Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Wanderung

Thema Aussichtspunkte, Mehrtagestour
Region Fränkische Schweiz
Linien 221 230 389 R22
Länge ca. 30 km
Dauer 5 Std. - 2 Tage
Stufe Top Tour

Bewertungen

Ge­samteindruck
(6)
(6)
Landschaft
(6)
(6)
Gastronomie
(5)
(5)
An­spruch / Kondition
(8)
(8)
Weg­be­schrei­bung
(8)
(8)

Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Durchs Leinleiter-, Wern- und Leidingshofertal

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GPS
Informationen zur Wanderung

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Vorwort

Vorwort

Im nördlichsten Bereich des Ver­bund­ge­bietes liegt zwischen Gasseldorf und Heiligenstadt das Leinleitertal. Diese Tour führt in der ersten Etappe zunächst ent­lang des Talgrundes, dann aber auch über dessen Höhenzüge, wie z. B. auf den Veilbronner Höhenweg nach Veilbronn.

Durch das Werntal, ein kleines, liebliches Seitental, erreicht man über einen herrlichen Aussichtspavillon Heiligenstadt, das erste Etappenziel. Der Weg zurück führt wieder nach Veilbronn, dann ein Teil­stück ent­lang des Frankenweges bis vor Störnhof, bleibt hier auf der Hochfläche und erreicht direkt die Burgruine in Streitberg. Nach der Binghöhle bildet der Hummerstein mit seinem herrlichen Aussichtsplateau – mit Blicken sowohl ins Wiesent- als auch ins Leinleitertal – einen passenden Ab­schluss der zweiten Etappe. Die Hal­te­stel­len der Bus­linien 221 und 389 ermöglichen es, die Tour auch in einzelne Etappen aufzuteilen oder zu kombinieren. Am Wo­chen­en­de bringt Sie die Frei­zeit­li­ni­e 230 hin.
Be­son­ders zu Zeiten der Laubfärbung hat diese ab­wechs­lungs­reiche Wan­de­rung ihre Reize.

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Durchs Leinleitertal-, Wern- und Leidingshofertal"" – Ebermannstadt – Gasseldorf – Leinleitertal – Veilbronner Höhenweg – Werntal – Heiligenstadt – Leidingshofer Tal – Streitburg – Streitberg – Gasseldorf

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

1. Etappe: Gasseldorf – Unterleinleiter – Veilbronn – Heiligenstadt

13 km, ca. 3,5 Std.

Von Forch­heim R2/S1 aus fahren wir mit der Re­gi­o­nal­bahn R22 in 19 Min. bis nach Ebermannstadt. Dort geradewegs zum Bus­bahn­hof und in nur 4 Mi­nu­ten mit der Bus­linie 389 weiter bis zur Hal­te­stel­le Anna-Felbinger-Straße oder der Frei­zeit­li­ni­e (Sa/So) 230 direkt zur Hal­te­stel­le Brunnenweg in Gasseldorf, dem Aus­gangs­punkt unserer Wan­de­rung durch das Leinleitertal.

Gasseldorf Anna-Felbinger-Straße
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Von der Bus­hal­te­stel­le aus gehen wir zurück, über­que­ren vorsichtig die Ver­bin­dungs­stra­ße nach Unterleinleiter und halten uns rechts bis zum nach links hochführenden Druidenweg. An einem Verkehrsschild (Zone 30) erkennen wir unsere erste Markierung gelbe Raute.

Weiter ge­ra­de­aus in der „Erzleite“, gegenüber des Fliesenfachmarktes Geck, passieren wir auf asphaltiertem Untergrund die Hal­te­stel­le Brunnenweg 221/230. (Auch von hier kann die Tour begonnen werden!) Nach einem Park­platz und dem eingezäunten Werkstoffhof der Fa. Geck geht es nun auf einem Schotterweg weiter der gelbe Raute nach ge­ra­de­aus an der Straße ent­lang. Hinter einem Holzdepot mit einem kleinen Gemüsegarten steigt der Weg nun nach einem Links­bo­gen (zunächst am Leinleiterbach ent­lang) langsam an. Vor einer Feldscheune deuten die We­ge­zei­chen nach rechts, nach ca. 150 m dann im an­schlie­ßenden Links­bo­gen links in den Wald hinein. Nach dem ansteigenden Hohlweg wandern wir nach rechts an einem Hochsitz vorbei und über eine kleine Schlucht hinweg. Danach kurz abwärts und schnurgerade über eine Lichtung zu einem Querweg. Dort links hoch und im Rechts-bogen (Holzbank) weiter zwischen Wiesen und Feldern bis zum nächsten Querweg. Hier nun rechter Hand abwärts, bis nach einem Links­bo­gen der Kirchturm von Unterleinleiter, auf den wir zusteuern, zwischen den Bäumen hervorspitzt.

Im Ort gehen wir durch die Schnepfensteinstraße, an der Kellerstraße vorbei bis zum Haus Nr. 13, dann rechts abwärts durch die Straße „Zum Schnepfenstein“ bis zur Kreu­zung Dürrbachstraße, Steinweg, Kirchenstraße. Auf der ge­gen­über­lie­genden Stra­ßen­sei­te sind an einem Holzweg­wei­ser neben dem Briefkasten zahl­reiche We­ge­zei­chen erkennbar. Der nach links deutende Schwarzer Kreis auf Gelb ist unsere Markierung bis kurz vor Veilbronn.

Weiter auf dem Veilbronner Höhenweg Schwarzer Kreis auf Gelb. In der Straße „Steinweg“ laufen wir also nach links weiter, an drei Handwerksbe­trie­ben und der Bus­hal­te­stel­le Schulstraße 221 vorbei, bis ein Hin­weis­schild Veilbronner Höhenweg mit dem Schwarzer Kreis auf Gelb rechter Hand in die Schulstraße zeigt. Eine ganze Weile geht es in der Schulstraße aufwärts, bei einer Straßengabelung dann rechts hoch weiter in Rich­tung der Anwesen „Zweigensleite“. Weiter ansteigend führt das schmale Sträßchen aus dem Ort hinaus (Volkmannsreuth: 2 km). Über ein breites Hochplateau mit Ausblicken auf die umliegenden, fast 500 m hohen Bergrücken  der Frän­kischen Schweiz erreichen wir in einem Links­bo­gen auf der rechten Seite des Weges eine Rastbank. Die Möglichkeit einer Verschnaufpause bietet sich an. Hier verlässt unser Weg das Sträßchen und zweigt rechts ab. Die Markierung Schwarzer Kreis auf Gelb an einem Baumstamm hinter der Bank weist uns zu­sätz­lich die Rich­tung bergab nach Veilbronn.

An etlichen Holzstegen ent­lang folgt nach einem Rechtsbogen eine kleine Lichtung, bevor der Weg dann nach links wieder in den Wald eintaucht. Ohne Abzweigung durchlaufen wir auf einem Pfad ein Stück dichten, dunklen Na­del­wald, ehe es im Misch­wald dann wieder steiler abwärts geht. Noch vor dem Ver­las­sen des Waldes, vor einem Flur­be­rei­ni­gungs­weg schwenken wir nach links und bleiben im Wald oberhalb der im Tal verlaufenden Straße. Unser We­ge­zei­chen taucht nach rund 30 m rechts an einem Baumstamm wieder auf, der blauer Schrägstrich gesellt sich zu uns. Nach einer kleinen Schlucht – mit Fels­for­ma­ti­onen oberhalb – wird die Strecke schmäler. Ein schmaler, mit Laub überzogener Pfad windet sich zwischen einzelnen Felsen und mündet in einem zunächst steinigen, dann grasigen Weg, dem wir nach links folgen. Ge­ra­de­aus über den nächsten Querweg ist gebückte Haltung erforderlich, um die dahinter liegende Hecke zu überwinden. Der Pfad steigt hier an und nach etlichen, umgeknickten Bäumen wird das Unterholz kurz­fris­tig nochmals dichter. Den an­schlie­ßenden Querweg folgen wir nach rechts bergab, der Blauring kommt als weitere Markierung hinzu. Der Straße, die nach links Rich­tung Heiligenstadt führt, folgen wir ca. 150 m und über­schrei­ten diese dann vor dem Abzweig nach Veilbronn (Bus­hal­te­stel­le) vorsichtig. Nach dem Leinleiter-Bach geht es auf den Ort zu, über dem hoch oben auf einer 424 m hohen Felswarte das 1925 von Fürther Naturfreunden erbaute Naturfreundehaus thront.

Nach der ehemaligen, am 4.10.1915 eröffneten 11 km langen Bahn­tras­se Ebermannstadt – Heiligenstadt (Stilllegung: 28.6.1960 für den Per­so­nen-, 26.5.1968 für den Güterverkehr) informieren wir uns rechts an der örtlichen Wan­der­ta­fel.

Nicht der hinter uns liegende Radweg auf der alten Bahn­tras­se ist jetzt unser Weg nach Heiligenstadt, sondern wir laufen Rich­tung Orts­kern, bei der Telefonzelle dann links und auf das Gästehaus Sponsel-Regus zu, wo wir uns an den We­ge­zei­chen nach der Bus­hal­te­stel­le neu orientieren.

Für den Weg ins Werntal bieten sich hier zwei Va­ri­an­ten an:

a) übers Naturfreundehaus Veilbronn

Dazu folgen wir dem FRANKENWEG nach rechts zwischen dem Gästehaus und dem Landgasthof Lahner ansteigend auf dem schmalen Sträßchen. Vor dem Anwesen Nr. 13, genau gegenüber des letzten Laternenmastes, zweigt ein Pfad nach links hinauf zum Naturfreundehaus ab.

Etliche Treppen führen (meist geländergesichert) an den Felsen ent­lang hoch zum bewirtschafteten Haus mit seiner herrlichen Aussichtsterrasse. Von der anderen Talseite grüßt das Felsmassiv des „Totensteins“. Wieder zurück und die Treppen hoch bleiben wir ge­ra­de­aus und schwenken erst beim zweiten Weg­wei­ser links zu Pavillon, Werntal, Bergwachtunfallhilfe links ab. Es geht abwärts und nach freiliegenden Felsblöcken biegt unser Weg nach rechts ab und führt ge­ra­de­aus weiter. Nach links deutet später ein Schild Pavillon vor zur Hangkante, wo ein schöner Ausblick auf uns wartet.

Neben dem Holzpavillon weist der Grünring auf einem Holzschild den Weg ins Werntal. Die weiteren Markierungen sind an den Baumstämmen neben dem sich nach unten windenden Pfad aufgemalt. Dem an­schlie­ßenden Querweg folgen wir nur kurz abwärts, dann heißt es auf­pas­sen: Nach ca. 50 m zweigt vor einem lang gezogenen Rechtsbogen unvermittelt ein Pfad links ab, der steil abwärts, später nach 10 Stufen in die Straße nach Siegritz mündet. Hier nun rechts hoch bis zum Wanderpark­platz, dem Einstieg ins Werntal.

b) im Talgrund bleiben

Dazu laufen wir mit dem We­ge­zei­chen blauer Schrägstrich links am Gästehaus vorbei und bleiben immer den Straßenlaternen nach auf dem Sträßchen oberhalb des Leinleiter-Baches. Nach dem Abzweig zur Bergwacht auf der rechten Seite und einem Trafohäuschen geht es aus Veilbronn hinaus.

Bei der an­schlie­ßenden Leinleiterbrücke und der Querstraße (Siegritz: 2 km) halten wir uns mit dem blauer Schrägstrich rechts. Hier lohnt sich ein Blick auf das ge­gen­über­lie­gende Anwesen (Schulmühle) mit einem netten Fach­werk­haus und Bachlauf im Garten. Gute 500 m müssen wir auf der Straße bleiben, ehe unsere Route bei einem Wanderpark­platz nach links ins liebliche Werntal abzweigt.

Im Leinleitertal (VGN © VGN)

Ins Werntal

Der blauer Schrägstrich bleibt das We­ge­zei­chen bis Heiligenstadt und begleitet uns zunächst an einem Wasserhäuschen vorbei durch das romantische Tal. Während des Weges lauschen wir dem Plätschern des Schulmühlbaches, passieren dann die Karstquellen des Siegritzer Brunnens (Rastbank) mit dem ehemaligen, 1871 erbauten Pumpenhaus und kommen danach zu einer Wegegabelung. Hier nur wenige Meter nach rechts, dann im Links­bo­gen durch eine alte Schranke hoch in den Wald hinein (8,5 km).

Auf einem breiten, schattigen Forst­weg oberhalb einer kleinen Schlucht wandern wir eine ganze Weile – ohne den Hauptweg zu ver­las­sen. Bei einer Kreu­zung (Heiligenstadt: 3 km) nur 100 m nach rechts, dann über einen Pfad auf der linken Wegesseite bergauf, ein Holzweg­wei­ser gibt die Rich­tung vor. Der stetig ansteigende Waldpfad mündet neben einer Freifläche in einem Querweg. Hier 100 m nach rechts einschwenken und bei den Weg­wei­sern mit Rich­tungsangabe „Heiligenstadt“ nach links abbiegen. In etlichen Windungen schlängelt sich der Weg immer am Wald­rand ent­lang, bis ein Rechtsbogen vom Wald­rand wegführt. Schräg vor uns – hinter den Feldern an einem Waldeck – sind schon die nächsten, weißen Hin­weis­schilder sichtbar, auf die wir zuerst nach rechts, dann links zusteuern.

Der markierte Weg führt hier eigentlich ein Stück weiter am Wald­rand ent­lang und dann eben­falls nach rechts zwischen den Felder hindurch auf den Wald zu. Dort wieder rechts und zurück auf die beschriebenen Hin­weis­schilder.

Der blauer Schrägstrich zeigt den Weg weiter am Wald­rand ent­lang. Nach einer kleinen Schonung linker Hand sind die Rich­tungspfeile nicht ganz eindeutig. Es geht konsequent rechts, und nach rund 80 m hinter einem mächtigen Eichenstamm dann links auf einen Pfad in den Wald hinein. Hier taucht das We­ge­zei­chen wieder auf und leitet uns zum Aussichtspavillon hoch über Heiligenstadt, wo eine weit reichende Aussicht auf uns wartet.

Vorbei an der Schutzhütte (Rast- und Unterstellmöglichkeit), einem Sendemasten und Jugendzeltplatz geht es abwärts. Am Horizont wird das imposante Schloss Greifenstein sichtbar. Auf dem Teersträßchen weiter erreichen wir eine Querstraße mit Wanderpark­platz. Hier nun unterhalb der Stromleitung nach links, durch eine Schranke und nach wenigen Meter rechter Hand auf den schmäleren Weg – ohne We­ge­zei­chen – steil abwärts. Dieser Weg mündet in der Anlage des Familienzentrums der Ev.-Freikirchlichen Ge­mein­den in Nordbayern e. V. oberhalb von Heiligenstadt. An den Parkplätzen P 4 bis P 8 ent­lang  – nun wieder markiert – führen 13 Treppenstufen weiter bergab. Über den Stüchter Weg und linker Hand dann in den Steinweg erreichen wir die Hauptstraße. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Markt­platz der oberfrän­kischen Marktge­mein­de Heiligenstadt. Ein­kehr­mög­lich­keiten und auf braunen Hinweistafeln gut beschriebene Se­hens­wür­dig­keiten sorgen für einen runden Ab­schluss dieses ersten Teil­stückes der Wan­de­rung.

Die Bus­hal­te­stel­le 221/230 befindet sich vom Steinweg her kommend Rich­tung Markt­platz gleich nach 100 m linker Hand unterhalb der Hauptstraße in der Raiffeisenstraße. Hier ist auch noch das alte Schild des Bahn­hofes Heiligenstadt an einer Mauer angebracht.

Heiligenstadt i. OFr.
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

2. Etappe: Heiligenstadt – Traindorf – Veilbronn – Streitberg – Gasseldorf

17km, ca. 5 Std.

Heiligenstadt i. OFr.
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Diesen Abschnitt der Wan­de­rung beginnen wir am Markt­platz in Heiligenstadt bei der Hinweistafel auf den FRANKENWEG. Vor dem Gasthof Drei Kronen gehen wir nach rechts in den Schätzwaldweg über die Leinleiterbrücke, der Gelbstrich ist unser aktuelles We­ge­zei­chen: 3 km nach Veilbronn. Gleich nach der Brücke heißt es links in einen schmalen Weg am Bach ent­lang abbiegen, der uns vorbei an der ersten Infotafel des Wasserwirtschaftsamtes Bam­berg zurück zur Straße bringt. Linker Hand weiter auf einem Fuß- und Radweg an der Leinleiter ent­lang ver­las­sen wir das Wald­stück. Nach einer Bank, noch rechts im Wald und vor der Holzbrücke, schwenken wir nach rechts in einen Wiesenpfad auf der rechten Bachseite in den Talgrund ein. (Hier fehlt leider ein Hin­weis­schild des Gelbstriches.) Auf dem ebenen Pfad wandern wir bis kurz vor Traindorf, wo uns ein asphaltiertes Sträßchen aufnimmt und geradewegs ansteigend durch den Ort führt. Am Ortsende dann links halten und dem Hin­weis­schild Veilbronn folgen. Oberhalb des Tales laufen wir eine ganze Weile weiter und orientieren uns dann an eine unterhalb liegende Brücke, davor ein altes Pumpenhaus aus dem Jahre 1895 mit einem Rastplatz, das wir links hinunter durch die Wiesen erreichen.

Erneut nach links und über die Brücke, dann hoch zur Straße. Davor rechts bleiben und auf dem Talweg der alten Bahn­tras­se Ebermannstadt – Heiligenstadt bis Veilbronn. Der Gelbstrichverlässt uns später nach links zur Straße hoch, bevor wir zwischen zwei Brücken die Talstraße unterqueren und nach einer dritten Leinleiterbrücke des Radweges zum bereits bekannten Ortseingang von Veilbronn kommen. Wie gehabt nach links in den Ort hinein und auf dem bekannten Weg bei der Telefonzelle links bis vor zum Gästehaus Sponsel-Regus.

Mit der Markierung des FRANKENWEGES rechter Hand hoch und nun ohne Abzweigung oberhalb des Marthelbaches auf dem kleinen Sträßchen geradewegs aus dem Ort hinaus ins Leidingshofer Tal. Wir ver­las­sen die Asphaltstraße nach rechts und gehen durch drei frei stehende Pfosten auf die vor uns liegenden Fels­for­ma­ti­onen des Na­tur­schutz­ge­bietes zu. Der Weg durch das liebliche, von Felsen flankierte Tal ist mit den Symbolen des FRANKENWEGES bestens ge­kenn­zeich­net. Infotafeln eines Naturlehrpfades geben zu­sätz­lich über die heimische Baum-/ und Pflan­zen­welt Auskunft. Nach einer Schutzhütte und einem technischen Denk­mal, einem „hydraulischen, voll funktionsfähigen Widder“, der ohne Fremdenergie früher das Wasser auf die Hochfläche nach Leidingshof pumpte, wird das Tal nach einer Wiese zum Trockental. Der Pfad steigt an, führt neben einem schräg, frei liegenden Felsbrocken hinaus auf freies Feld.

Oben ver­las­sen wir den FRANKENWEG – er führt im spitzen Winkel nach rechts. Wir halten uns ab sofort an das Gelbpfeil links, das uns nur kurz nach links, dann rechts durch zwei Koppeln hindurch auf das ge­gen­über­lie­gende Wald­stück hinführt. Dort links und am Wald­rand vor zur Straße, auch hier links und dann weiter bis nach Störnhof. Dass auch Abschnitte auf kleinen, asphaltierten Nebenstraßen ihre Reize haben, be­stä­tigt die ab­wechs­lungs­reiche Strecke bis hin nach Störnhof. Offenes Gelände, Ausblicke in alle Rich­tungen und Viehweiden ent­lang des Weges lassen keine Langeweile aufkommen. Geradewegs wandern wir vorbei an zwei frei stehenden Gehöften in den Ort hinein, der seinen typisch ursprünglichen Dorfcharakter bewahrt hat.

An der Bus­hal­te­stel­le nun nach rechts, es geht nach wenigen Metern linker Hand wieder auf freies Feld hinaus. Im Rechtsbogen hoch folgt der nächste Hinweis an einem Telefonmast: „Streitberg über Streitburg nach 25 m rechts“. Daran halten wir uns bei der an­schlie­ßenden Gabelung und biegen rechts ab. Der Schotterweg führt abwärts und weiter unten zeigen verblasste Holzweg­wei­ser vor der Straße bei einer Heckenreihe nach links. Der Wie­sen­weg führt an einer Baumreihe ent­lang auf den Wald zu, kurz durch das Wald­stück und dann neben einem Feld abwärts auf einen Querweg. Oberfellendorf links – nicht unser Hinweis. Unser Gelbpfeil links weist rechts an einem Baumstamm nach unten, dann gleich wieder links auf grasigem Untergrund zwischen die Felder. Hinter einer Holzbank auf der rechten Seite führt ein kleiner, ansteigender Hohlweg in den Wald hinein. Auf dem mit Steinen aufgeschütteten Weg bleiben wir ohne Rich­tungswechsel und entscheiden uns bei der folgenden Wegegabelung für den rechten, unteren Weg. Die verblasste Markierung an einem Baum ist nur schwer erkennbar. Der mit Laub überzogene Pfad bleibt im Links­bo­gen an der Hangkante und verläuft weiter bergab, die We­ge­zei­chen des Gelbpfeil links tauchen wieder auf.

Beim ersten Grundstück in Steinberg ver­las­sen wir den Wald, laufen an einer Steinmauer weiter abwärts und stehen kurz vor dem Eingang zur Burgruine Streitberg. Die Hin­weis­schilder rechts vor uns zeigen uns den Weg an einem mit etlichen Wappen verzierten Haus hoch zu der früher mächtigen Burg­an­lage, die wir durch ein offenes Eingangstor be­tre­ten. Nach dem Innenhof eröffnen sich herrliche Panoramablicke von fast allen Aussichtspunkten. Vor allem ist natürlich der Ausblick vom ehemaligen Rundturm lohnenswert, der heute nach kurzem Aufstieg über eine kleine Brücke begehbar ist. Der Blick reicht linker Hand über die ge­gen­über­lie­gende Burgruine Neideck weit ins Wiesenttal hinein, rechts ist bei guter Sicht hinter Ebermannstadt u. a. das „Walberla“ zu sehen.

Blick ins Wiesenttal und zur Ruine Neideck (VGN © VGN)

Über die wechselvolle Geschichte der um das Jahr 1120 von den Herren von Streitberg erbauten Burg­an­lage geben zwei Schautafeln Auskunft. Auf gleichem Weg zurück halten wir uns wieder an die Markierung des FRANKENWEGES in Rich­tung Binghöhle (ergänzt auch durch die Markierung Schwarzring). Abwärts und bei der nächsten Querstraße rechts hoch um das Haus herum (Schauertal 25), eine kleine Straße zweigt hinter dem Park­platz nach links ansteigend ab – Hinweistafel am rechten We­ges­rand. Ausgewiesene 6 Mi­nu­ten sind es auf dem gut gesicherten Querweg bis zum Eingang der Binghöhle, wobei wir zuerst am Ausgang von einer neben der Teufels- und Sophienhöhle größten Schauhöhlen der Frän­kischen Schweiz vorbeikommen. Bei einem imposanten, frei stehenden Felskegel (Kletterturm) bietet sich der Rückblick hinüber auf die Ruine Streitburg, dahinter spitzt die „Neideck“ hervor.

Am Höhleneingang ist je nach Zeitlage eine Besichtigung mit Führung (ca. 30–40 Min.) möglich. Auf jeden Fall sollten Sie sich einen Prospekt für Ihren nächsten Besuch mit­neh­men.

Die Binghöhle 

Öffn­ungs­zeiten 2015:
ab 29. März bis 3. No­vem­ber, Sa bis Do von 10–17 Uhr,
Frei­tag Ruhetag außer in den bay. Ferien und an Brü­cken­tagen)
Telefon 09196 340, E-Mail: info@wiesenttal.de,
Internet: www.binghoehle.de
Kalte Getränke am Kiosk er­hält­lich, Rastplatz und
Toilettenanlage sind vorhanden!

Nach einem kurzen Stück abwärts treffen wir auf eine Abzweigung, bei der wir uns weiter für den FRANKENWEG auf einem Pfad hoch Rich­tung Pavillon entscheiden. roter Senkrechtstrich und Grünring führen hier bereits ins Tal nach Streitberg, An­schluss zur Bus­linie 389 hinab.

Nach zwei Felsdurchgängen folgen zunächst zwei kurze, dann eine längere Kehre, bevor an der Hangkante der weiße Prinz-Rupprecht-Pavillon, der an den Besuch des Prinzen Rupprecht von Bayern im Jahr 1904 erinnern soll, auftaucht – wunderschöne Ausblicke inklusive. Wir ver­las­sen diesen herrlichen Platz weiter auf dem hier leicht ansteigenden FRANKENWEG. Es folgt eine größere Wegekreu­zung mit zahl­reichen We­ge­zei­chen – Hummerstein und Heinrich-Uhl-Weg sind unsere Rich­tung! Ein breiter Forst­weg führt an einem Rastplatz vorbei (mit Ausblicken über die Wiesent hinaus) und mündet nach geraumer Zeit in einem Querweg, bei dem wir uns links halten (Hummerstein). Kurz danach bietet sich nochmals die Möglichkeit, al­ler­dings auf einem Steilabstieg, links durch den Misch­wald nach Streitberg abzusteigen. Es folgt rechter Hand ein Abzweig – der FRANKENWEG und der direkte Weg ins Tal nach Gasseldorf verläuft hier ge­ra­de­aus bergab.

Zum Ab­schluss unserer Wan­de­rung lassen wir uns aber das grandiose Aussichtsplateau auf dem 472 m hohen Hummerstein nicht entgehen und zweigen rechts ab (Schlaufe durch einen geschützten Landschaftsbestandteil). Schnurgerade wandern wir auf einem Schotterweg durch die ab­wechs­lungs­reiche Flora und kommen zu einem weiteren Querweg. Hier gehen wir nach links wieder auf den FRANKENWEG (jetzt al­ler­dings in der Ge­gen­rich­tung), der uns nach dem folgenden Waldeck erneut links leicht ansteigend, dann auf einem Pfad zum markanten Aussichtspunkt des Hummersteins bringt.

Zum Ab­schluss unseres Ausflugs durch vier Täler in der Frän­kischen Schweiz werden wir durch einen von den ver­schie­denen Stellen an der Felskante möglichen, ein­drucks­vollen Panoramablick belohnt. Auf der Freifläche hinter der Hangkante zeigt uns ein letztes Mal der FRANKENWEG – hier nach Muggendorf – die Rich­tung nach unten an. Vorbei an den Spuren alter keltischer Befestigungsanlagen bleiben wir auf einem Pfad, der zunächst an einer Wiese ent­langführt und an­schlie­ßend nach einigen Bögen in den dunklen Fichtenwald eintaucht. Auf der folgenden Forststraße jetzt rechts talabwärts (der FRANKENWEG führt links  bergauf) erreichen wir nach einem Wochenendhaus links unterhalb des Weges ein asphaltiertes Sträßchen. Ohne Markierung nun lang gezogen bis hinunter nach Gasseldorf. Im Ort weiter ge­ra­de­aus über die ersten Straßen bis hinunter zur Bus­hal­te­stel­le Abzw. Sonnenstraße 389 in der Gasseldorfer Straße.

Je nach Fahrplanlage bietet sich, nach der Kirche weiter im Ort, bei schönem Wetter im Bier­gar­ten direkt an der Leinleiter, die letzte Ein­kehr­mög­lich­keit: "Bei Laki".

Für die Rück­fahrt bieten sich folgende Hal­te­stel­len an: Bus 389 nach Ebermannstadt oder Pegnitz; und zu­sätz­lich Bus 221 oder an Wo­chen­en­den 230 nach Ebermannstadt.

Gasseldorf Brunnenweg
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Ebermannstadt (Gasseldorf)

Bei Laki, Griechische Spe­zi­a­li­täten

Gasseldorfer Str. 2
91320 Ebermannstadt (Gasseldorf)
Tel: 09194 382
Öffn­ungs­zeiten: Di.–Sa. von 17–24 Uhr, Sonn­tag und Fei­er­tage von 11–14.30 Uhr und 17–22 Uhr.

Heiligenstadt

Brauerei Gasthof Drei Kronen
Erwin Aichinger

Markt­platz 5
91332 Heiligenstadt
Tel: 09198 522
Öffn­ungs­zeiten: Täglich ab 8 Uhr,
Ruhetag: Di

Landhotel „Heiligenstadter Hof“

Markt­platz 9
91332 Heiligenstadt
Tel: 09198 782

Heiligenstadt (Veilbronn)

Landgasthof Lahner

Veilbronn 10
91332 Heiligenstadt (Veilbronn)
Tel: 09198 92899-0
Öffn­ungs­zeiten: Di 11-20 Uhr, Mi 11-17 Uhr, Do-So 11-20 Uhr Ruhetag: Mon­tag

Landhaus Sponsel-Regus

Veilbronn 9
91332 Heiligenstadt (Veilbronn)
Tel: 09198 222

Naturfreundehaus Veilbronn
Christian Donner

Veilbronn 17
91332 Heiligenstadt (Veilbronn)
Tel: 09505 8050390

Wiesenttal

Gast­haus Hofmann

Störnhof 10
91346 Wiesenttal
Tel: 09196 261

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

6. August 2014 19:52 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Dort dann geradeaus direkt auf die oben erwähnte, geteerte Bahntrasse und nach rechts Richtung Veilbronn.
In Streitberg angekommen, ist ein Abstecher zur Muschelquelle zu empfehlen. Es sind ca. 5 Minuten Wegezeit einfach (allerdings abwärts), die sich doch lohnen. Die Quelle liegt idyllisch in einem schattigen Waldstück, mit Kinderspielplatz und Wassertretbecken - Balsam für die Wanderfüße!!

6. August 2014 19:50 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Es geht am Waldrand entlang, dann über einen Wiesenweg und danach in den Wald. Hier verliehrt sich die Gelbstrichmarkierung und Blaupunkt/Gelbpunkt übernehmen die Führung immer geradeaus. Ein kurzes Stück durch den Wald, rechts oben Felsformationen. Nach dem Austritt aus dem Wald (vor uns die Straße Unterleinleiter-Veilbronn) dann gleich links mit Blau-/Gelbpunkt neben der Autobrücke abwärts ins Tal.

6. August 2014 19:48 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Auf dem Rückweg von Heiligenstadt Richtung Veilbronn kann man sich ein Stück 'Teerwanderung' ersparen, indem man nicht wie beschrieben bei dem alten Punpenhaus vor zur ehemaligen Bahntrasse (geteert und an schönen Tagen von Radfahrern und Inlinern stark frequentiert) geht, sondern den alten Gelbstrich Wandweg hoch zum Wald einschlägt. Die Richtungsmarkierung ist an dem Wegweiser beim Pumpenhaus noch angebracht und zeigt rechts hoch zum neuen Pumpenhaus und Waldrand.

6. August 2014 19:47 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Diese schöne Tour haben wir auf zwei Tage verteilt, incl. Übernachtung im Naturfreundehaus Veilbronn (die Telefonzelle in der Ortsmitte ist Geschichte).
Die Strecke führt größtenteils durch offenes Gelände mit relativ viel 'Asphalt' (der lange asphaltierte Anstieg in Unterleinleiter wird uns ewig im Gedächtnis bleiben). Man sollte die Strecke so wie beschrieben erwandern - denn das Leidingshofer Tal und die Strecke bis Gasseldorf sind ein toller Abschluß!

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