Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Thema Aussichtspunkte
Region Städteregion Nürnberg
Linien R3 S1
Länge ca. 14,5 km
Dauer ca. 4 Std.

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Ge­samteindruck
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Landschaft
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Gastronomie
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An­spruch / Kondition
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Weg­be­schrei­bung
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Über die Tauchersreuther Höhe

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Vorwort

Vorwort

Diese für alle Jah­res­zeiten emp­feh­lens­werte Wan­de­rung durch den Sebalder Reichswald hat im ersten Stre­cken­ab­schnitt – be­son­ders während der Kirschblüte – ihre Reize. Sind die Wege bis Oedenberg überwiegend in der Sonne, führt die zweite Hälfte aus­schließ­lich durch Schatten spendenden Wald.

Je nach Fahrplanlage kann man die Tour in Behringersdorf oder in Schwaig ausklingen lassen.

Orangekreuz bis Tauchersreuth  4,5 km 
Grünkreuz bis Behringersdorf   8,5 km
Blaupunkt bis Schwaig      1,5 km

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Über die Tauchersreuther Höhe" – Eschenau – Beerbach – Tauchersreuth – Oedenberg – Behringersdorf

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Mit den modernen Triebwagen der Mit­tel­fran­kenbahn sind es vom Nürn­berger Nordbahn­hof (U2) nur noch 22 Mi­nu­ten bis zum Hal­te­punkt Eschenau, den wir in Fahrt­rich­tung am Bahn­steigende ver­las­sen.

Eschenau Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Gleich rechter Hand der Straße nach geht es vorbei an einem Schuhgeschäft vor zur „Eschenauer Hauptstraße“. Dort rechts und nach der um 1300 erbauten St. Bartholomäuskirche weiter bis zur Fußgängerampel am Markt­platz.

Nach dem Übergang fällt uns links eine Statue auf, die den Ortsgründer Ortnand darstellt. Er gründete um 1040 im Auftrag des Kaisers Heinrich III. viele umliegende Ortschaften und hatte seinen Stammsitz in Eschenau.

Schnurgerade geht es die Herrengasse ent­lang, die nach einem Links­bo­gen in die Neunhofer/Kleingeschaidter Straße mündet. Links herum in die Neunhofer Straße ist unser Weg, der an der Hers­brucker Straße vorbei bis zur Tauchersreuther Straße führt. Genau rechts gegenüber (Bus­un­ter­neh­men Dornauer) begleitet uns ab sofort das We­ge­zei­chen Orangekreuz in einem geschotterten Weg hinaus auf die Felder und weiter bis Tauchersreuth.

An einer Koppel ent­lang, steuern wir auf ein Waldeck zu, vor dem es bei der Wegegabelung auf dem linken Weg mit dem Orangekreuz an einer Bank vorbei in den Wald hineingeht. Leicht abwärts quert der Weg in einer Senke einen Bachlauf und verlässt nach einem kurzen Stück bergauf dieses Wald­stück.

Kerzengerade wandern wir nach einer Wegkreu­zung zwischen den Feldern an einer Telefonleitung ent­lang auf Beerbach zu. Bereits vor dem Ort ist links unterhalb die Beerbacher St. Egidienkirche, eine Feldkirche mit Friedhof, Pfarr- und Ge­mein­dehaus erkennbar.

Kirche in Beerbach (VGN © VGN)

Ge­ra­de­aus in den Ort hinein (Kleingeschaidter Straße), dient unmittelbar vor der ersten Kreu­zung das Wanderleitsystem der Stadt Lauf (Wanderzirkus Frankenalb) als Orientierungshilfe. Gegenüber schwenken wir dann im spitzen Winkel nach links, stets dem Orangekreuz folgend, in einen schmalen, nur kurz asphaltierten Weg ein (2,5 km).

Im Rechtsbogen leicht ansteigend geht es um einen Bauernhof herum und an­schlie­ßend abwärts auf die Kirche zu. Gleich nach dem Über­schrei­ten der Straße dann links halten. Bei der Wan­der­ta­fel „Wan­der­wege im Neunhofer Land“ kann man eine kurze Pause einlegen. In­te­res­sant ist auch ein Abstecher in die Kirchenanlage und zu der dahinterliegenden Nikolausquelle.

Die evang.-luther. Pfarrkirche St. Egidien  (Geöffnet: täglich von 9 bis 17 Uhr)

Eine erste, dem Hl. Nikolaus geweihte Kapelle nahe einer als heilkräftig verehrten Quelle soll im Städtekrieg 1388 zerstört worden sein. Der Sage nach wollte man an der alten Stelle einen Neubau errichten, doch die Engel trugen dreimal das Baumaterial an den heutigen Platz. 1488 wurde die Kirche erweitert und erhielt weitgehend ihre heutige bauliche Gestalt. Der Turm wurde 1685 hinzugefügt. Seit 1520 bildet Beerbach eine eigene Pfarrei, in der 1521 als einer der ersten in Franken die Reformation Eingang fand.

Die fast quadratische Hallenkirche weist sechs Pfeiler mit spätgotischem Kreuzrippengewölbe auf. Die runden Schlusssteine tragen Allianzwappen der Patronatsfamilie von Welser. Hinter dem Patronatsgestühl auf der Südempore haben sich Reste einer Freskenreihe aus dem 16 Jahrhundert er­hal­ten: Christus Salvator und der Apostel Petrus mit drei Schlüsseln. Durch den Chorbogen betritt man den ältesten Teil der Kirche, den quadratischen Chorraum. Die Fresken an Wänden und Decke aus dem 16. Jahrhundert sind nur noch in Fragmenten erkennbar: das Jüngste Gericht und die vier Evangelisten.

Das bedeutendste Kunstwerk der Kirche ist der spätgotische Hochaltar, ein Werk Michael Wolgemuts, der Lehrer Dürers, und seiner Werkstatt um 1505. Die Flügelaußenseiten tragen zwei bemerkenswerte Tafelbilder mit Szenen aus dem Leben Marias: Die geöffnete Schauseite zeigt im Zentrum als Holzplastik Maria mit dem Kind, umgeben von Heiligen. In der Predella ist das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern dargestellt. 

Kon­takt
Evang.-Luth. Pfarramt Beerbach
Pfarrhof 3, 91207 Lauf-Beerbach
Tel. 09126 5410
Fax 09126 298711  

Weiter mit dem Orangekreuz windet sich der Weg zielsicher durch den Talgrund, quert einen Bachlauf und führt nach einer kleinen Weiherkette stetig ansteigend hoch auf die Tauchersreuther Höhe. Rund 80 stolze Hö­hen­me­ter sind zu bewältigen, auf denen uns auf der Höhe des alten Skiliftes auch unser von links kommendes neues We­ge­zei­chen, das Grünkreuz, zu­sätz­lich begleitet.

Oben auf dem Sträßchen angekommen, halten wir uns rechts und werden auf der Hangkante des freien Platzes neben einer Holzhütte (Clubfreunde Tauchersreuth) mit einem herrlichen Ausblick auf die ersten Höhenzüge der Frän­kischen Schweiz belohnt. Von links nach rechts sind zu erkennen: der Lindelberg (533 m), der Eberhardsberg bei Igensdorf (534 m) und der Burgstall bei Rüsselbach (507 m), dazwischen liegt Gräfenberg.

Tauchersreuther Höhe (VGN © VGN)

Mit der neuen Markierung Grünkreuz „schnurstracks“ vorbei an uralten, leider schon teilweise verfallenen Bauernhäusern aus dem Ort hinaus. Knappe 100 m nach den letzten Anwesen auf der linken Stra­ßen­sei­te weist uns das Wanderleitsystem nach links in die freie Flur – Oedenberg: 1,6 km bzw. Behringersdorf: 8,5 km. Auf mehr oder weniger zerklüfteten Betonplatten öffnet sich der Blick Rich­tung Süden.

Der Nürn­berger Business Tower und der Fernmeldeturm  grüßen aus der Ferne, von links spitzt der Moritzberg (603 m) herüber. Der kurzen Abwärtspassage folgt ein sanfter Anstieg, der in dem Ver­bin­dungssträßchen Rich­tung Oedenberg endet.

Hier geradewegs weiter und die Giebelspitze des Alten Schlosses kommt schon in Sichtweite. Im Ort halten wir uns links, laufen an der Schloss-Gaststätte vorbei bei zur Oedenberger Hauptstraße, dort dann nach rechts (6,4 km).

Wieder säumen alte Sandsteinhäuser den Weg, der weiter mit dem Grünkreuz nach dem Gast­haus „Weißes Ross“ linker Hand abwärts aus dem Ort hinaus verläuft.

Schloss Oedenberg

Erstmals 1177 als Schottenkloster urkundlich erwähnt, brannte es in seiner ab­wechs­lungs­reichen Geschichte 1553 im Markgräflichen Krieg völlig ab. Als Jagdschlösschen 1730 wieder aufgebaut und 1865 von der Familie Fensel über­nom­men, wird die Gaststätte mittlerweile in der 6. Generation weitergeführt.

Wir bleiben durch den Talgrund noch ein gutes Stück bis zum Wald­rand auf dem Sträßchen Rich­tung Behringersdorf. Im Links­bo­gen nimmt uns nach einem Weiher und einem weiteren Bachlauf geradewegs ein breiter geschotterter Forst­weg auf, das Grünkreuz bleibt unser We­ge­zei­chen.

Der Weg windet sich durch den lichter werdenden Wald und erreicht ein Quersträßchen (Mühlweg), das wir schräg nach rechts über­que­ren.

Nun aufgepasst: Lassen Sie sich nicht verleiten und bleiben zu lange auf dem gewohnt breiten Forst­weg.

Bereits nach rund 300 m zweigt nach einem Links­bo­gen ein nur anfangs, bis auf eine Länge von rund 200 m geschotterter Forst­weg rechts ab. Unser Grünkreuz taucht erst nach einer Weile sporadisch wieder auf. Von der Ge­gen­rich­tung ist der Weg besser markiert, also auch immer wieder mal umdrehen. Nach ca. 600 m wechselhafter Wegführung – mal enger, mal breiter – treffen wir auf einen gut ausgebauten Forst­weg, dem wir nach links leicht abwärts folgen.

Achtung bei nassem Wetter oder längeren Regenperioden: Durch Rodungsarbeiten mit schweren Arbeitsgeräten bilden sich in dieser Passage oft tiefe Wassergräben! Die 400 m längere Umgehung ist ab dem Mühlweg in der Karte gestrichelt eingezeichnet (Stand: April 2009).

Bei der an­schlie­ßenden großen Kreu­zung (Rote Marter) fallen die wuchtigen Eichenbäume ins Auge (9,5 km). Erneut weist uns das Wanderleitsystem der Stadt Lauf auf den nächsten Passagen den Weg: Bhf. Behringersdorf – 3,7 km (Tuchersteig).

Zunächst halbrechts über ein Brücklein bis zum nächsten Querweg, dort rechts und bei der darauffolgenden Abzweigung links einbiegen. Unser Weg steigt mäßig an, quert einen geländergesicherten Bachlauf mit einem Quelltopf (Ruhebank).

Bei der an­schlie­ßenden Gabelung, nach rund 100 m, halten wir uns ohne erkennbare Markierung rechts. Nach weiteren 400 m treffen wir hinter einer kleinen Kuppe auf ein weiteren Querweg und unser vertrautes We­ge­zei­chen. Hier ge­ra­de­aus in den Wald hinein.

Ein angenehm abfallender, gewundener Wurzelpfad streift einen alten, kleinen Steinbruch und schlängelt sich durch die Blaubeerstauden. Letztmals treffen wir auf einen für uns auf diesem Abschnitt schon (zu) vertraut gewordenen Forst­weg, der uns linker Hand hinein nach Behringersdorf, einem Ortsteil von Schwaig, führt. Dem Röthel- und Mörickewegent­lang, treffen wir direkt auf die Bahn­un­ter­füh­rung der Re­gi­o­nal­bahnstrecke. Davor geht es rechts hoch zu den Zügen Rich­tung Nürn­berg.

Schwaig (Lkr.LAU) Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Je nach Zeitlage ( R3 / R31) bieten sich noch weitere Möglichkeiten für die Heimfahrt Rich­tung Nürn­berg:

1. Mo.–Sa.: Bus 40 ab S-Bahn-Halt Schwaig nach Mögeldorf.

2. Fußweg mit dem Blaupunkt nach der Bahn­un­ter­füh­rung über die Günthersbühler Str. und ge­ra­de­aus weiter die Schwaiger Straße durch den Pegnitzgrund und die Behringersdorfer Straße hoch zum S-Bahn-Halt Schwaig S1.

Auch hier bieten sich noch zahl­reiche Ein­kehr­mög­lich­keiten ent­lang des letzten Abschnittes der Tour (mehr unter www.schwaig.de).

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Behringersdorf

Hotel-Gasthof Weisses Ross

Schwaiger Str. 2
Behringersdorf
Tel: 0911 5069880
Ruhe­tage im Restaurant: Sonn- und Fei­er­tag ab 15 Uhr und Mon­tag

Restaurant Portofino

Norisstr. 5
Behringersdorf
Tel: 0911 5075542

Trattoria I Fratelli

Espanstr. 9
Behringersdorf
Tel: 0911 5065445

Lauf a. d. Pegnitz/Tauchersreuth

Gasthof Adelmann

Tauchersreuther Hauptstrasse 1
91207 Lauf a. d. Pegnitz/Tauchersreuth
Tel: 09126 1893
Ruhetag: Don­ners­tag, Sams­tag nur bis 15 Uhr geöffnet

Oedenberg

Gast­haus „Weißes Ross“

Hauptstr. 2
Oedenberg
Tel: 09123 6570
Di.–So. von 10–23 Uhr, Ruhetag: Mon­tag
(Am Ortseingang)

Gasthof „Zum Schloss“

Schlossweg 1 (In der Orts­mit­te)
Oedenberg
Tel: 09123 6766
Ruhe­tage: Mon­tag und Diens­tag

Text, Bilder, Ausarbeitung: VGN

Wan­der­wege-Markierungsnetz unter­hal­ten

vom Frän­kischen-Alb-Verein e. V. Nürn­berg
Heynestr. 41, 90443 Nürn­berg
Tel. 0911 429582, Fax 0911 429592
Internet: www.fraenkischer-albverein.de

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

13. April 2017 17:20 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Die Nikolausquelle in Beerbach ist jetzt nicht so der Bringer, dafür der tolle Ausblick von der Taucherstreuther Höhe umso mehr. Dem historische Wasserturm in Tauchersreuth sollte man danach eine Besuch abstatten.

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