Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Thema Täler und Schluchten, Wiesen und Wälder
Region Fränkische Schweiz, Städteregion Nürnberg
Linien R21 R22
Länge ca. 18,3 km
Dauer ca. 5 Std.
Stufe viele Einkehrmöglichkeiten

Bewertungen

Ge­samteindruck
Landschaft
Gastronomie
An­spruch / Kondition
Weg­be­schrei­bung

Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Zu Zwei ganz besonderen Linden

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Vorwort

Vorwort

Von einem schönen frän­kischen Tal ins andere!
Mal nicht hinauf aufs Walberla, sondern den „Heiligen Berg der Franken“ aus neuen Perspektiven betrachten. Das südliche Oberfranken, schnell erreicht aus Rich­tung Nürn­berg und Bam­berg, hat viel zu bieten. Und ist bestens erschlossen mit idyl­lischen Re­gi­o­nal­bahnlinien.

Steigen Sie ein, kommen Sie mit! Der Zug fährt mit seinem ganzen Nebenbahn-Charme durch die hügelige frän­kische Voralblandschaft. Fernblicke sind auch dabei – und be­son­ders schön ist’s zur Obstblüte. Ein wunderschöner Auftakt für unsere Tagestour! Die R21 bringt Sie nach Gräfenberg und die R22 holt Sie am Schluss in Wiesenthau wieder ab, ohne einen Gedanken zu verschwenden, wie das Auto „mitwandern“ soll oder rückgeholt werden muss. Aus Rich­tung Erlangen kommt man mit der Bus­linie 209 als Zu­brin­ger nach Eschenau, dort mit Direktan­schluss an die Gräfenbergbahn.

Auf ein Bier mehr oder weniger kommt es dabei nicht an. Wir fahren Sie, Sie dürfen angenehm müde sein und die Beine baumeln lassen nach Ihrer langen Wandertour.

Auf den Punkt gebracht, geht unsere besondere Zwei-Linden-Wandertour so: Zuerst steil hinauf, dann aussichtsreich lange oben bleiben, durch Obstgärten und urfrän­kische Dörfer marschieren, die ihren Charme bewahrt haben, Essen und Trinken genießen und obendrein zwei nicht ganz gewöhnliche Linden bestaunen: Die eine, hoch oben, ist al­ler­dings doch recht bekannt. Die andere ist tief unten und (wortwörtlich!) eingebaut, die sieht meist nur der, der es weiß. Da muss man schon genau hinschauen! Wer nicht gleich den ganzen Tag wandern will, ist mit unserer Kurzwan­de­rung bestens bedient: ein mächtiges Renaissance-Schloss, die ungewöhnliche eingebaute Linde, un­be­kannte Wege am Walberla und obendrein die Möglichkeit, dreimal ganz ver­schie­den einzukehren, auf nur 3,8 km sind schon rekordverdächtig. Ob kurz oder lang, lassen Sie sich über­ra­schen, entdecken Sie Neues und genießen Sie die vielfältigen Facetten des Frankenlandes.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te – Gräfenberg - Kasberg - Regensberg - Mittelehrenbach - Dietzhof - Wiesenthau (06.02.2019)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Ge­samtlänge: Gräfenberg Bf – Wiesenthau Bf 18,3 km

Gräfenberg Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Teil 1: Gräfenberg Bahn­hof – Mittelehrenbach (Dorfbrunnen) 11,3 km

Nur ca. 100 m von der End­hal­te­stel­le der R21 wartet zum Start der Wan­de­rung über­ra­schen­der­wei­se gleich ein verstecktes Kleinod auf uns, von dem viele nichts  wissen, obwohl sie schon oft in der Nähe waren. Bekannter sind da schon die Kalksinterstufen im Lillingshofer Tal auf der anderen Seite der B2, aber hier sehen wir auch be­son­ders schöne und große Formationen aus Kalktuff.

Dem Vorbeieilenden bleiben sie verborgen und sind doch leicht zu finden: Am Ende der Bahn­glei­se wendet man sich, vor dem eigentlichen Wanderstart, für einen 50-Meter-Mini-Abstecher nach links (Radwegmarkierung grün-weiß, man hört es bereits rauschen) und geht die wenigen Schritte zur Kalkach hinüber. Ein kleiner Trampelpfad schlängelt sich neben der Kalkach zwischen Buschwerk ent­lang der Sinterstufen bergauf. Obwohl die Quelle der Kalkach nur einige hundert Meter weiter oberhalb liegt, ist hier schon ein breiter Bach daraus geworden: Das Wasser rauscht nur so hinab. Schön schattig ist es hier im heißen Sommer! Doch wie entsteht eigentlich so ein beeindruckendes Geotop?

Wasserfallkaskade (18.02.2019, Gertrud Härer © Gertrud Härer)

Kalksinterstufen oder Kalksinterterrassen
Vieles muss zusammentreffen, damit Kalksinterstufen entstehen können, was selten vorkommt und sehr lange dauert: Kalkhaltiger Boden ist die Grundlage. Den haben wir auf der Jurahochfläche. Wenn nun kohlendioxidhaltiger Regen auf die Albhochfläche fällt, wird durch chemische Reaktion ein Teil des Kalkes aus dem Gestein gelöst. Durch diese so­ge­nannte Lösungsverwitterung werden hier und um Gräfenberg herum die Quellen der Lillach und der Kalkach stark mit dem herausgelösten Kalk angereichert. Durch kleine Wasserfälle und Verwirbelungen im Flusslauf wird dieser Prozess dann gestoppt, und dabei entstehen Ablagerungen in Form von feinen Kalknadeln an den im Wasser wachsenden Pflanzen. Die Pflanzen wiederrum wirken der Verkrustung entgegen, weil sie über die verkalkte Schicht hinauswachsen. So entstehen über viele Jahr­zehnte hinweg stockwerkartige, bizarre Kalkgebilde, die so­ge­nannten Tuffe. Jährlich wachsen sie aber nur 2-3 Millimeter und brauchen dazu auch Moose und die zugehörigen Kleinlebewesen, ein sensibles Ökosystem, das geschützt werden muss, um dieses Naturphänomen zu er­hal­ten. Quelle: siehe http://www.lillachtal.de/sinterstufen.html

Zum eigentlichen Wanderstart geht’s nach dem Abstecher zur Kalkach wieder zurück und ge­ra­de­aus vor zum Haus Nr. 48. Hier links abbiegen und die vor uns liegenden Treppenstufen hinaufsteigen. Am Anfang noch gut ausgeruht, haben wir diesmal gleich zu Beginn die größte Stei­gung auf der ganzen Wan­de­rung!

Auf 390 m liegt der Bahn­hof, zum 470 m hohen Michelsberg wollen wir hinauf, denn von da oben haben wir eine phantastische Aussicht nach Süden und einen wunderbaren Über­blick über die ganze Gegend. Eingerahmt von großzügigen Gärten steigen wir die Stufen hinauf, dann ein kurzer Zwischenstopp auf ca. 430 Hö­hen­me­ter, an der Querstraße (Bayreuther Straße). Unser Weg geht aber jetzt zuerst rechts, dann wenige Meter halblinks den Jägersberg hoch und nochmal ein kleines Stück nach rechts. Danach sofort wieder nach links und mit dem Blaukreuz die lange Friedenstreppe hinauf („Hans-Oßmann-Weg“).

Schon vor der Treppe weist oft am Rand eine handgeschriebene Kreidetafel auf die Öffn­ungs­zeiten des Bier­gar­tens am Bergschlösschen hin, an dem wir direkt vorbeikommen.

Die Friedenstreppe
Die lange Treppe, jetzt auch Friedenstreppe genannt, führt sie doch zum Friedensdenk­mal hinauf. Umbenannt wurde so das Kriegerehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Am Geländer zu Beginn des Treppenaufgang ist – künstlerisch gestaltet – zu lesen: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg“ (Mahatma Gandhi) – und auf der anderen Seite: „Und Frieden wird sein, der Gerechtigkeit Frucht“ (Prophet Jesaja).

Oben angekommen, empfängt uns eine wahrhaft grandiose Aussicht!

Weitblick pur
Vor uns steht putzig klein – wie in einer Spielzeuglandschaft – unten oft auch noch die Gräfenbergbahn am Bahn­hof. Der Blick schweift weithin, über das Kalkachund Schwabachtal, von wo wir hergefahren sind, über Weißenohe, Igensdorf, Eckental – bei guter Sicht sogar über Nürn­berg hinaus, wo man den Businesstower und den Fernsehturm erkennen kann. Hinter uns erstreckt sich nach Norden die Albhochebene, auf der im Winter bei guter Schneelage viel Betrieb herrscht, denn es werden hier manchmal über 30 km Loipen gespurt!

Mit einer langen Latte von Markierungszeichen, u. a. das des Frankenweges, geht’s nach links weiter. Der grüne Pavillon, ein paar Meter vorne links (treppauf gesehen), weist auch den Weg. Er steht zur Erinnerung an der Stelle, wo einst die älteste Kirche Gräfenbergs und ein Wachturm standen (Infotafel).

Die ver­schie­denen Markierungen kennzeichnen nun abwechselnd unseren Weg: Wir spazieren vorerst immer ge­ra­de­aus, erst am Ortsrand, dann teils auf schattigem Waldpfad oberhalb des Ortes. Nach 600 m spitzt durch die Äste links unter uns das Gräfenberger Schwimmbad hervor.

Unser Weg führt ein Stück weiter vorne hinunter zur Straße und an ihr ent­lang bis zur nächsten Straßenein­mün­dung. Hier verlässt uns ein Teil der Markierungen, denn wir biegen links ab (Straßenverkehrsschild: „Gräfenbergerhüll, 1 km“). An der Reitbahn am Eck vorbei und schon gibt’s zur Sommerzeit üppigen artenreichen Blumenwuchs am Straßenrand. Am Horizont vorne rechts taucht bald ein Windrad auf, noch das einzige in der Gegend. Oft benutzt als weit sichtbares Markierungszeichen, steht es doch nur wenige Meter neben der Kasberger Linde, unserem nächsten Ziel. Wir biegen nun, ca. 500 m nach der Ein­mün­dung, dort, wo es in der Kurve rechts nach Gräfenbergerhüll geht, links ab (grüner-weißer Rad-WW). Der geteerte Abzweig mündet nach den großen Garagen in einen Schotterweg, das Rotpfeil rechts gefüllt als Anhaltspunkt. Bei Sonnenschein zur Sommerszeit lockt auch hier ein Blumenmeer viele Schmetterlinge an, die Gräser schaukeln im Wind, Schwalbenschwänze und Zitronenfalter tanzen neben uns her. Immer ge­ra­de­aus weiter, das Windrad wird größer, stoßen wir auf die geteerte Ver­bin­dungs­stra­ße nach Kasberg. Diese queren wir, gehen nur wenige Meter nach rechts, dann gleich wieder links. Weiter geht es mit dem Blaukreuz zunächst am Zaun ent­lang und schließ­lich im Bogen an Kirschbaumwiesen vorbei nach Kasberg.

Am Ortseingang ver­las­sen wir das Blaukreuz. Es zweigt an der Straße links schon wieder ab: Wir über­que­ren die Straße und gehen lieber – weil auch schöner – geradewegs in den Ort hinein. Am alten Bauernhaus links: ein Birnbaum, ein Spalierbaum als Hausbaum, wie es in Bauerndörfern häufig und schön anzuschauen ist.

Schon gewusst
Spalierbäume haben neben dem Obstertrag noch andere praktische Gründe: Die Wurzeln des Baumes ziehen die Nässe aus dem Boden und damit aus dem Mauerwerk heraus, so dass Hauswand und Haus trockener bleiben.

An der Weggabelung, bei der Hal­te­stel­le Feuerwehrhaus, links ab – und kurz danach taucht sie unvermittelt auf: Von Fachwerkscheunen eingerahmt auf grünen Stelzen grüßt uns die Tausendjährige!

Über Schönheit kann man streiten, etwas skurril schaut sie schon aus, aber sie hält sich tapfer, grünt immer noch und treibt immer wieder aus. Nebendran wächst inzwischen eine viel jüngere Linde, größer, frischer und stattlicher als die doch recht hochbetagte Sommerlinde, die als Na­tur­denk­mal geschützt ist. Aus jeder Perspektive schaut die Uralte anders aus, immer wieder faszinierend, weshalb es ein bisschen dauern kann, bis begeisterte Fotografen von allen Seiten, von unten, von schräg hinten durch – und auch durch das kleine Fensterchen im Stamm – wundersame Bilder aufgenommen haben.

Gestütze Linde (18.02.2019, Gertrud Härer © Gertrud Härer)

Wir haben eine uralte Gerichtslinde vor uns, denn hier wurden vermutlich schon im Mittelalter Gerichtstage abgehalten und Verhandlungen über Rechtsstreitigkeiten geführt. Kaiserin Kunigunde, bekanntlich die Gemahlin des Kaisers Heinrich II., der um 1008 das Bistum Bam­berg gegründet hat, soll sie eigenhändig gepflanzt haben. Es gleicht einem Wunder, dass der ausgehöhlte Stamm – sogar ein ungarischer Husar mit seinem Pferd soll sich 1795 erfolgreich darin versteckt haben – noch nicht zusammengebrochen ist. 1796 schossen angeblich französische Soldaten mit einer Kanone auf die Linde, weshalb sie auch Franzosenlinde genannt wird. 1806 wurde sie in Brand gesteckt, was sie aber nicht zerstören konnte.

Die Kasberger tanzten an Festtagen um ihre Linde, auch eine hölzerne Tanzplattform soll es dafür unter der Krone gegeben haben, wie es vielerorts in vergangen Zeiten üblich war. Eisenklammen und Stäbe halten nunmehr den Stamm und die Linde zusammen und stützen den fast waagerechten Hauptast ab. Auch ein Holunderstrauch wächst innendrin im Stamm und viele Misteln sorgen dazu für frisches Aussehen. Quelle: nach Wiki

Wir steigen über die niedrige Umrandung, queren die Orts­ver­bin­dungs­stra­ße vor der Linde und gehen etwas links versetzt in die wenig befahrene Straße Rich­tung Walkersbrunn (Straßenschild: 2 km). Auf ihr bleiben wir aber nur rund 500 m, bevor es mit deutlicher Blaukreuzmarkierung Blaukreuz nach rechts geht. An der nächsten Verzweigung laufen wir links (im Sommer ist das Markierungszeichen oft hinter Blättern versteckt), am nächsten Abzweig ist das Blaukreuz wieder zu sehen: Rechtsabbiegend geht’s am Wald­rand ent­lang bis zum Teersträßchen nach Rangen.

Hier links und auf dem Sträßchen weiter. Nach ca. 350 m, unmittelbar vor dem Ortschild Rangen, rechts abbiegen. Immer noch mit dem Blaukreuz dann auch beim nächsten Abzweig nach links. Die schöne Hochebene betört be­son­ders im Sommer bei Sonnenschein die Sinne: Urwüchsige Streuobstbäume, tanzende Schmetterlinge, üppige blühende Wiesen, Gräser schaukeln im Wind, vielleicht kreuzt ein Reh und jagt über die Wiese hinweg …

Den kleinen Hügel kaum merklich aufwärts, dann auf grasigem Weg am Wald­rand ent­lang, später dann „zweispurig“ rechts ab, das Walberla vor uns im Fokus. Achtung! Eine Wegkreu­zung im freien Feld wird erreicht, ein paar Meter rechts drüben steht ein Markierungspfahl (Tafel Wasserschutzgebiet), u. a. mit Blaukreuz und Blauring, den wir unbeachtet lassen! Wir laufen hier lieber unmarkiert nach links, neben einer Stromleitung ent­lang, auf den Rand der Hochebene zu!

Auf einmal Fernsicht pur – und je weiter wir voranschreiten, desto mehr: Weit hinüber ins Regnitztal und zu den Ausläufern des Steigerwaldes schweift der Blick bei klarer Sicht!

Der Graspfad wendet sich nach rechts um die Kurve und steuert auf einen Strommast zu. Da steht sie, eine Bank an schönster Stelle und lädt förmlich zum Fallenlassen ein! Gut so, denn dann geht’s nach dem Wiederaufstehen gleich geradewegs auf der Grasspur vor uns kurz und steil den Hügel hinab und vor zur Straße. Wir sind schon in Regensberg! An der Straße rechts, dann gleich die nächste links und die steile urige Ortsstraße hinab.

Hühner samt eines stolzen Hahnes treiben sich hier meistens herum, das Zwetschgenstübla lockt mit Selbstgebranntem, aber auch noch zwei weitere  Gastronomiebetriebe mit Aussichtsterrassen – da muss man sich entscheiden! Schön ist’s überall – und aussichtsreich zu sitzen sowieso.

50 Einwohner und drei Gasthäuser, eines davon mit größerem Hotel, das ist schon rekordverdächtig. Am Wo­chen­en­de bei schönem Wetter pilgern die Städter zahl­reich hierher und decken sich auch gern in einem Verkaufswagen mit frischen frän­kischen Eigenbau-Spe­zi­a­li­täten ein.

Burg Regensberg
Die Burg Regensberg stand hier früher oben auf dem Hügel – und eine kleine Kirche gibt’s hier schon länger als drunten in Weingarts, so dass dessen Bewohner früher zum Gottesdienst immer hier heraufkamen. Ein Blick in dieses Kleinod lohnt sich. Zu sehen ist u. a. nicht nur die Kirchenpatronin St. Margaretha, sondern auch ein Nothelfer-Altar in Form eines Rebstockes aus dem 17. Jh. (Infotafel).

Von der Kapelle kommend, biegen wir rechts ab (Weg­wei­ser Kulturerlebnis Frän­kische Schweiz). Ein letztes Stück Asphalt nach der gepflasterten Tiefgarageneinfahrt des Hotels, dann ist die Wanderwelt wieder in Ordnung! Mit Rotstrich schickt uns ein naturbelassener, aber etwas aufgewühlter Hohlweg schluchtartig, zunächst hinunter, dann wieder etwas hinauf. Was für ein Kontrast zum Ort! Nach Regenfällen kann es aber hier durchaus etwas rutschig sein.

Den linken Abzweig nach ca. 50 m unbeachtet lassen, ge­ra­de­aus geht’s weiter. Bald treten wir wieder auf freies Feld: Weiter mit dem Rotstrich markiert, durchqueren wir oberhalb von Oberehrenbach naturbelassene Streu­obst­wie­sen. In den Som­mer­mo­naten so weit das Auge reicht: Kirschen, Birnen, Zwetschgen und Nüsse.

Obst-Brennereien
In veredelter Form werden die Früchte drunten in den Orten gebrannt und abgefüllt. In Reih und Glied, schön dekoriert, stehen die schlanken klaren Flaschen in gläsernen Vitrinen zur Schau und Auswahl in Ober- und Mittelehrenbach und in den etlichen anderen Orten ums Walberla. Der Genuss ist ein mehrfacher: Wenn die Produkte verkauft werden können, bleiben uns auch die artenreichen Streu­obst­wie­sen er­hal­ten! Auch „Charlemagner“ wird hier erzeugt, eine Art Apfelsekt nach Champagnerart, in herber und süßer Va­ri­an­te zu haben, ein prickelndes Erlebnis, gewonnen aus den be­son­ders aromatischen alten Obstsorten, die heutzutage kaum noch gepflanzt werden. Zum „Alles-mal-Probieren“ gibt’s am Tag der Brennereien, alljährlich am 3. Sonn­tag im Ok­to­ber. Auch an diesem Tag bringen Sie Son­der­busse mit Sonderfahrplänen des Veranstalters hierher. https://www.walberla.de/frei­zeit/ver­an­stal­tungen/tag-der-offenenbrennereien-und-brauereien.html

Kostproben (18.02.2019, Gertrud Härer © Gertrud Härer)

Eine Teerstraße wird tangiert – hier ginge es rechts hinunter nach Oberehrenbach. Unser Weg geht aber ge­ra­de­aus weiter, mit Rotstrich, der aber leider immer wieder mal fehlt. Achtung: Am Ende der Streu­obst­wie­se nicht dem breiten Weg folgen, sondern dem kleinen Pfad halbrechts. Weiter vorne ist wieder ein Teerweg zu queren. Mit dem Weg­wei­ser „Mittelehrenbach, 1 km“ geht’s weiter abwärts bis zu einer Bank beim Waldaustritt. Wie bei einem Ausguckfenster öffnet sich hier der Wald, es ist wie ein Hinaustreten ins Freie. Hier ver­las­sen wir den Rotstrich (er geht nach links) und gehen statt dessen kurz nach rechts und gleich darauf links den Berg hinunter. Unten an der Ein­mün­dung bei Haus Nr. 217 nochmal links herum.

Der Ehrenbach
Hier ist er, der Ehrenbach! Als echter Dorfbach mit vielen Brückchen fließt er fast einen ganzen Kilometer lang mitten durch Mittelehrenbach – das Flüsschen selbst misst in voller Länge 11 km und mündet bei Kirchehrenbach in die Wiesent. Die wiederum fließt bekanntlich mitten durch Forch­heim und dort in den Rhein-Main-Donau-Kanal.

Nun vor zur Durchgangsstraße, hier wieder links und durch den Ort, immer am Bach ent­lang. Diesem folgen wir dann noch über mehr als zweieinviertel Kilometer. Überall im Ort finden wir Schauvitrinen und Ver­kaufs­stel­len der aromatischen Erzeugnisse von den Streu­obst­wie­sen.

Über 30 sehr un­ter­schied­liche Fachwerkgebäude warten darauf, entdeckt zu werden, jedes ein Unikat mit seiner eigenen unverwechselbaren Geschichte.

An der Ein­mün­dung mit dem markanten Dorfbrunnen endet der erste Teil der Tour.

Haltestelle Es gibt die Möglichkeit, ab Mittelehrenbach/Markthalle (Zur Hal­te­stel­le: 2 x links abbiegen) mit dem Bus 223 Rich­tung Bahn­hof Forch­heim oder Rich­tung Bahn­hof Igensdorf zu fahren. Erkundigen Sie sich bitte im eigenen Interesse vorher nach den aktuellen Ab­fahrts­zeiten. Sa./So. und abends fast nur AST alle 2 h: min­des­tens 1 h vorher anmelden unter Tel. 09191 862511 (fährt bis nach 23 Uhr).

Teil 2: Mittelehrenbach (Dorfbrunnen) – Wiesenthau Bahn­hof 7,0 km

An der Ein­mün­dung mit dem markanten Dorfbrunnen links abbiegen und dann rechts der Straße folgen (Straßenschild: Dietzhof, 2 km). Dann nach dem Ortsendeschild halbrechts in den Schotterweg (Rad-Weg­wei­ser: Dietzhof, 1 km) einbiegen. Es geht immer schön am Bach ent­lang, Wald und freies Feld wechseln, das Walberla blickt uns an. In Dietzhof stoßen wir auf die Straße, hier links, dann über den Ehrenbach, der uns sogleich nach rechts entschwindet. Ge­ra­de­aus sind es nur noch wenige Schritte zur Brauerei Alt auf der linken Seite. Unscheinbar sieht die beliebte Schankstätte von vorne aus, zum Bier­gar­ten und zum Gast­haus (Re­ser­vie­rung ist ratsam) geht’s über den Hof.

Nach der Einkehr links und weiter ge­ra­de­aus hoch zur Hauptstraße, dort links und auf die Staatsstraße. Viele Markierungen am Lichtmast! Wir folgen dem wunderschönen Panoramarundweg roter Punkt (nur schwach zu erkennen) ent­lang der Hauptstraße ge­ra­de­aus weiter. Nach dem Ortsendeschild dann rechts den gepflasterten Weg hoch, nochmal ein paar Hö­hen­me­ter, die sich aber nur bei trockenem Wetter und guter Sicht lohnen. Ansonsten bereits auf halber Höhe am Zaun der Obstplantage gleich links abbiegen!

Weitblick (18.02.2019, Gertrud Härer © Gertrud Härer)

Drehen Sie sich unbedingt mal um für den Rückblick. Die heutige Wanderstecke ist gut zu erspähen: links oben unübersehbar das Windrad bei der Kasberger Linde. Auch der Wanderbogen ins Ehrenbachtal lässt sich von hier aus schön nachvollziehen! Oben am Hang rechtwinklig links herum und am Hang unterhalb des Waldes ent­lang (nicht in den Wald), immer mit Fernblick nach Süden und Westen. Auch hier Obstbäume ohne Ende, natürlich auch hier wieder be­son­ders schön zur Kirschbaumblüte! Achtung! Wenn die Wiese schmäler wird, wenn der Obstbaumbewuchs aufhört, geht es auf einer kaum zu sehenden Pfadspur vorsichtig nach links hinunter: Ver­wach­se­ne und mit Stahlstiften befestige Treppenstufen führen unten linker Hand zu einem ganz besonderen Lehrgarten, einem Mehlbeerenschutzgarten.

Mehlbeeren-Schau- und Schutzgarten: seltene und gefährdete Mehlbeeren
Endemische Mehlbeeren, die weltweit aus­schließ­lich in be­stimmten Gegenden vorkommen, werden hier gezeigt und zur Erhaltung gezüchtet. Von „Schnitzleins Mehlbeere“, die nur im Bereich eines Dolomitmassivs in der Hers­brucker Alb vorkommt und damit zu den seltensten Baumarten der Welt gehört, und die – genauso wie die „Hohenesters Mehlbeere“ – auch Leutenbacher Mehlbeere genannt, sehr stark gefährdet ist, bis hin zu den bekannteren Vogelbeeren, auch Ebereschen genannt, werden ca. 20 Arten mit Lehrtafeln vorgestellt. So hat man z. B. die „Ehrenbürg Mehlbeere“ erst vor ein paar Jahren als eigenständige Art entdeckt und erkannt. Sie ist noch ein „unbeschriebenes Blatt“ und kaum erforscht; man versucht den wenigen Exemplaren durch Freischneidungsmaßnahmen genügend Licht und damit Überlebensraum zu geben (Näheres siehe Infotafeln).

Rechts von uns erhebt sich übrigens der Eichelberg, der „Vorberg“ zum Walberla. Er ist mit 422 m deutlich niedriger und vollkommen bewaldet, im Gegensatz zum waldfreien Aussichtsplateau oben am Rodenstein, das immerhin 532 m hoch ist.

Nach dem Mehlbeerenschaugarten geht’s auf einem schmalen schattigen Erdpfad weiter, der bald zwischen Pferdekoppeln „aus dem Gebüsch“ tritt. Schlaifhausen liegt nahe vor uns: Ein schöner Wiesenpfad führt uns bis zum Ortsanfang.

An der Teerstraße im Ort links hinunter und dann immer der Hauptstraße mit leichten Kurven folgend, an der Kirche sowie an mehreren Gasthäusern vorbei. Nach ca. 800 m ab Ortsanfang geht’s nach dem Haus Nr. 7 nach rechts, dem Schild „Fußweg nach Wiesenthau“ folgen.

Für den sehr emp­feh­lens­werten Lindenkellerbesuch geht es in der folgenden Rechtskurve zwischen Haus Nr. 80 und 82 rechts ab. Die sich öffnende Sicht ins „Grüne“ und auf das Walberla zieht uns förmlich in den Weg hinein – neue Ausblicke und Aufblicke zum Nordhang des „heiligen Berges der Franken“ begleiten uns!

Schlechtwetterabkürzung

Ohne den Lindenkeller direkt zum Bahn­hof Wiesenthau, noch 1,7 km:

Nach weiteren 200 m können wir abkürzen, falls wir den Lindenkeller auslassen wollen (bewirtschaftet nur bei Bier­gar­tenwetter, nicht bei Regenwetter – bei Zweifel unter Tel. 09191 94448 fragen) und über Schloss Wiesenthau kürzer zum Bahn­hof gelangen. (Über den Lindenkeller sind es noch 3,3 km.) Er­satz­wei­se kommen wir bei Schloss Wiesenthau vorbei, wo wir eben­falls einkehren können.

Wir folgen dem „Fußweg nach Wiesenthau“ ge­ra­de­aus weiter. Nach ca. 800 m stoßen wir auf die Hauptstraße mit Kirche und Schloss vor uns. Hier links abbiegen (ohne Markierung und Weg­wei­ser), dann die nächste gleich wieder rechts, um zum Eingang von Schloss, Gastwirtschaft und Bier­gar­ten zu gelangen (Näheres zum Schloss siehe unter Kurzwan­de­rung Wiesenthauschleife). An­schlie­ßend über die Treppe (ge­ra­de­aus vorne) zum Dorfweiher hinuntersteigen, an der Straße im Links­bo­gen um den Weiher herum und der Straße weiter folgen. blau diagonal bzw. Gelbkreuz führen zum Bahn­hof. Auch hier kann man beim „Gast­haus zur Ei­sen­bahn“ nochmals einkehren.

Immer ge­ra­de­aus weiter, nach ca. 900 m und einer leichten Bergab-Passage sehen wir an der Gabelung links oben das östliche Ortsende von Wiesenthau, aber unser Weg geht nach rechts in den ungeteerten Feldweg in die Senke mit einem Weiher und Pferdekoppeln. Hier stößt auch der 3,8 km lange Kurzwan­der­weg auf den Hauptwan­der­weg.

Bei der folgenden Gabelung rechts haltend, wird nach rund weiteren 800 m mit leichtem Hinab ein Teerweg erreicht. Dort links abbiegen und in den Hang hinabgehen. Nach ca. 300 m und einem weiteren Links­schwenk ist der Lindenkeller erreicht und bei gehisster Fahne hoffentlich auch offen!

Selbst an Wochentagen herrscht hier bei schönem Wetter reger Betrieb und geöffnet ist (witterungsabhängig) bis spät am Abend, romantische Sonnenuntergänge inklusive. Man versäume es nicht, schaue sich das Kellerhäuschen mal genau an, be­son­ders die rechte Außenmauer …

Der Lindenbaum vom Lindenkeller
Oben schaut die mittlerweile recht stattliche Linde über dem Dach hervor, aber wo wächst sie aus dem Boden, wo ist ihr Ursprung? Ein Blick ins Kellerhäuschen löst das Rätsel: Ja, da ist er, der Fuß der Linde, ungewöhnlich im Bier­kel­lerhäuschen drinnen verwurzelt, die Außenmauer ist drumherum gebaut und durchs Dach wächst sie hoch darüber hinaus und darf immer weiter wachsen …

Die Linde in der Küche (18.02.2019, Gertrud Härer © Gertrud Härer)

Weiter zum Bahn­hof 1,4 km

Zum Ab­schluss dieser besonderen Lindenbaum-Tour zeigen wir Ihnen noch einen besonderen Weg zum Bahn­hof Wiesenthau, einen kleinen verschwiegenen Pfad! An der stark befahrenen Straße unten ist immer noch kein Geh- und Radweg – so spazieren wir lieber abgasfrei und ungefährlich auf einem idyl­lischen Wiesenpfädchen und nehmen gerne die 25 Hö­hen­me­ter hinauf und hinunter in Kauf. Etwa 20–25 Mi­nu­ten sind bei einigermaßen normalem Wandergehtempo bis zum Bahn­hof Wiesenthau zu veranschlagen.

Von den Bierbänken geht es nach vorne und links hinüber zum Fahnenmast an der Park­platzeinfahrt. Wir wenden uns nach links, wo uns ein einigermaßen gut sichtbarer Grastrampelpfad aufnimmt. Etwas ansteigend hinauf – und bald werden die links liegenden Häuser am nördlichen Ende von Wiesenthau erreicht. Immer ge­ra­de­aus dran vorbei, erreichen wir die Hauptstraße. Von hier sind es nach rechts noch leichte und flotte 500 m bergab zu unserem Tagesziel: Auf dem linksseitigen Gehsteig laufen wir hinunter ins Wiesenthal zur eingleisigen Nebenbahnstrecke Forch­heim – Ebermannstadt. Zum Bahn­hof geht’s, unten angekommen, nach links. Noch mal eine gute Ein­kehr­mög­lich­keit gibt’s dort auch zum Ab­schluss, im Sommer etwas versteckt hinter dicken Laubbäumen, im traditionsreichen Gast­haus „Zur Ei­sen­bahn“.

Gast­haus Zur Ei­sen­bahn
Immer noch ist dieses ursprüngliche traditionsreiche Gast­haus in Besitz und Bewirtschaftung der Gründerfamilie! 1891, als die erste Ei­sen­bahnlinie von Forch­heim nach Ebermannstadt verkehrte, baute es der Ururgroßvater der heutigen Chefin, und zwar für die Bauern, die oft noch eine lange Weiterreise vor sich hatten, als Zwischenstopp. Und heute wie damals gibt es immer noch frän­kische Hausmannskost aus eigener Schlachtung und regelmäßig auch Schlachtschüssel (am besten vorbestellen) und Karpfen zur Saison.

Haltestelle Der Zug fährt alle Stunde bis um 20.13 Uhr nach Forch­heim, dann nochmal um 22.13 Uhr (Stand: 8/2017). Schon von Weitem hört man ihn pfeifen. Unbedingt muss man zum Zusteigen ein deutliches Handzeichen geben, denn er hält nur bei Bedarf und fährt dann recht beschaulich und gemächlich nach Forch­heim. Dort geht’s dann mit schnellem An­schluss Rich­tung Nürn­berg und Bam­berg.

Wiesenthau Bahn­hof
Rück­fahr­mög­lich­keiten

Kurzwan­de­rung: Wiesenthau-Schleife 3,8 km

Nach Wiesenthau fährt die R21 (Wiesenttalbahn) von Forch­heim im Stun­den­takt mit schnellem An­schluss aus Rich­tung Nürn­berg oder Bam­berg.

Wiesenthau Bahn­hof
Anfahrtsmöglichkeiten

„Eigentlich reicht mir ja der Lindenkeller allein schon“, sagt da so manch einer, der nicht gleich den ganzen Tag laufen mag, sich aber doch immer gerne per Bahn nach Wiesenthau kutschieren lässt, den Lindenkeller in aller Ruhe genießen möchte und die Gegend am Fuße des Walberla mal auf un­be­kannten Wegen kurz unter die Füße nehmen möchte. Dafür haben wir einen guten Vorschlag mit einer entspannten kleinen Rundwan­de­rung. Hinwärts geht’s auf schönem Weg zum mächtigen Schloss Wiesenthau, das mit seinen fünf Rundtürmen als eines der schönsten Renaissance-Schlösser Deutschlands gilt.

Dorfidylle (18.02.2019, Gertrud Härer © Gertrud Härer)

Zudem lädt ein idyl­lischer Bier­gar­ten in­ner­halb der Schlossmauern zum Ver­wei­len ein. Summa summarum sind es nur 3,8 km auf ab­wechs­lungs­reichen Wegen. Vom Dorfweiher hat man bereits einen wunderschönen unverstellten Blick hinauf zum Schloss.

Bahn­hof Wiesenthau – Schloss Wiesenthau (0,8 km) – Lindenkeller (2,4 km) – Bahn­hof Wiesenthau (3,8 km)

Vom Bahn­hof durch den his­to­rischen Orts­kern zum Schloss und zum Lindenkeller. Danach auf verschwiegenem Weg idyl­lisch wieder zurück zum Bahn­hof. Auf dieser Kurzwan­de­rung können Sie dreimal ganz ver­schie­den und doch immer sehr typisch für die Frän­kische Schweiz einkehren, siehe Anhang. Außerdem gibt es hier ein Dorflädla für Einkäufe un­ter­wegs, bestückt mit vielen wohlschmeckenden Regionalprodukten und auch einer Poststelle.

Idyl­lisch fährt der Zug ab Forch­heim durchs schöne Wiesenttal, schon bald mit markantem Walberlablick. Beim Hal­te­punkt Wiesenthau stoppt er nur auf Verlangen. Hier ist direkt gegenüber schon die erste Ein­kehr­mög­lich­keit, im Sommer etwas hinter den dicken alten Laubbäumen versteckt, das Gast­haus „Zur Ei­sen­bahn“, mit einladenden Bierbänken vor der Tür.

Beim Aus­stei­gen und Blick über das Wiesenttal zu den bewaldeten Anhöhen nach Nordosten hinüber, erkennt man beim Schauen weiter vorne links am Hang markant eine weiße Kapelle. Es ist die Kapelle St. Nikolaus auf dem Reifenberg, auch „Vexierkapelle“ genannt, denn sie sieht immer anders aus, je nachdem von aus man sie im Wiesenttal betrachtet. Noch weiter vorne, das braune Gebäude hoch oben auf der nächsten Berghöhe ist Burg Feuerstein bei Ebermannstadt.

Zu unserem Wanderstart ver­las­sen wir den Bahn­steig in Fahrt­rich­tung (aus Rich­tung Forch­heim kommend), queren die Straße am Ende des Gehweges und nehmen gleich mit dem Orangekreuz die schmale Straße direkt nach oben (nicht die breite Straße schräg hoch weiter vorne). Am nächsten Abzweig folgen wir kurz dem blau diagonal und kommen so zum idyl­lischen Dorfweiher mit dem wunderbaren Blick auf Schloss Wiesenthau.

Im Halbkreis geht’s um den Dorfweiher herum, dann ignorieren wir am Schilderbaum sämt­liche Markierungen und nehmen den unmarkierten Pflasterweg rechts, der mit Treppenstufen direkt zum Schlosseingang führt.

Einzelheiten zur wechselhaften Geschichte sind auf der Infotafel neben dem Eingang verzeichnet.

Für den Weiterweg zur Hauptstraße vorgehen, dort links abbiegen. Leicht bergab kommen wir an der katholischen Kirche St. Matthäus vorbei, gleich neben dem Schloss und einst aus der Burgkapelle hervorgegangen. Nach dem auffälligen rosafarbenen Rathaus auf der rechten Seite biegen wir nach rechts in die Ehrenbürgstraße ab (Markierung blau diagonal). Der Weg führt zum östlichen Ortsende und dann ge­ra­de­aus hinunter in eine Senke. Hier ohne Markierung nach links an einem Weiher und Pferdekoppeln vorbei.

Nun sind wir auf der Strecke der Hauptwan­de­rung angelangt und folgen dieser zum Lindenkeller und weiter zum Bahn­hof Wiesenthau.

Einkehren

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Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Einkehren, einkaufen und genießen ... Bitte informieren Sie sich.

Hier ein wichtiges Wort zu den Öffn­ungs­zeiten: „Hadder aff odder hadder ned aff?“

In Franken geht das in kleinen Be­trie­ben, wo der Wirt höchstper­sön­lich nicht nur die Bierzapfanlage in der Hand hat, oft so: Alteingesessene Franken wissen das auch irgendwie!

• Doochsüber ab 12 Uhr is off’n bis kaaner mer dou is und dann is zou
• Diensdooch und Middwoch is ganz zou (Ruhedooch)
• Und wenn’s drinnar finsda is odder die Dür is zou, dann is g’schlossn!
• Samsdoochs und sunndoochs is scho ab 10er off’n

Am besten immer kurz anrufen und nach­fra­gen!

Brennereien
Diese qualitativ hochwertigen Spirituosen herzustellen ist nicht ganz ein­fach und erfordert viel Erfahrung. Traditionsreiche Familienbetriebe brennen nach alter Tradition ihre Obstbrände doppelt. Oft kann man die wahrhaft aromareichen „Geister“ vor dem Kauf in den Probierstuben vorab kosten und vergleichen. Es versteht sich hier von selbst, dass Zutaten wie Zucker, Geschmacksverstärker, Aromen etc. vollkommen tabu sind. Reinheit und beste Qualität aus frischen Früchten sind oberstes Gebot! Darum schmecken sie so einzigartig gut! Ihre Produktion und der Verkauf tragen zum Fortbestand der schönen artenreichen frän­kischen Streuobstbestände bei. Bei der Herstellung von Likören werden aus­schließ­lich frische Kräuter, Gewürze, Blüten und Obst oder Wurzeln verwendet, angesetzt in einem hochprozentigen Brand. Auf Anfrage sind bei be­stimmten Brennereien auch Führungen mit Verkostung möglich. Auf dieser Wan­de­rung können Sie Obstbrände und Liköre direkt beim Erzeuger genießen und kaufen.

Einkehren Teil 1 (18.02.2019)
Einkehren Teil 2 (18.02.2019)
Einkehren Teil 3 (18.02.2019)

Besondere Ver­an­stal­tungshinweise
„Tag der offenen Brennereien und Brauereien“ in 16 Brennereien und 3 Brauereien rund ums Walberla, immer am 3. Sonn­tag im Ok­to­ber von 10 bis 17 Uhr.

Wander- und Rad­tou­ren­vor­schläge für diesen speziellen Tag „Genießerwege rund ums Walberla“ finden Sie in der Broschüre „Genießerwege“ oder im Internet. Jeden Mitt­woch im Jahr können Sie rund ums Walberla eine Brennerei oder Brauerei besichtigen und edle Destillate oder köstliches Bier probieren! Vor den Besichtigungen wird Ihnen jeweils eine geführte Themen-Wan­de­rung an­ge­boten. Alle Termine finden Sie auf der Homepage.

www.schnaps-brennerei.com oder www.walberla.de
Tourismusverein „Rund ums Walberla-Ehrenbürg e. V.“, Tel. 09191 978931.

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