Felsen und Höhlen am karstkundlichen Wanderpfad

Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Thema Felsen und Höhlen
Region Nürnberger Land
Linien R3
Länge ca. 12,1 km
Dauer ca. 4,5 Std.
Stufe Top Tour

Bewertungen

Ge­samteindruck
(24)
(24)
Landschaft
(21)
(21)
Gastronomie
(26)
(26)
An­spruch / Kondition
(23)
(23)
Weg­be­schrei­bung
(22)
(22)

Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Felsen und Höhlen am karstkundlichen Wanderpfad

Prospekt-Download

GPS
Informationen zur Wanderung

GPS-Track Download

GPX / Garmin Tourdaten.gpx
Google Earth Tourdaten.kml

Vorwort

Vorwort

Der Markt Neuhaus a. d. Pegnitz liegt in einer außerordentlich reizvollen Landschaft im Nürn­berger Land, die mit einer Vielzahl markierter Wege zu größeren und kleineren Wan­de­rungen einlädt. Einer dieser Wan­der­wege, der Karstkundliche Wanderpfad, wurde auf Anregung von Richard G. Spöcker vom Frän­kischen Albverein markiert und am 4. Ok­to­ber 1936 eingeweiht. Die etwa 13 km lange Route führt den Wanderer zu kleineren Höhlen und anderen typischen Karstformen des oberen Pegnitzgebietes, als Hö­he­punkt auch zur Maximiliansgrotte.

In der Steinernen Stadt (VGN © VGN)
In der Steinernen Stadt (VGN © VGN)

Der Ausgangs- und Endpunkt des durchgängig mit Grünpunkt markierten Weges – eine der schönsten Wan­de­rungen im VGN-Gebiet – ist der Bahn­hof von Neuhaus a. d. Pegnitz, der mit der R3 schnell und bequem zu erreichen ist. Vom Haupt­bahn­hof Nürn­berg aus (und zurück) fahren Züge im Stun­den­takt, die Fahr­zeit mit dem Regional-Express beträgt etwa eine halbe, mit der Mit­tel­fran­kenbahn eine gute Stunde.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Felsen und Höhlen auf dem karstkundlichen Wanderpfad" – Neuhaus a.d. Pegnitz

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Vom Bahn­hof Neuhaus aus gehen wir mit Grünpunkt zunächst rechts an der herrlichen Baumallee ent­lang in Rich­tung Auerbach.

Neuhaus a. d. Pegnitz Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Unmittelbar hinter der Pegnitzbrücke steigen wir die Stufen zum Fluss hinab und wandern an ihm ent­lang. Nach Unterqueren der Ei­sen­bahnbrücke finden wir nach der Kneippanlage linker Hand einen eingezäunten, jetzt zur Fischzucht genutzten Quelltopf (Erklärungstafel  schwarze eins auf gelbem Punkt bereits weiter vorne).

Blick auf Neuhaus a.d. Pegnitz (VGN © VGN)
Pegnitz bei Neuhaus (VGN © VGN)

Am Grunde dieses natürlichen Beckens quillt sichtbar das Wasser auf und ergießt sich schon nach wenigen Metern in die Pegnitz. Daneben liegt am Hang die gefaßte Karstquelle Hinterbrunnen (Was­ser­ver­sor­gung für Neuhaus), auf die auch ein Schild hinweist. Das Wasser des Überlaufs fließt an den steinernen Treppen in die Pegnitz. Auf dem Weiterweg sehen wir links einige Felsen mit Uferhohlkehlen. Einige Meter weiter treffen wir nochmals eine Quelle an, die zwischen Steinen aufsprudelnd unmittelbar in die Pegnitz abfließt. Wenn das Flusswasser infolge von Niederschlägen trübe ist, kann man den Mündungsfächer des glasklaren Quellwassers be­son­ders gut verfolgen.

Ein schmaler Wiesenpfad führt nun an einigen Teichen vorbei; die Fläche zwischen ihm und der sich nach rechts entfernenden Pegnitz wird von Auwald und Schilfbeständen eingenommen. In einem rechts des Weges liegenden Forellenteich können wir einige Stellen sehen, wo aufdringendes Wasser den Sand vom Boden hochwirbelt (Artesische Quelle).

Wir über­que­ren die nach Finstermühle führende Asphaltstraße und befinden uns in der Ein­mün­dung des Hasellohe-Tales ins Pegnitztal. Es handelt sich hier um ein Trockental, eine typische Karsterscheinung der Frankenalb. Einige hundert Meter talaufwärts, anfangs an einer Koppel ent­lang, liegt versteckt am linken Berghang, dem Südhang des Weinberges, die Distlergrotte (Erklärungstafel schwarze zwei auf gelbem Punkt).

Distlergrotte (VGN © VGN)

Sie ist ein abwärts führendes Etagensystem von Spalten und Kammerhohlräumen. Die Ge­samtganglänge beträgt 90 m. Der Eingang ist vermauert und wird im Winter aus Gründen des Fledermausschutzes verschlossen. Von April bis Ok­to­ber ist die Höhle jedoch frei zugänglich. Am Beginn der großen Eingangshalle führt links ein Weg zum tiefsten Punkt, 17 m unter dem Eingang. Dort befindet sich ein etwa 2 x 6 m großer See. Die Wassertiefe schwankt abhängig vom Karst-wasserspiegel um bis zu 2 m, nor­ma­ler­wei­se liegt er 4 m unter der Trockentalsohle. Die Höhle hat kaum Tropfsteinschmuck, jedoch ist das Gestein in den unteren Teilen hornsteinreich, was für Kalke des Malm Delta cha­rak­te­ris­tisch ist. Nach der Entdeckung 1905 diente die Höhle etwa 10 Jahre lang als Bier­kel­ler und Schauhöhle. Im Eingangsbereich fand man bei den Erschließungsarbeiten eine eiszeit­liche Fauna, u.a. Mammut, Höhlenbär, Ren und Bison (Huber 1967). Zu­sätz­lich fanden sich in der Eingangshalle Siedlungsspuren des Menschen wie Herdstellen aus der Urnenfelderzeit (1200-850 v. Chr., späte Bronzezeit) und der Hallstattzeit (850-450 v. Chr., frühe Eisenzeit) (Kaulich/Meyer/ Schmidt-Kaler 2000).

Der Abstieg zum See ist nicht ungefährlich: Es liegt eine Menge loses Gestein herum, und mit Steinschlag muss auf dem steilen Abstieg gerechnet werden. Auch kleine Höhlen sollte man nie allein und immer mit min­des­tens zwei von­ei­nan­der un­ab­hän­gigen Lichtquellen besuchen!

Wer den Weg nach oben gemacht hat, kann in Laufrich­tung oben bleiben und im Rechtsbogen wieder zum Hauptweg zurückkehren. Wir wandern weiter im Trockental aufwärts, dem Grünpunkt folgend. Die felsigen Talhänge tragen Kiefernwald oder eine kurzgrasige Karstheide mit Schlehdorn- und Wacholdersträuchern. Im Sommer können wir hier eine kalkliebende Flora in reicher Blüte antreffen. Am Wegrand sehen wir sandsteinartige Felsbrocken liegen, die so gar nicht in eine Karstlandschaft passen. Sie werden als Kallmünzer-Blöcke bezeichnet.

Im oberen Teil des Hasellohe-Tales trennt sich der Grünpunkt vom Blaupunkt, der ihn seit Neuhaus begleitet hat und nun dem Tal weiterfolgt. Zunächst führt jetzt der Grünpunktweg durch dichten Jungwald, dann zwischen Zäunen ent­lang über Felder und in höheren Misch­wald. Schließ­lich kommen wir zur Mysteriengrotte (Erklärungstafel schwarze drei auf gelbem Punkt).

Eingang zur Mysteriengrotte (13.06.2013, VGN © VGN)
Mysteriengrotte im Winter (VGN © VGN)

Hinter dem 2,2 m breiten und 4,8 m hohen Eingang erweitert sich die Höhle zu einer 12 m breiten und 16 m langen Halle. Im Winter können wir oft herrliche Eisbildungen bewundern. Der eigenartige Name der Höhle ist auf eine Sage zurückzuführen. Die Blutspritzer, die man an der Höhlenwand fand, haben al­ler­dings keinen mystischen Hintergrund, sondern sollen von Schwarzschlachtungen stammen.

Im Talgrund vor der Höhle liegt eine kleine steilwandige Doline mit einem Wasserschlinger, dem Eichelgarten-Ponor. Wir gehen durch lichten Wald weiter und erreichen bald die Asphaltstraße Krottensee-Königstein. Einige Meter vorher gesellt sich der Erzweg Rotkreuz dazu. Auf der Straße gehen wir einige Meter nach links weiter, über­que­ren diese und kommen auf den gegenüber einmündenden Feldweg (auf Markierung achten!). Am Wald­rand sehen wir wieder die Grünpunkt und Rotkreuz-Markierung. Es geht durch einen ansteigenden, waldigen Hohlweg. Dahinter liegen am Wegrand wieder einige Kallmünzer. Wo der Weg an seiner höchsten Stelle den Wald verlässt, entfaltet sich eine großartige Kulisse: Vor uns erhebt sich der Zinnberg mit der Maximiliansgrotte, nach links schweift Veldensteiner Mulde, begrenzt von der markanten Nadel des Fernmeldeturms auf der Hohen Reut bei Riegelstein. Weiter führt der Weg abwärts. In einer Geländemulde sieht man schon die Schlieraukapelle liegen (Erklärungstafel vier auf gelbem Punkt).

Schlieraukapelle (VGN © VGN)

Links neben der Kapelle steht eine Linde und davor lädt ein Tisch mit Bänken zum Rasten ein. Wenn man in die Kapelle eintritt, liest man an der Wand: „Restauriert 2000/2001, Dorfgemeinschaft Krottensee“. Hinter einem schmiedeeisernen Gitter befindet sich der Altar, zu­sam­men­ge­stellt aus Bildern und Figuren meist jüngeren Ursprungs. Bemerkenswert sind zwei Votivtafeln. Sie wurden von der Bevölkerung als Dank für die Hilfe Gottes in schwieriger Lage gestiftet. Auf einer Votivtafel links steht der Text: „Durch die Fürbitt der seeligsten Jungfrau Maria ist Katharina Höherle wieder gesund geworden“. Dargestellt ist Maria und drei betende Per­so­nen. Oben in der Mitte des Altars ist ein weiteres Bild im Stil der Votivtafeln. Die erste schriftliche Erwähnung der Schlieraukapelle erfolgte im Jahr 1864. Im Jahr 1947 wurde die Kapelle durch einen umstürzenden Baum schwer beschädigt und musste teilweise wieder aufgemauert werden (Leißner 2001).

Von der Kapelle führen Grünpunkt und Rotkreuz ein Stück den Feldweg ent­lang, der nach Krottensee führt, biegt aber nach ca. 300 m den Fußweg rechts ab über die Wiesen. Man gelangt auf die Fahrstraße zur Maximiliansgrotte. Die Straße ist hier als Allee ausgebildet, am Ende derselben auf Grünpunkt achten, dieser überquert in gerader Rich­tung die Fahrstraße und folgt einem Feldweg. Nachdem der Weg voll­stän­dig in den Wald eintritt, zweigt er links ab und führt als Pfad weiter.

Jetzt Acht geben: Direkt neben dem Weg ist eine kleine abwärts führende Höhle. Sie wird im Höhlenkataster Frän­kische Alb unter dem Namen Kleiner Schacht am Zinnberg geführt. Ihr Eingang ist durch einen Felsblock stark verengt. Man sieht schon vom Eingang den Schachtboden, der sich in einer Tiefe von 2,5 m befindet. Die daran an­schlie­ßende Fortsetzung führt 10 m schräg abwärts in den Berg hinein.

Folgt man dem Pfad weiter, kommt man bald an dem, von einem Zaun umgebenen, Windloch der Maximiliansgrotte vorbei. Kurz darauf hat man einen schönen Blick, den dort recht steilen Hang hinab, zum Eingang der Höhle und zum alten Höhlenhaus. Der Weg führt weiter schräg abwärts, bis er auf den Zugang vom Park­platz zur Höhle trifft (Erklärungstafel schwarze fünf auf gelb).

Der Wanderer hat jetzt Gelegenheit, die Schauhöhle zu besuchen oder im modernen, am unteren Wald­rand gelegenen Grottenhof einzukehren (Tel. 0 91 56/434, Mo.: Ruhetag). (Wollen Sie mehr über Karst und die Maximiliansgrotte wissen, so können Sie hier die neue Broschüre der NHG zum Preis von EUR 3,50 er­wer­ben!) Wegetafel vom Frän­kischen Albverein am Kassenhaus beachten (kurz Entschlossene können hier mit Grünstrich zum Bhf. nach Neuhaus zurück, ca. 3,5 km, und die Wan­de­rung durch die „Steinere Stadt” auf gleichem Weg ein andermal fortsetzen).

Vom 1.5.–1.11. verkehrt hier der Auerbacher-Erz-Express 339 zum Bahn­hof Neuhaus.

Weiter oben mit Grünpunkt am Hang ent­lang durch den Wald. Nach kurzer Zeit sieht man vor sich die Felsen der Weissingkuppe aufragen (Erklärungstafel schwarze sechs auf gelbem Punkt).

Weissingkuppe (13.06.2013, VGN © VGN)

Der Weg führt über Steintreppen empor. Einige der umliegenden Felstürme sind als Pilzfelsen ausgebildet. Be­son­ders beeindruckend ist ein Felsen rechts des Pfades. Die Natur schuf hier ein bizarres Gebilde. Der tonnenschwere Felsblock ruht auf einem Sockel mit einem Durchmesser von nur wenigen Dezimetern. Kurz darauf verschwindet der Weg in einer Felsspalte, die wie eine Pforte vor einem liegt. Mit dem Eintritt in diese Pforte gelangt man in ein ganzes System von Klüften, die in ver­schie­denen Winkeln zueinander stehen. Der Weg windet sich zwischen den Felsen hindurch, um dem Wanderer einen möglichst bequem begehbaren Durchgang zu bieten. 

Weiter geht es über den breiten Rücken der Weissingkuppe. Der karstkundliche Wanderpfad erreicht hier mit 531 m seinen höchsten Punkt. Wäre die Weissingkuppe und ihre Umgebung nicht so stark bewaldet, hätte man von hier wohl eine umfassende Aussicht. So muss man sich aber mit einem in­te­res­santen Tiefblick durch den Buchenhochwald zufrieden geben. Beim an­schlie­ßenden Abstieg macht der Weg eine starke Rechtskurve und führt erneut unterhalb von mächtigen Fels­for­ma­ti­onen ent­lang. Teilweise geht es nun auf Steintreppen tiefer.

Hier kann die typische Vegetation beobachten, die an der- artigen von Wald beschatteten Felsabhängen gedeiht. Das Gestein ist häufig bewachsen mit dem Tüpfelfarn und dem Braunstieligen Streifenfarn. Efeu rankt an den Felsen ent­lang und als typische Blütenpflanze sieht man den Ruprechtsstorchschnabel (auch Stinkender Storchschnabel) aus Löchern im Gestein wachsen. Die Abhänge unterhalb der Felsen sind dicht mit Bingelkraut, einer Pflanze mit unauffälligen grünen Blüten, bedeckt. Nachdem der Pfad in flacheres Gelände übergegangen ist, sieht man rechts im Wald eine Doline, eine Mulde von einigen Metern Durchmesser (Erklärungstafel sieben auf gelbem Punkt). Der Weg stößt nun auf eine Forststraße. Von ihr zweigt nach rechts der Grünstrich ab, der so­ge­nannte Exkursionspfad, der nach Sackdilling und weiter nach Auerbach führt.

Wir folgen aber weiter dem Grünpunkt, kommen auf eine Forststraße, die nach Königstein (roter Punkt) führt. Hier Acht geben: Links gegenüber führt ein Pfad in den Hochwald und weiter zur unbefestigten Straße, die die Maximiliansgrotte mit der Bun­des­stra­ße B85 verbindet. Diese über­que­ren, dann steigt der Weg steil an. Auf dieser Anhöhe befindet sich die Steinerne Stadt (Erklärungstafel schwarze 8 auf gelbem Punkt). Man erreicht als erste bemerkenswerte Fels­for­ma­ti­onen die Zwei Brüder, zwei nebeneinander stehende Felstürme, zwischen denen der Weg hindurchführt. Auch bei den Zwei Brüdern zeigt sich wieder das Phänomen der Pilzfelsen. Nach der Formation der Zwei Brüder wird der Weg an beiden Seiten von den Felsen der Steinernen Stadt begleitet. Es sind mächtige Felsmassive, die von Klüften untergliedert sind. Dadurch entsteht für den Betrachter der Eindruck einer Stadt mit Türmen und einzelnen Gebäuden. An einer Stelle wendet sich der Weg nach links und steigt in einer engen Kluftgasse steil an.

Kurz darauf, am höchsten Punkt des Weges, zweigt rechts ein Pfad vom Grünpunkt ab und ist mit Blaupunkt als Stichweg markiert. Wir folgen ihm und gelangen zu einem Felsmassiv. Den ersten kleineren Felsen passiert man auf der rechten Seite. Beim nächsten größeren Massiv hält man sich links. Kurz darauf erreichen wir eine Aussichtskanzel mit einem herrlichen Fernblick.

Zurück von diesem kleinen Abstecher, führt der Grünpunkt wieder abwärts. Links sieht man einen mächtigen überhängenden Felsen, die Wotanswand. Wie an vielen Stellen in der Steinernen Stadt wird hier häufig geklettert. Am Fuß des Felsens sind die Namen von Kletterrouten angeschrieben und an der Lage von Sicherungshaken sieht man den Verlauf der Routen. Unter dem Überhang der Wotanswand hängt eine Kassette aus Metall. In ihr befindet sich ein Buch, in das sich Bezwinger dieser schwierigen Route ein­tra­gen können.

Nachdem wir einige Zeit durch den Wald gewandert sind, führt der Weg steil abwärts zum Gunzenloch. Dies ist ein steiles und felsiges Trockental, das vom Grünpunkt Wan­der­weg gequert wird. Links in den Felsen befindet sich eine Kleinhöhle, die Hirschleckenfelsenkammer. Nach der Durchquerung des Trockentalgrabens führt der Weg wieder steil bergan. Der Weg trifft bald auf eine Forststraße mit roter Punkt. Diese rechts einige hundert Meter weiter. Dann Acht geben! roter Punkt verlässt uns und Grünpunkt geht mit dem von rechts kommenden Erzweg Rotkreuz zusammen nach links, steil bergauf zur Vogelherdgrotte (Erklärungstafel schwarze neun auf gelbem Punkt).

Vogelherdgrotte (VGN © VGN)
In der Vogelherdgrotte (VGN © VGN)

Es handelt sich um eine Höhle mit zwei Eingängen. Obwohl sie nur eine Länge von 20 m besitzt, beeindrucken doch die großzügigen Raumdimensionen der Felsenhalle, die durch die beiden Eingänge vom Tageslicht dämmrig beleuchtet wird. Aus der Höhle ist eine Nutzung durch den vorgeschichtlichen Menschen nachgewiesen. Es wurden Bruchstücke von Tongefäßen aus der Latènezeit (späte Eisenzeit, 450-50 v. Chr) gefunden. Auch aus dem Spätmittelalter (13.-16. Jahrh.) sind Funde von Gefäßscherben bekannt (Stoll-Tucker, 1997).

Man verlässt die Vogelherdgrotte durch den zweiten Eingang und gelangt bald zum Wald­rand. Hier ge­ra­de­aus und auf Grünpunkt achten, dem Wanderer eröffnet sich nach der Heckenreihe erneut ein schöner Fernblick. Wir folgen dann rechts einer kleinen Teerstraße. Nachdem man auf ihr ca. 300 m gegangen ist, sollte man seine Aufmerksamkeit auf die rechte Seite richten (Hin­weis­schild Opfersteine). Hinter einem kurzen Streifen aus Wald und Gebüsch, direkt am Rand einer Wiese, befinden sich die so­ge­nannten Teufels- oder Opfersteine (Erklärungstafel schwarze zehn auf gelbem Punkt).

Dabei handelt es sich um große Kallmünzer Blöcke. Auf ihrer Oberseite befinden sich mehrere schüsselförmige Mulden, die nach Regenfällen mit Wasser gefüllt sind. Teilweise gehen von diesen Mulden rinnenförmige Vertiefungen aus. Die Felsblöcke werden Opfersteine genannt, da man vermutete, dass es sich hier um eine vorgeschichtliche Kultstätte handelt. Es gibt jedoch keinen wissenschaftlichen Nach­weis für eine derartigen Nutzung dieses Ortes. Vielmehr machen die Hohlformen auf der Oberseite der Blöcke den Eindruck, als ob sie von der natürlichen Verwitterung geschaffen worden wären. Eine Sitzbank mit Fernblick lädt zum Ver­wei­len ein. Weiter mit Grünpunkt wieder auf die Teerstraße und nach ca. 400 m rechts ab auf Grünpunkt achten (Markierung links am Baumstamm). Über Feldwege erreichen wir den Ort Krottensee.

Direkt am Ortsrand befindet sich links, ein Stück vom Weg entfernt, ein kleiner künstlicher Weiher, eine so­ge­nannte Hüle. Im Ortsinneren, abseits unseres Weges, liegt eine größere Hüle mit dem Namen Wallerweiher. Wir durchqueren den Ort und kommen dann nochmals kurz durch Äcker und Wiesen. Bald darauf erreichen wir jedoch die Neu­bau­sied­lungen von Neuhaus, durch die wir zurück zu unserem Aus­gangs­punkt am Bahn­hof gelangen.

Neuhaus a. d. Pegnitz Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Neuhaus an der Pegnitz

Bauers Bierstüberl

Oberrer Markt 13
91284 Neuhaus an der Pegnitz
Tel: 09156 1795

Bistro ,, Filou Da Vito"

Unterer Markt 8
91284 Neuhaus an der Pegnitz
Tel: 09156928282
Geöffnet ab 11 Uhr; Ruhetag: Diens­tag

Gasthof „Zur Frankenalb“

Bahn­hofstr. 17
91284 Neuhaus an der Pegnitz
Tel: 09156 927172
Ruhetag: Mon­tag

Gasthof-Pension „Waldschänke“

Waldstraße 11
91284 Neuhaus an der Pegnitz
Tel: 09156 315
Geöffnet: nur mitt­wochs

Kommunalbrauerei Benaburger

Burgstraße 4
91284 Neuhaus an der Pegnitz
Tel: 09156 1676

Kommunbrauerei Reindl

Unterer Markt 3
91284 Neuhaus an der Pegnitz
Tel: 09156 1425

Neuhaus an der Pegnitz (Krottensee)

Gast­haus „Zum Löwen“

Krottensee 20
91284 Neuhaus an der Pegnitz (Krottensee)
Tel: 09156 96166
Ruhetag: Don­ners­tag

Gasthof-Pension „Grottenhof"-Maximiliansgrotte
Familie Lohner

Grottenhof 1
91284 Neuhaus an der Pegnitz (Krottensee)
Tel: 09156 434
Im An­ge­bot: Grottenkäse, Holzofenhaxen, hausgemachte Kuchen

Landgasthof ,,Zur Linde"

Krottensee 5
91284 Neuhaus an der Pegnitz (Krottensee)
Tel: 09156 526
Ruhetag: Mitt­woch

Impressionen

Kommentare

Kommentare

14. September 2015 11:08 Uhr, Sandra, Nürnberg

Wir sind von diesem abwechslungsreichen und spannenden Wanderweg auch sehr begeistert. Doch unbedingt genug Zeit einplanen, wir waren mit Pausen, Höhlenexkursionen und Umschauen gut 8 Stunden unterwegs. Taschenlampen sollten auch dabei sein. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf direktem Weg fast gar nicht, dafür aber fantastische Natur für ein Picknick. Also lieber Proviant und genug zu trinken einpacken. Die Höhlen sind zum Teil nur für Mutige, aber sehr tolle Tour! Wir sind begeistert.

6. Juli 2014 19:23 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Ein Highlight folgt auf dieser Wanderung dem anderen. Schmale Pfade, imposante Felsen und das alles in einer tollen Naturkulisse - hat uns sehr gut gefallen.

14. August 2013 08:34 Uhr, VGN-Freizeit (Tobias Zuber), Nürnberg
Zitat: 13. August 2013 15:04 Uhr, Hupfer Claudia, Weißenbrunnn

Super Weg, wir waren mit zwei 8-jährigen Kindern unterwegs, die nicht unbedingt gerne wandern, 4 Höhlen und tolle Felslandschaften zum Klettern. Es kam kein einziges Mal Langeweile auf, obwohl wir insgesamt 7 Stunden unterwegs waren. Es gibt soviel zu entdecken, also genügend Zeit einplanen und unbedingt 2 Taschenlampen mitnehmen, v.a. für die Distlergrotte. Zum Ende hin ging allerdings etwas die Kraft aus, schon anstrengend. An Proviant denken, ein super Tag.

Hallo Frau Hupfer,

danke für Ihren positiven Kommentar. Den Hinweis mit den Taschenlampen haben wir gleich in unser Vorwort aufgenommen.

13. August 2013 15:04 Uhr, Hupfer Claudia, Weißenbrunnn

Super Weg, wir waren mit zwei 8-jährigen Kindern unterwegs, die nicht unbedingt gerne wandern, 4 Höhlen und tolle Felslandschaften zum Klettern. Es kam kein einziges Mal Langeweile auf, obwohl wir insgesamt 7 Stunden unterwegs waren. Es gibt soviel zu entdecken, also genügend Zeit einplanen und unbedingt 2 Taschenlampen mitnehmen, v.a. für die Distlergrotte. Zum Ende hin ging allerdings etwas die Kraft aus, schon anstrengend. An Proviant denken, ein super Tag.

1. Juli 2013 16:52 Uhr

Auf jeden Fall ist festes Schuhwerk nötig, da der Weg auf kleinen Pfaden die Hügel rauf und runter geht! Anstrengend!!!!

Kommentar verfassen

freiwillige Angaben

(wird nicht veröffentlicht)