Auf den Höhen im unteren Wiesenttal

Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Region Fränkische Schweiz
Linien 389 R22
Länge ca. 22 km
Dauer ca. 6 Std.

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Ge­samteindruck
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Landschaft
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
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Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Auf den Höhen im unteren Wiesenttal

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Vorwort

Vorwort

Die an­spruchsvolle Tagestour beginnt mit einem steilen Anstieg hinauf zum Aussichtsturm auf der  513 m hohen Wallerwarte. Von dort aus führt der Höhenweg zum Gipfelkreuz am Kreuzberg (493 m), dann weiter vorbei am Judenfriehof zu den Pretzfelder Kelleranlagen - danach kann man - wer möchte - die Tour in Kircherhrenbach beenden.

Ansonsten geht´s weiter über Leutenbach hinauf zum Walberla, wo den Wanderer ein tolles, 180°iges Panorama erwartet. Abstieg und Ausklang dann in Wiesenthau, Rück­fahrt im Stun­den­takt mit der R22.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Auf den Höhen im unteren Wiesenttal" – Ebermannstadt – Pretzfeld – Leutenbach – Schlaifhausen – Wiesenthau

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Über Forch­heim fahren wir mit der Re­gi­o­nal­bahn R22 bis nach Ebermannstadt. Durch das Bahn­hofs­ge­bäu­de – Sitz der Dampfbahn Frän­kische Schweiz e. V. – DFS: Tel. 0 91 91/79 45 41 oder www.dfs.ebermannstadt.de (Rabatt für VGN-Kunden) geht es über den Bahn­hofsvorplatz im Rechtsbogen vor zur Wiesentbrücke, die wir über­que­ren.

Ebermannstadt Bahn­hof
Abfahrt­mög­lich­keiten der Wan­de­rung

Rechts ab und zwischen Wiesent und Stadtmauer immer am Ufer ent­lang (Chantonnay-Promenadenweg: Die französische Stadt ist Partnerstadt von Ebermannstadt.) finden wir bei der Wehranlage unser erstes Wanderzeichen dieser ausgedehnten, ab­wechs­lungs­reichen Tour.

Hellblaupunkt weist den Weg hoch Rich­tung Wallerwarte. Wieder über die Wiesent und durch die Nebengebäude der Sägmühle (aus dem Jahr 1812) führt der Weg durch den kleinen Stadt­park weiter zur Erlachkapelle. Einer der zahl­reichen Holzweg­wei­ser ist auch der Hellblaupunkt, unser Weg. Zunächst schnurgerade ansteigend hoch durch die Terrassenwiesen, dann in den Laubwald hinein.Rechts im Wald erkennen wir bald die erste der aus Sandstein gehauenen Sta­ti­onen des Kreuzweges.

Kurz danach stoßen wir auf einen Holzabfuhrweg, den wir schräg nach rechts über­que­ren. Der Hohlweg verläuft nun steil ansteigend, und auf der rechten Seite erkennen wir die weiteren der ins­ge­samt sieben Sta­ti­onen, bis wir ganz oben eine offene Kapelle erreichen. Jeden Kar­frei­tag wird von vielen Ebermannstädtern dieser Leidensweg Christi noch begangen.

Gleich nach der Kapelle biegen wir nach links ab und kommen so am Sendemast vorbei zum aus Natursteinen rechteckig gebauten Aussichtsturm Wallerwarte (513 m). Nach 52 Stufen erreicht man über mehrere Stockwerke die Plattform des Turmes. Eine herrliche Aussicht erwartet uns. Unter uns Ebermannstadt mit seiner Stadtkirche, gegenüber die Burg Feuerstein und linker Hand die Vexierkapelle St. Nikolaus bei Reifenberg. Rechts öffnet sich das Leinleitertal, am Horizont erkennt man bei guter Fernsicht sogar den Rennerberg mit dem ehemaligen Seckendorffschen Schloss in Aufseß.

Folgt man mit dem Blick den Schienen der alten Bahn­tras­se (jetzt DFS-Museumsbahn bis Behringersmühle) hinein ins obere Wiesenttal, sehen wir bis nach Streitberg. Es geht wieder zurück zur Kapelle, dort nur kurz links bis hin zu weiteren Holzweg­wei­sern (Rastmöglichkeit). Der Weg zum Schlüsselstein, unserem nächsten Etappenziel, führt rechts in den Wald hinein. Ge­ra­de­aus am Kreuzberg ent­lang, dann über die nächste Wegekreu­zung, zu der wir an­schlie­ßend wieder zurückkommen, führt ein Pfad nach zwei kleinen Mulden zur Felsenkanzel und zum Gipfelkreuz des Schlüsselsteins (493 m).

Blick ins Wiesenttal (VGN © VGN GmbH)

Das untere Wiesenttal breitet sich vor uns aus und wir können weit über Forch­heim hinaus blicken.  Zurück zu der vorher beschriebenen Kreu­zung setzen wir unsere Wan­de­rung mit blauer Senkrechtstrich Rich­tung Judenfriedhof rechter Hand fort. Im Gänsemarsch bleiben wir auf dem ab­wechs­lungs­reichen Pfad, der erst nach einem langen Rechtsbogen und einer leichten Stei­gung nach rechts in einen breiten Forst­weg einmündet (Hochstand vor uns im Wald). Nach einer eingezäunten Schonung kommen wir jetzt leicht am Judenberg abwärts laufend zu einer kleinen Lichtung mit einem Mini-Steinbruch auf der linken Seite. Bei schönem Wetter ein idealer Rastplatz mitten in der Natur. Nach kurzer Zeit erreichen wir eine Kreu­zung, links dahinter ummauert der Judenfriedhof (um 1700). Die ca. 100 m nach links zum verschlossenen Eingangstor sollten für einen kurzen Blick nicht zuviel sein. Hin und wieder zeugen aufs Eisentor gelegte Steinchen von Be­su­chern dieser jüdischen Ruhestätte.

Pretzfelder Kelleranlagen (VGN © VGN GmbH)

Wieder zurück führt der Kirschen-Weg mit blauer Senkrechtstrich unter einer Hochspannungsleitung weiter bergab ins Trubachtal – erstmals taucht das Walberla vor uns auf. Wir halten uns rechts und auf dem nun asphaltierten Sträßchen kommen wir an den Pretzfelder Kelleranlagen, die vom Aussehen her stark an die Forch­heimer Keller beim Annafest erinnern, vorbei. Die meisten Keller werden nur noch privat genutzt. Nur noch ein Keller – links gegenüber der aus Steinen zusammengesetzten Inschrift „Markt Pretzfeld“ – ist in den Som­mer­mo­naten bewirtschaftet (Fr./Sa. ab 15 Uhr, So. ab 9 Uhr, Mo.–Do. ab 16 Uhr – Infos unter 0 91 94/89 78: Gasthof Sonne, Pretzfeld). Immer Mitte Juli findet das  Pretzfelder Kirschenfest statt (Infos unter 0 91 94/7 34 70). Am Ende der Wiese, bei der niedrigen Holzumzäunung, ein schöner Ausblick über Pretzfeld.

Weiter, immer noch mit blauer Senkrechtstrich auf dem Teersträßchen am Park­platz und einer Wan­der­ta­fel talwärts, stoßen wir auf die Straße Ebermannstadt – Pretzfeld. Zunächst neben, dann kurz auf der Straße steuern wir auf die Pretzfelder kath. Pfarrkirche St. Kilian (erbaut 1739-1761) zu. Das gotische Gotteshaus ist eine der glänzendsten Landkirchen des Bam­berger Umlandes. Optischer Mittelpunkt der „Rokokokirche“ ist der reich vergoldete Hochaltar, eine Arbeit des Bam­berger Bildhauers Johann Anton Moritz, die den Märtyrer-Bischof Kilian darstellt. Die Seitenaltäre und zwei der Wandfiguren sind Werke des Ebermannstädter Bildschnitzers Friedrich Theiler. Nehmen Sie sich die Zeit für einen Abstecher in und um diese architektonisch herausragende frän­kische Dorfkirche. Dahinter grenzt das Schloss aus dem 16. Jahrhundert an.

Weiter geht es geradewegs auf das Pretzfelder Rathaus zu, wo wir u. a. unser We­ge­zei­chen blauer Senkrechtstrich wiederfinden. Links ab und über die erste Trubachbrücke gehen wir weiter bis zur Brunnenstraße, auch hier links einbiegen. Dann rechts der Markierung folgen und wir ver­las­sen rechts über eine kleine Brücke mit Holzgeländer Pretzfeld. Auf der linken Seite sehen wir das Massiv des Rötelfels, rechts daneben den Ort Wichsenstein.

Wir halten uns mit blauer Senkrechtstrich ge­ra­de­aus – die Markierungen ins Trubachtal deuten nach links – und kommen in den Pretzfelder Ortsteil Kolmreuth. Der Hauptstraße folgen wir nur ca. 100 m nach links, ehe wir auf der ge­gen­über­lie­genden Stra­ßen­sei­te in den Kolmreuther Weg einschwenken. Nach der Siedlung rechter Hand: das alte Kolmreuther Schloss. Danach zweigen wir bei einer Scheune links ab. An einem kleinen Weiher vorbei geht es im Rechtsbogen am Wald­rand ent­lang weiter, ehe ein Pfad berauf in den Wald hineinführt. Auf halber Höhe dann rechts einbiegen. Dieser stim­mungs­volle Waldpfad führt über kleinere Hohlwege aus dem Wald hinaus und endet in einem breiten Forst­weg. Nur kurz nach links, dann rechts weiter bis zu einer Schranke (dahinter Rastplatz).

Mit blauer Senkrechtstrich geht es rechts abwärts nach Kirchehrenbach. Am Sportplatz und Schützenhaus führt die Sportplatzstraße bis zur Hauptstraße in den Ort hinunter, dort rechts und am Ehrenbach ent­lang Rich­tung Bahn­hof (ca. 40 Mi­nu­ten).

Wir halten uns aber mit Gelbstrich ge­ra­de­aus und gehen zunächst auf einen lang gezogenen Forst­weg durch eine Mulde Rich­tung Leutenbach. Achtung: In einer Rechtskurve nach mehreren Eichen und lichterem Baum­be­stand zweigt ein Pfad links ab in den Wald hinein. Gelbstrich ist nur schwer an einem Eichenstamm im Wald ausfindig zu machen!    Der Weg schlängelt sich weiter durchs Unterholz. An­schlie­ßend queren wir einen breiten Forst­weg und folgen dem Weg­wei­ser nach Leutenbach. Nach dem Wald sehen wir ge­gen­über­lie­gend schon das Walberla mit seinen östlichen Fels­for­ma­ti­onen. Durch Kirschgärten und  Streu­obst­wie­sen weiter quer zum Hang kommen wir oberhalb des Friedhofes in den Ort hinein (Hoher Steig). Rechts abwärts auf den Kirchturm der St. Moritz-Kapelle (im Volksmund „Moritzla”) zu, so erreichen wir dann die Orts­mit­te.

Un­ter­wegs in der Frän­kischen (VGN © VGN GmbH)

Von nun an ist rot weiß die Markierung, die auf dem Holzweg­wei­ser – gegenüber dem Gasthof/Metzgerei Schütz – in die Ehrenbürgstraße und hinauf zum Walberla zeigt. An der Neugotischen Kirche, am Privatpark­platz des Gasthofes Rumpler und dem In­for­ma­ti­onsgarten des Obst- und Gartenbauvereins ent­lang, halten wir uns bis kurz vor dem Wald immer an das Teersträßchen. Ein breiter Waldweg führt nach der Schranke weiter zu der früheren Burgsiedlung der Kelten, zweifellos dem High­light unserer Wan­de­rung. 

Im lang gezogenen Links­bo­gen – mal auf-, aber auch abwärts immer der Markierung rot weiß nach – zweigt dann ein steiniger Weg links steil nach oben ab. Bei der nächsten Gabelung rechts abbiegen und dem ausgetretenen Pfad folgen. Die Zwillingstürme am Ostgipfel fallen ins Blickfeld. Weiter aufwärts endet der Waldpfad vor einer Bergwiese. Rechts halten (Markierungen an den Felsen) und an den Zwillingsfelstürmen der Ehrenbürg (459 m), der offiziellen Bezeichnung des Berges, vorbei, erreichen wir das Gipfelplateau.

Am Walberla be­ste­hen vielseitige Möglichkeiten: hinauf zur St. Walburgiskapelle oder zu einem der gut abgesicherten Aussichtspunkte. Überall fast grenzenlose Weitblicke und imposante Felsmassive auf dieser Dachlandschaft, die seit langem schon (1987) als Na­tur­schutz­ge­biet ausgewiesen ist!

Unser Ziel ist das Gipfelkreuz auf dem Rodenstein (532 m), zu dem uns nach dem Sattel ein steiler Weg, später Holztreppen hinaufführen. Auch hier: Weitblicke, wohin das Auge reicht, die Sie von einer Bank am Gipfelkreuz genießen sollten. Rotstrich führt uns zunächst ein Stück am Bergrücken ent­lang, dann stetig abwärts Rich­tung Schlaifhausen. Hinter dem Wanderpark­platz halten wir uns rechts und gehen die Straße in den Ort hinein, den Kirchturm als Anhaltspunkt.

Gast­haus Kroder

Schlaifhausen 43
91369 Wiesenthau
Tel: 09199 416
Mi-So ab 11.30, durchgehend warme Küche, So bis 19.30. Ruhe­tage: Mo und Di

Von hier aus müssen Sie noch ca. 40 Mi­nu­ten zum Bf Wiesenthau einkalkulieren. Wir bleiben zunächst rechter Hand auf der Hauptstraße, nutzen dann aber den ausgeschilderten Fußweg wieder rechts ab, der mit Gelbkreuz im Ort über die Schulstraße auf die Kirche zugeht. An der Kirche rechts vorbei, dahinter gleich wieder links zum Dorfweiher.

Dann schließ­lich rechts in die Straße hinunter Rich­tung Bahn­hof abbiegen. Das Gast­haus gegenüber dem Hal­te­punkt bietet nach dieser ausgedehnten und aussichtsreichen Tour die letzte Ein­kehr­mög­lich­keit vor der Rück­fahrt nach Forch­heim (R22 im Stun­den­takt).

Wiesenthau Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Das Gast­haus „Zur Ei­sen­bahn“

Wiesenthau
Tel: 0 91 91 / 94750
Ruhetag: Mon­tag

Der Name Walberla ist abgeleitet von der heiligen Walburga, einer Äbtissin aus Heidenheim. Ihr zu Ehren wurde die St. Walburgis-Kapelle errichtet. Die Walberlas-Kärwa ist immer am ersten Sonn­tag im Mai.

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

26. April 2014 20:28 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Der steile Aufstieg zur Wallerwarte wird mit einem großartigen Ausblick in die fränkische belohnt. Auch die restliche Wanderstrecke samt Walberla - ein Traum.

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