Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Thema Wiesen und Wälder
Region Romantisches Franken, Städteregion Nürnberg
Linien R11 R12 S4
Länge ca. 19 km
Dauer ca. 5 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
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Landschaft
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Gastronomie
(7)
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
(1)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Verschlungene Pfade im Rangau

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Vorwort

Vorwort

Nur zehn Mi­nu­ten Bahnfahrt ab Nürn­berg Haupt­bahn­hof braucht man, um am Start­punkt dieser Wan­de­rung zu stehen. Durchwegs gut markiert quert der Weg drei Flüsse – Bibert, Farrnbach, Zenn – und bekommt beste Noten: Kein Ge­wer­be­ge­biet, kaum Asphalt – zur Wiederholung gern empfohlen.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Verschlungene Pfade im Rangau" – Anwanden – Cadolzburg – Roßendorf – Langenzenn

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Gleich am Bahn­hof Anwanden, wartet schon die weite Flur. Am Zugende treppab treffen wir links unten auf den roter Punkt, der uns in den Feldweg parallel zur Bahn schickt.

Anwanden Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Nach 200 m wenden wir uns rechts zur großen Scheune, ziehen an ihr links vorbei über freies Feld und lassen uns je nach Reifegrad von Weizen, Gerste & Co., Kamillen und Kornblumen umwogen. An der nächsten Kreu­zung dem Schild „Wintersdorf“ nach links zum Wald hin folgen. Gleich nach den ersten Bäumen und der Bank verzweigen wir mit dem Rotpunkt nach rechts und folgen ihm eine ganze Weile abwärts durch den Wald und hinaus in den Bibertgrund.

Vor uns liegt Wintersdorf. An der Ampel die Autostraße über­que­ren, dann die Ans­bacher Straße, und gleich darauf links hinab zur Bibert, vorbei am Feuerwehrhaus und über die Brücke. Bevor wir den Feldweg schräg nach links einschlagen, laufen wir knapp hinter der Brücke nach rechts am Fluss ent­lang circa 100 m und werfen einen Blick auf die Reste einer alten Wasserradanlage. Auf dem Feldweg jenseits der Autostraße geht dann bibertaufwärts, vorbei an den adrett weiß gestrichenen, ziegelgedeckten Brunnenhäuschen. Wenn sich der Weg gabelt, gehen wir am zweiten umzäunten Grundstück ent­lang nach rechts in Rich­tung Wald­rand zu der ersten der mächtigen Eichen, die uns noch öfters an Scheidepunkten erwarten.

Auch im Winter eine lohnenswerte Wan­de­rung! (VGN © VGN GmbH)

Obwohl die Markierung nach rechts zu weisen scheint, führt unser Pfad geradewegs an der Eiche vorbei in den Wald. Aufwärts schreiten wir, immer am Rotpunkt orientiert, der uns sicher durch das mancherorts hüfthohe Gras leitet. Glücklich, wer lange Hosen und festes Schuhwerk gewählt hat, haben doch etliche Pferdehufe hier tiefe Spuren hinterlassen. Aber Obacht: Beim ersten größeren Querweg verlässt uns der Rotpunkt ge­ra­de­aus. Wir aber nehmen den Blaupunkt „Ammerndorf“ nach links und wechseln mit ihm nach einigen langen Bögen auf einen grasbewachsenen Waldpfad nach rechts. An der nächsten Kreu­zung wieder auf ein breiteres Forststräßchen nach rechts und nach einem guten Stück Wegs schließ­lich bergab zu einer Lichtung, die auch als Holzlagerplatz dient. Cirka 50 m nach rechts, dann wenden wir uns linkerhand am Wald­rand nicht dem ersten, sondern dem zweiten Abzweig zu. Der Blaupunkt geleitet uns siche  durch den anfangs verschilften Weihergrund aufwärts.

Auch an der nächsten Lichtung ist Vorsicht angesagt: Wir laufen keinesfalls scharf nach links, sondern nehmen den von rechts kommenden Weg ge­ra­de­aus mit leichtem Bogen und dürfen gleich darauf den ersten von drei prächtigen Fisch­wei­hern bewundern. Vor uns, hoch über unseren Köpfen, wird das erste Dach von Pleikershof sichtbar. Wir aber halten uns links und gehen bergan durch lichten Misch­wald. Oben erwartet uns ein samtiger Wiesen-Wald­rand-Weg, erst mit Ausblick auf die Felder und Fach­werk­häuser von Pleikershof, später grüßt der Aussichtsturm von Cadolzburg herüber. Ungefähr auf der Höhe von Pleikershof verlässt uns der Blaupunkt nach links. Ohne Markierung [o.M.] bleiben wir am aussichtsreichen Wald­rand und stoßen dann auf ein Schottersträßchen, das mit unserem neuen Zeichen, dem blaues Andreaskreuz, nach rechts weist.

Blick auf Cadolzburg (VGN © VGN GmbH)

Auf der Autostraße, die mit der schönen Birkenallee daherkommt, gehen wir 100 m nach links Rich­tung Steinbach und nach der letzten großen Eiche rechts in die sanfte Feld- und Wiesenlandschaft vor Cadolzburg. Gemächlich laufen wir auf dem mäandernden Weg zum Ortsanfang. Hier, auf Cadolzburger Asphalt, nach links, zunächst aufwärts bis zur Kreu­zung nach der Kirche, dann ge­ra­de­aus abwärts in die Haffnersgartenstraße. Unten stehen wir am Tor zur Alt­stadt (km 11). Für alle, die schon ab Cadolzburg mit dem Zug heimfahren wollen: Zum Bahn­hof geht es nach rechts über die Hindenburgstraße in Rich­tung Rathaus und vor dem Friedhof in die Obere Bahn­hof­stra­ße. Ein Rund­gang im Ort und eine Visite der Burg sind aber unbedingt empfohlen!

Am unteren Ende des Markt­platzes führt unsere weitere Wan­de­rung vor dem Burgbrückentor nach rechts, vorbei an Pisendelplatz und Heimatmuseum, die Treppe hinab und unten der Markierung folgend nach links. Nur ein kurzes Stück geht es am Burgfuß ent­lang, dann biegt das Andreaskreuz unversehens nach rechts ab, an liebevoll restaurierten Häusern vorbei zum Weiher. Die Was­ser­spiele bewundernd umrunden wir ihn halb und finden uns auf der Straße nach Greimersdorf. Auf halber Strecke weist unser blaues Andreaskreuz linkerhand nach Roßendorf.

Vor einem Hochspannungsmast rechts abwärts, zuletzt auf Pflaster, zum Farrnbach. Nach zwei kleinen Brücken und einem Blick auf faszinierend gradlinigen Baumbewuchs ent­lang des Bachs, erreichen wir wieder Asphalt. Darauf kurz links und gleich wieder rechts abbiegen. Bei der Gabelung am Abwasserteich wählen wir den gepflasterten Weg, der in den Himmel zu führen scheint. Auch wenn es zunächst nicht so aussieht: Das ist der rechte Weg nach Roßendorf. Im Orts­kern mit dem Hinweis „Langenzenn“ nach rechts und vor der roten Backsteinscheune links abbiegen. Sofort sehen wir uns wieder mitten in Wiesen und Feldern, die wir unverzweigt durchqueren, den nahen Wald vor Augen, das schon weit entfernte Cadolzburg im Rücken.  

Am Wald­rand rechts, dann tauchen wir auf schmalem Pfad, an einem stillen Weiher vorbei, noch mal ein ins Gehölz. Immer nach dem Blaukreuz schauen! Bald ist der Lärm von der B 8 zu hören. Blaubeersträuche säumen den Weg, bis er unter einer Brücke hindurch und hinein ins schöne Langenzenn führt. Dort kurz die Allee nach rechts und dann nach links, weit hinab auf der Flurstraße bis die Markierung unvermittelt nach links auf einen Fußweg führt. Die Straße über­que­ren und in den Klaushofer Weg. Abwärts geht es und irgendwann taucht der Kirchturm auf.

Auch Langenzenn ist einen Rund­gang wert. Unser Weg zum Zug: Mit Blaukreuz durch den Kirchhof, an der Kirche links vorbei und die Milchgasse abwärts, bis uns hinter der Stadtmauer die Zenn ent­lang der Försterallee nach rechts mitnimmt. Während uns das treue Blaukreuz nach links verlässt, gehen wir auf den Fußweg, der hinter dem „Spital Langenzenn“ und einem Park­platz nach links schwingt. Er bringt uns dann rechts der Gleise bis zum Bahn­hof. Von der Stadtmitte bis zum Zu haben wir, je nach Ge­müt­lich­keit, 10 bis 15 Mi­nu­ten. 

Langenzenn Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Se­hens­wert

Se­hens­wert

Anwanden www.kulturpalast-anwanden.de

Dass Kundradus Fütter „ain gut zu Antwanten“ besaß, wurde ihm anno 1396 be­stä­tigt: die erste urkundliche Erwähnung. Wie die meisten Dörfer in unmittelbarer Umgebung der Alten Veste zerstörten Wallensteins Truppen im 30-jährigen Krieg auch Anwanden und sein Schloss. Erst 50 Jahre danach waren Wiederaufbau und Feldarbeit feststellbar. Eine Urkunde von 1685 bezeugt einem Hans Conrad den Kauf eines Bauernhofs, der „in völliger Ödschaft“ lag. Wieder 100 Jahre später bestand Anwanden aus immerhin acht Anwesen. Die heutigen 650 Einwohner dürfen sich an ihrem bekannten Kulturpalast freuen. 

Cadolzburg www.cadolzburg.de

Die bildschöne mittelalterliche Ritterburg war schon im 19. Jh. Anziehungspunkt für Bildungsreisende aus aller Welt und Naherholung Suchende aus Fürth. Auch der Wanderer von heute sollte nicht ver­säu­men, Cadolzburg näher in Au­gen­schein zu nehmen. Der Name stammt vermutlich aus dem 8. Jh., als ein Graf Kadolt in Großhabersdorf zugange war. Seit sich die Burggrafen von Nürn­berg 1246 den Besitz ange­eig­net hatten, war die Entwicklung des Ortes untrennbar mit der Geschichte des Reiches verbunden.

Kaiser, Könige, weltliche und geistliche Würdenträger gingen als Gäste der Hohenzollerschen Burgherren ein und aus. Im 30-jährigen Krieg war die große Rolle vergessen, der Ort wurde hart hergenommen, doch die Burg blieb unversehrt. Sie wurde erst im April 1945 bis auf die Außenmauern zerstört und nach aufwändiger Restaurierung vor Kurzem wiedereröffnet!
Cadolzburg-Be­su­cher sollten unbedingt den über dem Ort thronenden Aussichtsturm besteigen. Be­son­ders zur Kirschblüte ist der Blick die die weite Landschaft atem­be­rau­bend. 

Besuchenswert in Cadolzburg
  • Hohenzollernburg Besuch und Führungen möglich, auch die Aus­stel­lung "Herrschaftszeiten" ist se­hens­wert! Der Hauptbur  mit Folterturm und Ochsenschlot vorgelagert sind eine Vorburg mit his­to­rischen Gebäuden sowie Burggarten und Pferdeschwemme. Der Torturm mit dem Uhrtürmchen ist gotisch. Burgbesichtigung nur nach An­mel­dung im Rathaus unter Tel. 09103 / 50936.
  • Aussichtsturm 1893 von der Lokalbahn Aktien-Gesellschaft (LAG) München im Zuge des Ei­sen­bahnbaus errichtet.
  • Markgrafenkirche 1750/51 in klassizistischen Barockformen als Saalbau errichtet. Der Taufstein stammt aus dem Barock. Wohl erst nachträglich zu­sam­men­ge­stellt wurde die spätgotische Kreuzigungsgruppe aus dem Umkreis des Veit Stoß.
  • Rangau-Museum mit Heimathaus
  • Markt­platz im 14. Jh. planmäßig angelegt, Torturm „Brusela“ aus dem 15. Jh. er­hal­ten, schöne Fach­werk­häuser aus dem 17./18. Jh.
  • Bauhof ursprünglich Fronhof der Hohenzollern
Langenzenn www.langenzenn.de

Fast 12.000 Jahre zurück reichen die ersten Siedlungsspuren – Pfeilspitzen und kleine Werkzeuge – auf dem heutigen Stadt­ge­biet. Viel jünger sind die 13 Grabhügel aus der Hallstattzeit (800 – 400 v. Chr.). Im Mittelalter besaß Langenzenn soviel Wirtschaftskraft, dass der deutsche König und spätere Kaiser Otto I. hier 954 einen Reichstag abhalten konnte: Eine Verschwörung, an der auch sein Sohn beteiligt war, sollte aufgedeckt und das Land gegen äußere Gefahren geeinigt werden.

Nachdem das gelungen war, konnte Otto 955 die Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld schlagen. 1248 erwarben die Burggrafen von Nürn­berg den Ort, der Mitte des 14. Jh. das Stadt- und Münzrecht sowie die hohe Gerichtsbarkeit bekam. Langenzenn hatte damit alle Rechte einer Stadt und eine Bedeutung wie später nie wieder.

Besuchenswert in Langenzenn
  • Klosteranlage der Au­gustiner-Chorherren von 1409 mit schönem Kreuzgang
  • Klosterhofspiele heißt das Amateur-Theater, das im Sommer jährlich wechselnde Komödien bietet.
  • Hans Sachs-Spielgruppe führt jedes Jahr drei Schwänke des Schuhmacher-Poeten auf.
  • Stadtkirche und Stadtbefestigung aus dem 13. Jh.
  • Heimatmuseum neben der Stadtkirche, zeigt u.a. frühgeschichtliche Funde wie Saurierfußabdrücke, aber auch in Langenzenn ge­prägte Münzen. Offen jeden 1. Sonn­tag im Monat 14 – 16 Uhr, Tel. 09101 / 8764 und 8140

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Anwanden

Gast­haus Morgensonne

Schwabacher Str. 409
Anwanden
Tel: 0911 695060
Ruhetag: Mo, Di

Cadolzburg

Apollon

Kraftsteinstr. 36
Cadolzburg
Tel: 09103 2197
Ruhetag: Mo

Burgschänke

Löffelholzstr. 2
Cadolzburg
Ruhetag: Mo

China-Burg

Schützenstr. 1
Cadolzburg
Ruhetag: Mi

Gast­haus Weinländer

Markt­platz 13
Cadolzburg
Ruhetag: Sa, So; Mo offen ab 17 Uhr

Gaststätte Bauhof

Bauhof 1
Cadolzburg
Ruhetag: Mo, Di

Heidig´s Hotelchen

Zum Wasserhaus 2
Cadolzburg

Loisl´s Café-Bar-Restaurant

Markt­platz 4
Cadolzburg

Metzgerei u. Imbiss Weinländer

Hindenburgstr. 40
Cadolzburg
Ruhetag: Sa, So; Sa offen bis 12.30 Uhr

Zum Dorfbrunnen

Alte Fürther Str. 21
Cadolzburg
Ruhetag: Di

Zur Friedenseiche

Nürn­berger Str. 15
Cadolzburg
Ruhetag: Mi, Do

Langenzenn

Delphi

Nürn­berger Str. 7
Langenzenn

Grauer Wolf

Schreiberstorberg 5
Langenzenn
Tel: 09101/990315
Ruhetag: Mitt­woch

Klosterschänke

Prinzregentenplatz 4
Langenzenn
Tel: 09101/906624
Ruhetag: Mo

Orchidee

Wie­sen­weg 2
Langenzenn
Tel: 09101 905696
Ruhetag: Mo

Perle des Ostens

Nürn­berger Str. 47
Langenzenn

Pizzeria Nino

Nürn­berger Str. 3
Langenzenn
Ruhetag: Mo

Rangau

Nürn­berger Str. 19 a
Langenzenn

Zum Löwen

Denk­malplatz 2
Langenzenn
Tel: 0172 93 00 665
Ruhetag: Mo

Zum Schwedentisch

Hindenburgstr. 13
Langenzenn
Tel: 09101/906626
Ruhetag: Di

Zur Krone

Hindenburgstr. 26
Langenzenn

Roßendorf

Zur alten Schmiede

Roßendorf
Ruhetag: Mo, Do

Wintersdorf

Ristorante Regina

Ans­bacher Str. 28
Wintersdorf
Ruhetag: Mo

Idee und Entwurf: VGN, Helmut Schüler, Nürn­berg

Impressionen

Kommentare

Kommentare

26. April 2014 19:47 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Die Tour ist sehr schön und es geht wirklich nur durch Wald und Flur. Wir waren begeistert.
Cadolzburg hat eine beeindruckende Burg und Altstadt.

Folgendes noch zur Wanderbeschreibung im Prospekt:
Im zweiten Absatz steht 'An der nächsten Kreuzung dem Schild 'Wintersdorf' nach links zum Wald folgen'
Das Schild gibt es nicht mehr. Es zeigt ein Schild nach rechts in Richtung 'Lind' und nach links zeigt nur der rote Punkt. Also dem Punkt links zum Wald folgen.

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