Navigation überspringen
1. April 2015

Ver­län­ge­rung der StUB bis Höchstadt a. d. Aisch rechnet sich nicht

In der heutigen Sitzung des Arbeitskreises zur Stadt-Umland-Bahn (StUB) bei der VGN GmbH in Nürn­berg hat der Gutachter die Ergebnisse der Untersuchung zu einer Er­wei­te­rung des geplanten StUB-T-Netzes bis Höchstadt a. d. Aisch vorgestellt.

Die Studie ist im Auftrag des Land­kreises Erlangen-Höchstadt und des Zweck­ver­bandes Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg (ZVGN) erfolgt und sollte die Frage klären, ob ein zu­sätz­licher Ast der StUB nach Höchstadt a. d. Aisch (so genannter Nordwest-Ast) für sich allein oder als Bestandteil des bisherigen StUB-Netzes Aussicht auf Förderung hätte.

Mit diesem zu­sätz­lichen Ast würde das Netz der Stadt-Umland-Bahn von den bisher geplanten 32 Kilometern auf eine Stre­cken­län­ge von 57 Kilometer anwachsen. Die Baukosten würden sich in der Folge von 319 Mil­li­onen Euro um 155 auf eine Summe von 474 Mil­li­onen Euro erhöhen. Der Gutachter kommt zum Ergebnis, dass sich bei einer Betrachtung nur des Nordwest-Astes ein Nutzen-Kosten-Indikator von -0,2 ergibt. Der prognostizierte ge­samtwirt­schaft­liche Nutzen reichte somit nicht einmal aus, die Kosten für den laufenden Betrieb ein­schließ­lich des Unterhalts der In­fra­struk­tur zu decken.

Eine Integration des Nordwest-Astes in die Ge­samtbewertung des StUB-T-Netzes würde das Bewertungsergebnis auf einen Wert von 0,7 und damit deutlich unter 1,0 drücken. Mit diesen Ergebnissen wäre dann sowohl die Ver­län­ge­rung bis Höchstadt als auch das dadurch erweiterte StUB-Netz weit davon entfernt förderfähig zu sein.

Völlig unberührt von dieser Untersuchung bleibt die Förderfähigkeit des bisher geplanten StUB-Netzes mit der Ver­bin­dung von Erlangen nach Nürn­berg sowie den Ästen nach Herzogen­aurach und Uttenreuth mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von 1,1.