Steckbrief

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Informationen zur Wanderung

Thema Felsen und Höhlen, Wiesen und Wälder
Region Fränkisches Seenland
Linien R6 R61
Länge ca. 17 km
Dauer ca. 4 Std.

Bewertungen

Ge­samteindruck
(11)
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Landschaft
(8)
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Gastronomie
(9)
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An­spruch / Kondition
(9)
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Weg­be­schrei­bung
(12)
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Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
Zum Südtiroler

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Vorwort

Vorwort

Nahezu ohne Stei­gungen führt diese Wan­de­rung über den Wallesauer Weiher zu den se­hens­werten, his­to­rischen Wernsbacher Steinbrüchen (die Nr. 95 unter Bayerns schönsten Geotopen). Abwechslung bietet an den Wo­chen­en­den die Skulpturengalerie „INTO AFRICA“, bevor man die Tour gemütlich beim Südtiroler ausklingen lassen kann.

Bayerns schönste Geotope Nr. 95: Wernsbacher Steinbrüche (VGN © VGN GmbH)
Hochragende und magere Kiefern (VGN © VGN GmbH)

Unser Video zum Tipp finden Sie in der Mediathek von Franken Fernsehen!

Karte

Karte

Wan­der­kar­te "Zum Südtiroler" – Eckersmühlen – Wallesau – Geotop – Wernsbach – Wernsbach – Bernlohe – Ober-/ Unterheckenhofen
Höhenprofil "Zum Südtiroler" (VGN © VGN GmbH)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Vom Hal­te­punkt in Eckersmühlen R61 aus halten wir uns links, queren dann die Bahn­tras­se und laufen auf dem Wallersbacher Weg (Mühlenweg Fränk. Seenland) lang gezogen aus dem Ort hinaus. Vorbei am Schützenhaus geht es weiter auf dem wenig befahrenen Sträßchen bis vor das Gast­haus Wallersbach.

Eckersmühlen Bahn­hof
Aus­gangs­punkt der Wan­de­rung

Davor rechts abbiegen, nun führt der blau ge­kenn­zeich­nete Weiherweg (Markierung: weiße drei auf hellblau Frän­kisches Seenland) an einem allein stehenden Wohnhaus mit Tiergehegen dann an der Weiherkette ent­lang, bis das We­ge­zei­chen nach links den weiteren Weg weist. Nach dem Damm zwischen den Weihern windet sich der Pfad durch den Wald bis zu einem Querweg, dort dann rechts – die blaue Markierung weiße neun auf hellblau des Frän­kischen Seenlandes als zu­sätz­licher Begleiter. Stets auf dem Hauptweg bleibend, wandern wir den We­ge­zei­chen nach bis zum Wallesauer Weiher, wo sich linker Hand neben dem Blick über den See eine erste Ein­kehr­mög­lich­keit bietet (km 5).

Wallesauer Weiher (18.07.2011, VGN © VGN GmbH)
„Zur Weiherwirti“ (18.07.2011, VGN © VGN GmbH)

Auf der Badstraße geht es zunächst am Trafohäuschen vorbei, nun weiter durch einen land­schaft­lich schönen Streifen – vor allem auf der rechten Seite des Weges nach Wallesau hinein bis zur Eckersmühlener Straße.

Dort dann links an der Kirche vorbei, die Straße gabelt sich – links ist unsere Rich­tung auf dem Brombachsee- Radweg. Vorbei am ehemaligen Landgasthof geht es nach einer weiteren Bus­hal­te­stel­le neben der Straße aus dem Ort hinaus.

Nach rund 100 m heißt es dann nach der Hochspannungsleitung ohne We­ge­zei­chen links in einen „zweispurigen“ Waldweg abbiegen. Anfangs an einer Koppel ent­lang, gabelt sich der Weg – der rechte ist unser Weg. Auf diesem bleiben wir über zwei Querwege hinweg ohne abzuzweigen. Mal leicht aufwärts – links im Wald bald die immerhin 440 m hohe „Hohe Richt“ – dann auf einer längeren Passage abwärts an knorrigen Fichten vorbei, wir treffen ohne abzuzweigen auf einen breiten Fahr­weg (T-Kreu­zung). Hier nach links und bei der an­schlie­ßenden Gabelung dann im Rechtsbogen auf dem breiten Weg weiter (Verkehrszeichen Wasserschutzgebiet hinter uns).

Geotop Wernsbach (VGN © VGN GmbH)
Steinbrüche (24.04.2011, VGN © VGN GmbH)

„Geotop – Geologie erleben“ – so weist uns das braune Hin­weis­schild dann nach links in Rich­tung des Geotops Nr. 95 von Bayerns schönsten Geotopen – der his­to­rischen Wernsbacher Steinbrüche. Nur noch kurz auf sandigem Untergrund den Hang hinauf und schon stehen wir vor dieser für unsere Breitengrade grandiosen Naturkulisse, die auch einen schönen Rastplatz mitten in der Natur anbietet.

His­to­rische Wernsbacher Steinbrüche (Bayerns schönste Geotope – Nr. 95)

Dunkler, verwitterter Felsabbruch, buschbestandene Sandfelder oder hellgeäderte Steinbogen, umgeben von hochragenden, mageren Kiefern, bilden eine phantastische Welt. Jahr­hun­der­te­lang hatte die Bevölkerung von Mauk und Wernsbach ihr Auskommen außer in der Landwirtschaft vor allem durch Waldarbeiten und das Brechen von Burgsandsteinquadern.

Die hier in den „Hollerstuben“ (so die Flurbezeichnung des Waldgebietes) abgebauten Steinquader wurden mit Pferdefuhrwerken bis in das 40 Kilometer entfernte Nürn­berg transportiert. Doch der beschwerliche Transport der großen Steinquader war für die Pferde eine gewaltige Plackerei und auch die Fuhrwerke waren hinterher meist am Ende.

Nach dem Bahn­an­schluss Gmünds war der Weg nicht mehr ganz so weit. Um die Jahrhundertwende plante man sogar eine 6 km lange „Rollbahn“ von den südlichen Steinbrüchen über Petersgmünd nach Georgensgmünd. Aber der rapide Verfall der Sandsteinpreise ließ dieses Projekt scheitern. In den dreißiger Jahren ruhte der Steinbruchbetrieb dann voll­stän­dig.

Längst war billigeres Baumaterial wie Zementstein auf dem Markt und der Steinabbau rechnete sich nicht mehr. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde noch einmal für einige Jahre roter Stein gebrochen, vor allem zum Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Kirchen und Sandsteinbauten Nürn­bergs. Heute sind die Steinbrüche, die sich über ein Terrain von mehreren Qua­drat­ki­lo­me­tern erstrecken, ein lohnendes Ziel für Spa­zier­gän­ger.

Mit ihrer besonderen Stimmung inmitten des Waldes bilden sie Sommer wie Winter eine reizvolle Kulisse für Wan­de­rungen und Ausflüge.

Quelle: www.georgensgmuend.de

Weiter durch den großen Sandsteinbogen bleiben wir auf dem Pfad, der uns zunächst an einem großen Felsblock rechter Hand und nach einigen Metern an einem weiteren Felsen linker Hand vorbeiführt.

Die blaue Markierung (We­ge­zei­chen Geo 2) und die braune „Geotop erleben“ beachten wir zunächst nicht, sondern folgen den in kurzen Abständen an den Bäumen gut sichtbaren „seenländer We­ge­zei­chen“ bis zu einem Querweg. Der hier nach rechts deutenden Markierung zum Geotop folgen wir natürlich nicht, sondern halten uns ge­ra­de­aus, immer noch den „seenländer“ im Blick.

Bei der an­schlie­ßenden Kreu­zung rechts und nach wenigen Metern aus dem Wald hinaus. Ein schöner Feldweg schlängelt sich vorbei am „Kulturweiher“, dann in die Orts­mit­te von Wernsbach (km 10,5).

Hier empfiehlt sich ein Abstecher nach links zur Skulpturengalerie „INTO AFRICA“. In zwei Aus­stel­lungsräumen und dem Freigelände werden hier von Anfang Mai bis Ende Sep­tem­ber ein­drucks­volle Skulpturen aus Zimbabwe präsentiert – mit etwas Glück kann man manchmal einen Künstler bei der Arbeit beobachten.

INTO AFRICA
Skulpturengalerie

Wernsbach 16
Wernsbach

Wieder kurz zurück, dann zweimal links und wir stehen vor der B 2, wo sich linker Hand eine weitere Ein­kehr­mög­lich­keit bieten würde (Landgasthof Scherbaum, Tel. 09172 663308, Ruhe­tage: Di. und Mi.).

Rechts – Rich­tung Roth – geht es ca. 75 m auf dem Gehsteig weiter zum Ortsrand, dort dann vorsichtig über die viel befahrene Bun­des­stra­ße und halblinks auf dem Feldweg ohne We­ge­zei­chen hinaus auf die Felder und den Wald zu. Am Wald­rand ent­lang – die örtliche G7 jetzt als We­ge­zei­chen – taucht der Weg in den Wald ein und wird nach einer Lichtung mehr und mehr zum Pfad, der dann in einen breiten Forst­weg mündet.

Nach links nun leicht abwärts schlängelt sich der Forst­weg durch das Wald­stück. Nach einem Rechtsbogen geradewegs weiter auf dem „Naturlehrpfad Bernlohe“ (Rastplatz und Infotafel) bis vor ein eingezäuntes Gehege (Alter Rastplatz). Hier rechts ab am Zaun ent­lang – der Naturlehrpfad verläuft linker Hand weiter – bis zu einem erneuten Querweg, dort dann wieder links an den Damwildgehegen ent­lang.

Nach einer S-Kurve wandern wir zwischen den Koppeln oberhalb des Sportgeländes nun abwärts hinein nach Bernlohe, dort weiter rechts abwärts. An der Kreu­zung Dahlienstraße und Fliederstraße gehen wir vom Straßenschild Fliederstraße ca. 20 m nach links. Jetzt nach rechts in einen kaum sichtbaren Pfad, links begrenzt von einem Drahtzaun, rechts von einer Heckenreihe, dann abwärts bis zur Asternstraße.

Vor Haus Nr. 6 dann erneut rechts in den Petersgmünder Weg und weiter am Fabrikgebäude links des Weges vorbei, stoßen wir auf die Bernloher Hauptstraße. An der Bus­hal­te­stel­le Bernlohe/Kriegerdenk­mal des Stadt­ver­kehrs Roth (Mo. – Fr. Bus / LBT 686) folgen wir der Hauptstraße links hinab in den Wiesengrund. Wir über­que­ren die Rednitz und laufen leicht bergauf immer ge­ra­de­aus bis an den Ortsausgang von Oberheckenhofen. Dort winkt uns rechter Hand mit dem "Südtiroler" eine zünftige Einkehr.

Einkehr: Südtiroler Dorfstubn (25.09.2011, VGN © VGN GmbH)
Umgebautes Weinfass beim Südtiroler (25.09.2011, VGN © VGN GmbH)

Nach der Einkehr geht es ein Stück wieder auf gleichem Weg zurück Rich­tung Verkehrsinsel. Zum Bahn­hof in Unterheckenhofen (2 km) bleibt nur der Weg nach links auf dem wenig befahrenen Sträßchen unterhalb der Bahn­tras­se (R6 in Stun­den­takt) – 30 Mi­nu­ten sollten Sie einkalkulieren.

Unterheckenhofen Bahn­hof
Ihre Rück­fahr­mög­lich­keiten

Einkehren

Einkehren

Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse vorab über die aktuellen Öffn­ungs­zeiten und Ruhe­tage. Korrekturen können an frei­zeit@vgn.de gemailt werden.

Südtiroler Dorfstubn
bei Uli und Annelie

Oberheckenhofen 17
Georgensgmünd
Tel: 09172 667318
Geöffnet: Mo.–Fr. von 15–1 Uhr; Sa, So. und Fei­er­tag von 11–1 Uhr; Ok­to­ber– April: Ruhetag Mon­tag, Gruppen bitte anmelden, Bier­gar­ten für ca. 50 Per­so­nen, Platzkapazität innen: 30 Per­so­nen

„Zur Weiherwirti“ (Gaststätte Waldsee)

Badstr. 23
Wallesau
Tel: 09171 63705
Öffn­ungs­zeiten: April bis Ende Sep­tem­ber: täglich 11-1 Uhr Ok­to­ber bis Ende März: Werk­tags ab 15 Uhr, Sa/So 11-1 Uhr Don­ners­tag Ruhetag

Landgasthof Scherbaum

Wernsbach
Tel: 09172 663308
Ruhe­tage: Di. und Mi.

Impressionen

Der Freizeittipp in Bildern

Kommentare

Kommentare

29. Juli 2014 08:48 Uhr, VGN-Freizeit (Tobias Zuber), Nürnberg
Zitat: 28. Juli 2014 20:40 Uhr, Buschenwanderer, Coburg

Uns ging es ebenso - auch wir sind beim Südtiroler ebenfalls über's Ziel 'hinausgeschossen' :)

Wir haben den "kritischen Teil" der Tour überarbeitet und neu beschrieben. Wir hoffen, es findet jetzt jeder den Südtiroler - alles andere wäre mehr als schade ;-) Danke auf jeden Fall für die Kommentare und die Korrekturvorschläge.

28. Juli 2014 20:40 Uhr, Buschenwanderer, Coburg
Zitat: 17. Juli 2014 16:07 Uhr, Angerer Anja, Nürnberg

Können nur zustimmen, wunderbar schattig und abwechslungsreich. Ein bisserl geärgert haben wir uns über den "verpaßten/verpatzten" Schluss. Es führt nämlich ein Schild mit "Fuß- und Radweg" genau nach Unterheckenhofen. So sind wir quasi am Südtiroler vorbeigelaufen. Besser wäre: aus der Straße kommend spitzwinklig links, an der Straße entlang durch den Wiesengrund, dann links noch etwas weiter aus dem Ort, eine rot-weiße Fahne ist evtl. nicht sichtbar!Wers schafft:sehr nette und leckere Einkehr!

Uns ging es ebenso - auch wir sind beim Südtiroler ebenfalls über's Ziel 'hinausgeschossen' :)

17. Juli 2014 16:07 Uhr, Angerer Anja, Nürnberg

Können nur zustimmen, wunderbar schattig und abwechslungsreich. Ein bisserl geärgert haben wir uns über den "verpaßten/verpatzten" Schluss. Es führt nämlich ein Schild mit "Fuß- und Radweg" genau nach Unterheckenhofen. So sind wir quasi am Südtiroler vorbeigelaufen. Besser wäre: aus der Straße kommend spitzwinklig links, an der Straße entlang durch den Wiesengrund, dann links noch etwas weiter aus dem Ort, eine rot-weiße Fahne ist evtl. nicht sichtbar!Wers schafft:sehr nette und leckere Einkehr!

10. Juni 2014 19:48 Uhr, Busachenwanderer, Coburg

Wir sind diese Wanderung am heißen Pfingstwochenende gegangen und da der Weg größtenteils durch schattige Wälder führt war es sehr angenehm zu laufen.
Imposant die Wernsbacher Steinbrüche.

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