Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Freizeitlinie

Thema verkehrt Mo.-Fr.
Region Steigerwald
Linien 127
Dauer ca. 1 Tag
Frei­zeit­li­ni­e 127 - Aischgründer Bier-Express

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Info

Info

Mit der VGN-Frei­zeit­li­ni­e 127, dem Aischgründer-Bier-Express, geht es vom 1.5.–1.11 an Sonn- und Fei­er­tagen zwischen Neustadt und Höchstadt an der Aisch bequem in die beschauliche Landschaft, mit schönen Wan­der­wegen, reizvollen Dörfern und der imposanten Weiherlandschaft. Aber auch von Mo.–Sa. besteht mit der Linie 127 ein gutes Ver­kehrs­an­ge­bot.

Buslinie 127
Neustadt (Aisch) - Uehlfeld - Höchstadt (Aisch) Aischgründer Bier-Express

Ent­lang der fünf hier vorgestellten Wan­de­rungen Iaden gemütliche Gasthöfe mit frän­kischer Biervielfalt, regionalen, aber auch in­ter­na­ti­o­nalen Spe­zi­a­li­täten, im Sommer auch in etliche Biergärten zu einer kleinen Rast oder Einkehr ein. Speziell in den „R-Monaten“ wird der weit über seine Grenzen hinaus bekannte, be­son­ders hochrückige und gering beschuppte „Aischgründer Karpfen“ blau, gebacken oder speziell zubereitet bei vielen Wirtsleuten an­ge­boten.

Brauereien am Aischgründer-Bier-Express (VGN © VGN GmbH)

Sieben traditionelle Familienbrauereien bieten neben Bierspe­zi­a­li­täten auf Anfrage auch in­te­res­sante Führungen an. Hier wird Genuss, vor allem aber die Nähe zum Gast groß geschrieben. Gönnen Sie sich mal eine Auszeit und verbringen Sie zusammen mit Freunden oder Bekannten ein paar fröhliche Stunden im „Aaschgrund“, wie die Gegend im Volksmund genannt wird. Auf den folgenden Seiten finden Sie jede Menge In­for­ma­ti­onen.

Entdecken und genießen Sie die land­schaft­liche, ku­li­na­rische Vielfalt und den typisch frän­kischen Biergenuss! Alle Brauereien bieten auf Anfrage Brauereiführungen an! Den Brauereipass (Stempelkarte) können Sie hier runterladen. Gruppen ab 6 Per­so­nen sollten sich spätestens am Vortag bei Ver­kehrs­un­ter­neh­men anmelden:

Höhn GmbH Ver­kehrs­un­ter­neh­men

Schulstraße 4
91484 Sugenheim
Tel: 09165 272
Fax: 09165 1331

Ge­mein­den

Ge­mein­den

In­for­ma­ti­onen zu den Ge­mein­den:

  • Neustadt a. d. Aisch
  • Diespeck
  • Gutenstetten
  • Markt Dachsbach
  • Uehlfeld
  • Markt Lonnerstadt
  • Höchstadt a. d. Aisch

und Ein­kehr­tipps finden Sie im aktuellen Prospekt. Download auf der rechten Seite.

Karte

Karte

Karte Aischgründer-Bier-Express (19.02.2016)

Wandern

Wandern

1. Pfalzbachschlucht (7,5km, ca. 2 Std.)

Bahn­hof Neustadt/A. R1 – Pfalzbachschlucht – Flugplatz – In­nen­stadt oder Markt­platz 127 – Bf. Neustadt/A. R1

Vom Bahn­hof aus nach rechts Rich­tung In­nen­stadt 300m der Kastanienallee folgen, dann Querung der Bun­des­stra­ße B 470, am Fuß­gän­ger­über­weg nach links. Gleich nach weiteren 50 Metern nun rechts einbiegen. Nach weiteren 50m erneut nach rechts. Dann nach 100m links die Aischaue queren und über die idyl­lische Brücke der Aisch. Auf dem „Geißsteg“ geht es etwa 200 m, Querung der Riedfelder Ortsstraße/ B 470, um dann ge­ra­de­aus, an der „Roten Marter“ vorbei, direkt in das Pfalzbachtal zu gelangen. Dort auf dem Fußweg nach links dem Bachverlauf folgen.

Am Pfalzbach: Nach dem Zurücklassender Häuser zuerst sanfter, dann steiler werdender Anstieg durch die Lehrbergtone auf die Hochfläche des Blasensandsteins. Nach Ver­las­sen der Schlucht auf dem Feldweg nach rechts (NO) bis zur Kreu­zung. Dann N3 Rich­tung NW bis zum Wald­rand folgen. Von hier aus: Blick Rich­tung Osten mit der Frän­kischen Schweiz am Horizont, im Süden die Frankenhöhe mit Lehrbergtonen am Bahn­hof und im Südwesten das weite Aischtal. Dann den Wald ent­lang Rich­tung Süden N3, an einem kleinen Wäldchen vorbei Rich­tung Flugplatz. Stets dem markierten Weg N3 bis zur Teerstraße folgen. An Sonn- und Fei­er­tagen Ein­kehr­mög­lich­keit am Flugplatz, hierzu nach links wenden.

Rechts an der Teerstraße ent­lang, dann nach wenigen Metern nach links auf den Feldweg einbiegen und diesem folgen, rechts und links Streu­obst­wie­sen. Der Feldweg wird zu einem Wie­sen­weg, der am Wald­rand ent­lang verläuft. Dann zwischen den Bäumen auf den Fußweg im Pfalzbachtal und den Weg ent­lang, zurück Rich­tung In­nen­stadt – von dort aus zu Fuß oder mit der Bus­linie 127 (Hal­te­stel­le Markt­platz) zum Bahn­hof.


2. Ent­lang der Aisch (10,3km, ca. 2,5 Std.)

Neustadt a. d. Aisch 127 – Gasthof, Hausbrauerei Kohlenmühle – Bruckenmühle – Gutenstetten 127 – Pahres

Zu Gasthof und Hausbrauerei Kohlenmühle (Tel. 09161 66227-0) gelangt man vom Bahn­hof Neustadt mit der Bus­linie 127. An der Bus­hal­te­stel­le „Kleinerlbacher Weg“ steigt man aus, überquert die Bam­berger Straße und läuft ca. 300 m Rich­tung Neustadt-Markt­platz zurück, bis man rechter Hand die Kohlenmühle erblickt.

Die Wan­de­rung beginnt vor der Kohlenmühle. Wir gehen wenige Schritte die Bam­berger Straße in Rich­tung Neustadt Zentrum, über­que­ren an der Kreu­zung die Schlosswiesenstraße und biegen nach rechts auf den parallel zur Schlosswiesenstraße laufenden Rad-/Fußweg ab. Nach einer Weile kommen wir an einen Verkehrskreisel. Direkt vor uns erblicken wir das Alte Schloss aus dem 15. Jh. Weiter geht es nach rechts in die Markgrafenstraße bis zur Ampel, dann ge­ra­de­aus über die B 470 und die Aisch. Unmittelbar nach der Aischbrücke biegen wir rechts auf den Wirtschaftsweg ab, der mit den Wegemarkierungen „Weiher-Wander-Weg“, „Karpfen-Radweg“ und „Steigerwald-Radweg“ ausgezeichnet ist. Hier teilt sich die Aisch in zwei Arme. Unser Wirtschaftsweg überquert den linken Arm und windet sich eine Zeit lang an ihm ent­lang. Rechts des Weges erstrecken sich feuchte Auenwiesen, Lebens-und Nahrungsraum für heimische Tiere und Pflanzen.

Wir über­que­ren wieder den linken Aischarm und erblicken vor uns die Klobenmühle, auf deren Dach die Kirchturmspitze von Diespeck zu thronen scheint. Hinter uns sehen wir die Silhouette von Neustadt, die von der gotischen Stadtkirche „St. Johannes der Täufer“ und dem Nürn­berger Tor dominiert wird.

Der betonierte Wirtschaftsweg umsäumt nun den Talrand, macht eine Linkskurve und steigt eine kleine Böschung aus dem Tal hinauf. Wir stoßen an eine Kreu­zung und gehen rechts den Feldweg weiter, der parallel zum Aischtal verläuft. Die nächsten ca. 2km lassen wir uns von der Radwegmarkierung „Steigerwald-Radweg-von-Main-zur-Zenn“ leiten. Nach kurzer Strecke ge­ra­de­aus am Talrand ent­lang, biegen wir nach rechts auf den Asphaltweg ab und gleich darauf links auf einen verglasten Infopavillon zu. Die Sitzbänke hier laden zu einer kurzen Pause mit Blick auf die Südhänge des Steigerwaldes ein, eine noch kleingliederige Landschaft mit einer Mischung aus Feldern, Wiesen, Hecken und Wäldern. Nach dem Landschaftsgenuss laufen wir den Teerweg am Talrand weiter, der alsbald eine S-Kurve macht und dann an der Hangkante des Steigerwaldes ent­langführt. Die nach Süden geneigten Abhänge an den Talrändern waren schon seit Urzeiten beliebte Siedlungsplätze. Davon zeugen keltische Funde, die man in Gutenstetten gemacht hat und im dortigen Archäologie-Museum zur Schau stellt. Den mächtigen Turm der Diespecker Johanneskirche im Blick, passieren wir einige Wohngrundstücke und kommen zur Bruckenmühle.

Hier stoßen wir auf die von Ehe nach Diespeck führende Straße, wenden uns nach rechts Rich­tung Diespeck, passieren die Mühle und biegen ca. 50 m darauf nach links auf den mit ver­schie­denen Radwegmarkierungen ausgezeichneten Asphaltweg ab. Der Weg führt uns an einem Hochspannungsmast vorbei. Gleich dahinter geht es nach rechts auf den Steg über den Ehebach, den Radwegschildern „Steigerwald-Radweg-von-Main-zur-Zenn“ und „Aischtalradweg“ nach. Hinter dem Steg laufen wir weiter ge­ra­de­aus auf den nahen Sandsteinberg zu, an dessen Fuß die Straße von Stübach nach Gutenstetten verläuft. Dann folgen wir dem Sträßchen nach rechts, das uns als „Blumenstraße“ ins Dorf hineinführt. Am Ende der Blumenstraße biegen wir nach links in die Hauptstraße ein und erreichen nach wenigen Schritten auf der linken Seite die Orts­mit­te.

Weiter nach Pahres: Dann über­que­ren wir die Hauptstraße und laufen die Steigerwaldstraße am Gasthof Radlertreff (Tel. 09161 61164) vorbei in Rich­tung Haag und Neuebersbach bis zur ersten Abzweigung nach rechts. Folgen Sie ein­fach der Beschilderung des neuen Wan­der­weges G3.

Hier biegen wir in die Reinhardshöfer Straße ab, die uns zum Ort hinausführt. Gleich nach dem letzten Gebäude geht es nach rechts auf den Wirtschaftsweg, mit herrlichem Blick in das Aischtal, an der die Steinach in die Aisch mündet, der Radwegbeschilderung „Allianzweg NeuStadt und Land“ folgend.

Der Feldweg läuft am Rande der Aischaue ent­lang und markiert die Grenze zwischen den Sand- und Tonsteinhügeln des Steigerwaldes und dem ebenen Aischgrund. Links des Weges laufen die tonigen „Lehrbergschichten“ aus, die vorwiegend als Ackerland genützt werden. Rechts grenzt die als Wiesenland genutzte Aischaue an den Weg. Um die sumpfige, regelmäßig überschwemmte Aue als Grünland nutzen zu können, haben Menschen schon in Vorzeiten zahl­reiche Entwässerungsgräben angelegt. Sie sind heute wichtige Biotope für Amphibien und Libellen. Man erkennt sie von Weitem an ihren Schilfsäumen, die sich ma­le­risch im Wind wiegen. Hier auf den Aischwiesen kann man Störche oft bei der Nahrungssuche oder in ihren Nestern beobachten.

Kurz vor Reinhardshofen stoßen wir auf die Straße nach Pahres. Wir über­que­ren sie und folgen dem parallel zur Straße führenden Radweg nach rechts Rich­tung Pahres. Vor der Ortschaft queren wir die Aisch und laufen im Ort an der ersten Gabelung links. Nach wenigen Schritten erreichen wir nach der Bus­hal­te­stel­le die Brauerei Hofmann (Tel: 09163 99870).

Falls man nicht gleich den nächsten Bus (Linie 127) zurück nehmen möchte, führt ein wunderschöner Wan­der­weg G3 auf der anderen Seite der Aisch im Wiesengrund und auf dem Bahndamm der einstigen Aischtalbahn zurück zur Hal­te­stel­le „Feuchter Trennungspunkt“ – mit einer letzten Ein­kehr­mög­lich­keit dort.


3. Ab in den Aischgrund 13,5km, ca. 3,5 Std.

Gutenstetten 127 – Reinhardshofen – Rauschenberg – Oberhöchstadt – Dachsbach 127

Fernab von jeglichen bekannten Wan­der­wegen des Aischgrundes führt uns diese Wan­de­rung über sanfte Hügel, durch einsame Wälder und Täler ent­lang mancher Weiher im südlichen Steigerwald. Zur Karpfenzeit wird der Aischgründer Karpfen in den am We­ges­rand liegenden Gasthöfen von den Wirten traditionell blau oder gebacken an­ge­boten.

Die ausführliche Wanderbeschreibung finden Sie in unserem Frei­zeit-Tipp „Ab in den Aischgrund“

Ab in den Aischgrund
Gutenstetten – Reinhardshofen – Rauschenberg – Oberhöchstadt – Dachsbach

4. Zum Voggendorfer Keller (8,1km, ca. 2 Std.)

Dachsbach-Markt­platz 127 – Göttelbrunn – Peppenhöchstadt – Voggendorf – Uehlfeld-Kirche 127

Die Wan­de­rung beginnt am Dachsbacher Markt­platz, an der gleichnamigen Bus­hal­te­stel­le der Bus­linie 127. Wir laufen die Markt­platz-Straße in Rich­tung Süden an der Raiffeisenkasse
und dem Gefallenendenk­mal vorbei, dann kurz an der Aisch ent­lang. Der Fluss mutet hier eher als ein zum nahen Wasserschloss ge­hö­render Graben an. Vor dem Gast­haus „Brandenburger Adler“ biegen wir nach rechts in die Bam­berger Straße ab. Im Sommer lohnt ein Blick auf das Dach des Anwesens Bam­berger Str. 4, gegenüber dem Gast­haus, auf dem ein Storchennest thront. Wer das se­hens­werte Wasserschloss aus dem 13. Jh. mit dem imposanten Herrenhaus bestaunen möchte, geht die Markt­platzstraße ein Stückchen weiter, biegt nach links auf die Brücke über die Aisch ab und steuert auf die Kirche zu. Das Wasserschloss versteckt sich gleich dahinter.

Dann geht es die Bam­berger Straße lang bis zum Ortsende, das Gast­haus „Goldene Traube“ und eine stillgelegte Tankstelle aus Opas Zeiten passierend. Gleich hinter Dachsbach über­que­ren wir die B 470 und setzen die Wan­de­rung die nächsten 2 km auf dem „Aubweg“ fort. Ein Stück des Weges begleiten uns die Radwegmarkierungen „Aischtalradweg“ und „Karpfenradweg“. Der anfangs geteerte Feldweg führt uns durch eine Auenlandschaft. Wie kleine Fjorde ziehen sich die flachen Täler ent­lang der Aisch in die Sandsteinschichten des Steigerwaldes und der Frankenhöhe hinein. Schnurgerade führt der Weg durch Wiesen und Felder. In den Entwässerungsgräben am We­ges­rand kann man viele, typische Uferpflanzen entdecken.

Nach einer ganzen Weile erreichen wir eine Weihergruppe. Der Weg teilt sich. Wir gehen ge­ra­de­aus auf dem Feldweg, der sich zwischen den „Brückenweihern“ schlängelt und  dabei auf ein Sandsteinplateau hinaufsteigt. Oben laufen wir schnurstracks zwischen Äckern hindurch. Rechter Hand taucht der kleine Weiler Göttelbrunn auf. Links im Hintergrund leuchtet weiß das Ge­wer­be­ge­biet von Uehlfeld hinter dem Grün der Aischwiesen. Wir stoßen auf ein quer verlaufendes Sträßlein, das Göttelbrunn mit Peppenhöchstädt – unserem nächsten Etappenziel – verbindet. Weiter geht es nach links auf das Sträßlein, an Weihern vorbei und dann hinab in das Tal des Aschenbachs. Hier lohnt ein kurzer Blick nach Norden über die Wiesen der Aschenbachaue. Kaum zu glauben, dass das heutige Bächlein einst die Kraft hatte, diese Aue zu formen. Dann über­que­ren wir, auf unserem Sträßlein bleibend, die Straße Dachsbach – Traishöchstädt und „erklimmen den nächsten Sandsteinberg“. Oben auf dem Plateau angekommen, erblicken wir direkt vor unserer Nase die Dächer Peppenhöchstädts – mit dem markanten, betürmten Schulhausdach am rechten Ortsrand. Am We­ges­rand tauchen hin und wieder die Wegmarkierungen Gelbpunkt und „Weiher-Wander-Weg“ auf. Das Sträßchen mutiert zu einem Feldweg. Wir kommen wieder an Weihern vorbei – und kurz darauf stoßen wir auf eine Straße, der wir nach links ins Dorf folgen.

Die Gelbpunkt-Markierung wird uns durch Peppenhöchstädt leiten. In der Ortschaft folgen wir erst der Hauptstraße nach rechts und biegen dann die zweite Straße nach links ab, dem Gelbpunkt nach. Gleich hinter dem Ortsende über­que­ren wir eine breite Straße und gehen einige Schritte in Rich­tung „Kellerberg, Voggendorf“. Nach ca. 10 m geht es scharf nach links auf den kleinen Feldweg, der sich zwischen zwei Pferdekoppeln windet und gegen Norden das Dorf verlässt.

Wir laufen zwischen Sandäckern auf dem Rücken des Peppenhöchstädter Sandsteinplateaus, ca. 20 Hö­hen­me­ter über dem Aischtal. Von hier hat man eine schöne Aussicht über das Aischtal und die dahinter liegenden Südhänge und Seitentäler des Steigerwaldes. Wir passieren ein Fahrsilo sowie drei Apfelbäume und steuern auf ein linienförmiges Wäldchen zu, das die Kante des Sandsteinplateaus markiert. Die hiesigen Sandsteine stammen aus der ca. 200 Mio. Jahre zu­rück­lie­genden Keuperzeit. Mit ansteigender Höhe stehen hier der Coburger Sandstein, der Untere und Mittlere Burgsandstein auf der Oberfläche an. Die einzelnen Schichten sind durch weiche Tonsteinlagen, sog. Letten, getrennt. Hier haben Menschen seit dem Mittelalter Weiher angelegt, während die harten Sandsteinlagen den ursprünglich dominierenden Wäldern er­hal­ten blieben oder als „Kellerberge“ genutzt wurden.

Voggendorfer Keller (VGN © VGN GmbH)

Direkt vor dem Wäldchen biegen wir nach links ab, laufen an ihm ent­lang und steigen dann von der Sandsteinplatte ab zur darunter liegenden Tonplatte mit Weihern. An einer mit wilden Zwetschgen und einem Kirschbaum gesäumten Böschung macht unser Weg eine scharfe Rechtskurve und mündet nach weiteren 100 m auf die Straße nach Voggendorf. Die dem Dorf vorgelagerte Sandsteinkuppe – der Voggendorfer Kellerberg – grüßt uns von hier. Auf der Straße wenden wir uns nach links und erreichen wenig später den Kellerberg mit Bier­gar­ten. Nachdem wir uns im Bier­gar­ten erfrischt und die Sandsteinfelsen mit ihren Kellern bewundert haben, setzen wir den Weg auf der Straße fort, die schnurgerade durchs Dorf Rich­tung Uehlfeld führt. Am Ende der Ortschaft gehen wir über die Aisch und dann am Hochwassersteg ent­lang (Vorsicht: oben Rutschgefahr!) bis zur Mühle. Dort wechseln wir auf den Bürgersteig und gehen weiter ge­ra­de­aus bis zur Uehlfelder Hauptstraße.

Auf der Hauptstraße gehen wir nach links, durch eines der letzten frän­kischen Torhäuser hindurch und erreichen alsbald unser Ziel: die Kirche mit der Hal­te­stel­le „Uehlfeld-Kirche“. In den Brauerei-Gasthöfen Prechtel oder Zwanzger lässt sich wunderbar bei einem Seidla über das gerade Erlebte und Gelernte nachsinnen.


5. Über die Antoniuskapelle nach Höchstadt a. d. Aisch (12km, ca. 3 Std.)

Uehlfeld-Kirche 127 – Voggendorf – Weidendorf – Antoniuskapelle – Sterpersdorf – Höchstadt a. d. A. 127 203 205.

Abstecher: Höchstadt – Kellerberg – Höchstadt, Hal­te­stel­le: Schwedenschanze 127, 2km, ca. 30 Min.

Wir starten am Brauerei-Gasthof Prechtel gegenüber der Bus­hal­te­stel­le „Uehlfeld-Kirche“ 127, verkneifen uns das Seidla – weil es den gleichen Sud bald am Voggendorfer Kellerberg mit Landschaftsgenuss gibt – und gehen die Hauptstraße Rich­tung Höchstadt auf das Torhaus zu. Gleich hinter dem Torhaus biegen wir nach rechts in die Mühlenstraße ab. Sie führt uns, mit Hochwassersteg ausgestattet, durch die Aischaue bis Voggendorf. Direkt vor der Ortschaft über­que­ren wir die Aisch und laufen schnurstracks durch das Dorf auf den Voggendorfer Kellerberg zu. Vom Bier­gar­ten aus kann man gegen Osten unsere nächsten Etappenziele ausmachen – das nahe Weidendorf und die darüber auf dem Lauberberg liegende Antoniuskapelle.

Nachdem wir im Bier­gar­ten die Aussicht und den Gerstensaft genossen haben, folgen wir der am Bergfuß parallel zur Aisch verlaufenden Straße (Blaukreuz-, Aischtalradweg-Markierung) nach Weidendorf. Rechts der Straße erstreckt sich die Aue des Wintersbachs mit zahl­reichen Weihern und der ma­le­risch mittendrin gelegenen Ortschaft Gottesgab, links begleitet uns die Aischaue.

Wandergruppe im Aischgrund (27.04.2008, VGN © VGN GmbH)

Auf der halben Strecke über­que­ren wir den Wintersbach – gleich dahinter beginnt der 30 m hohe Burgsandsteinrücken des Lauberbergs anzusteigen. Wir erreichen Weidendorf und laufen auf der Hauptstraße durch die Ortschaft in Rich­tung Sterpersdorf, die Radwegschilder „Aischtalradweg“ und „Karpfenradweg“ leiten uns durch den Ort. Ca. 300 m hinter Weidendorf biegen wir nach rechts ab, auf das steil ansteigende Sträßchen in Rich­tung Antoniuskapelle. Bedächtig erklimmen wir den Lauberberg, so wie es seit Jahrhunderten unzählige Wallfahrer vor uns taten. Am Antonius-Bildstock machen wir Halt und genießen den Blick auf die Aischaue und die fernen Steigerwaldhöhen. Dann geht es zur Erkundung der Antoniuskapelle und zur Erfrischung ins Gast­haus Lauberberg (Tel. 09163 481).

Danach gehen wir zum Tor hinaus, wenden uns nach links und laufen auf den nahen Wald zu. Der seit Urzeiten be­ste­hende Altweg windet sich ein Stück lang am Wald­rand ent­lang, passiert einen Wildschutzzaun und teilt sich gleich darauf. Wir halten uns links und folgen dem Wirtschaftsweg, der auf Weiher zusteuert, eine lang gezogene Linkskurve macht und anzusteigen beginnt.

Dann geht es wieder leicht bergab am Wald­rand ent­lang bis zu einer scharfen Rechtskurve, in der ein Rundbehälter steht und die Sicht ins Aischtal versperrt. Kurz nach der Rechtskurve ver­las­sen wir den asphaltierten Wirtschaftsweg und biegen nach rechts auf den Feldweg ab. Er führt uns zwischen Äckern hindurch zu einer Waldecke und dann am Wald ent­lang ge­ra­de­aus weiter. Rechts des Weges erstreckt sich die flache, schüsselartige Aue des Schwarzen­bachs mit den Orten Schwarzen­bach und Lappach, die auf trockenem Sandsteingrund am Rande der grundnassen Auenböden errichtet wurden. Wir folgen dem Weg am Wald ent­lang. Sobald der Wald zu Ende ist, biegen wir nach links ab, auf den Feldweg, der weiterhin dem Wald­rand folgt und uns zum Ortsrand von Sterpersdorf leitet. Von hier aus bietet sich eine schöne Aussicht auf die Jura-Höhen der frän­kischen Schweiz, mit dem dominanten Hetzleser Berg. Am Ortsrand von Sterpersdorf über­que­ren wir die Straße nach Schwarzen­bach und gehen ge­ra­de­aus weiter – am Sportplatz ent­lang. Gleich dahinter queren wir die Straße nach Lappach und bleiben weiter auf dem Wirtschaftsweg, der gerade am Friedhof vorbei in das Tal des Schwarzen­bachs hinunterführt. Nach kurzer Strecke teilt sich der Weg an einem Weiher mit einem kleinen Feldgehölz. Hier wenden wir uns nach rechts und folgen die nächsten 2 km dem Verlauf des Schwarzen­bachs, der von typischen Aischgründer Karpfenweihern begleitet wird. Nach ca. 2 km stoßen wir auf die Straße Höchstadt–Greiendorf und laufen diese nach rechts bis zur B 470. Dort geht es nach rechts auf den parallel zur Bun­des­stra­ße führenden Radweg. Kurze Zeit später erreichen wir den Ortsrand von Höchstadt. Vor der Infotafel am Ortseingang über­que­ren wir vorsichtig die B 470 und biegen nach links auf die kleine Sei­ten­stra­ße ab. Sie wird nach wenigen Metern zum betonierten Wirtschaftsweg, der uns in die Aischaue führt. Wir laufen durch Feuchtwiesen auf die Aisch zu, machen eine scharfe Rechtskurve und folgen dann einem mit Weiden und Schilf gesäumten Graben. Links taucht am anderen Ufer das Schloss auf. Wir queren den Schwarzen­bach an dessen Mündung und gelangen ein Stück weiter an die alte Aischbrücke. Nun geht es über die alte Brücke drüber und dann ge­ra­de­aus die Brückenstraße lang Rich­tung Orts­kern.

Danach wenige Meter die Brückenstraße weiter bis zur Rechtskurve, in der wir nach links in die Hauptstraße abbiegen und gleich darauf den Stadtturm passieren. Wir folgen der Hauptstraße, die vor dem Sparkassengebäude eine scharfe Rechtskurve macht, an­schlie­ßend über den Markt­platz führt und diesen im Norden wieder verlässt. Am Ende der Hauptstraße geht es ge­ra­de­aus in die Spitalstraße, am modernen, auffällig quadratischen Ein­kaufs­zen­trum vorbei und dann immer gerade der Nase nach Rich­tung Schlüsselfeld, auf den Kellerberg hoch bis zum Speiselokal „Weberskeller“. Hier gabelt sich die Straße. Wir gehen nach rechts in die Sackgasse, passieren das „Jungbayernheim“ und nehmen kurz darauf die Treppe nach rechts die Böschung hinauf. Oben geht es am Spielplatz vorbei und gleich dahinter nach rechts in die Am-Spratzer-Straße und diese immer weiter, bis wir auf die Straße „An der Schwedenschanze“ stoßen. Wir biegen nach rechts ab, noch eine scharfe Rechtskurve und schon sehen wir das Ziel unserer Wan­de­rung – die Bus­hal­te­stel­le  „Schwedenschanze“. Von hier kann man mit der Linie 127 oder über Erlangen mit den Linien 203 und 205 die Heimreise antreten.

Weitere VGN-Wandertipps:
Vom Aischgrund in den südlichen Steigerwald
Gutenstetten – Münchsteinach – Pahres
Der Mohrhof
Neustadt a. d. Aisch – Höchstadt a. d. Aisch – Moorhof – Dechsendorf – Baiersdorf

Brauereien

Brauereien

Hausbrauerei Kohlenmühle

Die jüngste und kleinste Brauerei hat ihren Sitz in Neustadt an der Aisch, im Zentrum des Aischgrundes. Die Hausbrauerei der Kohlenmühle führt die jahrhundertealte Tradition des handwerklichen Brauwesens in der Kreisstadt fort. Im Ambiente einer Mühle werden bekömmliche unfiltrierte Biere aus besten Rohstoffen nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut und aus Steinkrügen ausgeschenkt.

Bierspe­zi­a­li­täten: Helles Landbier - Dunkles Landbier - KOHLENSTOFF-Weizen - KOKSBOCK - Sommerleicht GOLD

www.kohlenmuehle.de

Neustadt an der Aisch, Bam­berger Straße 53
Zur Hausbrauerei Kohlenmühle

Brauerei Windsheimer GmbH

Die familiengeführte Pri­vat­brau­e­rei besteht seit 1767 und liegt direkt am Bierwander- und Radweg im Aischgrund. Die Biere in unserer Familienbrauerei werden auch heute noch streng nach dem Reinheitsgebot von 1516 aus heimischer Braugerste, ausgesuchtem Hopfen und Wasser aus eigenem Brunnen ohne Zusatz von chemischen Stoffen hergestellt. Nach langer und kalter Lagerung in unseren Lagerkellern entstehen die bekömmlichen Biere.

Eine Be­son­der­heit in unserer Brauerei ist das Bier in der Bügelflasche, das so genannte FLOP. Ob Premium Pils, Aischgründer Dunkel oder das Lager, alle drei Sorten werden in der um­welt­freund­lichen und wieder verschließbaren Bügelverschlussflasche abgefüllt. Die Kirch­weih in Gutenstetten ist immer am Wo­chen­en­de im Juli – mit einem speziell eingebrauten Kirch­weihbier.

Die süffigen Aischgründer Biere werden im Brauereigasthof, gegenüber im Radlertreff, im Böhmer’s Keller in Linden sowie

Bierspe­zi­a­li­täten: Premium Pils - Dunkel - Lager - Vollbier Hell - Märzen ... das reinste Vergnügen.

www.brauerei-windsheimer.de

Gutenstetten, Hauptstraße 13
Zur Brauerei Windsheimer

Pri­vat­brau­e­rei Hofmann KG

Die Geschichte der Pri­vat­brau­e­rei Hofmann Pahres kann nach­weislich bis zum Jahre 1663 zurückverfolgt werden. Das Brauereianwesen befindet sich, direkt an der Aisch gelegen, gleich in unmittelbarer Nähe zum Bierrad- und Bierwan­der­weg.

Seit über 333 Jahren wird die Kunst des Bierbrauens in der Familienbrauerei von den Vätern an die Söhne weitervermittelt. Besonderer Wert wird auf hochwertige Rohstoffe bei der Bierherstellung gelegt. Nur heimische Braugerste, feiner Hopfen und reines Wasser aus eigenem Brunnen sowie beste Reinzuchthefe finden hierbei Verwendung. Noch heute wird das Bier in Pahres nach dem Reinheitsgebot von Herzog Wilhelm von Bayern aus dem Jahre 1516 eingebraut.

Alle Biere sind ganzjährig auch im Fass er­hält­lich (10–50 l). Jedes erste Au­gustwo­chen­en­de im Jahre wird die Pahreser Kirch­weih gefeiert, mit extra eingebrautem Kirch­weihbier, das nur an diesen Tagen (Do.–Mo.) in Pahres, frisch vom Fass, er­hält­lich ist. Ebenso jedes Jahr im April feiern wir zur Begrüßung des Frühlings unser Weizenbockfest mit Frühschoppen, deftigem Mittagstisch und zur Unterhaltung der Kleinen mit Kinderprogramm.

Bierspe­zi­a­li­täten: Helles Landbier, Hopfengold-Pilsener, Fest-Märzen, Alt-Pahreser-Dunkel, Doppel-Bock, Weihnachts-Festbier, Lagerbier, Weißbier hefetrüb, Ex – der kleine Hofmann, Pils 0,33 l, Weizenbock, Radler, Kerwa-Bier

www.hofmann-bier.de

Gutenstetten, Dettendorfer Straße 1
Zur Pri­vat­brau­e­rei Hofmann

Brauerei Zwanzger

Die älteste Familienbrauerei des Land­kreises Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim liegt im Zentrum des Aischgrundes. Bereits seit 1639 wird in der mittlerweile 12. Generation bei uns Bier gebraut.

Bierspe­zi­a­li­täten: Vollbier - Zwanzger Pils - Hausbräu (naturtrüb) - Uehlfelder Weisse - Festbier

www.brauerei-gasthof-zwanzger.de

Uehlfeld, Burghaslacher Straße 10
Zur Brauerei Zwanzger

Brauerei-Gasthof Prechtel

Die sympathische Familienbrauerei im Aischgrund

Wir sind eine der leider immer weniger werdenden typischen frän­kischen Kleinbrauereien. Sie finden uns in der Orts­mit­te von Uehlfeld direkt an der Bus­hal­te­stel­le (gegenüber der Kirche). Unsere Brauerei befindet sich mittlerweile seit über 100 Jahren im Besitz der Familie Prechtel. Die Bierherstellung erfolgt bei uns noch ganz bewusst im Sinne alter Handwerkskunst. So werden im Sudhaus die Rührwerke noch mittels Transmission angetrieben, die Würzekühlung erfolgt auf einem Kühlschiff und die Gärung noch in offenen Gärbottichen.

Gebraut wird das ganze Jahr über eine Sorte – das süffige Landbier. Doch an Festtagen gibt es immer wieder einen besonderen „Stoff“: in der Fastenzeit das Starkbier, zur Kirch­weih und zu Weih­nach­ten das Festbier. Eine weitere Be­son­der­heit bei uns ist noch das Hausbrauen.

Hierbei kann sich jeder „Hausbrauer“ nach An­mel­dung und zu be­stimmten Terminen seine eigenen Fässer in der Brauerei mit einem unfiltrierten Spezialbier füllen lassen.

www.brauerei-prechtel.de

Uehlfeld, Hauptstrasse 24
Zum Brauerei Gasthof Prechtel

Brauerei Blauer Löwe

Die Brauerei Blauer Löwe ist seit über 100 Jahren in unserem Familiebesitz. Mit Rohstoffen feinster Qualität wollen wir nun in der 4. Generation genußvolle Biere herstellen und dabei trotz stetiger Modernisierung und Wei­ter­ent­wick­lung die Rezepte und Naturverbundenheit nicht aus den Augen lassen.

www.brauerei-blauer-loewe.de

Höchstadt a.d. Aisch, Brückenstraße 9
Zur Brauerei Blauer Löwe

Brauhaus Höchstadt

Auf eine lange Tradition blickt das "Brauhaus Höchstadt e.G." zurück. Es wurde am 8. De­zem­ber 1926 von sieben Höchstädter Gastwirten gegründet, da das städtische Kommunbrauhaus durch den immer mehr ansteigenden Bedarf an Bier überlastet war und mehrere Pri­vat­brau­e­reien in Höchstadt ihren Betrieb eingestellt hatten.

www.brauhaus-hoechstadt.de

Höchstadt a. d. Aisch, Schillerplatz
Zum Brauhaus Höchstadt
Höchstadt a. d. Aisch, Schwedenschanze
Alternativhal­te­stel­le

Ver­an­stal­tungen

Ver­an­stal­tungen

Alle Ver­an­stal­tungs-, Kirch­weih- oder Festtermine der Brauereien ent­lang des Aischgründer-Bier-Expresses sind abrufbar unter: www.bierstrasse.de

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern