Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Thema Felsen und Höhlen, Aussichtspunkte
Region Fränkische Schweiz
Linien 339 450 R3
Länge ca. 14 km
Dauer ca. 4 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
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Landschaft
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Gastronomie
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
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Höhenprofil

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Zum Kanonier von Weidlwang

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Vorwort

Vorwort

Der erste Abschnitt durch die herrliche Landschaft verläuft auf dem Erzweg, der nach den strengen Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbandes zu den Spit­zen­wan­der­wegen Deutschlands gehört. Auch danach entdeckt man viele Facetten der Gegend, mit einer weit­rei­chenden Fernsicht vom Breitenstein aus, bis man in Weidlwang vor der Felsnadel mit dem darauf thronenden Kanonier steht. Auf dem Weg nach Pegnitz sind dann noch zwei Karstbuckel zu überwinden, bevor man rund um den Markt­platz von Pegnitz die Tour ausklingen lassen kann.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te – Michelfeld - Steinamwasser - Weidlwang - Pegnitz (14.02.2017)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Michlfeld Abzw. Asamweg
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung
Pegnitz Bahn­hof
Rück­fahr­mög­lich­keiten

Von der Bus­hal­te­stel­le Michelfeld 339 450, Abzw. Asamweg, starten wir unsere Wan­de­rung durch das etwas „in die Jahre gekommene“ Eingangsportal des ehemaligen, im Jahr 1119 durch Bischof Otto I. von Bam­berg gegründeten Benediktinerklosters. Dahinter durch einen Torturm – und vor uns liegt linker Hand die zu Beginn des 18. Jahrhunderts von den Brüdern Asam im Barockstil reich ausgestattete Klosterkirche.

Es lohnt sich, wenn auch meist nur durch das Sperrgitter, einen Blick in das von 1690–1695 nach den Entwürfen von Wolfgang Dientzenhofer erbaute Gotteshaus zu werfen.

Führungen in der Asamkirche sind nach Absprache je­der­zeit möglich: kath. Pfarramt Michelfeld, Hauptstr. 2, Tel. 09643-204520, Herr Dietl, oder -1511.

Kloster und Kirche (26.05.2016, VGN © VGN GmbH)

Nach dem kurzen Abstecher in der Kirche geht es kurz rechts und ab sofort mit dem Rotkreuz dann links und bald auf dem Pfarrer-Wolfring-Steg über den hier aufgestauten Flembach. Das Rotkreuz-We­ge­zei­chen des Erzweges Rotkreuz, auf dem wir uns nun befinden, bleibt unsere Markierung bis vor Penzenreuth. Dank der guten Aus­schil­de­rung dieses Qualitätswan­der­weges kann man sich auf dieser Passage auf das Wesentliche konzentrieren. Also, auf geht’s, nach dem Holzsteg rechts und nach rund 150 m links nach oben (Kammerberg) und ge­ra­de­aus hinaus aus dem zur Stadt Auerbach ge­hö­renden Michelfeld. Mal Wie­sen­weg, mal Pfad – wir passieren eine kleine Kapelle und nähern uns nach einer Spitzkehre und der folgenden Gabelung nach rechts mit jeden Schritt abwärts bei Staubershammer wieder dem Flembach.

Das ehemalige Hammerwerk wurde 1973 hier abgebrochen und im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern in Theuern wieder original aufgebaut. Seine Betriebseinrich­tung stammt zum großen Teil aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Heute werden in dem gepflegten Anwesen mitten im Grünen Fe­ri­en­woh­nungen an­ge­boten. Ein kurzer Blick hinein bietet sich an. www.staubershammer.de

Weiter folgen wir bach­auf­wärts im Talgrund bis nach Steinamwasser dem Flembach. Eine Beschreibung ent­lang des Baches, der kleinen und großen Felspartien ist, auch wenn wir einmal kurz nach oben abschwenken und bei der Flembachhütte der Naturfreunde Auerbach (geöffnet Sonn­tag von 13–18 Uhr, Café und Kuchen, Getränke, Hüttenwart: 09643 2551) die Bachseite wechseln, nicht erforderlich.

Ein­fach in aller Ruhe Natur und Landschaft genießen!

Flembachtal (26.05.2016, VGN © VGN GmbH)

Nach der großen Felswand öffnet sich das Tal – und es ist nicht mehr weit bis zum Felsendorf Steinamwasser. Dort bieten sich auf jeder Bachseite eine Ein­kehr­mög­lich­keit an. Rechts vor uns: Landgasthof „Zum Mittler“, links nach der Brücke: Gast­haus „Zur frischen Quelle“.

Die Höhle ohne Namen
Obwohl sie schon seit Jahrhunderten bekannt ist, ihren Namen hat die Höhle ohne Namen, direkt hinter dem Gast­haus „Zur Frischen Quelle“, bis heute behalten. Die Höhle ist eine kluftgebundene Horizontalhöhle von über 500 Meter Ge­samtlänge. Sie zählt zu den größten, in­te­res­santesten und meistbesuchten Karsthöhlen in der frän­kischen Alb. Im Jahre 1844 soll die Höhle das erste Mal erwähnt worden sein. Das weit verzweigte Höhlensystem verfügt über teils ungewöhnlich geräumige Gänge und Hallen (bis zu 12 m hoch und 8 m breit). Die Höhle kann in der Regel nach Erfragen der Erlaubnis beim Wirt „Zur frischen Quelle“ ganzjährig be­tre­ten werden. Der vordere Bereich ist nahezu gefahrlos zu befahren. Für die weiteren Teile ist Höhlenerfahrung sowie ent­spre­chende Ausrüstung not­wen­dig. Quelle: wikipedia

Nach der Brücke ver­las­sen wir – nach wie vor dem vertrauend – das idyl­lisch gelegene Dörfl ein leicht ansteigend ent­lang der Dorfstraße. Auch nach dem Links­bo­gen noch ein Stück auf dem Sträßchen, dann aber in den zweiten Weg rechts ab und auf einem Wie­sen­weg auf den nahen Wald­rand zu. Unbemerkt über­schrei­ten wir hier die Land­kreis- und Bezirksgrenze von der Ober­pfalz hinein nach Oberfranken. Nun Schritt für Schritt aufwärts, kurz durch ein Wald­stück, wieder hinaus in die freie Flur und im Linksknick vor zu einer Straße. Kurz links, nach wenigen Metern dann rechts ab und weiter bis zur schon sichtbaren Penzenreuther Kapelle. Bereits von hier aus – oder von der kleinen Anhöhe am 510 m hohen Breitenstein links vor uns – bieten sich herrliche Ausblicke über die zahl­reich bewaldeten Bergrücken. Rechts – ziemlich deutlich erkennbar: der 135 m hohe Fernmeldeturm am Riegelstein bei Spieß. Gegen Ende des linken Horizonts spitzt der neue Aussichtsturm am Ossinger hervor.

Zur Penzenreuther Kapelle (26.05.2016, VGN © VGN GmbH)

Zurück zum Weg wieder abwärts, treffen wir auf einen geteerten Querweg. Hier verlässt uns der Erzweg nach rechts, unmarkiert biegen wir links ab. Bereits nach dem ersten Wald­stück wechselt der Untergrund. Auf einem zweispurigen Schotterweg geht es bergab bis zu einem weiteren Querweg, dahinter ein Hochsitz. Dort immer noch ohne Aus­schil­de­rung nach rechts und zwischen zwei Wald­stücken leicht abwärts. Danach halten wir auf einem schräg nach links und auf dem grasiger werdenden Weg unterhalb eines kleinen Hanges auf den Wald­rand zu. Am Wald­rand ent­lang, folgt ein „natürliches Tor“ aus Tannenbäumen, dahinter eine wahrscheinlich nicht immer gemähte Waldwiese.

Am rechten Wald­rand ent­lang – gegenüber eine Heckenreihe – geht es immer noch abwärts, bis die dann quer verlaufenden Bäume den Weg zu versperren scheinen. Doch Augen auf! Bei einem kleinen Durchlass rechts neben einem Hochsitz im Wald führt ein Pfad durch die herabhängenden Äste in den Wald hinein, weiter stetig nach unten und führt als breiter Waldweg wieder ins Freie. Geradewegs schlendern wir nun auf einem Feldweg in leichten Bögen weiter abwärts bis vor die ersten Häuser, wo rechts zwischen zwei Baumwipfeln „unser Kanonier“ hervorspitzt. Unten angelangt, führt uns das Sträßchen hinein nach Weidlwang. Je weiter wir laufen, sehen wir das Wahrzeichen des Ortes auf den steil aufragenden Felsen immer wieder in einer anderen Position.

Der Kanonier von Weidlwang
Der hölzerne, überlebensgroße Soldat hält gleichsam von seinem erhöhten Stand­ort aus Wacht über das Dorf und seine Bewohner, die ihren Kanonier deshalb auch schon seit über 350 Jahren liebevoll pflegen. Der Überlieferung nach steht dieser Wächter schon seit dem Jahre 1649 auf seinem exponierten Platz. Doch wie kam es zu diesem wohl ein­ma­ligen Denk­mal?

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–48) kamen die ver­schie­densten Soldatenhorden auch in diese Gegend, verbreiteten Furcht und Schrecken unter der Bevölkerung; raubten, folterten und mordeten, plünderten und brannten Anwesen und ganze Ortschaften nieder. Ein bei einem der Überfälle verletzter kaiserlicher Soldat war im Dorf zurückgeblieben und riet den Weidlwangern zu einem Täuschungsmanöver. Auf seinen Rat hin schleppten die verzweifelten Bewohner einen Pflug auf den markanten und alles überragenden Felsen inmitten ihres Ortes – und stellten ein hölzernes Rohr dazu. Wahrscheinlich postierten sie auch noch den Oberkörper einer Strohpuppe mit der bairischen Uniformjacke und der Kopfbedeckung des Soldaten, der ihnen den Rat gegeben hatte, dorthin. Tatsächlich ließen sich die Schweden durch die vermeintliche Geschützstellung täuschen, denn sie vermuteten einen gut gerüsteten und bewachten Ort, und machten deshalb einen weiten Bogen um Weidlwang. So wurde das Dorf damals verschont. Quelle: http://www.weber-rudolf.de/weidlwang.htm

Auf dem Weg ge­ra­de­aus durch den Ort, treffen wir , unmittelbar vor dem Ortsendeschild, wieder auf ein We­ge­zei­chen. Der Grünring, kombiniert mit dem Blaupfeil, führt uns rechts zwischen den beiden letzten Anwesen nach oben aus Weidlwang hinaus. In den folgenden Querweg fädeln wir nach links ein und halten uns, mal auf-, dann wieder abwärts konsequent an die beiden We­ge­zei­chen. Wieder ein Querweg, kurz rechts und gleich wieder links an der Heckenreihe ent­lang, „dasselbe Spiel noch mal“, bis sich bei einer geteerten Kreu­zung die Wege teilen. Das Blaupfeil über­nimmt nun linker Hand die alleinige Führung (Pegnitz: 3,5 km).

Wieder talwärts und im Links­bo­gen hinunter zur Straße, dort rechts hinein nach Hainbronn. Gleich nach dem Ortseingang – hier wieder ohne Aus­schil­de­rung – zweigen wir nach links Rich­tung Nemschenreuth ab. Bald geht es, gleich auf der rechten Stra­ßen­sei­te laufend, zuerst über die Pegnitz und dann über die Bahn­tras­se. Gute 150 m danach, am Ende der rot-weißen Abgrenzungen, scharf rechts ab und auf dem Teerweg abwärts auf die Bahn­tras­se zu. Die grüner Pfeil rechts mit 5, unser neuer Anhaltspunkt, leitet uns ein Stück am Bahndamm ent­lang, kurz links und dann schräg nach rechts in den Wald hinein aufwärts. Auf einem Wie­sen­weg, begleitet von einigen Fels­for­ma­ti­onen, weiter nach oben.

Wieder im Wald, führt unvermittelt ein Pfad nach links ausgeschildert steil nach oben – man kann die Passage auch im Links­bo­gen umgehen. Oben, zwischen zwei Grundstücken, treffen wir auf die Wasserbergstraße, nach wenigen Metern links auf die Hans-Böckler-Straße. Ihr folgen wir immer noch mit der grüner Pfeil rechts mit 5 rechts abwärts bis zur Ein­mün­dung in den Mühlweg. Dort nach links (die grüner Pfeil rechts mit 5 verlässt uns nach rechts), dann gleich wieder rechts in die Milchhofstraße. Nach dem Seniorenstift im Links­bo­gen weiter bis vor zur Schlossbergstraße. Dort rechts ein letztes Mal über die Pegnitz und vor bis zur großen Kreu­zung.

Wer noch einen Abstecher zum Markt­platz (Hauptstraße) mit zahl­reichen Ein­kehr­mög­lich­keiten machen möchte, hält sich links. Direkt zum Bahn­hof geht es nach rechts nur wenige Meter in der Bahn­hof­stra­ße, dann links ab (Bahn­hof­steig) und geradewegs durch die Fußgängerun­ter­füh­rung vor zum Bahn­hof R3

Tou­rist­in­for­ma­ti­on Pegnitz

Hauptstraße 73
91257 Pegnitz
Tel: 09241 72311
Fax: 09241 723881
Mo.-Fr. von 8-12 Uhr, Mo. u. Do. von 14-16 Uhr,Di. von 14-16 Uhr

Einkehren

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Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Auerbach

Gast­haus „Zur frischen Quelle"

Steinamwasser 6
91275 Auerbach
Tel: 09643 1358
Fax: 09643 916832
Ruhe­tage: Mon­tag und Don­ners­tag, Re­ser­vie­rungen bitte telefonisch
mit Wirts-/Höhlenstube und Bier­gar­ten

Landgasthof „Zum Mittler"
Inhaber: Götz Günther und Ruth

Steinamwasser 4
91275 Auerbach
Tel: 09643 204350
Geöffnet: Di-Fr ab 17 Uhr (bei Voran­mel­dung auch ab Mittag), Sams­tag und Sonn­tag durchgehend, Ruhetag: Mon­tag
warme und kalte gut­bür­ger­liche Küche - Schlachtschüssel am 1. Mitt­woch im Sep­tem­ber - Martinigans aus dem Holzbackofen im No­vem­ber - Feiern bis zu 120 Per­so­nen - mit Stüberl, Bier­gar­ten, Terrassenbetrieb und Kin­der­spiel­platz

Impressionen

Kommentare

Kommentare

16. Mai 2017 20:56 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Tolle Wegführung (vor allem der Waldpfad vor Weidlwang) - hat Spaß genmacht zu Wandern. Das Flembachtal erinnert etwas an das Paradiestal (VGN-durchs Paradiestal).

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