Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Thema Felsen und Höhlen, Täler und Schluchten
Region Fränkische Schweiz, Nürnberger Land
Linien 343 R3
Länge ca. 13 km
Dauer ca. 3,5 Std.

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Ge­samteindruck
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Landschaft
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Gastronomie
An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Höhlen und Wege

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Vorwort

Vorwort

Eine ab­wechs­lungs­reiche Wan­de­rung durch majestätische Buchen- und Nadelwälder, stille Wiesengründe, vorbei an einsamen und geheimnisvollen Höhlen und phantastisch geformten Dolomitfelsen. Bei dieser Tour sollte man unbedingt eine Taschenlampe mit­neh­men! Viele naturbelassene Pfade sind recht bequem zu erwandern, dennoch ist festes Schuhwerk emp­feh­lens­wert.

Noch vor der Wan­de­rung lohnt sich ein Abstecher ins neue Deutsche Kameramuseum, das in der Schulstraße direkt am Weg liegt. Infos unter: www.deutsches-kameramuseum.de  

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Höhlen und Wege" – Plech – Viehhofen – Velden

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Vom Bahn­hof Neuhaus a. d. Pegnitz R3 aus starten wir direkt vom Bahn­hofsvorplatz: am Sams­tag, Sonn- und Fei­er­tag mit der Frei­zeit­li­ni­e 343, dem „Bier-, Brotzeit-Burgen-Express“, bis zur Hal­te­stel­le Plech Mitte. An Werk­tagen nutzen Sie ein­fach das Anruflinientaxi (ALT - bitte die feststehende Fahr­zeiten laut Fahrplan der Linie 343 beachten !), das man unter Tel. 09244 269 bei der Fa. Seitz & Stöhr eine Stunde vor Fahrt­an­tritt nach den angegeben Fahr­zeiten bestellen kann. Zu Ihrem VGN-Fahr­schein ist lediglich noch ein ALT-Zuschlag (Kinderfahr­schein, Tarifstufe 2) erforderlich.

Plech Mitte
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Von der Bus­hal­te­stel­le Plech Mitte sind es nur wenige Meter zurück, bereits dann sind in der Schulstraße die ersten Markierungen und Wan­der­ta­feln der FRANKENPFALZ erkennbar. Der mit dem Gelbpfeil rechts ge­kenn­zeich­nete Höhlenweg ist unsere We­ge­zei­chen bis hinter Viehhofen. Durch die Schulstraße, vorbei an Schule und Mehrzweckhalle halten wir uns am Spielplatz in der Kreuzsteinstraße links, biegen aber nach etwa 120 Metern gleich wieder rechts ab. Die ab­wärts­füh­rende, schmale Straße mündet in einer Querstraße.

Hier erneut links und ge­ra­de­aus weiter auf den Wald­rand zu. Kurz links, dann gleich wieder rechts – das Hin­weis­schild HÖHLENWEG deutet in den Wald hinein. Der Pfad steigt bis zu einer Wegegabelung an – perfekt markiert führt uns der Weg nach rechts durch das Felsmassiv „Am Lieger Berg“ bis hin zum Na­tur­denk­mal Fleischhöhle. Der Pfad geht weiter aufwärts und schlängelt sich an den Kletterfelsen ent­lang bis zur Fleischlochhöhle. Hier soll ein Dieb in der Zeit um den Ersten Weltkrieg immer wieder Fleischstücke versteckt haben, die er nach den Hausschlachtungen von den Bauern erbeutet hatte.

Weiter geht es rechter Hand am Hin­weis­schild „Saalburggrotte: 1,5 km“ vorbei, nun abwärts bis hin zu einer Hüll, die von einer kleinen Quelle gespeist wird. Der Waldpfad trifft auf einen breiten Forst­weg, auf den wir nach rechts einschwenken. Nach einer in den Som­mer­mo­naten mit Blumen übersäten Waldwiese bleiben wir am Wald­rand und treffen bald auf die Ver­bin­dungs­stra­ße Plech – Neuhaus. Kurz nach links am Straßenrand ent­lang, dann vorsichtig über­que­ren, geht es auf einem geschotterten Waldweg wieder in den Wald hinein. Nach etwa 600 Metern moderat bergauf, biegen wir – den Hin­weis­schildern folgend – rechts ab. An dem herrlichen Dolomit-Felsmassiv der Saalburg (Vogelschutzgebiet) vorbei, verläuft der Waldweg hinunter bis hin zu einem Wiesengrund.

Dem Wald­rand nach links folgend, führt unsere Route auf grasigem Untergrund nach etwa 400 Metern links in den Wald aufwärts zur „Saalburggrotte“ (Ruhebank).

Die Saalburggrotte ist zwar eine kleine, aber trotzdem sehr attraktive Höhle. Wegen einiger Kamine, die ins Freie führen, entsteht keine Nässe und dennoch konstante Temperatur. An den oberen Wänden findet man Ansätze von Tropfsteingebilden. Nach dem Abstecher wieder zurück in die freie Flur und nach links am Wald­rand, dann weiter bis zur schmalen Straße. Auch hier lohnt sich ein kurzer Schwenk nach links zur Rohenlochhöhle, auf die man nach etwa 200 m trifft. (Achtung: Vom 1.10.–1.4. wegen Überwinterung von Tieren geschlossen!) Die Rohenlochhöhle besteht aus einer rund 50 Quadratmeter großen Halle mit einem etwa 20 Meter langen Seitengang.

An der Rohenlochhöhle (VGN © VGN GmbH)

Auf gleichem Weg zurück, wandern wir geradewegs auf dem bald asphaltierten Sträßchen hoch nach Viehhofen. Dort die Hauptstraße ge­ra­de­aus über­schrei­ten und hinein in den Ort bis zur Orts­mit­te (km 4,5). Auch hier können wir uns am Wanderleitsystem der FRANKENPFALZ gut orientieren, behalten aber noch ein kurzes Stück das Gelbpfeil rechts, ergänzt durch den blauer Ring, als We­ge­zei­chen. Beide, an einer Dachrinne angebracht, leiten uns schräg nach rechts zum Ortsende, wo ab sofort der Rotring nach links Rich­tung Geishöhle/ Münzinghof die Führung über­nimmt.

Die Geishöhle (vom 1.10. - 1.4. verschlossen)

Die Geishöhle ist mit Taschenlampe nach den Treppenstufen im Eingangsschacht relativ gefahrlos zu begehen. Mit 145 Metern Ge­samtganglänge bietet das in drei Hallen gegliederte Höhlensystem auch heute noch einen beeindruckenden Anblick. Da sie zudem noch leicht zu befahren ist, stellt die Höhle gerade für Familien ein lohnendes, stark frequentiertes Ausflugsziel dar.

Die Höhle war bereits in der Stein- und Bronzezeit den Menschen bekannt. Vor allem der erste, noch vom Tageslicht erleuchtete Raum war das Wohnzimmer prähis­to­rischer Menschen, wie zahl­reiche Funde belegen. Leider gingen die meisten davon verloren. Fließend Wasser (die Wände herunter) und ein immer noch vorhandener kleiner See als Trinkwasserreservoir vollendeten den für damalige Verhältnisse herausragenden Komfort. 

Im an­schlie­ßenden Rechtsbogen wandern wir geradewegs weiter und leicht ansteigend „zweispurig“ über freies Feld auf den Wald zu. Nach einer Ruhebank geht es im Buchenwald den Hang hinauf, nach dem Scheitelpunkt auf dem mit Laub überzogenen Weg wieder abwärts, erneut an einer Holzbank vorbei. Ein kurzes Stück halten wir uns neben einem freien Feld am Wald­rand, bevor der Weg am Ende des Feldes rechter Hand wieder in den Wald eintaucht. Auf dem bald folgenden Schotterweg geht es zunächst ge­ra­de­aus weiter, bis uns im Anstieg ein Holzweg­wei­ser mit der Markierung Rotring den Weg nach links zur Geishöhle vorgibt. Nach einem kurzen Anstieg treffen wir auf den Rotring, der nach links ins Unterholz und zum Eingang der Höhle führt.

Danach wandern wir mit dem Rotpunkt auf einem Waldweg angenehm abwärts. Nach ca. 1 km ver­las­sen wir den Wald, über­que­ren eine Wiese im Links­bo­gen und steuern auf einen Jägerstand zu, um dort erneut in den Wald einzutreten. Gute 50 m erst nach rechts, dann auf dem geschotterten Querweg nach links, wir folgen mehreren Bögen, kommen nach etwa 300 m an eine Gabelung, bei der wir im spitzen Winkel (fast 240°) nach rechts abbiegen – ein Verbotsschild für Kraftfahr­zeuge als Orientierungshilfe. Weiter an einer Heckenreihe ent­lang, ver­las­sen wir nach ca. 350 m beim Holzweg­wei­ser das Seitental mit dem Rotpunkt nach links in Rich­tung Velden. Ge­ra­de­aus zeigt der Weg­wei­ser ins Kipfental.

Der Weg führt nun steiler nach oben. Wir ver­las­sen bei der nächsten Gabelung den breiten Weg und nutzen den ge­ra­de­aus führenden, schmäleren Pfad, der immer noch ansteigt und bald auf eine Wiese trifft. Dort führt ein Wiesenpfad am Rand des Waldes ent­lang, dann durch eine Heckenreihe end­gül­tig nach oben (km 8,6). Ein kleines Hochplateau erwartet uns neben dem mit dem Rotpunkt ge­kenn­zeich­neten geschotterten Weg, der an einer Schlehenhecke linker Hand jetzt wieder angenehm, relativ eben verläuft.

Bei einem Blick nach hinten ist der Fernmeldeturm von Spieß erkennbar, vor uns nach dem Scheitelpunkt weit­rei­chende Ausblicke in die Frankenalb. Der Panoramaweg verläuft zwischen den Feldern im Bogen um die Hochfläche abwärts und trifft 200 m nach einer Bank auf der linken Wegesseite auf eine Kreu­zung mit einer Wander-Leitsystemtafel: „Wandern in der FRANKENPFALZ“. Hier folgen wir nicht der mit dem Rotpunkt ausgewiesenen Rich­tung nach Velden (1,1 km), sondern schwenken mit dem Hellblaustrich und dem Rotring nach rechts Rich­tung Kipfental/Raitenberg.

Pegnitztal (VGN © VGN GmbH)

Nach ca. 200 m, wo alle We­ge­zei­chen ge­ra­de­aus deuten, biegen wir nahezu unmarkiert, der Grünring ist nur verwaschen sichtbar, links ab. Es geht leicht abwärts auf Schrebergärten zu, dann linker Hand u. a. mit dem Blaukreuz auf dem Naturlehrpfad Rich­tung Velden. An Stauden beiderseits des Weges ent­lang, durchschreiten wir eine Senke und wandern danach auf grasiger werdendem Untergrund weiter. Der Weg wird zum Pfad und schlängelt sich nach unten.

Bei dem Sportgelände bleiben wir auf dem unmittelbar vor dem Tennis-Vereinsheim vorbeiführenden schmalen Streifen, der dann rechts abwärts auf die nun auch von rechts hinzukommende Grünkreuz-Markierung trifft (geschützter Landschaftsbestandteil). Mitunter spitzt die Pegnitz schon durch das Gehölz. Ein herrlicher Blick auf den Fluss und Velden eröffnet sich, wenn wir beim nächsten Abzweig ca. 10 m rechts quer zum Hang einschwenken (Postkartenmotiv mit Ruhebank). Zwei Möglichkeiten bieten sich für den letzten Abschnitt zum Bahn­hof in Velden an (km 12):

A) Wieder zurück geht es stetig abwärts und nach ein paar Treppenstufen dann rechts in den Ort hinein. In der Straße „Am Wachtberg“ vor, dann durch das Untere Tor in den Ort hinein und an der Kirche vorbei (Bahn­hof­stra­ße) weiter zum Bahn­hof.

B) Auf dem eingeschlagenen Pfad quer zum Hang weiter über die Treppenstufen beim Kriegerdenk­mal zur Pegnitz hinunter. Links am Fluss ent­lang und ebenso zum Unteren Tor.

Je nach Zeitlage kann man den Weg zum Bahn­hof auch ent­lang der Pegnitz zu­rück­le­gen. Gute 15 Mi­nu­ten sollten Sie vom Orts­kern aus aber immer einkalkulieren.

Velden (LAU) Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keit
Ortsplan bzw. Weg zum Bahn­hof von Velden (VGN © VGN GmbH)

Alternativ können Sie mit der Mit­tel­fran­kenbahn R3 im Stun­den­takt die Heimfahrt zurück in den Bal­lungs­raum antreten – oder Sie machen noch einen Zwischenstop in Neuhaus a. d. Pegnitz und nutzen von dort aus den schnelleren Regional-Express R3 in Rich­tung Nürn­berg oder Bayreuth.

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Velden

Café Central

Markt­platz 14
91235 Velden
Tel: 09152 7168
Ruhetag: Mon­tag

Gast­haus – Metzgerei „Zur Wasserbrück’n“

Markt­platz 18
91235 Velden
Tel: 09152 7504

Gast­haus – Pension „Frän­kischer Hof“

Mühltorstraße 1
91235 Velden
Tel: 09152 92273
Ruhetag: Diens­tag

Gast­haus – Pension „Zur Traube“

Mühltorstraße 2
91235 Velden
Tel: 09152 7204
Ruhe­tage: Mitt­woch und Don­ners­tag

Pizzeria „Canale Grande“

Markt­platz 16
91235 Velden
Tel: 09152 7378
Ruhetag: Diens­tag

Restaurant „Zum Fischkutter“

Nürn­berger Straße 19
91235 Velden
Tel: 09152 408854
Ruhe­tage: Mon­tag und Diens­tag

Tipps

Tipps

Das Felsenloch bei Plech

Das so genannte „Felsenloch“, eine Spalthöhle, ist im Auftrag des Archäologischen Museums München erkundet worden. Dabei kamen Schmuck, Geschirr und Scherben aus der Bronzezeit sowie Knochenreste von 49 Menschen zutage.

Dies belegt nach Aussage der Forscher die Tatsache, dass die Höhle einst bewohnt und darüber hinaus als Grabstätte genutzt wurde. Begehbar ist die archäologische Sensation al­ler­dings auch nach der Erschließung nicht. Zu groß ist die Gefahr des Abgleitens in den 11 m langen und 4 m breiten Hohlraum in einer Tiefe von 8 Metern.

Geführte Wan­de­rungen oder mehr Na­tur­er­leb­nisse vor Ort vermittelt Ihnen auf Anfrage die Naturführerin:

Daniela Reisch
Naturführerin

Am Pfaffenstein 12
92275 Hirschbach
Tel: 09665 222465 Mobil 0170 5856939

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

6. Juli 2014 19:31 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Schmale Waldpfade, Felsen, Höhlen und zum Schluß die Hochebene der Frankenpfalz - was will man mehr.
Die Geißlochhöhle hat uns besonders gut gefallen.

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