Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Region Städteregion Nürnberg
Linien 54 59 S1 S2
Länge ca. 11 km
Dauer ca. 2,5 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
(4)
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Landschaft
(5)
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Gastronomie
(3)
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
(9)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Vor Nürn­bergs östlichen Toren

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GPS
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Vorwort

Vorwort

Ganz bequem von Nürn­berg aus zu erreichen sind die Weiten des Lorenzer Reichswalds, durch die die nachfolgende, angenehme und ganzjährig nutzbare Wan­de­rung führt, die sich mit 11 km Länge auch als „Nach­mit­tagstour“ eignet.

Sie ist ge­prägt durch den Lorenzer Reichswald, der bereits im Mittelalter wichtiger Holzlieferant für die emporstrebende Reichsstadt Nürn­berg war und heute als grüner Gürtel um Nürn­berg bedeutendes Naherholungsgebiet für die Bürger der Frankenmetropole ist – also auf nach Schwaig!

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Von Nürn­bergs östlichen Toren" – Schwaig – Nürn­berg Fischbach

Route

Route

Die Ge­mein­de Schwaig vor den Toren Nürn­bergs hat einiges zu bieten. Se­hens­wert ist insbesondere das Schwaiger Schloss mit herrlichen Außenanlagen. Es befindet sich nur etwa 5 Mi­nu­ten nördlich des Bahn­hofs.

Schwaig (Lkr.LAU) Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Sein Ursprung liegt im geschichtlichen Dunkel; zwi­schen­zeit­lich war der dreigeschossige Rechteckbau mit polygonalem Turm aber Sitz ver­schie­dener Nürn­berger Adelsfamilien.

Angeblich bestand ein unterirdischer Gang, der das Schwaiger und das Malmsbacher Schloss verband. Einer Sage zufolge erschien in dem Schloss an dunklen No­vem­bertagen eine weiße Frau. Heute befindet sich das Schloss im Eigentum der Ge­mein­de Schwaig und dient den Bürgern der Ge­mein­de als Begegnungsstätte.

Die S1 bringt uns in nur 15 Mi­nu­ten vom Nürn­berger Hbf (Gleis 2/3) zum Bahn­hof Schwaig. Der Weg zum Schwaiger Schloss führt durch die Bahn­un­ter­füh­rung in das Ortsinnere. Dort über die linke Fußgängerampel an der Nürn­berger Straße, dann links halten und nach der Bus­hal­te­stel­le rechts in die Schlosshofstraße einbiegen. Auf gleichem Weg dann zurück zum Aus­gangs­punkt der Tour am S-Bahnhalt. 

Wer gleich loswandern will, nutzt nicht die Bahn­un­ter­füh­rung, sondern folgt den Zeichen des „Teufelsgraben-Trails“, eine der vier Strecken des neuen Schwaiger Nordic-Walking-Parkes bis vor zur Rainstraße/Gartenstraße.

Dort nach rechts, am Rathaus vorbei, dann links durch den Unteren Röthelweg und dann in der Siedlerstraße leicht bergauf. Bald sind wir von den Häusern weg, über­que­ren die brausende 3 und erreichen den Start­punkt des neuen Schwaiger Nordic-Walking-Parks, der zusammen mit den Trails vom Nürn­berger Tiergarten eine der größten Nordic-Walking-Anlagen Deutschlands bildet. 

Bereits am offiziellen Start­punkt der Anlage orientieren wir uns am neuen We­ge­zei­chen, dem „Hirschenkopf-Trail“, der uns zusammen mit den anderen Zeichen geradewegs auf den Wald zuführt. Hier trennen sich bei der ersten Gabelung die Wege, wir halten uns rechts.

Auf gut befestigten, recht ab­wechs­lungs­reichen Forst­wegen schlendern wir durch die wasserreichen Bruchgebiete des Vogelherds. Wo die Hochspannungsleitungen Lichtungsschneisen durch den Wald erzwungen haben, gedeiht eine Fülle an botanischen Kostbarkeiten. Gelegentlich verstecken sich die selten gewordenen Kreuzottern im besonnten Buschwerk aus Erlen, Haselstauden, Robinien und Ginster. Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Insekten erfreuen sich an den Blüten und Sonnenstrahlen.

Bei einer Kreu­zung taucht die Wan­der­ta­fel Nr. 2721 vom „Wanderzirkus Frankenalb“ mit ver­schie­denen Wegeangaben auf (3,0 km). Ein Holzweg­wei­ser gibt die Rich­tung nach Fischbach vor. Der Weg steigt langsam aber stetig an. Wir ver­las­sen den wasserreichen Vogelherd in südlicher Rich­tung und gelangen in die Hänge des Schmausenbucks. Vorbei an weiteren Wan­der­ta­feln (Nr. 2722 und 2723) heißt es im letzten Teil des Anstiegs auf­pas­sen!

Bei Tafel 2724 wechseln wir auf den mit Blaustrich markierten Anton-Leidinger-Weg nach rechts in Rich­tung Nürn­berg/ Tiergarten. Der beliebte Wan­der­weg führt uns auf verschlungenen Waldpfaden auf dem Rücken des Schmausenbucks ent­lang.

Hier befanden sich in früheren Zeiten die his­to­rischen Sandsteinbrüche, aus denen die Quader für den Bau der Nürn­berger Burg gewonnen wurden. In­te­res­sante Einblicke in die Geschichte des Sandsteinabbaus bietet die vom VGN heraus­ge­ge­bene Broschüre „Sandschätze im Nürn­berger Reichswald“ sowie die In­ter­net­sei­te www.sandachse.de.

Wenig später wechseln wir erneut die Markierung. Tafel 2737 weist uns zu unserem Ziel: Fischbach – noch 4,3 km. Mit der Blaupunkt-Markierung biegen wir links ab; der Wan­der­weg windet sich durch die verfallenen Gruben, die durch den Sandsteinabbau in früheren Zeiten entstanden sind.

Später schlüpft unser Weg nach links hinein in den dichten Fichtenwald auf der Südseite des Schmausenbucks. Trotz der Südlage vermittelt der Wald ein Gefühl der Düsternis; feucht bleibt es hier fast immer.

Wunderschön bringt uns unser Pfad weiter, bis wir geraume Zeit später eine Forststraße über­que­ren. Nach gut 500 m über­que­ren wir eine weitere Forststraße, halten uns bei der folgenden Gabelung rechts und beim nächsten Wegedreieck mit Ruhebank und altem Kilometerstein links. Nur noch ein kurzes Stück weiter bringen uns links des Weges gut begehbare Pfade zum bizarr geformten „Schüsselstein“.

Die imposante Fels­for­ma­ti­on aus mittlerem Burgsandstein hatte in vorgeschichtlicher Zeit der Kelten kultische Bedeutung. Heute mag der in lichtem Föhrenwald gehüllte Monolith klettertüchtigen Zeit­ge­nos­sen Appetit machen, den einsamen Zeugen der „Streusandbüchse des Reichs“ als Turngerät oder Rastplatz zu benutzen (6,4 km).

Kerzengerade, weiter dem Blaupunkt nach, führt uns unser weiterer Weg über den Bärenbühl, eine vollkommen abgeflachte Kuppe, und weiter zu den ersten Häusern von Fischbach.

Über die Flachsröststraße – bereits hier besteht ggf. an zwei Bus­hal­te­stel­len (Flachsröststraße/Bärenbühlgraben) der Linie 56 die Möglichkeit, den Bus zur S-/U-Bahn zu nutzen – stoßen wir auf die Pellergasse. Sie führt uns in die alte Ortslage zur zentralen Hal­te­stel­le „Zum Schüsselstein“ (Bus 54, 59) und zu den Ein­kehr­mög­lich­keiten im Ort.

Zum Bahn­hof Fischbach sind es dem Blaupunkt  folgend noch 2,2 km auf Geh- und Radwegen.

Fischbach/N Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Tipps

Tipps

Pellerschloss

Pellerschloss (Andreas Schettler, Andreas Schmidt, VGN © Andreas Schettler, Andreas Schmidt, VGN GmbH)

Emp­feh­lens­wert ist ein kurzer Abstecher zu den drei Schlössern in Fischbach, die Zeugnisse der damals aufstrebenden Patrizier Nürn­bergs sind. Das schönste davon ist das Pellerschloss mit seinem wunderbaren, vom Fischbach umflossenen Skulpturengarten.

Es wurde bereits im 14. Jahrhundert erstmalig erwähnt und gehörte ursprünglich zum Besitz der Holzschuher. Nach seiner Zerstörung im Markgrafenkrieg in 1552 wurde es als Renaissance-Schloss wieder aufgebaut und gelangte später in den Besitz derer von Peller, die ihm seinen heutigen Namen gaben.

Heute gehört es der Stadt Nürn­berg und kann für Festlichkeiten aller Art angemietet werden. Besichtigt werden kann es Mitt­woch nach­mit­tags oder auf Anfrage:

In­for­ma­ti­onen – Pellerschloss, Pellergasse 3 a, Tel. 0911 2315062

Scheurl’sche Schloss

Nur etwa 200 m weiter stoßen wir auf das Scheurl’sche Schloss, das ebenso wie das Pellerschloss bereits im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Das Schloss befand sich zeitweise im Besitz der berühmten Nürn­berger Patrizierfamilien Behaim.

Sein heutiges Aussehen erhielt es unter Hans Christoph Scheurl zu Beginn des 17. Jh. Dass es sein damaliges Aussehen bis heute hat er­hal­ten können, lässt sich anhand der Abbildung des Schlosses auf einem Silberbecher von 1603 belegen.

Die Schäden im Zusammenhang mit den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs wurden Mitte des 17. Jh. wieder originalgetreu repariert. Das Schloss befindet sich bis heute im Privatbesitz der Familie Scheurl.

Harsdorf’sche Schloss

Harsdorf'sches Schloss (Andreas Schettler, Andreas Schmidt, VGN © Andreas Schettler, Andreas Schmidt, VGN GmbH)

Etwas weiter östlich, in Rich­tung Altdorf, befindet sich das Alte Harsdorf’sche Schloss. Auch seine Ursprünge liegen im ausgehenden 14. Jh. Ursprünglich ein Lehen der Burggrafen von Nürn­berg, durchlebte es in der Folge eine wechselvolle Geschichte und wurde mehrfach zerstört, einerseits durch die Markgrafenkriege, andererseits durch eine Brandkatastrophe.

Seit 1537 bis heute befindet es sich im Besitz der Familie von Harsdorf, die ihm um 1553 seine heutige Gestalt gaben. Architektonisch in­te­res­sant – und wirklich se­hens­wert – ist das Fachwerk-Obergeschoss, über dem ein Krüppel-Walmdach mit Schleppgauben thront.

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Fischbach

Gasthof Postkutsche

Fischbacher Hauptstr. 109
90475 Fischbach
Tel: 0911 831783
Ruhetag: Mon­tag

Trattoria Pizzeria und Restaurant „Da Zio Vito“

Fischbacher Hauptstr. 186
Fischbach
Tel: 0911 830427
Kein Ruhetag

Zum Blauen Stern

Fischbacher Hauptstr. 160
90475 Fischbach
Tel: 0911 830853
Ruhetag: Mon­tag

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

31. Juli 2016 17:56 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Die Wandertafel 2721 ist an der konfusen Kreuzung nicht gleich zu finden. Links halten man sieht sie an einem Baum befestigt. Der Holzwegweiser nach Fischbach ist verschwunden - hier weiter dem "Hirschenkopf-Trail" folgen.
Auch die Bank neben dem alten Kilometerstein fehlt.

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