Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Radtour

Region Romantisches Franken
Linien R8 R82
Länge ca. 47 km
Dauer ca. 5 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
Landschaft
Gastronomie
An­spruch / Kondition
Weg­be­schrei­bung
(9)
(9)

Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Luftige Frankenhöhen und Liebliches Taubertal

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GPS
Informationen zur Radtour

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Vorwort

Vorwort

Genusstour und Kardio-Training zugleich. Ab Uffenheim haben wir leichte Anstiege bis hinauf auf die Hochfläche um Wallmersbach. Danach geht‘s ins Steinachtal hinunter und nach Frauental. Ab hier steil bergan und auf der Höhe bis zum Prinzstein, dann ein Wald­stück bis Erdbach und schließ­lich hinab nach Creglingen.

Nach den blendenden Aussichten über weite windmühlengesäumte Höhen, führt die Tour ab Creglingen durchs reizvolle Taubertal. Auf welligen Wegen ist es ein gemütlicheres Auf und Ab als im stellenweise steilen Gelände rund um die Höhenzüge. Halten sich die gas­tro­no­mischen An­ge­bote im ersten Teil in Grenzen, entschädigt diese zweite Etappe mit reichlichen Sta­ti­onen, die „Radfahrer willkommen“ heißen und original Tauberwein ausschenken. Ein letztes Steil­stück erwartet uns nur noch hinauf nach Rothen­burg.

Karte

Karte

Fahrradkarte "Luftige Frankenhöhen und Liebliches Taubertal" – Uffenheim – Creglingen – Rothen­burg o. d. T.

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Start­punkt ist der Bahn­hof Uffenheim. Von hier fahren wir kurz rechts, dann vor dem Uffenheimer Hof links die Bahn­hof­stra­ße hinab und unten wieder rechts in Rich­tung Stadtmitte. Über die erste Ampel geradewegs zur Luitpoldstraße, dann rechts Rich­tung Kirche. Vor der Kirche steuern wir links weiter über den Markt­platz und abwärts die Schlossstraße ent­lang bis zum Gollachgau-Museum.

Uffenheim Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Tour

Rechts in den Amtsgartenweg bis zum Haimbach, dann rechts ent­lang bis zum Rondell an der Bomhardschule. Hier rechts und sofort, noch vor dem Tennisplatz, zweimal links abbiegen. Auf dem Asphaltweg lenken wir am Weiher vorbei und weiter am Bach ent­lang leicht bergan auf Radweg B nach Welbhausen.

Dort am Ende der Schnappgasse rechts und sofort links in den aufsteigenden Gießgrabenweg. Nach dem letzten Haus rechts am Schild „Radweg B“ abzweigen und hinauf zum ersten schönen Panoramablick der Tour. Über die Autobahn hinweg fahren wir nach Wallmersbach. Dort links in die Hauptstraße einbiegen, nach der Kirche wieder links. An Scheunen und Ställen vorbei hügelauf Rich­tung Windrad. Auf befestigtem Weg kurz bergab und auf dem folgenden Querweg rechts, zunächst auf Schotter, dann auf Asphalt zur Ver­bin­dungstraße zwischen Wallmersbach und Langensteinach. Hier links nach Langensteinach und schließ­lich rechts in den Ort hinein schwenken (bisher 11 km).

Tipp: Wer den einzigen Gasthof der Etappe zwischen Uffenheim und Creglingen besuchen will, macht einen Abstecher nach Reichardsroth „Zur frohen Einkehr“. Von dort wieder zurück nach Langensteinach.

Nach der Brücke in Langensteinach folgen wir rechts dem Hinweis „Liebliches Taubertal“ an der Kirche vorbei bis zum Ortsende. Dort nehmen wir rechts den gepflasterten Feldweg abwärts und rollen hinunter ins beschauliche Steinachtal. Nach einiger Zeit auf die mäßig befahrene Landstraße links nach Equarhofen wechseln und weiter nach Frauental. Dort an der Brücke links und gleich danach, am Hinweis „Kloster Frauental“, nach rechts abzweigen und steil bergan. Oben im Ort links halten, hin zur Kreisstraße, und dann nach rechts in Rich­tung Schirmbach.

Am Ortsende von Frauental fahren wir an der Weihnachtsbaumplantage links auf das asphaltierte Sträßchen.

Tipp: Wer die his­to­rische Wolfsgrube anschauen will, findet sie an der Gabelung am Waldanfang rechts. Unser weiterer Radweg führt aber hier nicht in den Wald, sondern von der Gabelung aus in einem weiten Links­bo­gen am Wald­rand ent­lang zum Prinzstein. Wieder zeigen sich herrliche Ausblicke. Erst beim Prinzstein geht es rechts auf dem Prinzweg in den Wald.

Jetzt beachten: Immerzu ge­ra­de­aus dem Weg folgen, und nicht an einer der vielen Kreu­zungen und Gabelungen abbiegen. Das gilt im Wald, in Erdbach und bis hinab nach Creglingen. Wenn kurz vor Erdbach unsere Route auf den Hauptwan­der­weg HW 4 trifft, sind wir richtig. Nach der Orts­durch­fahrt erwartet uns das grandiose Panorama des Taubertales.

In Creglingen unten zunächst rechts auf die Romantische Straße einschwenken und dann nach links dem Hinweis in die se­hens­werte His­to­rische Alt­stadt über die Tauber folgen (km 27).Mit der Markierung „Liebliches Taubertal“ starten wir in die zweite Etappe unserer Radtour nach Rothen­burg.

Sanft geht es hinter Creglingen auf und ab, immer der Tauber ent­lang, vorbei an und durch Craintal, Archshofen, Tauberzell, Tauberscheckenbach, Bettwar nach Detwang. Es ist praktisch unmöglich, den richtigen Weg zu verfehlen.

Un­ter­wegs warten viele Wirte mit frän­kisch-schwäbischen Speisen auf hungrige Radler. Im Gast­haus Holdermühle (km 33) verläuft die badenwürttembergisch-bay­e­rische Lan­des­gren­ze mitten durch die Wirtsstube. Ent­spre­chend sind die Tische auf ihrer jeweiligen Seite weiß-gelb und weiß-blau eingedeckt.

Tipp: Abstecher zur keltischen Verteidigungsanlage Burgstall-Finsterlohr von der Holdermühle aus. Mit Anstieg und Rundweg sind ca. 2 Stunden einzuplanen.

Ab Detwang schieben wir entweder auf dem steilen Fußweg hoch nach Rothen­burg oder nehmen ganz sportlich die Serpentinen der gut befahrenen Autostraße, auf der einen auch schon mal ein Pferdefuhrwerk voller Touristen überholen kann.

In Rothen­burg geht‘s dann nach mehr oder weniger aus­gie­bigem Stadtbummel schließ­lich zum Bahn­hof (km 47).

Rothen­burg o.d.T Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Ge­mein­den

Ge­mein­den

Uffenheim

1103 erstmals urkundlich erwähnt, bekam Uffenheim im 14. Jahrhundert nicht nur eine Mauer mit vier mächtigen Ecktürmen, sondern auch das Stadtrecht. Gerlach von Hohenlohe, des Kaisers Schwiegersohn, geriet wegen aufwändiger Hofhaltung in so große Finanznot, dass er 1378 Stadt, Burg und Amt für 24.000 Gulden an seinen Onkel, Burggraf Friedrich V. von Nürn­berg, verkaufte. Als die Hohenzollern Kurfürsten von Brandenburg- Preußen wurden, kam die Stadt unter die Herrschaft der Markgrafen von Ans­bach und übernahm die Reformation. Von 1792 bis 1806 war Uffenheim erneut preußisch, denn der letzte Markgraf hatte seinen Besitz an die Berliner Verwandtschaft verkauft. Seit 1806 ist die Stadt bayrisch.

Das Gollachgau- und Heimatmuseum zeigt kulturhis­to­rische Exponate aus der Umgebung, z. B. die älteste Apotheke Deutschlands. Geöffnet ist in der Fahrradsaison So 13.30 – 16 Uhr. Infos unter Tel. 09842/952858. Virtueller Stadtrund­gang unter www.uffenheim.de

Reichardsroth

Den Ort gründete der Sage nach um 990 der Einsiedler Reichard. Im 12. Jahrhundert ließen sich Johanniter hier nieder. Im Mittelalter war Reichardsroth Gerichtssitz. Nach der Reformation wurde es evangelisch. Der letzte Johanniter-Komtur starb 1819, die Kommende ging während der Säkularisation an den bay­e­rischen Staat. Der verkaufte 1835 den ganzen Ordensbesitz, außer der Kirche, an acht so­ge­nannte Hofbauern. Heute noch zu sehen: ehemalige Johanniterkommende mit Kirche, Torbogen mit Mauer, Schloss, Scheune, Gärten, ehemaliges Zollhaus und Landwehr-Graben.

Reichardsroth (14.07.2007, VGN © VGN GmbH)

Frauental

1232 als Zisterzienserinnenkloster gegründet und 300 Jahre später im Bauernkrieg großteils zerstört, gliedert sich Frauental in eine Ober- und Unterkirche. Se­hens­wert: die in württembergischen Kirchen wohl einzigen Mumien. Sie enstanden vermutlich durch Säureausdünstungen des Gewölbes. Das Museum „Vom Kloster zum Dorf“ auf der Nonnenempore zeigt die Entwicklung Frauentals von den Anfängen bis heute.

Offen ist März – Ok­to­ber, Di – So 14 – 17 Uhr. Info: www.klosterkirche-frauental.de

Creglingen

In Creglingen, im 4. Jahrhundert gegründet und im Jahr 1045 erstmals schriftlich genannt, gaben sich die geistlichen und weltlichen Besitzer die Klinke in die Hand, bis im 13. Jahrhundert die Grafen von Hohenlohe das Zepter übernahmen und 1349 das Stadtrecht bekamen. Nach dem Aussterben der Linie Hohenlohe-Brauneck ging es wieder weiter unter wechselnden Herren, bis 1448 Creglingen an die Markgrafen von Brandenburg- Ans­bach kam und immerhin 350 Jahre lang ans­bachisch blieb, um dann in schneller Folge preußisch, bay­e­risch und 1810 schließ­lich württembergisch zu werden. Seit dem 17. Jahrhundert besaß Creglingen eine jüdische Ge­mein­de, eine weitere entstand in Archshofen.
Info: Tou­rist­in­for­ma­ti­on Creglingen, Tel. 07933/631 oder auch www.creglingen.de

Se­hens­wert in Creglingen
  • Jüdisches Museum geöffnet So 14 –17 Uhr,
    Info: www.juedisches-museum-creglingen.de
  • Rosengarten am Romschlössle
    Info: www.pension-metzger.de
  • Lindleinturm Führungen Ostern – Allerheiligen, Fr, Sa, So 10 – 12 Uhr, Sa/So auch 14 – 17 Uhr. Info unter Tel. 07933/7237 oder 07933/451.
Se­hens­wert in der Umgebung
  • Kirche Herrgottskirche 1 km südlich von Creglingen. An dieser Stelle soll der Sage nach im Jahr 1384 ein Bauer beim Pfl ügen eine unversehrte Hostie gefunden haben. Die welt­be­rühmte gotische Kirche besitzt einen Lindenholzaltar, den Tilman Riemenschneider als sein reifstes Werk um ca. 1505 schnitzte. Info: www.herrgottskirche.de
  • Fingerhutmuseum nahe der Herrgottskirche. Zeigt Nähuntensilien vom Neandertaler bis heute. Info: www.fingerhutmuseum.de
  • Jüdischer Friedhof 1 km au­ßer­halb von Creglingen. Schlüssel und Info bei der Tou­rist­in­for­ma­ti­on Creglingen oder im Jüdischen Museum.

Rothen­burg o.d.T.

Siedlungen sind hier seit 970 nachgewiesen. 1142 erbaute Kaiser Konrad III auf dem Höhenrücken die Stauferburg. Mit der Burg entstand die Stadt, wuchs heran zur Reichsstadt, die später dem Kaiser direkt unterstand und um 1400 mit 5.000 Einwohnern zu den größten des Reiches zählte. Doch die von vielen Fehden flankierte Territorialpolitik stoppten die Burggrafen von Nürn­berg und die Bischöfe von Bam­berg: Sie erwirkten die Reichsacht, erzwangen die Schleifung der Burgen und für Bürgermeister Heinrich Toppler Kerkerhaft.

Aber die Rothen­burger ließen sich nicht unterkriegen, befestigten ihren Landbesitz im Umland und verfolgten eigene Pläne. Im Bauernkrieg kämpften sie mit den Aufständischen, im 30-jährigen Krieg für die 1544 eingeführte Reformation. 1631 entging die mehrmals besetzte Stadt der Zerstörung nur durch den legendären Meistertrunk: Bürgermeister Nusch leerte einen Pokal mit 13 Schoppen Wein vor den Augen des siegreichen Tilly.

Danach spielte Rothen­burg politisch keine große Rolle mehr. 1802 ging es an Bayern, acht Jahre später kam das westliche Gebiet zu Württemberg. Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt teilweise zerstört, später mit in­ter­na­ti­o­nalen Spenden wieder aufgebaut.

Infos: www.rothen­burg.de

Rothen­burg o. d. T.
Se­hens­wür­dig­keiten & Stadt­plan der Stadt über dem Taubergrund

Einkehren

Einkehren

Creglingen

Gaststätte Bistro am Turm

Neue Str. 28
Creglingen
Tel: 07933/7195
Ruhetag: Mon­tag

Gaststätte Blockhaus

Mergentheimer Str. 12
Creglingen
Tel: 079 33/1416
Ruhetag: Mitt­woch

Gaststätte Grüner Baum

Torstraße 20
Creglingen
Tel: 07933/618
Nur Vesper

Gaststätte Zum Hirschen

Hauptstr. 27
Creglingen
Tel: 07933/203240
Ruhetag: Mon­tag

Holdermühle

Gaststätte auf der Grenze

Archshofen 108
Holdermühle
Tel: 07933/912317
Geöffnet täglich von Ostern bis Ende Ok­to­ber

Reichardsroth

Gasthof Zur frohen Einkehr

Reichardsroth
Tel: 09865/301
Ruhetag: Diens­tag

Tipps

Tipps

blaue Punkte Prinzstein und Wolfsgrube

Der Gedenkstein ist Wilhelm Prinz gewidmet, dem staat­lichen Forstmeister mit Dienstsitz in Freudenbach, der zwischen 1900 und 1925 das Taubertal betreute und mit Eichen und anderen Laubhölzern aufgeforstet hat. Mehrere hundert Hektar schönsten Misch­waldes sind seinem Engagement zu verdanken. Auf Prinz geht auch die gute Erhaltung der Wolfsfalle aus dem 17. Jahrhundert zurück, einer Grube, die mit Lamm oder anderem Fleisch bestückt und abgedeckt wurde, um den Wolf dann einbrechen zu lassen. Heute noch zu besichtigen.

blaue Punkte Keltisches Oppidum Burgstall-Finsterlohr

Das siebtgrößte keltische Oppidum in Europa erreicht man am besten von der Holdermühle aus zu Fuß. 3 km  lang geht es den anfangs recht steilen Weg hoch zu der Anlage. Im 2. Jahrhundert v.Chr. erbaut, vermittelt die 123 ha große Fläche auch heute noch einen Eindruck von der riesigen Wehranlage, die sich mit Graben und Palisaden über 5 km lang erstreckte und 6 – 8 m dicke Mauern besaß. Zur Tauber hin bot die Hochebene mit ihren drei steil abfallenden Seiten einen natürlichen Schutz vor Angreifern.

Kirche Tilman Riemenschneider (1460 – 1531)

Spuren dieses bedeutenden Bildschnitzers und Bildhauers zwischen Spätgotik und Renaissance finden sich mehrmals auf unserer Radtour:

  • Marienaltar in der Herrgottskirche bei Creglingen
  • Kreuz-Altar in der Chorturmkirche St.-Peter-und- Paul in Detwang
  • Heilig-Blut-Altar in der St. Jakobskirche, dem bedeutendsten Sakralbau Rothen­burgs

Idee und Entwurf: VGN, Helmut Schüler, Nürn­berg
Ausarbeitung, Text, Bilder und Gestaltung: Helmut Schüler, Jutta Untheim, Nürn­berg

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

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