrecke zwischen Nürn­berg und Hof: bester Stand­ortfaktor für die spätere Eisengießerei Pegnitzhütte. Bemerkenswerte Marginalie: Bis 1878 bestand der Ort aus zwei Teilen mit un­ter­schied­lichen Rechten und Pflichten.

 

Se­hens­wert

  • Ev. Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus mit Jakobuskapelle
  • Kath. Marienkirche
  • His­to­risches Rathaus von 1347, früher auch als Verkaufshalle für Brot- und Fleischwaren, Tanzboden, Gefängnis, Feuerlöschgerätelager, Postamt und später Sparkasse genutzt. Heute wieder „normaler“ Rathausbetrieb.
  • Zaußenmühle von 1450 mit Pegnitzquelle
  • Altes Schloss, ehemaliges Kran­ken­haus und Stadt­bü­che­rei, heute mit Multimediashow über die Geschichte von Pegnitz

Pottenstein

Zwei Aufzüge und ein Esel – das war im 17. Jh. Komfort auf Burg Pottenstein. Jeden Tag brauchte man trotz Zisternen noch den Frischwassertransport. Dreimal wurden Pottenstein und die Burg überfallen: 1128 brannte der Vater Kaiser Friedrich Barbarossas, der staufische Herzog Friedrich von Schwaben, den Ort nieder. 1525 plünderten aufständische Bauern die Burg, doch die Pottensteiner Bürger verhinderten beherzt den Abbruch. 1553 schließ­lich griff der Markgraf an. Durch Belagerung, Beschuss und Einnahme entstand ein Schaden von 20.000 Florin, der Goldwährung des Mittelalters.

Se­hens­wert

  • Kath. Pfarrkirche St. Bartholomäus von 1775, Rokokoausstattung, ungewöhnlich zweischiffig mit Empore; oben zur Besichtigung offen.
  • Kunigundenkirche mit Altarbild, das Burg und Bergfried zeigt
  • Burg mit Museum und Elisabethzimmer, Aufenthaltsort der Hl. Elisabeth von Thüringen, die 1228 hierher geflüchtet sein soll
  • Bürgerspital neben dem Friedhof
  • Zahl­reiche Frei­zeitan­ge­bote: Felsenbad, Kletterwald, Som­mer­ro­del­bahn und Teufelshöhle

Gößweinstein

1730 ist Schicksalsjahr für Gößweinstein: Der neue Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn legt den Grundstein zu einem der überragenden geistlichen Anziehungspunkte in Franken, der von Balthasar Neumann gestalteten barocken Wallfahrskirche. Der Neubau war auch bitter nötig, denn schon 1719 war der Andrang so groß, dass die Gläubigen beinahe die Geistlichen bei der Kommunion verdrängt hätten. Seit der Einweihung 1739 entwickelte sich das Gotteshaus zum größten Dreifaltigkeitswallfahrtsort Deutschlands. Der Beginn des Pilgerstroms ist nicht mehr zu belegen. Der Gründerbrief des Fürstbischofs weist aber auf die „von vielen hundert Jahren her entstandene Kirche und Wallfahrt zu Gößweinstein“ hin.

Dabei waren die Anfänge Gößweinsteins gar nicht so kirchenfreundlich. Die erste schriftliche Nachricht seiner Existenz erreicht uns nach dem Sieg König Heinrichs IV. über die aufständischen Sachsen: Bischof Burkhard von Halberstadt saß auf Burg Goswinesteyn als Gefangener fest. Das war 1076 – dasselbe Jahr, in dem sich der exkommunizierte König dem Papst auf dem Gang nach Canossa unterwarf. Um 1100 kam die Burg an das Hochstift Bam­berg. Jetzt hatte die Geistlichkeit das Sagen, die Bischöfe setzten die Burgherren ein. Im Bauernkrieg wurde die Burg mutwillig abgebrochen. Nachdem der Aufstand niedergeschlagen war, mussten die Bürger die Burg wieder aufbauen.

Se­hens­wert

  • Basilika mit Klosterkirche
  • Wallfahrtsmuseum im Mesnerhaus, zeigt u.a. eine Jakobusfigur aus Santiago de Compostela und eine Abschrift des Pilgerführers Codex Calixtinus bzw. Liber Sancti Jacobi; geöffnet Os­ter­sonn­tag – 1. Nov. Di – So 10 – 18 Uhr; 2. Nov. – Os­ter­sams­tag, Sa u. So 10 – 17 Uhr; 1. Adventsonn­tag bis Sonn­tag nach Heilige Drei Könige Di – So 10 – 17 Uhr
  • Burg mit wunderbarer Aussicht auf Gößweinstein und Wiesenttal,´geöffnet Ostern bis Ende Okt. tägl. 10 – 18 Uhr.
  • Heimatkundliche Samm­lung im Tourismusbüro, geöffnet April – Okt. Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Sa 9 – 14 Uhr, So 10 – 12 Uhr; Nov. – März Mo – Do 9 – 16 Uhr u. Fr 9 – 12 Uhr Spielzeugmuseum geöffnet Nov. – April Sa, So u. an Fei­er­tagen 11 – 18 Uhr, Mai – Okt. auch Mi 11 – 18 Uhr

Obertrubach

Schon in der Steinzeit war die Gegend um Obertrubach besiedelt. Unter den Karolingern gehörte sie zum Königshof in Forch­heim. Kurz nach der Jahrtausendwende kam der Ort zum neu gegründeten Bistum Bam­berg. Obertrubach lag genau an der Grenze zwischen den Ländereien des Bistums Bam­berg und der Reichsstadt Nürn­berg. Das fixierte man 1537 erstmals schriftlich. Der Vertrag schlug den Ortsteil südlich des Baches Nürn­berg zu, der nördliche Ortsteil blieb bei Bam­berg. Erst Anfang des 19. Jh. wurden die beiden Teile wieder vereint. 1607 wurden Grenzsteine gesetzt, 12 sind noch er­hal­ten. Darauf noch gut erkennbar: die Wappen Bam­bergs und Nürn­bergs, ein Schwert und ein Signalhorn als Zeichen der Blutgerichtsbarkeit und des Hohen Wildbannes.

Die im Bauernkrieg 1524 zerstörte Kirche wurde zwanzig Jahre später erneut aufgebaut und um 1700 im barocken Stil ausgestaltet. 1954 wurde der Bau abgebrochen und erneuert. Der spätgotische Turm blieb ebenso er­hal­ten wie Skulpturen und Kunstschätze.

Se­hens­wert

    • Kath. Pfarrkirche St. Laurentius mit Dreifaltigkeitsbild; bei der Kirche Mariengrotte, Pestkapelle und Laurentiusbrunnen,
    • Kletter-Infozentrum Frän­kische Schweiz

Hilpoltstein

Strategisch her­vor­ra­gend gelegen, ging die Burg zwischen Herrschern und Herren öfters hin- und her: Erst kamen die Staufer, dann 1263 Bayernherzog Ludwig der Strenge. Danach die Herren von Hirschdorf, später der Böhmenkönig. König Wenzel verlieh sie erst an die Valzner-Brüder aus Nürn­berg, dann an die Seckendorfer Herren. Das ging solange, bis die Reichsstadt Nürn­berg 1503 in den Stadtsäckel griff: 6000 Gulden kosteten Burg und Markt zusammen. Im 30-jährigen Krieg wurde es trotz Befestigung mehrfach geplündert und verwüstet, von Schweden und Habsburgern. Später kamen dann die Franzosen.

1806 wurde Hiltpoltstein bay­e­risch und es ging aufwärts. König Ludwig I kümmerte sich um die Instandsetzung der Burg, der Orterlebte eine Blütezeit. Vier Gastwirtschaften, viele Handwerker im 19. Jh. – das Gemeinwesen florierte.

Se­hens­wert

  • Ev. Matthäuskirche mit Passionsaltar von 1420, barocker Kanzel und einem Taufbecken in Muschelform
  • Fach­werk­häuser, nördliches Stadttor mit kleinem Heimatmuseum, Burg (in Privatbesitz, deshalb nicht zu besichtigen)

Gräfenberg

Bis nach Hongkong, ins Offizierskasino der Österreichischen Kriegsmarine, gingen früher die Lieferungen der Gräfenberger Turmuhrenmanufaktur. Mehr als 1600 große Uhren wurden hier im 18./19. Jh. hergestellt. Heute pflegen die Erben der damaligen Macher liebevoll ein Museum. Bekanntester Sohn der Stadt ist der um 1170 geborene Wirnt von Grefenberg. In Erscheinung trat er als Minnesänger und Autor des Heldenepos „Wigalois, der Ritter mit dem Rade“: einer phantasievollen Learning-by-doing-Geschichte, wie sie im Hoch- und Spätmittelalter in Anlehnung an die Artussage entstanden.


Als Ritter gehörte Wirnt zur Upper Class, deren Tage in Gräfenberg im 14. Jh. gezählt waren. Die „Herren von Gräfenberg“ traten da nämlich in den Bürgerstand der Reichsstadt Nürn­berg über und nahmen den Familiennamen „Graf“ an. Chunrat Graf, eine Per­sön­lichkeit unter den Nürn­bergern, erwarb für Gräfenberg das Marktrecht, eine Generation später erwirkte sein Schwiegersohn Berthold Haller das Stadtrecht.
Krieg und Verheerung verschonten auch Gräfenberg nicht. 1567 brannte das Städtchen komplett ab, weil ein Stallknecht einen brennenden Kienspan in einer Holzsäule vergessen hatte. Im 30-jährigen Krieg war 1632 ein be­son­ders schlimmes Jahr. Und ein Gewitter mit infernalischem Wolkenbruch brachte sieben Tote und viele Verletzte. Die schrecklichen Folgen sind in einem Album festgehalten. Titel: „Abbildung der vorzüglichsten Ruinen, welche ein am 8. Junius 1778 Abends zwischen acht und neun Uhr zu Gräfenberg niedergegangener Wolkenbruch in dasiger Vorstadt veranlaßte.“ 1866 wurde ein wichtiger Waffenstillstand zwischen Österreich und Preußen im Hotel „Alte Post“ ausgehandelt. Daran erinnert das Gemälde an der Fassade des heutigen Hotels.

Se­hens­wert

  • Ev. Dreieinigkeitskirche aus dem 13. Jh.
  • Turmuhrenmuseum, zeigt 50 Uhren aus fünf Jahrhunderten, Kasberger Str. 16, Tel. 09192 8266, geöffnet April – Okt. Sa u. So 14 – 18 Uhr, www.turmuhren-graefenberg.de

Pilgerstellen

Pegnitz

  • Ev. Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus
  • Kath. Pfarramt Herz-Jesu und St. Marien
  • Rathaus Bürgerzentrum

Elbersberg

  • Kath. Pfarrkirche St. Jakobus

Pottenstein

  • Fremdenverkehrsamt im Rathaus
  • Kath. Kirche St. Bartholomäus
  • Burg Pottenstein

Gößweinstein

  • Kath. Pfarramt, Wall­fahrts­kir­che Hl. Dreifaltigkeit
  • Rathaus, Tourismusbüro

Obertrubach

  • Kath. Pfarramt St. Laurentius
  • Ge­mein­deamt Obertrubach

Hilpoltstein

  • Ev. Matthäuskirche

Gräfenberg

  • Fremdenverkehrsamt/ Stadtver­wal­tung
  • Ev. Dreieinigkeitskirche
  • Katholisches Pfarramt St. Bonifatius, Kloster Weisenohe

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Elbersberg

Gasthof Kapellenhof

Ka­pel­len­weg 13
91278 Elbersberg
Tel: 09243 449
Mo-Di von 11-20 Uhr, Do-Fr 11-20 Uhr, So 10-21 Uhr, warme Küche ab 12 Uhr
Ruhetag: Mitt­woch

Gößweinstein

Gasthof Frän­kische Schweiz

Pezoldstr. 20
Gößweinstein
Tel: 09242 290
Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof Schönblick

Au­gust-Sieghardt-Str. 8
Gößweinstein
Tel: 09242 377
Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof Stern

Pezoldstr. 5
Gößweinstein
Tel: 09242 98765

Gasthof „Zum Löwen“

Balthasar-Neumann-Str. 5
Gößweinstein
Tel: 09242 237

Gasthof „Zur Post“

Balthasar-Neumann-Str. 10
Gößweinstein
Tel: 09242 278

Hotel Stempferhof

Badangerstr. 33
Gößweinstein
Tel: 09242 74150
Übernachtungsmöglichkeit

Restaurant Krone

Balthasar-Neumann-Str. 9
Gößweinstein
Tel: 09242 207
Übernachtungsmöglichkeit

Scheffel-Gasthof

Balthasar-Neumann-Str. 6
Gößweinstein
Tel: 09242 201
Übernachtungsmöglichkeit

Weinklause Heumann

Pezoldstr. 11
Gößweinstein
Tel: 09242 822

Wirtshaus-Bar Holzwurm

Burgstr. 15
Gößweinstein
Tel: 09242 229

Gräfenberg

Brauerei Gasthof Lindenbräu
Fam. Brehmer-Stockum

Am Bach 3
Gräfenberg
Tel: 09192 348
Fax: 09192 997837
Sommeröffn­ungs­zeiten: (Mitte Mrz-Mitte Nov): So u. Mo. 16-22 Uhr, Di.-Do. 11-22 Uhr, Fr. 16-23 Uhr, Sa 10-23 Uhr, warme Küche 11:30-20:30 Uhr, Brotzeit bis 21 Uhr;
Winteröffn­ungs­zeiten Lindenbräu ab 07.11.2016 bis 15.03.2017: Di.-Do. 11-22 Uhr, Sa. 10-23 Uhr, So. 16-22 Uhr;
Aus­nah­men: 1. Mai, Vatertag, Kirch­weihfrei­tag und -mon­tag (1. Wo­chen­en­de i. Aug. ab 10 Uhr geöffnet;
Jahresurlaub: Ab Mitte Au­gust 3 Wochen, Heiliger Abend/ 1. Weihnachtsfei­er­tag/ Sil­ves­ter/ Neujahr/ Faschingsferien.

Häfner‘s Weinstüberl

Bayreuther Str. 9
Gräfenberg
Tel: 09192 994844

Wirtschaft „Zum Eckela“

Markt­platz 20
91322 Gräfenberg
Tel: 09192 993523
Ruhe­tage: Mo.- Do.

Zum Goldenen Stiefel

Am Gesteiger 4
Gräfenberg
Tel: 09192 996785

Hiltpoltstein

Gast­haus Aures

Schulstr. 11
Hiltpoltstein
Tel: 09192 7176
Übernachtungsmöglichkeit

Kougioumtsidis Spartakos Gaststätte

Hauptstr. 51
Hiltpoltstein
Tel: 09192 991672

Hühnerloh

Gast­haus Frankenhöhe

Hühnerloh
Tel: 09242 347
Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof Bayer

Hühnerloh
Tel: 09242 831
Übernachtungsmöglichkeit

Obertrubach

Begegnungshaus

Pfarrer-Grieb-Weg 25
Obertrubach
Tel: 09245 98210
Übernachtungsmöglichkeit

Cafe-Bäckerei Müller

Pfarrer-Grieb-Weg 7
91286 Obertrubach
Tel: 09245 447
Kein Ruhetag

Café-Pension Leistner

Trubachtalstr. 29
91286 Obertrubach
Tel: 09245 981110
Kein Ruhetag

Gast­haus Regina

Hundsdorfer Weg 5
91286 Obertrubach
Tel: 09245 958995
Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof Alte Post

Trubachtalstr. 1
91286 Obertrubach
Tel: 09245 322
Öffn­ungs­zeiten: 8-14 Uhr und ab 17 Uhr, warme Küche von 11-14 Uhr, Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof Frän­kische Schweiz

Bergstr. 1
91286 Obertrubach
Tel: 09245 218
Öffn­ungs­zeiten: warme Küche von 11-13:35 Uhr und von 17:30-20 Uhr, Ruhetag: Don­ners­tag, Übernachtungsmöglichkeit

Hotel Ottilie

Neudorfer Weg 23
91286 Obertrubach
Tel: 09245 9800
Übernachtungsmöglichkeit

Hotel-Pension Grüner

Neudorfer Weg 3
91286 Obertrubach
Tel: 09245 9870
Übernachtungsmöglichkeit

Pottenstein

Bistro Kachelofen

Hauptstr. 28
91278 Pottenstein
Tel: 09243 700116

Brauerei Gast­haus Hufeisen

Hauptstraße 36-38
91278 Pottenstein
Tel: 09243 260
Kellerweizen, Bio-Dunkel, Premium-Pils und Urdunkel werden bei Familie Wiegärtner gebraut. Der Sudkessel steht mitten im Gasthof.

Brauerei Gasthof Mager

Hauptstraße 13
91278 Pottenstein
Tel: 09243 333
Vier Biersorten werden bei Familie Mager in über 300-jähriger Brautradition gebraut.

Bruckmayer's Urbräu

Am Stadtgraben 1
91278 Pottenstein
Tel: 09243 924440
Übernachtungsmöglichkeit; Eine alte Brauerei, die zu einem urigen, originellen Gasthof umgebaut wurde, bietet frän­kischen Biergenuss zwischen Lagertanks und Sudkesseln – ein Erlebnis.

Café Mager

Am Siegenberg 2
Pottenstein
Tel: 09243 808

Eiscafe Mediterrania

Fischergasse 10
Pottenstein
Tel: 09243 7014839

Gasthof "Goldene Krone"

Am Markt­platz 2
91278 Pottenstein
Tel: 09243 92430
Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof Luisengarten

Fischergasse 17
91278 Pottenstein
Tel: 09243 701565
Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof Reichel

Jakobusstr. 1
91278 Pottenstein
Tel: 09243 1329

Gasthof Tucher-Stuben

Hauptstr. 44
Pottenstein
Tel: 09243 70160
Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof „Forellenhof“

Am Kurzentrum 4
91278 Pottenstein
Tel: 09243 92420
Übernachtungsmöglichkeit

Gasthof-Cafe-Pension Haberberger

Mariental 18
91278 Pottenstein
Tel: 09243 307
Übernachtungsmöglichkeit

Kurcafe

Am Kurzentrum 6
Pottenstein
Tel: 09243/7100

Pizzeria "Bei Sepe"

Markt­platz 4
91278 Pottenstein
Tel: 09243 90254

Stadtcafe Wunderlich

Hauptstr. 7
Pottenstein
Tel: 09243 282

Waldcafe

Oberes Püttlachtal 40
Pottenstein
Tel: 09243 903040

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

10. August 2017 12:40 Uhr, Alois Dorner, Neumarkt

Wir - 3 Personen - sind fast diesen Jakobusweg gegangen und wir finden, dass er fantastisch ist. Allerdings haben wir den Weg durch das Püttlachtal gewählt - ein atemberaubendes Highlight. Wer Ruhe und Natur sucht - hier findet er beides auf diesem Weg. Viel Wald, Bäche, Felder, Wildtiere - wirklich ein Erlebnis.

26. April 2014 18:37 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Fränkische Schweiz - herrliche Landschaft. Wir haben für unseren 5 Tages Trip noch die Wanderungen 'Über den Schlossberg...' und 'Zum Reifenberger Keller' mit angehängt.

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