Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Thema Touren am Wasser, Felsen und Höhlen
Region Städteregion Nürnberg
Linien S2 S3
Länge ca. 10,7 km
Dauer ca. 3 Std.
Stufe Top Tour

Bewertungen

Ge­samteindruck
(36)
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Landschaft
(30)
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Gastronomie
(27)
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An­spruch / Kondition
(30)
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Weg­be­schrei­bung
(41)
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Höhenprofil

Höhenprofil
Durch die Schwarzachklamm zum Jägersee

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Vorwort

Vorwort

Von Nürn­berg Hbf. be­nö­tigt die S3 nur 15, von Neumarkt i. d. OPf. lediglich 18 Mi­nu­ten bis nach Ochenbruck. Nur ein kurzes Stück durch den Ort und schon sind wir im Schwarzachgrund, dem sich die wildromantische Schwarzachklamm anschließt.

Schwarzachklamm (03.06.2012, VGN © VGN GmbH)
Jägersee (27.07.2011, VGN © VGN GmbH)

Am Brückkanal mit alter Kanalbrücke, Waldschänke und Bier­gar­ten bietet sich die erste Ein­kehr­mög­lich­keit. Ent­lang des alten Ludwig-Donau-Main-Kanals führt der Weg bis vor Röthenbach b. St. Wolfgang und zum Jägersee, dann zur S-Bahn-Sta­ti­on Feucht.

Bei lang an­hal­tenden Regenfällen oder Eis und Schnee in den Wintermonaten ist es ratsam, die Tour zu verschieben!

Unser aktuelles Video zum Tipp finden Sie in der Mediathek von Franken Fernsehen!

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Durch die Schwarzachklamm zum Jägersee" – Ochenbruck – Gsteinach – Schwarzachklamm – Brückkanal – Röthenbach b. St. Wolfgang – Jägersee – Feucht

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Unsere Wan­de­rung startet am Bahn­hof in Ochenbruck S3.

Ochenbruck Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Nach dem alten Bahn­hofs­ge­bäu­de nutzen wir, aus Rich­tung Nürn­berg kommend: die Treppenanlage; aus Neumarkt kommend: die Bahn­un­ter­füh­rung bis hin zur Straße „Am Bahndamm“. Dort geradewegs in den Fußgängerweg, über­nimmt der Blaupunkt zunächst die Führung in der Marienstraße und auch im an­schlie­ßenden Rechtsbogen.

Über einen Fuß­gän­ger­über­weg geht es über die nächste Querstraße (Frauenfeldstraße), gleich an einem Bolzplatz vorbei und vor zur B 8. Der sichere Weg führt noch wenige Meter nach rechts an der Post vorbei, dann links durch die Un­ter­füh­rung auf die ge­gen­über­lie­gende Stra­ßen­sei­te. Dort halten wir uns links, und über die Straße „Zum Wiesengrund“ erreichen wir abwärts den Schwarzachgrund.

Ein Wiesenpfad mündet vor dem Flusslauf in einen breiteren Schotterweg. Nach rechts bleiben laut Wan­der­ta­fel des „Wanderzirkus Frankenalb“ Blaupunkt und Blaukreuz die We­ge­zei­chen. Beide Markierungen führen uns zusammen mit dem Zeichen des Frän­kischen Dünenweges Fränkischer Dünenweg über den Wiesengrund, dann leicht ansteigend rechter Hand an einem Zaun ent­lang. An dessen Ende dann links abwärts. In der Mitte des Talgrundes eine erneute Wan­der­ta­fel. Hier verlässt uns der Blaupunkt über eine Brücke. Wir folgen dem Blaukreuz nach rechts. Für einen Abstecher zum  Petzenschloss gehen wir im Rechtsbogen nach oben, weiter an der Sandsteinmauer bis zum Eingang, dann nach innen. Auf gleichem Weg dann wieder nach unten, nähern wir uns langsam dem Ufer der Schwarzach (km 1,7).

Die Schwarzach

Der rechte Nebenfluss der Rednitz entsteht aus dem Zusammenfluss von zwei Bächen, dem Irl- und Altweihergraben, die westlich von Neumarkt am Tyrolsberg entspringen. Beide vereinigen sich bei Woffenbach zur Schwarzach. Diese mündet nach 53 km in der Nähe von Schwabach in die Rednitz ...

Zwischen Petzenschloss (rechts) und dem Faberschloss verläuft unser, hier sandiger Weg direkt neben dem Flusslauf und führt als Pfad im Rechtsbogen weiter. Noch ein Stück vor zur Schwarzachbrücke – und wir sind am Ortsrand von Gsteinach. Nur wenige Meter rechts nach oben (Dürrenhembacher Straße), biegt der Wan­der­weg Schwarzachtal nach links weiter in den Hirtenweg ab. Weiter mit Blaukreuz und Fränkischer Dünenweg geht es wieder abwärts. Erstmals über­que­ren wir gleich den Fluss – der Weg schlängelt sich durch die Talauen und führt ein weiteres Mal über die Schwarzach – rechts der Sportpark im Moor. Ge­ra­de­aus weiter, schon bald sehen wir die ersten Sandsteinfelsen vor uns: den Eingang in die Schwarzachklamm – seit 1936 Na­tur­denk­mal und als Nr. 22 unter Bayerns schönsten Geotopen eingereiht.

Schwarzachklamm (VGN © VGN GmbH)
Felstor in der Schwarzachklamm (VGN © VGN GmbH)

Die nächsten rund 2,5 km bedürfen nahezu keiner Erläuterung. Der beeindruckende Weg, der sich wie der Fluss in den Burgsandstein eingeschnitten hat, verläuft mit nur einer Aus­nah­me in unmittelbarer Flussnähe. Nur einmal geht es über Treppen nach oben, dann ein Stück im Felsenweg auf Asphalt weiter, gleich aber wieder über Treppenstufen nach unten zur ehemaligen Papiermühle. Genießen Sie Schritt für Schritt diese herrliche Klamm: vorbei an der Gustav-Adolf-Höhle, durch Felstore und Stege bis hinauf zum Brückkanal (km 5,3).

Trogbrücke Brückkanal – Oben Kanal, unten Schwarzach (10.07.2011, VGN © VGN GmbH)
Der Brückkanal – Waldschänke, Bier­gar­ten und Technikdenk­mal (01.09.2005, VGN © VGN GmbH)

Technikdenk­mal: Trogbrücke Brückkanal

Der alte Brückkanal ist eine im 19. Jahrhundert gebaute Trogbrücke über die Schwarzach. Sie ist ein Teil des alten Ludwig-Donau-Main-Kanals und gleichzeitig ein Zeugnis für herausragende Ingenieurskunst der damaligen Zeit. Mit Hilfe dieser Trogbrücke überquert die alte Wasserstraße in einem eleganten Bogen die Schwarzach.

Auf dem gemauerten Übergang kreuzten die Treidelschiffe das Tal in 18 Meter Höhe. Bei einer Länge von 90 und einer Spannweite von fast 14 Meter war das Viadukt das größte von ins­ge­samt einst zehn Bauwerken dieser Art ent­lang des Alten Kanals.

Weniger bekannt ist das Innenleben des Bauwerkes mit seinem begehbaren Hohlraum von 26 Meter Länge und über 10 Meter Höhe. Mit seinem gemauerten Spitzbogen-Gewölbe mutet er beinahe sakral an – und mancher hat angesichts des Hallencharakters schon den Vergleich mit einer Krypta oder gar einem gotischen Kirchenschiff gezogen. Das Innere des Brückkanals ist nor­ma­ler­wei­se aber nicht zugänglich.

Nachdem wir uns umgesehen und informiert haben, wandern wir am Alten Kanal rechts des Ufers weiter „flussabwärts“. Wie eine Zeitreise mutet es an, wenn man beim Unterqueren der Autobahn (A 9) und der ICE-Trasse Nürn­berg – München mit dem aktuellen Stand der Technik konfrontiert wird. Schnurgerade weiter, wir passieren nach der zweiten Schleuse (62) abwärts den oft kaum beachteten Gauchsbach-Brückkanal – wegen seiner Spannweite von 11,6 m, einer Höhe von 8,5 m und einer Länge von „nur“ 42,5 m im Volksmund auch oft als kleiner Brückkanal bezeichnet. Auf dem Weg hoch zur alten Steinbrücke wird links das Schloss Gugelhammer sichtbar. Erstmals im Jahr 1330 erwähnt, verdankt es der heutigen Schreibweise dem frän­kischen Dialekt, denn ursprünglich wurde Kugelhammer überliefert (km 8,6).

Auf der Brücke nun nach rechts: Das blau-weiße Symbol des Ja­kobs­weges ist unser neues We­ge­zei­chen (Feucht Bhf: 3,5 km). Nach dem kurzen Schwenk links in die Nibelungenstraße, dann gleich wieder rechts Rich­tung neuer Friedhof, vervoll­stän­digt wieder das We­ge­zei­chen des Frän­kischen Dünenweges Fränkischer Dünenweg unsere Markierungen bis nach Feucht. Nach einem Stück ge­ra­de­aus, queren wir auf einer kleinen Sandsteinbrücke einen Graben und unterschreiten nach einem Rechtsbogen zusammen mit dem Gauchsbach den Autobahnzu­brin­ger – rechts von uns ein ursprüngliches Feuchtbiotop. Den bekannten We­ge­zei­chen nach, erreichen wir nach einer S-Kurve (Abkürzung auf Wurzelpfad möglich) auf einem breiten Schotterweg das Ufer des Jägersees. „Willkommen im Lorenzer Reichswald“ – so begrüßt uns eine Wan­der­ta­fel unmittelbar an der Grenze der Land­kreise Nürn­berger Land und Roth. Hier nach rechts und dann links in die „Uferprommenade“ einbiegen. Am angehäuften Ufer des Sees ent­lang (eigentlich sind es zwei durch einen Damm getrennte Seen mit einer Sandssteininsel im kleineren Bereich), weisen nach einem Links­bo­gen am Ende des Gewässers unsere Markierungen nach rechts (km 10,3).

Nacheinander über­que­ren wir nach der ehemaligen Reitanlage Feucht die ICE-Trasse und dann die Autobahn. Danach links, der Weg streift den Sportplatz der Ge­samtschule, steigt leicht an und mündet in die Kreu­zung Schulstraße/Felserkeller. Hier nach links und hinter der Zeidlerhalle rechts auf dem Pfad bis zu der von rechts kommenden Straße „Weißensee“. Wir bleiben ge­ra­de­aus, mittlerweile in der „Inneren Weißenseestraße“. Nach einem Rechtsbogen taucht links vor uns schon das Feuchter Bahn­hofsgelände auf, das wir losgelöst von allen We­ge­zei­chen über einen unbefestigten Platz problemlos erreichen.

Rück­fahrt: Rich­tung Nürn­berg mit den S-Bahnlinien S2 oder S3 (ohne Halt bis Nürn­berg Hbf.) – oder Rich­tung Neumarkt mit der S3.

Für einen Abstecher hinein nach Feucht bleiben wir nach dem Über­schrei­ten der Autobahn geradewegs auf der Straße (Josef-Schlosser-Weg). Ohne abzubiegen, stoßen wir bei einer Querstraße auf ein grün-weißes, neutrales Radwegeschild. Dort dann rechts und im Zickzack-Kurs diesen Beschilderungen folgen. Nach der Ein­mün­dung in die Pfi nzingstraße links und nach dem Über­que­ren der Friedrich-Ebert-Straße in dieser Straße weiter in Rich­tung Orts­mit­te. Bald deuten die Radwe­ge­zei­chen rechts in den Wiesengrund. Dort links den Gauchsbach ent­lang, bietet sich zum Ab­schluss der Tour ein in­te­res­santer Rund­gang durch Feucht auf dem „Drei-Schlösser-Weg“. Infotafeln und die einheitliche Kennzeichnung begleiten uns auf den 2,8 km. Zunächst am Parkdeck vorbei, geht es linker Hand wieder vor zur Pfi nzingstraße und zum ersten der drei Schlösser, dem Pfinzingschloss (1) – davor das Herbert-Oberth-Raumfahrt-Museum. Auf unserem Streifzug durch den Markt Feucht geht es auf gleichem Weg nur ein kurzes Stück zurück, dann aber über das Parkdeck und linker Hand über den schmucken Friedrich- Wilhelm-Raiffeisen-Steg bis zum Tucherschloss (2). Danach der Hauptstraße ent­lang nach links, an der Kreu­zung erneut links und am Rathaus die Straße über­que­ren.

Nach dem Durchlass links neben dem Rathaus treffen wir erneut auf den Gauchsbach, harmonisch ein­ge­bet­tet der Überund Aufgang zum Bereich um das Zeitlerschloss (3). Danach links halten – und schon sind wir wieder in der Feuchter Hauptstraße. Hier rechts hoch und ge­ra­de­aus hinter dem Kreisverkehr zum Bahn­hof S2 S3.

Feucht Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Gaststätte 3 Linden

Bahn­hof­stra­ße 13
90537 Feucht
Tel: 09128 15959
Ruhetag: Mon­tag. Besondere Spe­zi­a­li­täten (nur auf Vorbe­stel­lung): 1-Meter-Schnitzel für 10 Per­so­nen mit Beilagensalat, Kartoffelsalat und dazu reichlich Pommes frites oder auf Wunsch andere Beilagen Gemischte Platte In­di­vi­du­ell – kalt oder warm, z. B. mit Schweinshaxen, Schäufele, Schnitzel und Schweinesteaks ...

Waldschänke Brückkanal
großer Bier­gar­ten

Feucht
Tel: 09128 4326
von 10–22 Uhr Bier­gar­ten geöffnet, in den Som­mer­mo­naten bei schönem Wetter auch Mon­tag, sonst Mon­tag Ruhetag.

Impressionen

Kommentare

Kommentare

12. Oktober 2015 16:49 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Tolle Tour auf dem fränkischen Dünenweg. Die Klamm ist einfach klasse. Wegebeschreibung top.

4. September 2015 13:09 Uhr

Eine sehr schöne Tour, vorallem der Teil durch die Klamm. Und am Jägersee kann man bei schönem Wetter auch baden. Wegbeschreibung war gut, nur in Feucht war der Bahnhof erst nach kurzem Verlaufen zu finden, hier haben wir entweden einen "Navigationsfehler" gemacht oder die Bechreibung war wirklich nicht deutlich genug. Aber wir haben alles gefunden und können diese Tour empfehlen.

23. August 2014 15:24 Uhr, Eva Schindler, Obermichelbach

Wir haben die Tour am 21.08.14 bei schönstem Wanderwetter unternommen . Es war traumhaft schön und dank der guten Beschreibung haben wir den Weg auch ohne Probleme gefunden. Es war für uns der perfekte Urlaubstag und nur 1 Stunde von zu Hause weg.

21. Juni 2014 16:08 Uhr, Thorsten, Nürnberg

Sehr schöne Tour durch die Schwarzachklamm. Nur die zweite Hälfte, nach dem Biergarten, ist nicht mehr so spannend.

6. Januar 2014 17:06 Uhr, Katharina B., Nürnberg

Wundervolle Wanderung! Sind allerdings (aufgrund des Regens und der einbrechenenden Dunkelheit) neulich nur bis Röthenbach b.St.W. gelaufen und haben von dort aus den Bus nach Langwasser genommen. Vielleicht im Sommer nochmal die ganze Wanderung!
Kurz vor Röthenbach b.St.W. hatten wir allerdings Probleme, die Markierung im Wald zu interpretieren, weil das nicht ganz eindeutig ist, in welche Richtung man bei einer Kreuzung laufen soll.

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